Hibbelig,

sehr hibbelig, bin ich schon seit Tagen, aber heute ist es richtig schlimm. Meine Marktvorbereitungen für das große deutsch-polnische Erntedankfest morgen in Altranft im Oderbruch meine ich fertig zu haben, aber man weiß ja nie, was doch noch fehlen könnte und überhaupt, irgendwas vergisst man ja immer…

Jedenfalls habe ich so viele gestrickte und gefärbte Schätze zusammengepackt, dass ich selbst staune. Der Stand wird also reich bestückt sein, keine Frage. Das Wetter soll auch noch aushalten, sagt wenigstens Kachelmann und ich weiß, dass der das weiß. Aber wird es auch Käufer geben? Das ist ja immer die große spannende Frage, die man sich vorher nie beantworten kann, es sei denn, man verkauft Bier und Bockwurst, aber das ist ja nicht mein Ding. Bei mir geht es eher um Tücher, Schals, Socken und gefärbte Wolle und mir ist durchaus klar, dass man im Grunde ohne solche Sachen leben kann, auch wenn es dann ein eher eingeschränktes Leben ist 😉 Bier und Bockwurst braucht man jedenfalls mehr.

Also nehme ich es olympisch, dabei sein ist alles – aber ohne ein paar Verkäufe ist alles nix. Ähh, wie jetzt, hört sich irgendwie grün an, oder? Egal, morgen abend weiß ich mehr und gleich stricke ich die wirklich allerletzte Socke fertig.

Um die Nerven etwas zu beruhigen, habe ich eben noch ein bisschen repräsentatives Präsentationszubehör gebastelt – 40 Meter 6-mm-Juteseil habe ich zu diesen beiden Körben/Schüsseln/was auch immer zusammengenäht und finde sie richtig gelungen. Morgen werden sich dann die Socken darin tummeln. Jute-02

Nun drückt mir bitte die Daumen, dass da morgen alles richtig gut für alle, auch für mich, laufen wird!

Liebe Grüße in die Runde – Regina  mit den Jutekörbchen

Jute-01

Einen hab ich noch (Gomitolo zum vierten)

Irgendwie habe ich den Eindruck, mit meiner Gomitolo-Strickerei hier was losgetreten zu haben 😉 Vor allem Frau Herbstzeitlose hat es erwischt, daher speziell für Dich, Pia, hier mal der Unterschied zwischen kleinem Rundherum-Gestricksel und lässigem Hin- und Her mit dicken Nadeln. Gomi-13Ja, die Wolle ist wie erfunden für solche Zick-Zack-Muster, ich kann gar nicht mehr aufhören damit! Am Sonntag dann ist der große Markt, bis dahin lasse ich die Nadeln noch ein bissel glühen. Die Wetteraussichten sind ja schon mal positiv – aber wie das Wetter dann wirklich war, das weiß ich am Sonntagabend;-)

Gomi-15Der Schal wird diesesmal ein Loop und geplant ist, dass er samt Stulpen bei mir bleiben soll….

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Zopfgesüchtel die Zweite

Gomi-08

die zweite Auflage der genialen Zopfstulpen ist vollendet. Dieses Mal etwas länger, so dass 40 g drin stecken. Inzwischen habe ich das Muster verinnerlicht, aber beschlossen, es nun erstmal gut sein zu lassen. Man hat ja nur zwei Hände – was sich auch fatal bemerkbar macht, wenn man gerade alleine ist und versucht, beide zusammen zu fotografieren. Kann ich jetzt schlüssig vermelden, geht nicht! Jedenfalls nicht ohne technische Hilfsmittel, die man aber auch irgendwie bedienen muss. Also zeig ich das jetzt mal einzeln.

Links:Gomi-09Rechts:Gomi-10einer auf der Rolle 😉Gomi-12

Es ist wieder die LG Gomitolo (Fb. 206), die da drin steckt und aus den verbleibenden 160 g entsteht mal eben noch ein zackiger Cowl.

Einen schönen Restsonntag und liebe Grüße in die Runde

Regina

Es herbstelt

es ist nicht mehr zu übersehen – selbst der Kalender sagt es heute – es wird Herbst. Die ersten Blätter fallen schon, die meisten Felder sind abgeerntet, die Natur bereitet sich auf die Ruhezeit vor.

In unserem Garten ist das jetzt eine schöne Zeit, denn gegen allen Protest habe ich (bisher) durchsetzen können, dass der bunte Verhau aus verschiedenen Eufeuarten und wildem Wein auf dem Gartenhaus bleiben und wachsen und jetzt auch der Efeu neben den inzwischen reifen Weinbeerchen blühen darf – ein toller Anblick!Giebel-01e

Giebel-02

Aber es ist nicht nur der Anblick, bei Annäherung hört man ein Brummen und Tosen – aberhunderte Bienen und massenhaft Schmetterlinge, in erster Linie Pfauenaugen und Admirale, haben sich dort zum großen Fressen versammelt, ist in dem bunten Gewirr leider nur schlecht einzufangen, daher erstmal der Blick nach ganz oben… Efeu-Bienen-05

Dichter dran sieht man mehr – fleißige Bienen im Honigrausch:Efeu-Bienen-04Efeu-Bienen-03Efeu-Bienen-02Mit der Last ihrer reichen Beute schaffen sie dann kaum den Abflug…

So, die Sonne strahlt (noch), ich geh weiter gucken…

Kommt gut ins Wochenende, liebe Grüße in die Runde

Regina

Gomitolo gezöpfelt

Meine gestrige Ode an LGs Gomitolo ist ja noch nicht vollendet; so zur Entspannung zwischendurch habe ich gleich noch ein Paar zöpfelige Stulpen gestrickt. Ja, doch, Zöpfe! Die Anleitung „Tacit“ von Hunter Hammersen hat es mir angetan, die habe ich auch noch nicht das letzte Mal gestrickt. Auch hier macht sich die wilde Färbung der Wolle sehr nett. Ich wage jetzt auch zu behaupten, dass die 200 g, die nun fast komplett verstrickt sind, keine einzige wirkliche Wiederholung eines Rapportes erkennen lassen.Gomi-06

Ja und nun gleich zur Praxis. Die verwendeten 3-er Nadeln waren definitiv zu dünn; als ich es gemerkt habe bzw. zur Kenntnis nehmen musste, war ich aber schon so weit, dass ich keinen Bock mehr auf Ribbeln hatte – also tapfer weiter. Der positive Aspekt dabei ist jetzt, dass sie super an der Hand anliegen.

Irgendwas an der Anleitung muss ich übersehen haben, sie sind etwas kurz, heißt, ich habe zu früh mit der Daumen-Zunahme angefangen. Memo an mich: Nächstes Mal „untenrum“ einen halben Mustersatz mehr stricken!

Am oberen Abschluss habe ich entgegen der Anleitung noch fünf Runden 2r/2l gestrickt, da sich das Abketten im Muster als eher unschöner Wellrand entpuppt. Hier bei der Erstauflage zu sehen (jahaaa, dafür ist hier die untere Länge perfekt…): 0stulpen-01

Und zu erwähnen wäre noch, dass da so ganz nebenbei ein federleichtes Paar Handwärmer entstanden ist – beide Stulpen zusammen bringen gerade mal 36 Gramm auf die Waage. Nuja, sie sind kurz, dafür aber auch sehr dicht gestrickt;-)

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Gomitolo – Spaßstrick pur

immer noch stricke ich nun fast mit heraushängender Zunge auf der Zielgeraden Socken für den Erntefest-Markt am 1. Oktober. Und ob man es nun glaubt oder nicht, es macht immer noch Spaß. Der wäre erst verdorben, wenn ich die dann alle wieder mit nach Hause bringe; aber für diesen schlimmsten aller Fälle ist auch vorgesorgt, sonst hätte ich mich auf dieses Unterfangen niemals eingelassen.

Damit es ein wenig abwechslungsreicher wird und mir für mein Sortiment keine Beschränkungen auferlegt wurden, springt zwischendurch immer mal etwas anderes auf die Nadeln. Aktuell gerade ein willkommener Garntest. Nachdem ich auf einigen Blogs nur Gutes über LGs neues Supergarn „Gomitolo“ gelesen habe, wollte ich es doch auch probieren, LG hin oder her; für eine gute Wolle kann man seine Meinung schon mal etwas modifizieren, denke ich ;-).

Also trudelten letzte Tage zwei 200-g-Superknäule á 700m dieser Qualität (Foto oben Farbe 206) hier ein und bisher bin ich sehr angetan. Das Garn ist weich und fluffig, erinnert mich irgendwie an die Noro Silk Garden, die ich vor sieben Jahren mal verstrickt hatte, nur dass diese mich bis heute nach Kräften beißt… Nuja, man weiß, Versuch macht kluch.

Ja und da mir die Gomitolo so sehr gefällt, musste durfte sie auch sofort auf die 5er Nadeln, um ihre Qualitäten im Praxistest zu präsentieren. Der grandiose Zick-Zack-Schal sollte es werden, allerdings einen Mustersatz schmaler. Das hier ist das Ergebnis von zwei Tagen Strickerei: Gomi-05

Etwas über ein Meter, darin stecken 120g. Übrig bleiben soll Garn für ein Paar Stulpen, das ist zu schaffen, denke ich, da der Schal sich beim Spannen recht kräftig strecken wird.  Die Farben sind recht schwer einzufangen – wie fast immer…Gomi-03Was das Garn (hier Farbe 208) ausgerechnet für diesen Schal absolut qualifiziert, ist die Tatsache, dass man keine zweite Farbe braucht, der Effekt kommt so grandios aus dem einen Knäuel, dass Farbexperimente überflüssig sind.

So, weiter geht es; liebe Grüße in die Runde

Regina

Megumi – murksiges Spiel mit verkürzten Reihen

Ein Schaltuch – oder wie auch immer man es nennen will – von Ruth Kindla aus ihrem Buch „Die verkürzte Reihe – das Original“ wollte schon lange auf meine Nadeln. Es gab jedoch nie die richtig zündende Garnidee, denn es musste ein sehr langer Verlauf sein. Also bin ich am Ende doch bei dem empfohlenen Garn, der Amitola von Louisa Harding, gelandet, ebenso habe ich mich an die Nadelstärken-Empfehlung – 4,0 mm – in der Anleitung gehalten. Das hätte ich nicht tun sollen, denn was im Buch bei der eher minimalistischen Beschreibung und Bebilderung der Anleitung nicht zu erwarten war, ist der Umstand, dass das Ding endlos lang ist. Statt der angegebenen 90 cm „Zipfel“länge sind es 130cm. Viel zu lang; einfach um den Hals gelegt, reichen diese Zipfel fast bis auf den Boden. Eine 3er statt der angegebenen 4er Nadel hätte das sicher verhindert.Megumi-03

Diese Länge macht es dann auch sehr schwierig, eine wirklich tragbare Drapierung zu finden; mir ist jedenfalls noch nichts gescheites eingefallen. Ribbeln geht nicht, das erlaubt das Garn nicht. Also hab ich mal die Minna bemüht und genau wie die Designerin den unteren Teil einfach weggelassen bzw, hinten versteckt 😉

Das ist schade, denn die Gestaltung des Tuches mit den einzelnen Abschnitten finde ich sehr gelungen. Megumi-02

Bisher habe ich mir alle Verkürzte-Reihen-Bücher von Ruth Kindla gekauft (vier inzwischen, dabei wird es nun auch bleiben), jedoch noch nicht viel daraus gestrickt. Allen gemeinsam ist leider die viel zu oberflächliche Beschreibung und Strickanleitung der Modelle; sie werden ausnahmslos auf zwei Seiten, eine davon Foto(s), vorgestellt. Dazu fällt mir ein, dass die Anleitung zur „Neptunia“ von Heidrun Liegmann stramme 40 A-4-Seiten umfasst….

Aber den Vogel schießt die Darstellung der Zählmuster ab; diese befinden sich auf beigelegten großen Bogen in einer Größe, die jegliches Erfassen oder gar Zählen mit dem normalen menschlichen Auge unmöglich macht. Ich scanne das dann Stück für Stück und drucke es erheblich vergrößert aus. Sehr mühsam, sehr umständlich, eine echte Zumutung. Erschwert wird die Arbeit damit zusätzlich dadurch, dass sich nirgends, nicht mal an den Absatzenden der Charts, Angaben zur jeweiligen Maschenzahl befinden. Nein, es macht einfach keinen Spaß und Anfänger werden hier zwangsläufig scheitern, Strickerinnen, die nicht mit meiner Elefantengeduld gesegnet sind, ebenfalls.  Schade, sehr schade!

Liebe Grüße zum Wochenanfang

Regina

Guck mal wer da guckt…

ja, sie ist nicht zu übersehen, diese fiese gefräßige Heuschrecke, die da genüsslich einen von den gerade mal zwei kleinen Pfirsichen an unserem neuen Bäumchen verschlingt.

0-pfirsich-01Nicht nett, gar nicht nett!!!  Der Herr Fadenkram wird Dich nachher (hoffentlich) killen, so! Aber der Pfirsich ist hin; scheint aber lecker zu sein….0-pfirsich-02

Den zweiten Pfirsich, der noch ein Weilchen zu wachsen und zu reifen hat, habe ich in eine Plastiktüte gesperrt, mal sehen, ob es hilft. Kosten würen wir ja schon ganz gerne…

Liebe Wochenendgrüße ohne Heuschrecken

Regina