Es musste einfach sein!

Hobbys sind ja nicht dazu da, sich irgendeinen Zwang (außer vielleicht gelegentlichem schlechten Gewissen bei Woll-Kaufzwang) aufzuerlegen, also musste ich nun doch erstmal den Spector starten. Der Anfang ist total easy, also ging das in fröhlichem Gerippe munter über die Nadel. 0-Spector-01

Jetzt ist gerade eine kleine Denkpause angesagt, da ich nicht weiß, ob die einfach so entschiedene Musteränderung wirklich clever war. Also übe ich erstmal an einer alten Maschenprobe diesen eigenartigen „Bud Stitch“, in der Hoffnung, dass ich ihn richtig verstanden habe….

Restlos überzeugt bin ich aber nach wie vor von meiner Wollwahl (aus dem Stash!!!) 😉

IFTY-01

enthält Werbung durch Zeigen – wie blöd ist das denn nur!!!

Kago zum Zweiten

(Vorsicht: Kann Werbung enthalten)

Es war eine kurze Freude, der Kago in der hier gezeigten Form und ich. Aber ich habe daraus gelernt, wieder einmal. Dass ich mit dem Garn so gar nicht warm werden konnte, hatte ich ja schon gesagt. Im Grunde stimmte aber die Maschenprobe, doch das Ding nahm riesige Ausmaße an, also habe ich doch irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt und da stand: „Hör auf damit! Sofort! Das wird nix!“ Das tat ich dann. Noch liegt er hier und guckt traurig, das hilft ihm aber nichts.

Da man von dem Shop immer freundlich aufgefordert wird, seine Bewertung zu den Einkäufen abzugeben, tat ich das auch bei diesem Garn. Da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gefiel, dieses starre und völlig unelastische Gestricke und die irre unterschiedliche Farbigkeit erst recht nicht, tat ich dies kund und vergab nur zwei Punkte.

Bumbo
Von glatt einfarbig bis wild gesprenkelt ist alles dabei

Eine Fünf-Sterne-Bewertung, die ich gleichzeitig abgegeben hatte, erschien kurz darauf, die kritische nicht. Dafür kam das Angebot, die Wolle zurück zu schicken und mir was anderes auszusuchen. Da wurde ich zickig und schrieb zurück, ich will nichts weiter, als meine Bewertung im Shop sehen, da das Garn ja größtenteils verstrickt ist. Das Versprechen dazu kam Anfang der Woche, online ist die Bewertung nach wie vor nicht und wird es auch nicht. Alles klar?

Neues aus Fernost

(Vorsicht: Kann Werbung durch Zeigen enthalten – Weiterlesen auf eigene Gefahr!)

Jetzt ist es soweit, ich halte es nicht mehr aus, der „Spector“ von Joji Locatelli muss sofort auf die Nadeln, jetzt, SOFORT. Da ausnahmsweise auch schon das Garn dafür seit längerer Zeit auf seine Verarbeitung lauert, spricht auch wirklich nichts mehr dagegen.

Selbstverständlich habe ich auch andere Projekte auf den Nadeln, den „Sumu“ von Claudia Eisenkolb in Zweitauflage beispielsweise. Da ich jetzt aber beim eher langweiligen unspektakulären Rundherum des Bodys angelangt bin,

0-Sumu2-01
Sumu II kurz nach dem Start, jetzt in freundlichen Grüntönen

dieses Mal ist das Ganze vorne auch genauso lang wie hinten, muss erstmal Abwechslung her. Die habe ich zwar in Form der „Spinat mit Ei“-Jacke, die aber gerade sehr langsam voran kommt, da das Muster einfach zu anstrengend für die Hände ist (in Hin- wie Rückreihen wird jede 2. Masche abgehoben, idealerweise dann auch die richtige Masche, das heißt, zwei Reihen gestrickt ergeben eine Reihe Jacke). Aber die nächsten Winter kommen gewiss, also sollte ich es doch gemütlich angehen. Außerdem sind bei der Jacke noch einige Dinge zu klären, die komischen vorderen Blenden zum Beispiel.

Die letzten Tag waren recht aufregend und nicht so ganz lustig. Zuerst versagte die Waschmaschine (keine vier Jahre alt, aber abgelaufene Garantie, klar doch) mitten im Programm ihren Dienst. Es rührte sich nichts mehr, selbst zum Öffnen der Tür musste ich sie sehr lange überreden. In der Service-Wüste Fernost lohnt es sich bei unklarer Diagnose nicht, einen Reparateur aus der fernen Hauptstadt anreisen zu lassen; Reise- und Diagnosekosten ergeben die halbe neue Waschmaschine, die eventuell mögliche Reparatur garantiert mehr als die andere halbe. Also kurzentschlossen zugeschlagen und einen Waschtrockner mit Grantieverlängerung auf fünf Jahre gekauft, der seinen Härtetest unter anderem auch mit einer Ladung strahlend weißer kuschelweicher Schlüppies mit Bravour bestanden hat. Also nie wieder Massen von Schlüppies auf die Leine zwicken, genial (ich hatte das nicht so wirklich mit aller Konsequenz zuende gedacht, als ich den Gatten gezwungen hatte, auch täglich die Schlübber zu wechseln, wenn ich das mal hier sagen darf ;-)) !!!

Der nächste Kandidat war dann der Herd. Knapp drei Jahre, zum Einzug hier gekauft, grrrrr. Er überrraschte uns mit einem großen Sprung im Ceranfeld. Wäre eh kein Garantiefall gewesen, egal wann. Und da wir immer bei Misslingen von irgendwelchen Dingen von eigener Unfähigkeit ausgehen, bemerkten wir erst im Extremmodus, dass auch der Thermostat irgendwann klammheimlich den Geist aufgegeben hatte und sich damit dann schlagartig steinharte Kekse, verkohltes Geflügel, Plüschpüschelchen-Kuchen und andere Spezialitäten von selbst erklärten. Das eigens angeschaffte Ofenthermometer zeigte dann bei der Einstellung 180° erstaunliche 300°, wahrscheinlich aber nur, weil es ja weiter hoch nicht kann. Auch hier kommt das Ding mit der Servicewüste Fernost zum Tragen und so zog gestern ein neuer Herd ein. Man darf gespannt sein. Müßig zu sagen, dass die Kühlkombi auch schwächelt? Also lieber stricken und nicht dran denken. Eventuell Aluhut basteln, mal sehen…

Neu auf den Nadeln: Kago

Mal wieder mache ich meinem Hobby der Quartalsbloggerei alle Ehre, wochenlanges Schweigen im Walde und dann: Zuschlagen! Aber das ergibt sich halt so.

Vielleicht habe ich es schon mal verraten, aber derzeit betrachte ich mich als einen der größten Fans der Designerin Claudia Eisenkolb (Himawari). Da waren der Sel Gris, der Amburgo (jeweils in zweifacher Ausführung), der Pimenton (erst einmal), der Sumu und jetzt der Kago. Nigella (einmal schon vergurkt, eigene Schuld, wieder schlauer gewesen…), Jushi und Directions hängen noch in der Warteschleife. Kann man jetzt als fantasielos und einseitige Orientierung ansehen, mir gefällt das alles super und bis auf eigene Verschlimmbesserungen meinerseits passt und sitzt das auch. Etliches hängt auch noch auf der Planungsrolle… Mir gefallen einfach ihre einfachen Formen mit klaren Linien und Mustern, die gut nachzustricken sind. Soweit die (unbezahlte) Werbung.

Gerade habe ich das neuste Werk aus Claudias Designschmiede auf den Nadeln, den Kago. Die Anleitung hatte ich schon gekauft, ehe ich mir das Teil so richtig angeguckt hatte. Er wird aus ziemlich dickem Garn gestrickt, ich habe so ein Acryl-Mischgarn, ebenfalls von Hobbii, gewählt, da es das einzig vorhandene in dieser Stärke war und verstricke es mit Nadeln 4,5 mm. Entsprechend schnell geht es voran und die Hälfte ist bereits überschritten. Kago-01

Gestartet wird am linken Ärmel, der mit einem re/li-Strukturmuster in der Runde gestrickt wird. Daran schließen sich Vorder- und Rückenteil an, über den rechten Ärmel geht es dann dem Ende entgegen. Was wäre nun eine Modellbeschreibung bei mir ohne Gemecker! Hier ist es das Garn. Soooo billig, wie es daher kommt, war es dann doch nicht. Diese angebliche „Jeans“-Färbung ist maximal unregelmäßig, mal gar nicht und mal heftigst, wie man oben gut sehen kann. Dazu ist es extrem leicht und aufgepufft, so dass sich der mit kurzen Linksrippen stabilisierte untere Rand doch nach innen krempelt.

Aber als fixes Zwischendurch stricke ich ihn fertig und überlege dann, ob ich ihn evtl. aus „richtigem“ Garn nochmal starte.

Der Stand der Dinge

Die Zeit vergeht, das Wetter ist nicht der Rede wert, die Natur bereitet sich auf den Frühling vor. Auf den Feldern nahe der Oder sieht man jetzt riesige Ansammlungen von Schwänen, die sich viel zu erzählen haben und dabei für die Bauern Unkraut zupfen; ach nee, die haben ja Glyphosat! lecker Feldsnacks naschen. Sie haben hier eine große Fluchtdistanz, da sie die Nähe der Menschen nicht gewohnt sind, umso mehr passen aber auf ein Foto. Schwaene

Unser Wochenendausflug bescherte uns dann Aprilwetter vom Feinsten, was aber beim Start noch nicht abzusehen gewesen war. Ich fand es dann sehr schade, „nur“ das Handy dabei gehabt zu haben, mit der Kamera hätten sich viel schönere Fotos schießen lassen…

Himmel-01-1Himmel-03

Das Licht wandelte sich rasend schnell, es war ein tolles Schauspiel!

Stricktechnisch geht es auch locker voran, mein „Sumu“ ist fertig und ich bin am Ende stolz auf mich, in welch astronomisch kurzer Zeit ich dieses Teil aus so dünner Wolle mit 3er Nadeln fertig hatte (dafür hängt er ziemlich schief auf der Minna, jetzt aber noch auf der Leine, so dass ich es nicht ändern kann 😉 ).IMG_1255

Dieser Pullover von Claudia Eisenkolb ist das Ergebnis einer Blitzverliebtheit, von der ich überfallen worden war und gegen die ich keine Chance hatte. Er wird von oben in einem Stück gestrickt, so dass man eigentlich nix verkehrt machen konnte. Eigentlich. Da ich ja nicht „man“ bin, konnte ich sehr wohl. Irgendwo, ziemlich weit unten schon, fiel mir bei eine Anprobe auf, dass das Hinterteil gut 10 cm länger war als das Vorderteil. Panik !!!! Ribbeln? Neee, dann wäre er in die Ecke geflogen. Sinnieren. Erleuchtung. Ich stricke, bis die hintere Länge stimmt und fülle das vorne dann mit verkürzten Reihen auf. Und was soll ich sagen – es hat geklappt! Wenn man es nicht weiß, dann sieht man es auch nicht. Die Schrecksekunde:

IMG_1219

Da half kein Zuppeln, Zupfen und Ziehen, das war vergeigt, aber sowas von. Und ich weiß immer noch nicht, an welcher Stelle mir das gelungen war, die Ärmel sind am Bündchen gleich breit, der Ausschnitt stimmt – nuja, am Ende zählt das Ergebnis und mit dem bin ich zufrieden.

Werbung (unbeauftragt, selbst bezahlt): Technische Daten: Garn: 450g  „Dream Color“ 400 m / 100g von Hobbii, 450 g, Nadeln 3,0.

Werbung – aus Überzeugung

 

0_wickler-01

Ich hab es getan! Nach so viel Ärger und rausgeschmissenem Geld für diese unsäglichen Plastik-Wollnuddeln (bis auf meine erste, die hat geschuftet bis zum bitteren Ende – RIP) habe ich mir nun dieses Schätzchen geleistet.

Gestern kam es weitgehend vormontiert an, 0_wickler-02

gerade habe ich es end-zusammengebaut und das erste Probeknäuel gewickelt. Absolute Spitzenklasse!

0_wickler-03

Gewöhnungsbedürftig ist das horizontale Wickeln, ich denke aber, das soll nicht das Problem sein. Ansonsten gibt es absolut nichts zu beanstanden und dieses Teilchen wird mich nun ganz sicher bis ans Ende all meiner Stricktage begleiten.

Ich hatte doppeltes Glück, denn in Bezug auf dieses Gerät, das in 100% Handarbeit von einem estnischen Holzkünstler gebaut wird, hieß es immer, dass man eine mehrmonatige Wartezeit einkalkulieren müsste. Also schrieb ich eine Bestellmail, in der ich auch ausreichend Geduld bekundete und erhielt dann postwendend die frohe Botschaft, es seien einige vorrätig, so dass es sofort zu mir kommen könnte. Also Geld überwiesen, Versandanzeige erhalten und so war innerhalb einer guten Woche der Deal komplett. Auf ein Wollpaket, das innerhalb Deutschlands unterwegs ist, warte ich inzwischen schon über eine Woche… Aber bis es irgendwann vielleicht doch noch ankommt, kann ich ja massig schöne bunte Knäulchen wickeln, ein bisschen Wolle hab ich ja noch auf Vorrat ;-)))

Frühjahrsausmisten ;-)

Angespornt von der flinken Ribbel-Entscheidung des William, bin ich anschließend hochmotiviert der vergurkten Mosaikjacke zu Leibe gerückt.

mosaikjacke-04

Die hatte ich mit so viel Spaß und Begeisterung gestrickt, habe sie aber beim besten Willen nicht in eine tragbare Form bringen können. Kommt eben davon, wenn Enthusiasmus Professionalität ersetzt – geht in die Hose, fast zwangsläufig. Oder aber das ist eine sehr gute Ausrede für meine Ribbel-Manie, denn auch wenn ich dabei immer Wollschnupfen-Attacken mit rekordverdächtigen Niesanfällen bekomme, so macht mir das trotzdem Spaß. Wenn ich vorneweg daran denke, benutze ich auch ein Atemmaske… Egal, jedenfalls war die Jacke in Windeseile in Knäule verwandelt. Während des Ribbelns machte ich mir ein paar Gedanken zur Wiederverwendung des Garns, denn das ist ein für mich ideales Acryl-Wollmischgarn, das fantastisch in Form bleibt und nicht beißt. Da es bereits doppelt verstrickt war, konnte es nur wieder den Neustart einer Jacke geben.

Da Schaden ja bekanntlich klug macht (manchmal sogar mich), habe ich es jetzt zur Abwechslung mit etwas Rechnerei vorneweg versucht. Dazu noch eine aktuelle Vermessung des fadenkramschen Körpers (ach du lieber Schreck, ich sollte dringend  mal wieder an meinen Maßen arbeiten!) und dann ging das los. Und ich weiß wirklich nicht, ob es so gut ist, das jetzt schon zu zeigen, denn es kann ja durchaus wieder gegen die Wand knallen 😉 Jedenfalls zeige ich den Anfang; Mosaik ist es auch wieder, aber längst nicht so unruhig, dafür aber frickeliger als es scheint.

0-mosaikjacke-03

 

Das Muster findet man auf youtube bei Veronika Hug, da allerdings dreifarbig. Ich zwänge es mit Nadeln 4,0 in die Form einer Raglanjacke und hoffe, dass die krausen Blenden so halbwegs bei der Höhe der Musterreihen bleiben, wahrscheinlicher ist aber, da ab und an eine verkürzte Reihe einzufügen.