Über das Landleben – Teil 2: Das alltägliche Dorfleben

Das Dorfleben als solches ist meist laut. Sehr laut. Leider. Einzige Arbeitgeber sind solche in der Landwirtschaft. Und die hat es sehr reichlich, denn das Oderbruch hat mit die fruchtbarsten Böden deutschlandweit. Leider haben diese Heuschrecken, hier als „Landgrabber“ unangenehm bekannt und verhasst, den Großteil davon aufgekauft und betreiben nun hemmungslos industrielle Monokultur – vor allem Raps und Mais für Biosprit, Biogas und solch hirnrissigen Kram. Daneben gibt es dann noch allerhand Viehzucht; nicht weit von uns auch eine Bullenmastanlage.

Und das passt, denn noch heute werden die meisten kleinen und auch größeren Jungs hier auf dem Lande „Trecka faahn“ als Berufswunsch noch vor Lokführer, Astronaut oder Kernphysiker nennen und das dann auch verwirklichen. Und da liegt nun der Hase im Pfeffer. Bei den Treckern. Früher waren die ja noch relativ harmlos, lästig schon, aber langsam und ohne niederfrequentes Dröhnen. Jetzt jagen die mit ca. 70 Knoten durch die Dörfer mit einem Sound, der auf den Magen drückt wie die Bässe bei Open Air Festivals und lange und weithin zu hören ist. Die Piloten dieser Monster sind ganze Kerle, die es einen Dreck schert, wie die Umwelt sie wahrnimmt; sie müssen ja Schallschutz tragen, außerdem haben sie es eilig, Zeit ist Geld, Verkehrsregeln sind für Deppen, Rücksicht ist Schwäche.

Man merkt, das Thema liegt mir am Herzen. Ja, tut es, denn direkt neben unserem Grundstück, keine fünf Meter vom südlichen Giebel, verläuft ein sehr gut frequentierter reichlich beschlaglöcherter Landwirtschaftsweg; der Blick aus dem Küchenfenster zeigt dann diesen Ausblick, der Schallpegel der irre rumpelnden Anhänger, zumal wenn sie leer sind, steht einem startenden Flugzeug nicht viel nach: TreckerDas Foto ist vom vergangenen Jahr, jetzt darf die Hecke ungestört in den Himmel wachsen (tut sie zum Glück auch). Absolute Härtezeiten sind eine Woche (inkl. jeweils zwei Wochenenden) im Mai  und im Oktober, wo das Futtersilo der Bullen aufgefüllt wird und dann die sommerliche Erntezeit – jetzt also. Den Garten als Ort der Entspannung und Erholung kann man dann getrost vergessen. Arbeiten geht. Arbeiten mit richtig Lärm dabei geht noch besser – Rasen mähen, Holz sägen, Hecke schneiden und so beliebte Tätigkeiten. Dumm ist nur, dass der normale Dörfler, egal, ob Treckerfahrer oder nicht, Rasenmähen, vorzugsweise mit dem Rasentraktor, als liebstes Hobby hat. Man hat auch das absolute Gespür für die richtigen Zeiten dafür – nämlich dann, wenn die großen Brüder abends endlich zur Ruhe gekommen sind. Irgendwie muss der Schallpegel ja aufrecht gehalten werden. Menno, ich könnte manchmal wirklich aus der Haut fahren, aber sowas von!!!

Irgendwann keimt dann das Gelüst auf, sich zu wehren. Darf man aber nicht sagen, dann erfährt man sofort, dass einen ja keiner gebeten hat, ausgerechnet hierher zu ziehen und dann auch noch zu stänkern. Preußisch-dörfliche Herzlichkeit eben. Also macht man sich erstmal kundig und – gibt auf. Man lernt nämlich, Landwirtschaft darf (fast) alles, vor allem im Bereich der Lärmemissionen. Na Klasse. Der Knaller ist die Erntezeit, da ist Vollgas für alle von früh um fünf bis nachts um 11 erlaubt – sieben Tage die Woche, wohlgemerkt! Wenn dann um Mitternacht endlich die letzten Monstermaschinen über die Dorfstraße ballern (wer die monströsen Hightech-Mähdrescher schon mal aus der Nähe erlebt hat, weiß was ich meine), freut sich der Mensch ja, kann aber vor Groll auch nicht gleich in den Schlaf finden.

Das ist der Alltag hier, zum Glück aber nicht jeden Tag, so dass selbst ich inzwischen lerne, das alles, wenn auch mal mehr und mal weniger gut, zu ertragen und als Teil des Gesamtpaketes „Landleben“ zu akzeptieren. Wenn in den extremen Erntezeiten das Wetter einigermaßen gut ist, sind wir viel unterwegs, denn es gibt ja auch ruhige Ecken, auf jeden Fall hinter’m Deich. Wie es zu diesem kam, erzähle ich dann in der nächsten Folge.

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Über das Landleben – Teil 1: Die Infrastruktur

Nach eineinhalb Jahren Leben im äußersten Osten des Landes (im Winter scheint es eher Westsibirien zu sein) möchte ich eine kleine Bilanz ziehen und Euch die Erfahrungen des Lebens hier etwas nahe bringen. Dieses in mehreren Teilen, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen 😉Bienenwerder

Heute die gravierendste Erfahrung; die mit der Infrastruktur. Es ist ja nicht so, dass es keine gibt, doch, tut es, aber man muss sich erstmal darauf einstellen (wir wussten, dass es so sein würde und waren bereit dafür).

Das Oderbruch besteht aus überwiegend winzigsten Dörfern, die inzwischen alle mit festen Straßen miteinander verbunden sind – wenn auch nicht immer auf direktem Wege. Das war nicht immer so. Wunderschön aber sind so Geheimtipps, wie z.B. die ehemalige Trasse der Oderbruchbahn, die einst gemächlich über die Dörfer zuckelte und leider schon sehr lange Vergangenheit ist. Diese Trasse wurde zum großen Teil zu herrlich schattigen Radwegen ausgebaut, ein Stück ist „richtige“ Straße, beidseitig bestanden von uralten Eichen, Kastanien und Linden. Das letzte Stück, hin fast bis an die Oder, ist ein romatischer Kutschweg, den zu bekutschen wir leider noch nicht geschafft haben. Aber das ist dann auch ein anderes Thema.

Zurück zu den Winzlings-Dörfern. Die haben teilweise ganz eigenwillige Namen, Beauregard ist ganz in der Nähe, Zuckerfabrik gibt es, Zäckericker Loose, Güstebieser Loose, Neulietzegöricke (das älteste Dorf im Umkreis)  und von fast allen „Ableger“, die ein „Neu“, „Alt“, „Groß“ oder „Klein“ vor dem Namen haben. Hat was mit der Historie und dem alten Fritzen zu tun, das dann ebenfalls in einem anderen Kapitel.

Völlig klar ist, dass die Zeiten vorbei sind, in denen jedes Dörfchen seinen Tante-Emma-Laden – hier „Konsum“ –  hatte. Diese Etablissements dienten nicht nur der Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs, sie waren immer auch Nachrichtenbörse und kulturelles Zentrum. Jetzt kann man Kilometer über Kilometer herumgurken ohne dass der Blick von irgendeinem Hinweis auf irgendeine Einkaufsmöglichkeit gestört wird. Die gibt es nur an wenigen zentralen Punkten, meist übernimmt Edeka die Versorgung gut und günstig, besonders erfreulich ist, dass dort auch meist eine Poststelle drin steckt 😉 Unser nächstgelegener E-Markt ist etwas über 10 Kilometer entfernt, eine durchaus bevorzugte Lage also. Ein bisschen mehr Shopping-Programm gibt es dann in der kleinen Kreisstadt, die nicht mal mehr eine Ampel hat, was sie in den Augen der Bewohner, denen man die einzige Ampel voriges Jahr weggenommen und durch einen Kreisverkehr ersetzt hatte, als Kreisstadt absolut abqualifiziert. Aber sie hat einen Baumarkt, mehrere Supermärkte, Apotheken, auch eine gewisse medizinische Versorgung ist hier, 25 km von uns, anzutreffen. Das Überleben ist also gewährleistet.

Der Vorteil der dünnen Besiedlung liegt aber an anderer Stelle – die Straßen sind gut und kaum befahren, so dass beste Freundin, die aus einer recht übervölkerten Ecke im Westen des Landes stammt, schon meinte, es erinnere sie hier ganz gewaltig an die Verkehrsverhältnisse im nordwestlichen Kanada. Nee, also dem muss ich dann doch widersprechen, denn bisher haben wir weder Bären noch Elche angetroffen! Aber man kann meist ganz gemütlich und ganz alleine durch die Gegend gurken und sich diese dabei ganz entspannt angucken – was sich ja auch lohnt. Die meisten Straßen sind alte Alleen mit sehr altem Baumbestand – wunderschön. Allee-04Außer auf unserer Strecke ins Hauptdorf – da ist einem wirren Hirn die Idee entsprungen, die Straße mit einer Weidenart zu säumen, die äußerst brüchig und damit windanfällig daher kommt. Und Wind haben wir hier viel und oft auch sehr heftig, da heißt es dann, besser zuhause zu bleiben; es sei denn, man braucht dringend ein neues Auto.

Zum Schluss noch ein infrastrukturelles Highlight, was nicht vergessen werden darf: die Autofähre mit dem wunderschönen polnischen Namen „bez granic“ (ohne Grenzen). Faehre02Ein Schaufelrad-Unikum, das hier von April bis Oktober im Stundentakt die beiden Ufer verbindet. Ein PKW mit zwei Personen kostet je nach Wechselkurs ca. 3,50 €. Die Fähre ist weit und breit die einzige Verbindung über den Fluss, von uns aus liegt die nächste Brücke im Norden genauso weit weg wie die im Süden – um die 30 Kilometer.

Wir fahren sehr gerne auf der polnischen Seite des Flusses – diese ist noch dünner besiedelt als die hiesige und bietet Natur pur. Der Fluss wurde hier nicht eingedammt und große Überschwemmungsgebiete, in denen vor allem das gefiederte Leben nur so tobt, ziehen sich über viele Kilometer entlang des Ufers hin. Bis hin zu Fisch- und Seeadlern kann man Unmengen von Wassergetier beobachten. Dazwischen herrliche wunderbar aufgeräumte Nadel- und Mischwälder. Es ist so erstaunlich, wie absolut anders Natur und Landschaft am anderen Ufer daher kommen und immer, wenn es uns mal nach Wald, den es hier gar nicht gibt, gelüstet, fahren wir mit der Fähre rüber und können uns in beiden Richtungen an Kilometer über Kilometer Wald freuen. Demnächst werden wir dann mal ein Pilzkörbchen mitnehmen, gestern auf dem Basar in Kostrzyn gab es schon massenhaft Waldpilze…

Das für heute – ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Wird aber fortgesetzt.

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Gartenglück

Bis auf einige Jahre in einer Betonwüste habe ich fast mein ganzes Leben einen Garten um mich herum gehabt. Als Kind selbstverständlich und nicht immer geliebt (ich sag nur: Kartoffelkäfer sammeln…), später bewusster mit mal mehr oder weniger Freude (proportional zum Erfolg ;-)) daran. Und dann kam das neue Anwesen im Oderbruch mit diesem total abartigen Garten. Trotzdem (etwa gerade deswegen???) habe ich mich sofort darin verliebt, wusste aber, dass dieser Garten auf lange Sicht starke Hände brauchte – also nicht unbedingt meine. Demzufolge überließ ich dem Besitzer der starken Hände, dem Herrn Fadenkram also, die Entscheidung, indem ich ihn einfach überrumpelte mit der Frage, ob er sich vorstellen könne, in diesem Chaos Ordnung und Durchblick zu schaffen. Er sprach sofort ganz spontan „ja, klar!“ – damit war alles geritzt und der Makler konnte mit leuchtenden Augen und uns fest an der Angel von dannen ziehen.

Was dann hier an Arbeit, Ärger aber auch Freude und Erfolgserlebnissen auf uns zu kam, hatten wir nie im Leben bedacht. Jetzt, nach nur einem guten Jahr heftigsten Werkelns, geben die Erfolge uns recht – es war eine gute Wahl und der Aufwand lohnt sich – meistens.  Ich lade Euch mal zu einem kleinen Rundgang ein…

Die Einfahrt ist noch immer ein WIP, ein neuer Zaun ist gerade in Arbeit und ein Carport ist letztes Jahr entstanden. Da dieser den Hof sehr dominiert, haben wir ihn versucht zu begrünen und sind mit dem Erfolg recht zufrieden. Hof-links-02 vorher: Einfahrt01

Sämtliche Nadelgehölze erwiesen sich als krank bzw. überaltert und mussten demzufolge genau wie der wuchernde Wildpflaumenbaum oben rechts im Bild weichen. Am Ende der Einfahrt entstand dann voriges Jahr unser neue Terrasse, die inzwischen aussieht, als hätte sie schon immer dort gestanden . Terrasse-03

Diesen Blick vom und zum Gartenhaus

konnten wir inzwischen auch aufhübschen – rechts des Weges zum Gartenhaus sieht es jetzt so aus:Bunt-02direkter Blick auf dasselbe: Bunt-01Bereits im zweiten Jahr haben sich die Ringelblumen und die Löwchen sehr erfolgreich selbst ausgesät, damit hatten wir nichts mehr zu tun.

Besonders freuen wir uns in diesem Jahr über den mitgebrachten Wein, der jahrelang mit Ach und Krach überlebt, uns aber nie mehr als kleinste Kosthäppchen seiner Trauben beschert hatte. Jetzt sieht er so aus – wir sind begeistert!Wein-01Wein-02

Die Fundamentplatte des Vogel-Vernichtungslagers der Vorbesitzer  (beim Abriss fanden sich so viele Kleinvogel-Skelette…)Vogelvernichtungslager01 ist jetzt Basis unserer „mediterranen Abteilung“, wo wir unter andem langsam auf die Selbstversorgung mit Zitronen hinsteuern;-) Zitronen-02Ein Jacaranda-Bäumchen, Oleander, Olive sowie weitere Zitrusbäumchen haben hier ihren Sommerplatz, den sie offensichtlich lieben. Neben der Terrasse wächst eine Himbeere gigantisch gen Himmel – nie hätte ich gedacht, dass man Himbeeren mit der Leiter ernten müsste!Himbeere-02Soviel für heute. Demnächst zeige ich dann auch mal die Pflanzen, die mich hier am meisten begeistern.

Liebe Grüße in die Runde

Regina

 

Makrameè-Gewerkel

Makra-01 Was lag näher, als die jungfräulichen Flächen der neuen Veranda mehr oder weniger künstlerisch zu gestalten? Nichts. Und so sieht man jetzt die hintere Stirnwand mit Pflanzenhänger und Vorhang (der sich wegen des von hinten einfallenden Lichts wahnsinnig schlecht fotografieren lässt) anstelle dieses ehemals grauenhaften Anblicks. Veranda-Tag 0- 01Ja, aber das kennt man ja nun schon. Gegenüber neben der Haustür soll dann das Eulen-Gehege entstehen; die erste ist bereits eingezogen, weitere befinden sich in Wartestellung, da mir erst eine Befestigungsmöglichkeit einfallen muss, bei der die Wand nicht nächstes Jahr wieder neu aufgebaut werden muss.

 

Das ist überhaupt das große Problem bei meiner Werkelei – passende Plätze zu finden. Daher baumelt das bisher dekorativste Stück nach wie vor in Warteposition an der Schrankseite. Gefällt mir nicht wirklich. Einige weitere haben es noch nicht an die Wände geschafft, sie gucken mich dauernd vorwurfsvoll an, ich muss sie wohl erstmal in den Schrank räumen.

Überall im Haus sind inzwischen diese Pflanzenampeln eingezogen. Der Erfolg mit den darin wohnenden Pflanzen bestätigt, dass die wirklich eine gute Erfindung sind. Der erste Versuch fand so um die Weihnachtszeit im Wohnzimmer statt. Makra-05Wer aufmerksam hinsieht, erkennt die kleine Eule in der Mitte. Die baumelte Weihnachten völlig frei unter der Ampel… Jetzt sinniere ich, was ich mit dem irre rankenden Wirrwar am besten anstellen könnte.

LIebe Grüße in die Runde

Regina

Frosch endlich vollendet

Ungefähr ein Jahr lag zwischen Maschenanschlag und Vollendung, aber immerhin, er ist jetzt fertig – mein Frosch! Hätte er viel früher schon sein können, aber ich bin zweimal daran gescheitert, die beiden Teile zu einem Ganzen zusammenzustümpern. Ich hasse das und dieses Teil hat schwer dazu beigetragen, dass sich daran wohl nie etwas ändern wird. Dieses ausgesprochen drahtige Garn, das zwar ein luftiges Maschenwerk ergibt, aber recht anstrengend zu stricken und noch anstrengender zusammenzufügen ist, hat mir da wirklich den Rest gegeben. Aber jetzt ist er fertig, der Frosch. Bissi eng ist er, aber ich muss/will/sollte/könnte ja eh mal etwas abspecken…. Vorher stecke ich ihn aber ins Wasser und strecke ihn kräftig – vielleicht muss ich dann ja doch nicht abspecken;-)

Ja und über die Tatsache, dass ich noch allerhand von diesem Garn in anderen schönen Farben im Bestand habe (die Wolllager-Aufräum-Aktion hat da so einiges ans Licht gebracht), mache ich mir vorerst überhaupt keine Gedanken…

Liebe Sonntagsgrüße in die Runde

Regina

Wochenende – schon wieder?

Kinder, wie die Zeit vergeht…. Mein letzter Post hat auch fast schon wieder einen Bart. Typischer Fall von Quartalsblogging wieder mal. Habe ich diesen Begriff eigentlich erfunden oder gab es den schon vorher???

Egal. Ich war fleißig. Angefixt von dem Markttreiben Anfang Oktober, auf dem mir ein kostenloser Stand angeboten worden war, bin ich in einen nie dagewesenen Sockenhype verfallen. Acht Paar hab ich inzwischen in den verschiedensten Mustern, Materialien und Größen zusammengestrickt und spüre noch keinerlei Zeichen von Überdruss. SockereiNur die Hände möchten jetzt mal was anderes, also habe ich mich mal wieder an ein Experiment gewagt – auch nicht gerade ein Fingerschmeichler, aber spannend: HK-03Wenn es elf Rippen hat, ist ein Teil von insgesamt 12 fertig, die dann in genialer Weise zu einem Schal zusammengebastelt werden. Naja, schaunmermal.  Angefangen habe ich in dieser Garnkombi (Pittura von Louisa Harding – Foto unten), die mir sehr gut gefällt, aber leider mörderisch zu stricken ist, da das Garn wahnsinnig spleißt. Diese Strickerei verlangt aber ein ständiges Maschenaufnehmen aus den Maschenfüßchen der Vorreihe, so dass man mit unpassendem Garn recht schnell in die Nähe eines gewissen Wahnsinns geraten kann. Zumindest zittern die Finger vor Frust und das vereinfacht den Schaffensprozess auch nicht. HK-01 Also bin ich dann auf die ohnehin empfohlene Malabrigo Mechita umgestiegen und damit geht das um Längen besser. Wer mehr wissen will. kann hier gucken.  Und nein, es werden keine Wetten angenommen, ob das jemals ferig wird oder nicht und schon gar nicht, wann 😉

Ist aber längst noch nicht alles, mein Flechtmusterpulli ist auch fertig und er gefällt mir ausnehmend gut, passt im ersten Anlauf schon perfekt und ist sehr angenehm zu tragen.

Verstrickt habe ich (doppelfädig) mit Nadel 3,25 422g BW-Mischgarn von der Garnwelt. Dass ich das Muster liebe, hatte ich hier schon verkündet, und es hat auch dieses Mal wieder Spaß gemacht. Völlig untypisch habe ich in Teilen gestrickt und finde, das geht irgendwie flotter voran als immer rundherum.

Habt ein schönes Wochenende; liebe Grüße in die Runde

Regina

 

Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit…

00Merino-01e…nach dem Waschen entarteten Voll-Merino-Säcken zu etwas Formstabilität zu verhelfen?

00Merino-03e.jpg

Das war der Teststrick „Lotta“ für Regina Mößmer, ich finde den Pulli schick und einfach zu stricken, ich werde mein Glück damit sicher noch einmal versuchen, vielleicht mit dem inzwischen gewaschenen und gestreckten Garn? Eventuell mit einem stabilen Mitlauf-Lace-Garn dabei? Mal sehen. Vorläufig aber sicher nicht 😦

Kommt gut ins Wochenende, liebe Grüße in die Runde

Regina

Es ist vollbracht…

… und war gar nicht soo schlimm 😉  Auch konnte ich die Nacht in meinem Bett verbringen, der Stand von gestern abend war ermutigend.

Der Sockenwoll-Berg hat locker in zwei Fächer gepasst (jaja, es geht mächtig was rein in dieses tolle Regal!) 00SoWo-04Das Gesamtbild hatte inzwischen seinen Schrecken verloren und die Nachtruhe war gesichert. Dazu gibt es jede Menge ein bisschen Platz für die neuen Schätzchen, 00SoWo-03also, die Aktion hat sich gelohnt, würde ich sagen. Etliches hat auch den Weg alles Irdischen nehmen müssen, diese ganzen handgenuddelten „Designer“-Garne, von denen noch einige Kilos hier rumlungerten, mussten nun dran glauben. Ich bin überzeugt, die nie im Leben wieder auf die Nadeln locken zu wollen.

Wer jetzt allerdings denkt, das wären meine kompletten Wollvorräte, dem sei gesagt, dass das ein Irrtum ist. Es gibt noch reichlich Wollverstecke und da wird nun demnächst auch mal der Blitz einschlagen. Das wird viel schwieriger, da dort auch große Restevorräte ihr Dasein fristen….

Liebe Grüße in die Runde

Regina