Geschichten vom Bau – Tag 2

war der Ausblick gestern abend schon recht optimistisch, so ist er heute ja schon fast entzückend. Nach getaner Arbeit bot sich vorhin dieses Bild: Veranda-Tag 2- 01k

gestern: Veranda-Tag 1- 02

Die andere Seite: Veranda-Tag 2- 02k Auf die rote Wand rechts kann morgen Gipskarton geklebt werden, hier muss kein Untergestell gebaut werden, was die Sache vereinfacht. Der Wermutstrofen ist die Türwand; die neue Tür hat eine Lieferzeit von ca. vier Wochen, so lange muss die Vollendung leider warten. Bis dahin wird jedoch der Fußboden ausgeglichen – er hat auf ca. 1,40 m eine Neigung von über 5 Zentimetern; gut an der Tür-Unterseite zu sehen – und neu gefliest sein.

Zur Entspannung zwischendurch haben sich jetzt klammheimlich die vielen bunten Wildtulpen am Südgiebel über die verblühten Schneeglöckchen und Winterlinge geschoben. Was für ein schöner Anblick!

Die Hyazinthen tun sich noch etwas schwer, aber in den Startlöchern stehen sie auch schon.

Liebe Grüße in die Runde – habt einen schönen Abend

Regina

Geschichten vom Bau

heute also sollte es ja mit der Veranda-Sanierung losgehen. Wider besseren Wissens waren wir da bis gestern guter Dinge. Und dann kam das Unheil wieder mit geballter Gewalt über uns, bzw. erstmal über den Herrn Fadenkram. Ich saß in meinem Strickbüdchen und wurde immer kleiner im Sessel, während das Fluchen und Schimpfen vor der Tür immer lauter wurde.

Verständlich, oder? (raufhauen macht die Bilder und damit das Grauen richtig groß 😉)

Nach einer ziemlich schlaflosen bzw. alpgeträumten Nacht, nach der für mich feststand, die Jungs würden sich das kurz ansehen und sich sofort verabschieden, harrten wir also bebend der Dinge, die da kommen sollten. Wir konnten bis dahin durch einen wandhohen Riss an der Stirnseite sogar die Nachbarn beobachten – wer hat sowas schon?

Aber dann kam es wie meist alles ganz anders, sie nahmen es gelassen, denn sie kennen sowas, da das Oderbruch im Grunde komplett auf Modder schwimmt, um das mal salopp auszudrücken, und dadurch solche Geschichten häufig vorkommen. Und schon ging es flink ans Werk, erstmal mit sehr viel Staub und Gepolter, dann aber systematisch mit Mörtel und Kelle weiter. Am Nachmittag war alles geflickt, verschmiert und geglättet und wir staunten nur. Feierabend gestern und Feierabend heute in der Gegenüberstellung: gestern-heute1

Natürlich ist nun die eigentlich bevorzugte Variante – alles fein schön glatt putzen und nett anstreichen vom Tisch. Variante 2 muss es sein – Vorsatzschalung mit Gipskarton, was die Sache natürlich nicht gerade preiswerter und den Raum wieder kleiner macht.

Es gab dann auch noch eine weitere, noch bittere Pille – die Haustür ist nicht zu retten. Die wurde in die Wand gehämmert ohne Rücksicht auf Verluste, alles ist schief, verbogen und ausgerissen. Die fünf Zentimeter Höhenunterschied im Boden hatte man da mit aller Gewalt „ausgeglichen“, was dann so aussieht – gehalten wird sie nur vom Bauschaum und seit die seitlichen Verkleidungsbretter entfernt sind, lässt sie sich auch nicht mehr schließen (zum Glück aber wenigstens noch abschließen):

Veranda 02 Haustuer2

Nunja, dann also auch das noch – was bleibt uns weiter übrig.  Es gab aber auch einen lustigen Moment, als wir unter dem untersten der diversen Bodenbeläge (von oben nach unten: Rips-Teppich braun, Rips-Teppichfliesen bunt, Ripsteppich grün, Linoleum 1 (Farbe nicht benennbar), Linoleum 2 (irgendwann mal bräunlich) eine Ausgabe der örtlichen Parteipostille „Neuer Tag“ vom 5. März 1980 fanden.

Ja, das war Tag 1 der Veranda-Sanierung und im Gegensatz zu gestern sind wir einigermaßen guter Dinge, voraussichtlich aber auch wesentlich ärmer, als optimistisch angenommen. Auf die neue Tür werden wir auch ca. vier Wochen warten müssen, so lange kann dann auch die Eingangswand nicht fertig werden. Auch das überstehen wir.

In diesem Sinne liebe Grüße in die Runde

Froggie aus dem Staub

Die neue Zeitrechnung bei Fadenkrams

Leider ist es ja so, dass der Gatte eher sorglos programmiert ist und dazu neigt, auf sein Glück zu vertrauen. Das ist bei mir ganz anders und da prallen dann schon mal die Gegensätze aufeinander. So auch beim Hauseingang. Der Sicherung desselben, genauer gesagt, denn die ist ja mehr als saumäßig – es ist beidseits eine funktionstüchtige Klinke dran. Man kann die Tür von außen abschließen, klar doch, aber wenn man bloß eben mal schnell in den Garten geht???? Das Problem ist dieses „bloß eben mal schnell“ – des öfteren schon bin ich vom Einkaufen gekommen, das Gartentor stand offen, die Haustür war unverschlossen und kein Gatte in Sicht. In manchen Gegenden sicher kein so ganz großes Problem, hier in Fernost schon, denn die allgemeine Sicherheitslage, vor allem Wohnungseinbrüche betreffend, ist eher katastrophal. Und nach einem großen Warnartikel in der Lokalpresse, der das Blut in den Adern (in meinen auf jeden  Fall!) gefrieren ließ, war nun klar, es muss ein neuer Beschlag an die Haustür, so dass man diese nur mit Schlüssel öffnen kann. Klartext: Von außen muss ein feststehender Knauf dran.

Man weiß ja, dass sowas viel zu einfach gesagt ist, das Leben ist härter als die Theorie des Laien. Also alles genau ausgemessen und zur Sicherheit neben dem Zettel mit den Maßen auch mit dem kompletten ausgebauten Beschlags-Klapparatismus ausgerüstet, steuerte der Herr Fadenkram optimistisch den nächstgelegenen, gerade mal 30 km entfernten großen Baumarkt an und fand dort sogar (was gar nicht so üblich ist) einen sehr hilfsbereiten Verkäufer. Gemeinsam einigte man sich auf ein passendes und auch optisch ansprechendes Modell (hahaha, einfach Knauf dran und fertig – neeee, das geht nur mit Komplettbeschlag – außen UND innen!). Frohen Mutes und 70 Euro ärmer (ich weiß, das hätte auch noch viiiel teurer werden können, aber rechnet das mal in Wolle um!) kam der Herr Fadenkram dann in anbrechender Abenddämmerung zurück. Im Dunkeln werkelt sich sowas ja schlecht, also schnell den Urzustand noch mal hergestellt und dann den Spruch getan: „Das ist morgen nach dem Frühstück in 10 Minuten erledigt!“

Damit kommen wir jetzt zu der Überschrift. Die 10 Minuten fingen kurz nach Neun an und sind jetzt, lange nach High Noon, noch längst nicht zuende. Und ich habe inzwischen staunend gelernt, über welch umfangreiches Repertoire an Flüchen und Schimpfworten der normalerweise doch eher friedliche Gatte verfügt – man lernt ja nie aus, auch nicht nach so langer gemeinsamer Zeit. Zur Stärkung, vor allem zur Kräftigung des inzwischen sehr angeschlagenen männlichen Nervenkostüms, gibt es jetzt erstmal Mittag; eine nahrhafte Cowboy-Pfanne wie damals auf den Spuren Jack Londons, der ja auch allerhand aushalten musste – aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Ja, und ich mache mir nun schon mal prophylaktisch Gedanken über einen Noteinstieg ins Haus, denn wenn der neue Sicherungsmechanismus in Funktion kommen sollte, gibt es so viele Möglichkeiten, dass man mal schlüssellos und höchst bedeppert vor der gut gesicherten Tür steht und erfährt, wie es potentiellen Einbrechern geht – man kommt einfach nicht rein! Die erste Überlegung war schon mal halb gut: Einen entsprechend großen Hund anschaffen, der Türen aufmachen kann. Aber was, wenn der auch gerade draußen steht? Und die Diva im Fell wäre darüber höchst ergrimmt – nee, streichen wir gleich wieder.

Ich sinniere also weiter und erzähle Euch demnächst, wie lang die 10 Minuten wirklich waren 😉

Liebe Grüße aus dem Regen

Regina

 

Viel schlimmer geht’s nimmer ODER Der heiße Draht ins Jenseits

Im Mai ist meine Schwiegermutter gestorben. Es folgte neben Fassungslosigkeit und Trauer eine hektische und stressige Zeit – jeder, der schon mal einen nahen Verwandten verloren hat, der kennt das. Eine der unliebsamen Aufgaben ist es, scheinbar unendlich viele Dinge abzumelden oder zu kündigen. Bei Verträgen mit Versorgern lässt man da ja besondere Sorgfalt walten, man weiß ja, die wollen alles ganz genau wissen und verlangen auch – um erkennen zu können, dass es sich nicht um einen Scherz handelt – eine Kopie der Sterbeurkunde. So geschehen auch bei der Abmeldung beim Stromversorger, dem wir selbstverständlich auch die Anschrift ihres Sohnes für die weitere Korrespondenz mitgeteilt haben.
Und nun brachte die Post vier Briefe dieses Versorgers, selbstverständlich an Schwiegermutters Adresse, und der wohl makaberste war dieser hier und der Hammer der letzte Satz:

Mit Extrapost dann noch die Aufforderung eine eventuell neue Bankverbindung für die weiteren Abbuchungen mitzuteilen.

Ja hallo, liebe E-ONs, geht’s noch? War es die Hitze, die Gedankenlosigkeit, das völlige Desinteresse, ja sogar Analphabetentum oder was sonst wohl? Das zu erfahren, werden wir nun einen Folge-Briefwechsel starten – ich halte Euch auf dem Laufenden.

kopfschüttelnde Grüße in die Runde
Froggie

Hab es gut, liebe Rose, wo immer Du jetzt auch bist, wir denken an Dich;
mir warst Du eine tolle Schwiegermutter und als diese behalte ich Dich in meinen Gedanken…

Gestern haben wir meine Schwiegermutter zur letzten Ruhe begleitet;
sie war völlig unerwartet am 12. Mai verstorben. Trauer und
Fassungslosigkeit haben uns seither fest im Griff gehabt, denn sie hatte
sich nach einem schweren häuslichen Unfall Ende Februar endlich wieder
aufgerappelt und gut erholt und stand unmittelbar vor ihrer Entlassung
aus der Reha-Klinik. Da passierte das Unfassbare.

Inzwischen haben wir die Geschehnisse akzeptieren müssen und haben nun zum zweiten
Mal so kurz hintereinander die Hinterlassenschaften eines langen Lebens zu ordnen und aufzulösen; keine so schöne Aufgabe, die wieder alles an Kraft erfordert, was wir aufzubringen in der Lage sind.

Das heißt, hier wird es sicher noch eine Weile recht ruhig sein, auch wenn ich in den wenigen Stunden der Ruhe stricke. Es kommt aber nichts Vernünftiges dabei heraus,
wahrscheinlich bin ich doch nicht bei der Sache, die Gedanken kreisen um so viele andere Dinge, so viele Fragen sind und bleiben für immer offen…

Traurige Grüße in die Runde

Froggie

Ooooooch nöööööö…..

da hab ich es doch in der vergangenen Woche tatsächlich endlich geschafft, mir eine Schneiderpuppe zu kaufen. Und war total happy, dass es mir endlich auch gelungen war, eine in meiner Größe zu finden, die ja puppenmäßig eher wenig angesagt ist. Und um das Glück vollkommen zu machen, kam das Ding dann schon am nächsten Tag an.
Voller Begeisterung schleppte ich den Riesenkarton ins Haus, öffnete ihn ungeduldig, zerrte die vermeintliche Minna raus und was war? Es war ein Kerl!
Tiefe Enttäuschung machte sich breit und Gnatz auf den Verkäufer. Aber erstmal ins Angebot im Shop gucken. Ja, und da stand es dann – sehr klein, aber es stand da – „männlich“. Puh, also hatte ich das Ding an der Backe.
Schnell war der Verkäufer angeschrieben, der zeigte sich auch verständnisvoll, weil ich sofort alle Schuld auf mich genommen hatte und versprach voller Entgegenkommen Umtausch zum Sonder-Versandpreis. Uff, toll, alles wird gut, dachte ich mir. Bis ich dann daran ging, den ungewollt gekauften Kerl wieder für die Rückreise fertig zu machen. Obwohl der Standfuß hier bleiben durfte, stellte sich schnell heraus, dass selbst ein großer Umzugskarton für den Body zu klein war. Also wieder ab in den riiiiesigen Originalkarton. Da hätten ja zwei von seiner Statur rein gepasst, aber einer hat mir ja schon gereicht.
Dann alle Paketdienste nach dem günstigsten Versandpreis abgegrast. Wider Erwarten machte DHL das Rennen. Für gerade mal 5,99 € Online-Frankierung konnte ich dem Herrn die Heimatadresse auf die Verpackung pappen und der Herr Wollfrosch bugsierte das Monster zur örtlichen Poststelle. Mir schwante Schlimmes aber ich soll ja nicht schon immer vorher unken….
Leider hatte ich doch wieder recht und wir sollten uns nun vorläufig nicht mehr bei der Christel von der Post sehen lassen, denn sie ist maximal vergrätzt, nachdem sie ca. zehn Minuten über Unterfrankierung gestritten hatte und dann meinte, wenn sie nicht mal ihren Euro dran verdienen könne, wäre es wohl eine gottverdammte Zumutung, dieses Monsterding in ihr kleines Lager zu stecken.
Okay, ich möchte hiermit in aller Form um Entschuldigung bitten, wir hatten ja schon eine Packstation in Betracht gezogen, da solche Debatten ja des öfteren stattfinden, aber die Packstation macht es sich leicht und uns schwer, denn die hat so große Fächer gar nicht erst, was aber nun wieder nicht an uns liegt…
Nun bin ich gespannt, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt; bin aber zuversichtlich und voller Hoffnung, dass sie dann beim zweiten Anlauf ihr glückliches Ende finden wird.

Habt einen schönen Restsonntag, liebe Grüße in die Runde
Froggie

Geschäft – Verantwortung – Moral

drei Dinge, die sich ausschließen? Ja, kann man wohl glauben. In einem speziellen Fall bin ich davon jetzt überzeugt.
Aber der Reihe nach, für uns beginnt das Leben sich langsam wieder in normale Bahnen zu fügen und das ist gut so.
Die Dinge, die jetzt zu tun sind, die sind es weniger, aber das gehört nicht hierher. Hierher gehört aber, dass Ihr mir mit Eurem Mitgefühl und Euren guten Wünschen für viel Kraft geholfen habt, dafür sei Euch gedankt, es ist schön zu erfahren, dass man sich nicht nur „strickig“ was zu sagen hat…
Nun zum Thema. Wir sind beim Ausräumen der Wohnung meiner Mutter. Längst noch nicht alles ist geschafft, ein kleiner Teil eigentlich erst, aber ein erschreckendes und verstörendes Ergebnis dabei war, dass wir schon jetzt drei (!!!) große Müllsäcke gefüllt haben mit Medikamenten, Nahrungsergänzungs-mitteln, Vitaminen und Mineralien und all diesen Dingen in Form mehr oder weniger großer und stinkender Pillen, die man in gewissen Kreisen für schweineviel Geld vorzugsweise an ältere Leutchen verscherbelt und die diesen ewige Gesundheit und ewiges Leben versprechen. Alles davon ohne Umverpackungen, teilweise die „nackten“ Pillen oder die Innenverpackungen. Und es ist noch längst nicht alles…. 
Sie war Kundin bei drei Versandhändlern für das ewige Leben, allen voran dieser unsägliche Dr. Hi**ich, der mit besonders impertinenter und nötigender Werbung die Briefkästen überschwemmt. Dann kommen drei Kosmetikversender mit den aberwitzigsten Anti-Aging-Produkten und mindestens vier Versandapotheken dazu und die örtliche Apotheke sowieso. Ein Arztbesuch lohnt ja nur, wenn er von einem Berg an Medikamenten gekrönt ist.
Das mag sich jetzt herzlos anhören, aber sicher kann jede von Euch nachvollziehen, wohin unsere Gedanken gewandert sind angesichts all diesen Zeugs. Wer weiß denn, was da wirklich überall drin steckt (anscheinend sind es wohl doch nicht die Placebos, für die ich es eigentlich immer gehalten habe) und wie das in solchen Mengen miteinander oder besser gegeneinander reagiert….
Sicher ist es jetzt müßig, darüber zu spekulieren, aber es ist nicht müßig, sich Gedanken zu machen, ob es wohl rechtens sein kann, dass man – ja, ich behaupte das jetzt mal – ganz gezielt alte Leute zu einem völlig unkontrollierten Konsum all dieser Mittelchen nötigt und damit in Kauf nimmt, sie in letzter Konsequenz krank zu machen und noch schlimmeres. Kann es denn wirklich sein, dass im Geschäft mit Leben und Gesundheit keinerlei moralische Bedenken und auch nicht die Spur von Verantwortung vorgesehen sind? Dafür weiß man aber ganz genau, wie die Älteren so ticken – meine Mutter ja auch – je öfter man versucht, sie von diesem Irrsinn abzubringen, desto mehr wird bestellt….
Ich bin mit dem Thema noch nicht durch, weiß aber, dass ich nicht den Don Quichotte gegen die Windmühlenflügel geben werde – das ändert nichts und dafür fehlt mir unter anderem auch das nötige Kleingeld.
Aber mich würde doch Eure Sicht auf diese Dinge sehr interessieren…

Habt einen schönen Sonntagabend, mit lieben Grüßen in die Runde
Froggie

Brot backen auf wollfröschig

da hatte Tanni vor einiger Zeit so ein tolles Brotrezept auf ihrem Blog, das musste ich ausprobieren und wir haben es für saugut und oberlecker befunden und machen das nun öfter 😉
Und alle wissen ja inzwischen, dass Frau Wollfrosch sehr schlau und unerschrocken sein kann, auch wenn das Ergebnis dann doch recht oft in die Hose geht. Aber man weiß ja auch um das tolle Motto „Versuch macht kluch“. Und so gab es gestern einen Brotversuch, der sehr klug gemacht hat…
Es entsteht nach dem o.g. Rezept nämlich ein eher kleines Brot. Und das doch recht energieaufwändig. Also dachte ich, das könnte man doch locker verdoppeln und eventuell dann eine Hälfte vom Brot einfrieren oder so. Ja, tolle Idee, hätte man doch längst drauf kommen können, also frisch ans Werk und die klebrige Mehl-Hefepampe angerührt. War mehr als ich dachte, aber auch die Überlegung, dass es mit der anderthalbfachen Menge eventuell besser gewesen wäre, war müßig, denn es war ja angerührt. Also die große Teigschüssel mit Teller drauf listig im kürzlich generalgereinigten Kühlschrank verkeilt (jaja, der Teig muss im Kühlschrank eine Nacht lang gehen und das tut er!).
Ein Schreckensschrei von Herrn Wollfrosch, der mich bei den morgendlichen Verrichtungen im Bad errreichte, brachte mich noch nicht aus der Fassung, denn der Herr Wollfrosch ist leicht zu erschrecken. Aber dann! Als ich in die Küche kam, hieß es, guck doch bloß mal in den Kühlschrank.
Ich guckte. Jede Menge Hefeteig, offenbar schon eine ganze Weile auf Wanderschaft, guckte zurück, so:

Das war längst nicht alles, die Vorhut hatte schon die Tür erreicht und war auf dem Wege in die Freiheit…
Was für eine grandiose Sauerei!

Aber den „Rest“ habe ich dann im großen Brottopf gebacken und ich muss sagen, es ist ein fantastisches Brot geworden!

Der nächste Akt im Drama startet dann mit der anderthalbfachen Rezeptmenge und dann wird alles perfekt sein. Bestimmt!

Liebe Güße in Runde; habt ein tolles Wochenende
Froggie