Sonne auf der Haut

selten nur begeistert mich ein Projekt von Anfang an so sehr, wie die soeben vollendete „Sonnenküste“ von Heidi Kirrmaier. Sunshine-04-1Hier hat einfach alles gepasst, angefangen vom Garn, der „Panama“ von Rowan (Achtung: könnte böse Werbung sein!), die perfekt geschriebene Anleitung, damit der Spaß am Stricken und natürlich das perfekt passende Ergebnis.

„Panama“ ist ein leichtes und lockeres leicht noppiges Mischgarn aus 55% Viskose, 33% Baumwolle, 12% Leinen mit 135 m auf 50 Gramm, das ich mit 3,5er Nadeln flott von oben nach unten verstrickt habe. Gerade mal 417 Gramm bringt das Teilchen auf die Waage – hatte bei meiner Größe definitiv mit wesentlich mehr gerechnet!

Hoch interessant ist der Start oben mit dem Halsausschnitt. Breite Raglan-Streifen betonen die Form, die anfangs mittels verkürzter Reihen perfekt entsteht. Sunshine-05Diese Streifen verlaufen dann entlang der Seiten des Pullis, an denen auch kleine Umschlag-Löchlein leichte A-Form und Weite bringen und nett aussehen – sofern man es mag. Mein Fazit: Den mache ich bestimmt noch mal!

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Der Blätterschal – es ist vollbracht!

0Blätterschal-05Nie hätte ich gedacht, dass der mal fertig wird! Gestartet hatte ich ihn 2013/2014. Schnell stellte sich heraus, dass die geplante Wolle nicht mal ansatzweise für zwei Blätterreihen reichen würde und ich verlor die Lust, konnte mich aber nicht aufraffen, das Elend zu ribbeln. Immer mal wieder guckte ich das Fragment schief an, aber es regte sich auch kein Fünkchen Lust zum Weitermachen. Inzwischen hatte ich handgefärbte Wolle für die Fortsetzung gesponsert bekommen, aber die passte farblich dann doch nicht und zu wenig war es immer noch. Doch dann kam der Poison Ivy und nicht klein zu kriegende Blättersucht hatte mich gepackt. Erstmal ging der Versuch weiterzumachen komplett in die Hose. Aber der Ehrgeiz war geweckt. Es hieß, alles auf Null, Wolle passend überfärben, für das Mittelteil passendes Garn suchen (Stashabbau war dringend angesagt) und dann – NEUSTART! Irgendein Vögelchen zwitscherte mir, statt 25 Blättern pro Seite nur 23 zu stricken, da mein Garn dicker als das der Designerin war. Was für eine geniale Entscheidung, sie führte dazu, dass die Wolle reichte – gerade mal so, aber das ist ja egal.

Gestern wurde das Werk dann von der Streckbank erlöst und präsentiert sich nun in aller Pracht und Herrlichkeit 😉

2,55 m in der Länge und 56 cm in der Breite misst das Teil, verstrickt sind 417 g Sockenwolle mit Nadeln 3,0 mm. Und nun kann ich sagen, dass es mir vorläufig reicht mit der Blätterstrickerei…

0Blätterschal-080Blätterschal-09Der „schäbige Rest“ – eine Blättergirlande vom ersten Versuch und die verbliebenen 20 g Fadenenden:

Megumi – murksiges Spiel mit verkürzten Reihen

Ein Schaltuch – oder wie auch immer man es nennen will – von Ruth Kindla aus ihrem Buch „Die verkürzte Reihe – das Original“ wollte schon lange auf meine Nadeln. Es gab jedoch nie die richtig zündende Garnidee, denn es musste ein sehr langer Verlauf sein. Also bin ich am Ende doch bei dem empfohlenen Garn, der Amitola von Louisa Harding, gelandet, ebenso habe ich mich an die Nadelstärken-Empfehlung – 4,0 mm – in der Anleitung gehalten. Das hätte ich nicht tun sollen, denn was im Buch bei der eher minimalistischen Beschreibung und Bebilderung der Anleitung nicht zu erwarten war, ist der Umstand, dass das Ding endlos lang ist. Statt der angegebenen 90 cm „Zipfel“länge sind es 130cm. Viel zu lang; einfach um den Hals gelegt, reichen diese Zipfel fast bis auf den Boden. Eine 3er statt der angegebenen 4er Nadel hätte das sicher verhindert.Megumi-03

Diese Länge macht es dann auch sehr schwierig, eine wirklich tragbare Drapierung zu finden; mir ist jedenfalls noch nichts gescheites eingefallen. Ribbeln geht nicht, das erlaubt das Garn nicht. Also hab ich mal die Minna bemüht und genau wie die Designerin den unteren Teil einfach weggelassen bzw, hinten versteckt 😉

Das ist schade, denn die Gestaltung des Tuches mit den einzelnen Abschnitten finde ich sehr gelungen. Megumi-02

Bisher habe ich mir alle Verkürzte-Reihen-Bücher von Ruth Kindla gekauft (vier inzwischen, dabei wird es nun auch bleiben), jedoch noch nicht viel daraus gestrickt. Allen gemeinsam ist leider die viel zu oberflächliche Beschreibung und Strickanleitung der Modelle; sie werden ausnahmslos auf zwei Seiten, eine davon Foto(s), vorgestellt. Dazu fällt mir ein, dass die Anleitung zur „Neptunia“ von Heidrun Liegmann stramme 40 A-4-Seiten umfasst….

Aber den Vogel schießt die Darstellung der Zählmuster ab; diese befinden sich auf beigelegten großen Bogen in einer Größe, die jegliches Erfassen oder gar Zählen mit dem normalen menschlichen Auge unmöglich macht. Ich scanne das dann Stück für Stück und drucke es erheblich vergrößert aus. Sehr mühsam, sehr umständlich, eine echte Zumutung. Erschwert wird die Arbeit damit zusätzlich dadurch, dass sich nirgends, nicht mal an den Absatzenden der Charts, Angaben zur jeweiligen Maschenzahl befinden. Nein, es macht einfach keinen Spaß und Anfänger werden hier zwangsläufig scheitern, Strickerinnen, die nicht mit meiner Elefantengeduld gesegnet sind, ebenfalls.  Schade, sehr schade!

Liebe Grüße zum Wochenanfang

Regina

Ich hab es getan!

Seit langem schon umkreise ich lüstern die äußerst ungewöhnlichen Designs von Sybil, aber bisher fehlte immer so der letzte Anstoß, der kam jetzt unerwartet und überraschend, da ich in Ute eine Gleichgesinnte gefunden habe. Und so verabredeten wir uns kurz entschlossen zum Mini-Samstagabend-KAL „Pieces of eight Mitts„, ein Projekt, von dem ich ziemlich überzeugt war, es könne nur in einem Fiasko enden. Tat es aber nicht, ich habe dafür nur das aktuelle Hörbuch abgeschaltet, die Katze ausgesperrt und dann ging es mit höchster Konzentration und diesem komischen Garn zur Sache –achterdingsda-001

mit diesem Ergebnis:

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Ganz zufrieden bin ich noch nicht, ich hätte eine halbe Nadelstärke mehr verwenden sollen, das Garn ist auch nicht optimal, aber egal, es klappt, also Ziel erreicht. Zwischendrin, kurz nach dem Start mit dem Daumen, war das noch gar nicht klar ;-)) achterdingsda-01Liebe Sonntagsgrüße in die Runde

Regina

Das Geflatter

Schon lange trieb sich ein Projekt in meinem Strickhirn herum, jetzt wollte es auf die Nadeln. Beim Garn habe ich mich an das Originalgarn gehalten, leider war meine Farbwahl nicht wirklich optimal. Crazy Zauberball hörte sich schon mal gut an, aber „Pianoa Bar“ war leider etwas daneben gegriffen; es ist für mein Empfinden einfach nicht genug Kontrast zwischen den Farben. Hätte ich aber wissen können, denn welche Piano-Bar kommt schon in leuchtenden Farben daher? Nuja, das wird dann wohl einen zweiten Versuch zur Folge haben, fürchte ich 😉phoenix-01Das absolut miese Regenwetter-Fotolicht tut ja nun sein Übriges, aber viel mehr Farbe ist da auch nicht… Blitz war auch nicht hilfreich, verdeutlicht aber die die hochinteressante Strickweise, bei der jedes Feld mit einer Lochreihe abgesetzt wird:

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Hinten Mitte, seitlich nach oben gehen dann die „Flügel“ ab

So, genug gejammert; die Details. Das Tuch heißt „Phönix“ und ist ein Design von Ruth Kindla. Um es zu stricken, sollte einem die Art der Darstellung ihrer Strickschriften schon etwas geläufig sein, sonst könnte man daran scheitern. Aber einmal verinnerlicht, geht es mit Nadeln 4,5 flott voran; ich hatte es in drei Tagen fertig – und das bei einer Spannweite von über zwei Metern! Es stecken  genau 207 Gramm drin und ich habe mir gratuliert, doch drei Knäule gekauft zu haben; der Rest gibt locker noch ein Paar Stulpen dazu.

Noch ein paar Bilder (draufhauen macht sie groß   ;-)):

Liebe Grüße aus dem Regen

Regina

 

 

Voll Crazy

Es gibt so Anleitungen, die – einmal auf den Nadeln gehabt – mir immer wieder durchs Hirn huschen. Crazy Stripes von Atelier Alfa ist so eine. Der erste Versuch in Vollplastik (ich hatte der Sache nicht getraut und einen Probestrick gemacht) war gelungen, trägt sich aber nicht so angenehm, daher wohnt er meist im Schrank – gaaanz unten  😉 Die Idee zur Neuauflage ließ sich nicht vertreiben und nun sollte es endlich so weit sein. Auf kunterbunt mit tausend Farbwechseln (und Vernähungen) hatte ich wirklich keine Lust, dafür aber noch dieses Aktiv Lace von Supergarne im Regal. Dieses Dochtgarn in Sockenwollstärke hat den idealen langen Farbverlauf und es war die beste Idee, die ich bisher dafür hatte.

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Das ist der aktuelle Stand. Ich bin  wirklich begeistert von den strahlenden Farben und der gelungenen Fächerform. Und wer noch nicht ganz fit ist in verkürzten Reihen, der kann sich hier nach Herzenslust an ebendiesen austoben  ;-))

Das Oberteil habe ich aus einem Rest schwarzem kuscheligen Vollplastik gestrickt – so ganz traue ich der neuen Wollverträglichkeit denn doch nicht. crazy-03-eJetzt sinniere ich über den Ärmeln – Farbverlaufsringel bis unten oder noch ein bisschen Geringel und dann schwarz…. ich denke, letzteres wird wohl passieren. Jedenfalls freue ich mich über den Stand bisher, mit Nadeln 3,5 mm war das eine ganz schöne Friemelei, aber ich denke, die hat sich gelohnt….

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Eine verrückte Neuauflage

zu Testzwecken hatte ich vor Jahren schon das „Crazy Stripes Tee“ von Atelier Alfa aus unsäglichem Plastikgarn gestrickt. Ob ich dieses Dingsi inzwischen zwei- oder dreimal getragen habe, weiß ich nicht, öfter aber sicher nicht. Das lag jedoch nur am Material, gepasst hatte es. Und der Entschluss war damals bereits gefasst, das machen wir mal wieder….

Aber ich bin ja faul und daher hatte ich – wie eigentlich vorgesehen – keine Lust auf die ganzen Farbwechsel und die daraus resultierende Näherei. Damit war nun das Garnproblem für den Neustart programmiert. Letzt jedoch beim Kramen im Wollvorrat kam mir die irgendwann grundlos gebunkerte Wolle von Supergarne in die Hände (igitt, BLAU!!!). Ein Blitz zuckte durch’s Hirn: Das kann der neue Streifenpulli werden! Und los ging das.

Auf den Original-Ausschnitt hatte ich keine Lust, der ist mir einfach zu groß, also kam der Anfang von „Nara“ noch mal ins Spiel mit dieser schönen Sattelschulter. Um diesen dann auch garantiert unpieksig zu haben, griff ich zu einem Rest schwarzes kuscheliges Vollplastik. crazy-01

Das war schnell getan, denn ich wollte ja Farbe sehen 😉 Diese entwickelte sich zu meiner Zufriedenheit und die Farbwechsel ergaben sich von selbst – wenn auch nicht immer an den vorgesehenen Stellen, aber wen kümmert das schon, wer weiß das schon…

Inzwischen sieht das so aus:crazy-02

Es geht jetzt immer flotter voran und ich hoffe, dass zum glücklichen Ende dann auch das Spannen einen etwas geglätteten Eindruck hinterlässt.

Die Wolle, ein Dochtgarn in Sockenwoll-Ausstattung, strickt sich eher hakelig, woran man sich aber gewöhnen kann. Ärgerlich jedoch ist die ständig wechselnde Fadenstärke, lange nahezu haardünne Abschnitte, dann wieder dicke Stellen, veredeln das Strickbild nicht unbedingt, auch nicht nach dem Spannen. Schade.

Habt einen friedlichen Wochenanfang, liebe Grüße in die Runde

Regina

 

Es ist vollbracht

die linientreue Zimtschnecke ist fertig. Ich bin rundherum zufrieden, kann mich auch nicht erinnern, wann ich das letzte Mal 325 g Sockenwolle in so kurzer Zeit und dann auch noch so aufwendig gemustert, verstrickt habe.

Linie02e 325 g, knapp 250 davon in Drops Delight, die Kontrastfarbe ist Drops Fabel. Spannweite 1,50 m, Länge 0,75 m. Gestrickt habe ich mit 3,75er Nadeln. Das Abketten der Ränder kann man gar nicht locker genug machen, ich empfehle eine Nadelgröße mehr als für das Gestrick, dann werden auch die unteren Rand-Dreiecke noch dreieckiger ;-).Linie04e

Linie05eDie Anleitung gibt es hier bei Ravelry und glaubt mir, da kauft Ihr Strickspaß pur!

Ein schönes Pfingstfest und liebe Grüße in die Runde

Regina