Das Schattenreich im Sonnenschein

Jaja, ich weiß, total blöder Titel. Aber das Hirn ist zu heiß, um Geistesblitze zu produzieren 😉

Jedenfalls habe ich nun mein Schattentuch in affenartiger Geschwindigkeit vollendet und bin stolz auf mein (und Utes) Werk, das jetzt gerade nach dem Wannen- ein Sonnenbad nimmt (ich weiß, dass das nicht gut für Wolle ist, aber zum Spannen ist es zu groß und in ein paar Minuten dann auch schon trocken).

Das Tuch hat im Wasser einiges an Breite und Länge zugelegt: Frisch von der Nadel waren es 166 x 80 cm, jetzt sind es 188 x 83 cm – gespannt wäre da sicher nochmal was dazu gekommen.

Verstrickt habe ich 158 g NoNa-Wolle, dazu 153 g Drops Flora zusammen mit  73 g Drops Lace in schwarz. Das Tuch ist mit seinen 384 g ein Leichtgewicht, das sich angenehm um die Schultern legt – nur gerade jetzt nicht 😦

0-Schatten-fertig-01

In der Draufsicht ist der geniale Effekt nicht zusehen, das ist klar, er erscheint wie bei einer 3-D-Postkarte, wenn man von der Seite oder von oben oder unten guckt. Kann ich hier auch nur ansatzweise zeigen, weil es für Foto-Akrobatik ebenfalls viel zu heiß ist.

Hier unten kommt das aber schon ganz gut zur Geltung:

0-Schatten-fertig-02

ein bisschen dichter dran:

0-Schatten-fertig-06

Fazit: Das ist ein richtig kuschlig-warmes Wintertuch, in das man sich gut einrollen und stricken kann. Im Moment eine eher schweißtreibende Vorstellung…

Wenn die Anleitung online ist, könnt Ihr sie hier bei Ute (pöse Wääärpunk – ich krieg aber nix, sondern musste hart schuften dafür!!!!) finden.

Ausflug ins Reich der Schatten

Schatten-00

Was liegt wohl näher, als bei glimmender Sonne mal ein etwas stärkeres Garn, gern auch allerhand Wolle darin, aus dem Vorrat zu fischen und sich auf einen Teststrick für die Wintergarderobe einzulassen? Dieses Mal geht es mit Ute ins Reich der Schatten. Ja, wahrscheinlich brauche ich für meine neuen Vorlieben auch immer erst eine Vordenkerin und -strickerin, die mir den Einstieg erleichtert. Bei dieser spannenden Angelegenheit lag es sehr nahe, dass ich die Frage nach der Teststrick-Bereitschaft ohne Nachzudenken sofort positiv beschieden hatte.  Dabei hatte ich die Materialfrage überhaupt nicht bedacht – aber das Glück ist mit dem Tüchtigen und der Stash wird es schon hergeben. So war es auch. Das superschöne feuerfarbene Nona-Garn sollte es sein, dazu für den schwarzen Kontrast Drops Flora vereint mit einem Faden Drops Lace. Und los ging das. Gestern. Heute früh sah das dann so aus – in der Draufsicht:  Schatten-01-1

Die Schattensicht kommt dann etwa so daher:  Schatten-02

Dass es Spaß machen würde, hatte ich ja gedacht, dass es aber auf Anhieb suchterzeugend wäre, nicht. Und so schaffte ich es dann gestern auf einen Rutsch von neun Startmaschen auf 247 Maschen in der Reihe, was jetzt den sichtbaren Zuwachs doch schon etwas bremst.

Meinen Ruf als Virenschleuder habe ich ja längst weg, also verrate ich auch gleich, wo Ihr die Anleitung dann nach ihrer Veröffentlichung finden könnt – hier nämlich.

Gibt es wirklich keine andere Möglichkeit…

00Merino-01e…nach dem Waschen entarteten Voll-Merino-Säcken zu etwas Formstabilität zu verhelfen?

00Merino-03e.jpg

Das war der Teststrick „Lotta“ für Regina Mößmer, ich finde den Pulli schick und einfach zu stricken, ich werde mein Glück damit sicher noch einmal versuchen, vielleicht mit dem inzwischen gewaschenen und gestreckten Garn? Eventuell mit einem stabilen Mitlauf-Lace-Garn dabei? Mal sehen. Vorläufig aber sicher nicht 😦

Kommt gut ins Wochenende, liebe Grüße in die Runde

Regina

Jetzt darf ich sie zeigen…

… meine Lisbet. Die Anleitung ist online, das Geheimnis also enthüllt.

Obwohl ich ja eigentlich dem Teststricken abgeschworen hatte – es macht einfach zu viel Druck – konnte ich diesem Modell absolut nicht widerstehen und das war gut so. Entstanden ist ein rundum gelungener Pulli, an dem ich ganz bestimmt viel Freude haben werde und der herrlich kompatibel zu meiner Restgarderobe ist. Lisbet-03 Er ist Top Down gestrickt, die Zunahmen dafür sind clever über das Oberteil inkl. der Ärmel verteilt und das passt! Da ich das Originalgarn – Erika Knight Studio Linen, 100% Leinen, 80% davon recyceltes Leinen in der spannenden Farbe „Bone“ – verwendet habe, fällt der Pulli weich und locker, obwohl er mit 706 g halt so sein Gewicht hat…

Ganz besonders gefällt mir der Ausschnitt – genau meine Weite! Lisbet-02 Entgegen meiner ausgeprägten Besserwisserei hab ich mich auch hier genau an die Anleitung gehalten und zum Schluss die Ausschnitt-Anschlagmaschen noch einmal aufgenommen, um sie dann links abzuketten. Großartig! Leiert nicht und rollt sich nicht.  Genauso clever ist übrigens der untere Rand, mit einer Reihe linker Maschen abgekettet und schick ist das. Ich fürchte aber, dass das nur bei so schwerem glatten Garn funktioniert.Lisbet-01Lisbet-04eDie Kette ist übrigens mein erstes Schmuckobjekt in Makrameè 😉

Ja, und wer wissen möchte, wie es inzwischen „auf dem Bau“ aussieht, dem kann ich verraten, es geht voran, aber jetzt ist erstmal Ruhe, denn Warten auf die neue Haustür ist angesagt, die so um den 21. April kommen soll. Erst dann kann die Türwand in Angriff genommen werden und danach dann der komplette Anstrich erfolgen. Aber es ist gefliest – man glaubt nicht, was für ein tolles Gefühl ein ebener Fußboden sein kann! Die Aktion musste an zwei Tagen erfolgen, da ich ja irgendwie nach hinten in meine Gemächer kommen musste. Da war einige Akrobatik angesagt, inzwischen ist alles komplett, die gelben Klebchen heißen für heute noch „nicht rauflatschen!“, ab morgen dann ist freie Bahn. Veranda-Fliesen-02 In dem Karton vornean sieht man die Knüpfschnur für die Fensterdeko, die heute endlich angekommen ist. Falls das Wetter morgen so miserabel wie angekündigt sein sollte, dann weiß ich schon, was ich machen werde – flöööttt….

Liebe Grüße in die Runde, kommt gut ins Wochenende

Regina

Ziemlich glücklos…

… war ich mit meinem aktuellen Teststrick-Pulli und das ärgert mich sehr, denn es steckt ja bekanntlich viel Arbeit in so einem Teil, umso mehr, je größer es sein muss – bei einer 34/36 könnte ich das jedenfalls gelassener sehen als bei einer satten XL  😉

Die Ursache ist identifiziert (jawohl, ich habe eine ausführliche Maschenprobe gemacht und die war okay), die gewählte Nadelstärke (zum Erreichen der MaPro) war zu groß. Und so kam es, dass der Pulli in seinem Urzustand frisch von den Nadeln bestens passte, aber wie das so ist, etwas holperig in der Ansicht daher kam. Also ab ins Entspannungsbad, dann wie empfohlen, liegend auf Decken und Handtüchern getrocknet. Das sah schon recht eigenwillig, heißt, riesig aus, aber noch herrschte Hoffnung, dass es sich beim Trocknen wieder etwas zusammenzieht. Hat es aber nicht. Überhaupt nicht ein bisschen.

Das traurige Ergebnis (das ich noch nicht zeigen darf) ist ein sackförmiges Etwas mit einem riesigen Ausschnitt, das mir um die Schenkel schlabbert mit der Tendenz, die Kniekehlen zu erreichen, und dabei eine Schulterpartie formt, die ich nie im Leben ausfüllen könnte. Natürlich ist es ein Top-Down-Pulli (etwas anderes kommt mir ja kaum mal auf die Nadeln), an dem also absolut nichts zu retten ist.

lotta-01-e2

Das verwendete Garn war die Drops Baby Merino. Ich frage mich, wie das Dings wohl aus der Waschmaschine kommen würde, denn dank Superwash-Ausrüstung soll es dafür ja geeignet sein.  Vielleicht sollte ich ja den Schrumpf-Test bei 60° machen? Ich vermute aber, der würde eher weiteres Wachstum bringen. Also lieber gleich ribbeln. Aber was dann daraus fabrizieren?

Denjenigen, die bis hierher durchgehalten haben, verrate ich nun auch noch, dass mir mit der Comodo-Jacke aus dem gleichen Garn, die ich parallel gestrickt hatte, genau das gleiche passiert ist; allerdings „nur“ in der Länge, so dass die vorderen Zipfel fast Bodenkontakt hatten. Die ist schon geribbelt – ohne vorher zu fotografieren, so groß war der Frust…

Nunja, ich werd es überleben, das Garn in die NoGo-Area meines Wollregals verbannen (eine Pullovermenge davon hab ich ja noch) und mich erfreulicherem Fadenkram zuwenden. Aber erstmal soll der Barcelona-Snood fertig werden und da sieht es gar nicht so schlecht aus ….

Habt einen schönen vierten Advent – liebe Grüße in die Runde

Regina – leicht frustig, um es mal positiv zu sagen

 

Soft Swing fertig

es kam so unerwartet wie der Blitz aus heiterem Himmel, als Ute mir anbot, ihr neues Tuch Soft Swing testzustricken, hatte ich ja hier bereits berichtet.

Nun ist es fertig – ein herrlich großes Tuch, das immerhin 385g auf die Waage bringt und das höchstwahrscheinlich noch ein wolliges Geschwister für den Winter bekommen wird. Leider mag die recht schwere Baumwolle hier nicht so richtig „zipfeln“, man denke sich diese also an den Kanten entlang 😉

Mein Fazit: Ein schneller Strick mit viel Schick. Die Anleitung ist gut und verständlich geschrieben und eignet sich hervorragend für solche, die schon immer mit „geswingten“ verkürzten Reihen geliebäugelt aber sich nicht so recht ran getraut haben. Hier sind diese ganz einfach und man erkennt ganz nebenbei das Prinzip dabei. Für den zweiten Versuch kann man dann ganz sicher auch Größenvariationen in Angriff nehmen, denn die sind dann nur noch ganz simple Rechnerei. Den Farbspielereien sind auch keine Grenzen gesetzt und man bekommt allerhand Platz im Wolllager – also ran, Mädels!

Liebe Grüße

Regina

Ich kann es einfach nicht lassen

und bin schon wieder mal am Teststricken, was ja an sich nicht schlimm ist, aber dieses Mal ist es ein Tuch – und das, wo ich doch dem Tücherstricken abgeschworen habe! Dieses Tuch jedoch vereint in sich alles, was ich so mag – kraus rechts, verkürzte Reihen, so bissi wie Swingstrick, Spielen mit Farben und Garnen. Also war ich schnell von Utes (die Schöpferin des „Linientreu„) Angebot überzeugt und habe sofort losgelegt. Der Anfang ist so richtig erholsames Immer-nur-hin-und-her; jede Reihe wird dabei um eine Masche länger und das bis 270 Maschen. Bei 220 bin ich jetzt und das Hin und Her hat sich inzwischen sehr relativiert;-)Testtuch-01

Nebenbei habe ich die Garnauswahl auch festgelegt, Baumwolle von Rico, die ihr Leben bei mir als Sommerpulli gestartet hatte, den ich aber inzwischen schon wieder geribbelt habe und mit einem zweiten Versuch als Pulli auch gescheitert bin. Das Garn hat das aber nicht übel genommen und nun findet es seine End-Verwendung. Dass es nach jeder Wäsche größer wird, macht bei dem Tuch absolut gar nix, eher im Gegenteil. Dazu eine zweite Farbe von den ursprünglich Dreien und ein Rest kunterbuntes gut abgelagertes Bändchengarn.Testtuch-02Was sonst noch so auf den Nadeln ist – und das ist wirklich wieder eine ganze Menge, zeige ich demnächst.

Kommt gut ins Wochenende – uns hier erschlägt gerade mal wieder die Hitze und vor den Fenstern tobt das Treckerrennen der Ernteschlachten, die auf den umliegenden Feldern überall geschlagen werden. Ich habe mir aber vorgenommen, Dinge, die ich nicht ändern kann und die ja nicht geschehen, um mich zu ärgern, mit viel mehr Gelassenheit hinzunehmen – und es gelingt – meistens;-)

Liebe Grüße

Regina

 

Gestrickt

wie schon gesagt, immer mal ein paar Runden gestrickt habe ich all die Zeit auch. Vor allem an meinem Umzugs-Teststrick-Projekt, dem „Streaked with Gray“ von Regina Mößmer. Das war schon ein wenig idiotisch, sich damit unter Druck zu setzen, vor allem, da ich ja leider keine XS oder ähnlich Zierliches stricke, aber ich habe es geschafft, zur Deadline am 31. März konnte ich die Fäden vernähen 😉

Der Pulli ist ein ganz normaler RVO, die Ärmelzunahmen werden in jeder dritten Runde gemacht, da der Ausschnitt schon allerhand Weite mitbringt.

Sreaked-02

Das I-Tüpfelchen ist, dass es sich hier um einen angesagten „VoKuHiLa“-Pulli handelt, heißt, er ist hinten mit einem abgerundeten Rand etwas länger als vorne.Das müsst Ihr mir glauben, zeige kann ich es gerade nicht, da das Foto zu grausig geworden ist. Aber von vorne, da sieht man das auch so ein bissel:

Sreaked-05

Die Anleitung ist leicht und flüssig nachzuarbeiten, einzige Design-Elemente sind die breiten Links-Streifen im glatt rechts gestrickten Body. Die Ärmel hab ich dreiviertellang gemacht, gefällt mir zur Zeit irgendwie gut.

Das Garn für genau die geforderte Maschenprobe hab ich bei Al*i gefunden, 80% BW 20% PA – mit Nadeln 3,75 verstrickt – es ist kuschelweich und es hat eine interessante Melange; das obere Foto zeigt die Farbe am besten.

Als nächstes zeig ich dann den vorletzten Teststrick, ist auch fertig geworden, nur die Jacke noch nicht (die hat keinen Termin), an der ich gerade heftig werkele…

Liebe Grüße in die Runde

Regina