Sumu II fertig

(Enthält Werbung – unbeabsichtigt)

Nachdem der erste Sumu so unerwartet schnell fertig geworden war, mir über die Maßen gefällt und noch die gleiche Wolle in anderer Farbe vorhanden war, war es eigentlich logisch, sofort die Neuauflage zu starten 😉 Außerdem wollte ich wissen, woher beim ersten diese eigenartige Längendifferenz gekommen war – das weiß ich jetzt: Von mir, einzig und allein von mir. Der Künstler und sein Werk sozusagen ;-).

Hier nun Sumu II (die technischen Daten finden sich beim ersten, ich schreibe sie nicht noch einmal auf); links vor dem Bade, rechts danach:

Man sieht, es hat allerhand Längenzuwachs gegeben, und genau das war beabsichtigt.

Sehr angenehm ist mir auch die sehr bequeme leichte Fledermausform der Ärmel, an die ich jetzt vor dem Zusammenstricken ein Bündchen angefügt hatte, eine weise Entscheidung, denn so flatterige Ärmel sind nicht mein Ding. Sumu2-03

Der Ausschnitt ist sehr schön angelegt, nicht zu tief, aber man schön noch ein Pulli oder eine Bluse drunter ziehen. Sumu2-05

Alles in allem, ich bin sehr zufrieden, zumal ich mich mit den Farben nun auch arrangiert habe, auch wenn es eine eigenartige Färbung für Industriegarn ist, keine Farbfolge ist gleich und die Farben selbst sind in den einzelnen Knäulen sehr unterschiedlich. Ich denke, ich habe daraus das bestmögliche gemacht…

Getucked

(enthält unbeauftragte unbezahlte Werbung, mea culpa)

Nicht immer klappt es ja mit Begehrlichkeiten und der Realität danach. Aber mein neues Tuck-Buch ist jeden Cent wert, wobei ja Nancy Marchant als Autorin eigentlich ein Garant für Qualität und Gebrauchstauglichkeit ist – man denke nur an die fantastischen Brioche-Bücher!

An dem stürmischen Regenwochenende, an dem wir wirklich nicht mehr Outdoor als zwei Spaziergänge zwischen jeweils zwei großen Regentiefs geschafft haben, war ja jede Menge Strickzeit. Die habe ich genutzt, um allerhand Muster aus dem Buch in unterschiedlichen Garnarten zu testen. Das hat irre Spaß gemacht und es ist spannend zu sehen, wie sich die Muster in verschiedenen Garnstärken so entfalten und das auf Vorder- und Rückseite.

Die Muster haben sehr kurze Rapporte, sind logisch und einfach zu stricken, man braucht allerdings gute Konzentration. Mir will es einfach nicht gelingen, die Folgen von vier bis acht Musterreihen auf der schädelinternen Festplatte zu speichern. Für mich auch kurios ist die Tatsache, hier lieber den ausgeschriebenen Anweisungen zu folgen statt den Charts. Aber das liegt sicher an den vielen ungewohnten Symbolen, das wird sich geben 😉

Als erstes wäre da der Versuch mit zwei Restchen Malabrigo Mechita – (die Fotos zeigen jeweils links die Vorderseite, rechts die Rückseite – sicher wäre es ratsam gewesen, die Läppchen erstmal zu baden….):

Tuck-Muster-01

Dann mit dickem Garn (Drops Fine Merino) als Test für das angepeilte erste Projekt:

Tuck-Muster-03

Und zum Schluss dann die Suche für eine Muster-Alternative für diese total verkorkste „Spinat mit Ei“ – Jacke. Die wird nix, es sei denn, ich ruiniere mir total die Hände mit dem Muster, bei dem jede zweite Masche in jeder Reihe gehoben wird und die dadurch so quälend langsam nur wächst. Dafür wellen sich die vorderen Blenden dermaßen, dass man da auch irgendwie dran rumpfuschen müsste. Aber hier hat mich noch nichts so richtig überzeugt und der zweite Neustart sollte dann doch zum erhofften Ziel führen…

Tuck-Muster-02

Allerdings steht auch hier das Problem der ordentlichen Randmaschen/Blenden, da viele Reihen zurückgeschoben und doppelt gestrickt werden, das aber nicht unbedingt in regelmäßig abwechselndem Rhythmus. Aber irgendwas wird sich finden, noch sind sehr viele Muster zu probieren.

Wer will denn schon Planwirtschaft?

Immer, wenn der Mensch denkt, kommt irgendwas daher, das lenkt. Selten stimmen Denker und Lenker überein. Bei mir schon gar nicht. Daher sollte ich mal überlegen, ob es nicht besser wäre, Gewesenes zu  posten als Geplantes, denn das geht ja meist in die Hose. Wie der Plan „ich lerne jetzt Tuck Stitch“.

Denkste. Denn irgendeine höhere oder niedere Macht hat mich ganz fies und hinterlistig mal wieder zu Svetlana Gordons Shop gelenkt – „nur mal gucken“, nääch 😉 Und siehe da, was eine Überraschung, brandneu und taufrisch prangte da ihr neuer Schal „Lavender“ mit einem dermaßen aufregenden Muster, dass ich die Anleitung sofort haben musste. Bei Svetlana heißt „haben müssen“ auch zwangsläufig „probestricken müssen“.  Das tat ich – statt Tuck Stitch lernen, aber das rennt mir ja auch nicht weg ;-). Und hier die Ergebnisse:

Erster Kandidat war die Grün-Kombi aus Amitola und Pittura, beide von Louisa Harding. Und obwohl mir diese Farbigkeit weit besser gefällt als der zweite Versuch, musste das sterben, auch wenn genug Garn dagewesen wäre. Beide Garne sind struppig und splissig, so dass sich dieses teils fingerbrecherische Muster damit nicht mit akzeptablem Aufwand stricken lässt. Sehr schade. Der schwarz-lila Test zeigt dann auch, dass glatte gut gezwirnte Garne doch besser zur Geltung kommen und sich vor allem wesentlich besser verstricken lassen. Heißt, ich brauche Wolle! Und bei jedem Projekt der Designerin verstehe ich mehr, weshalb sie fast ausnahmslos Malabrigo-Garne, speziell Socks oder Mechita, verstrickt. Das werde ich dann am Ende auch tun. Und bis da nun Farben gewählt, bestellt und gelandet sind, kann ich dann doch noch das Tucken lernen 😉


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Es sollte mal wieder nicht sein

Gerade habe ich verkündet, dass ich voller Euphorie den „Spector“ gestartet habe. Und das lief wie ein Länderspiel. Bis zu ersten Musterreihe mit „Bud Stitches“. Diese wollten mir einfach nicht in den Schädel (da lob ich mir die ausführlichen Foto-Tutos von Svetlana Gordon!), aber Hilfe konnte dann Frau Wollball geben und so konnte es weitergehen. Ging es auch, bis dann kurz vor der Ärmelabtrennung der erste Farbwechsel anstand. Und was dabei rauskam, das geht gar nicht. Es sieht nur schlimm aus: 0-Spector-03

Und ich bin sauer, da ich mir das ja so richtig schön vorgestellt hatte. Der Plan ist jetzt, dass ich Merino aus eigenem Bestand (die kommt auch so eher baumwollartig wie diese hier daher) versuchen werde, ähnlich zu „speckeln“ wie das Startknäuel mit immer ein bisschen mehr Farbklecksen darin. Uni-Töne passen da gar nicht – finde ich.

Inzwischen habe ich den Neustart mit anderem Garn in Angriff genommen und bin gespannt, wie sich das nun entwickelt. IMG_1240

Da hier ein durchgehender Farbverlauf über jeweils 200 Gramm „fließt“, muss ich auch hier tricksen und von Anfang an mit zwei Knäulen abwechselnd stricken. Eigentlich mit dreien, aber das wird mir dann doch zu aufregend, das dritte kann ich dann am Ende von hinten anfangen, das sollte hinkommen. Die Maschenprobe ergab ein tolles Strickbild und eine klarere schönere Maschendefinition beim Muster. Kann also nur besser werden. Die Farben stimmen auf dem oberen Foto ganz gut…

Um das jetzt hier optimistischer ausklingen zu lassen, zeig ich noch ein bisschen von dem, was gerade in unserem Garten so los ist (raufhauen macht die Bildchen größer).

Es musste einfach sein!

Hobbys sind ja nicht dazu da, sich irgendeinen Zwang (außer vielleicht gelegentlichem schlechten Gewissen bei Woll-Kaufzwang) aufzuerlegen, also musste ich nun doch erstmal den Spector starten. Der Anfang ist total easy, also ging das in fröhlichem Gerippe munter über die Nadel. 0-Spector-01

Jetzt ist gerade eine kleine Denkpause angesagt, da ich nicht weiß, ob die einfach so entschiedene Musteränderung wirklich clever war. Also übe ich erstmal an einer alten Maschenprobe diesen eigenartigen „Bud Stitch“, in der Hoffnung, dass ich ihn richtig verstanden habe….

Restlos überzeugt bin ich aber nach wie vor von meiner Wollwahl (aus dem Stash!!!) 😉

IFTY-01

enthält Werbung durch Zeigen – wie blöd ist das denn nur!!!

Kago zum Zweiten

(Vorsicht: Kann Werbung enthalten)

Es war eine kurze Freude, der Kago in der hier gezeigten Form und ich. Aber ich habe daraus gelernt, wieder einmal. Dass ich mit dem Garn so gar nicht warm werden konnte, hatte ich ja schon gesagt. Im Grunde stimmte aber die Maschenprobe, doch das Ding nahm riesige Ausmaße an, also habe ich doch irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt und da stand: „Hör auf damit! Sofort! Das wird nix!“ Das tat ich dann. Noch liegt er hier und guckt traurig, das hilft ihm aber nichts.

Da man von dem Shop immer freundlich aufgefordert wird, seine Bewertung zu den Einkäufen abzugeben, tat ich das auch bei diesem Garn. Da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gefiel, dieses starre und völlig unelastische Gestricke und die irre unterschiedliche Farbigkeit erst recht nicht, tat ich dies kund und vergab nur zwei Punkte.

Bumbo
Von glatt einfarbig bis wild gesprenkelt ist alles dabei

Eine Fünf-Sterne-Bewertung, die ich gleichzeitig abgegeben hatte, erschien kurz darauf, die kritische nicht. Dafür kam das Angebot, die Wolle zurück zu schicken und mir was anderes auszusuchen. Da wurde ich zickig und schrieb zurück, ich will nichts weiter, als meine Bewertung im Shop sehen, da das Garn ja größtenteils verstrickt ist. Das Versprechen dazu kam Anfang der Woche, online ist die Bewertung nach wie vor nicht und wird es auch nicht. Alles klar?

Neues aus Fernost

(Vorsicht: Kann Werbung durch Zeigen enthalten – Weiterlesen auf eigene Gefahr!)

Jetzt ist es soweit, ich halte es nicht mehr aus, der „Spector“ von Joji Locatelli muss sofort auf die Nadeln, jetzt, SOFORT. Da ausnahmsweise auch schon das Garn dafür seit längerer Zeit auf seine Verarbeitung lauert, spricht auch wirklich nichts mehr dagegen.

Selbstverständlich habe ich auch andere Projekte auf den Nadeln, den „Sumu“ von Claudia Eisenkolb in Zweitauflage beispielsweise. Da ich jetzt aber beim eher langweiligen unspektakulären Rundherum des Bodys angelangt bin,

0-Sumu2-01
Sumu II kurz nach dem Start, jetzt in freundlichen Grüntönen

dieses Mal ist das Ganze vorne auch genauso lang wie hinten, muss erstmal Abwechslung her. Die habe ich zwar in Form der „Spinat mit Ei“-Jacke, die aber gerade sehr langsam voran kommt, da das Muster einfach zu anstrengend für die Hände ist (in Hin- wie Rückreihen wird jede 2. Masche abgehoben, idealerweise dann auch die richtige Masche, das heißt, zwei Reihen gestrickt ergeben eine Reihe Jacke). Aber die nächsten Winter kommen gewiss, also sollte ich es doch gemütlich angehen. Außerdem sind bei der Jacke noch einige Dinge zu klären, die komischen vorderen Blenden zum Beispiel.

Die letzten Tag waren recht aufregend und nicht so ganz lustig. Zuerst versagte die Waschmaschine (keine vier Jahre alt, aber abgelaufene Garantie, klar doch) mitten im Programm ihren Dienst. Es rührte sich nichts mehr, selbst zum Öffnen der Tür musste ich sie sehr lange überreden. In der Service-Wüste Fernost lohnt es sich bei unklarer Diagnose nicht, einen Reparateur aus der fernen Hauptstadt anreisen zu lassen; Reise- und Diagnosekosten ergeben die halbe neue Waschmaschine, die eventuell mögliche Reparatur garantiert mehr als die andere halbe. Also kurzentschlossen zugeschlagen und einen Waschtrockner mit Grantieverlängerung auf fünf Jahre gekauft, der seinen Härtetest unter anderem auch mit einer Ladung strahlend weißer kuschelweicher Schlüppies mit Bravour bestanden hat. Also nie wieder Massen von Schlüppies auf die Leine zwicken, genial (ich hatte das nicht so wirklich mit aller Konsequenz zuende gedacht, als ich den Gatten gezwungen hatte, auch täglich die Schlübber zu wechseln, wenn ich das mal hier sagen darf ;-)) !!!

Der nächste Kandidat war dann der Herd. Knapp drei Jahre, zum Einzug hier gekauft, grrrrr. Er überrraschte uns mit einem großen Sprung im Ceranfeld. Wäre eh kein Garantiefall gewesen, egal wann. Und da wir immer bei Misslingen von irgendwelchen Dingen von eigener Unfähigkeit ausgehen, bemerkten wir erst im Extremmodus, dass auch der Thermostat irgendwann klammheimlich den Geist aufgegeben hatte und sich damit dann schlagartig steinharte Kekse, verkohltes Geflügel, Plüschpüschelchen-Kuchen und andere Spezialitäten von selbst erklärten. Das eigens angeschaffte Ofenthermometer zeigte dann bei der Einstellung 180° erstaunliche 300°, wahrscheinlich aber nur, weil es ja weiter hoch nicht kann. Auch hier kommt das Ding mit der Servicewüste Fernost zum Tragen und so zog gestern ein neuer Herd ein. Man darf gespannt sein. Müßig zu sagen, dass die Kühlkombi auch schwächelt? Also lieber stricken und nicht dran denken. Eventuell Aluhut basteln, mal sehen…

Neu auf den Nadeln: Kago

Mal wieder mache ich meinem Hobby der Quartalsbloggerei alle Ehre, wochenlanges Schweigen im Walde und dann: Zuschlagen! Aber das ergibt sich halt so.

Vielleicht habe ich es schon mal verraten, aber derzeit betrachte ich mich als einen der größten Fans der Designerin Claudia Eisenkolb (Himawari). Da waren der Sel Gris, der Amburgo (jeweils in zweifacher Ausführung), der Pimenton (erst einmal), der Sumu und jetzt der Kago. Nigella (einmal schon vergurkt, eigene Schuld, wieder schlauer gewesen…), Jushi und Directions hängen noch in der Warteschleife. Kann man jetzt als fantasielos und einseitige Orientierung ansehen, mir gefällt das alles super und bis auf eigene Verschlimmbesserungen meinerseits passt und sitzt das auch. Etliches hängt auch noch auf der Planungsrolle… Mir gefallen einfach ihre einfachen Formen mit klaren Linien und Mustern, die gut nachzustricken sind. Soweit die (unbezahlte) Werbung.

Gerade habe ich das neuste Werk aus Claudias Designschmiede auf den Nadeln, den Kago. Die Anleitung hatte ich schon gekauft, ehe ich mir das Teil so richtig angeguckt hatte. Er wird aus ziemlich dickem Garn gestrickt, ich habe so ein Acryl-Mischgarn, ebenfalls von Hobbii, gewählt, da es das einzig vorhandene in dieser Stärke war und verstricke es mit Nadeln 4,5 mm. Entsprechend schnell geht es voran und die Hälfte ist bereits überschritten. Kago-01

Gestartet wird am linken Ärmel, der mit einem re/li-Strukturmuster in der Runde gestrickt wird. Daran schließen sich Vorder- und Rückenteil an, über den rechten Ärmel geht es dann dem Ende entgegen. Was wäre nun eine Modellbeschreibung bei mir ohne Gemecker! Hier ist es das Garn. Soooo billig, wie es daher kommt, war es dann doch nicht. Diese angebliche „Jeans“-Färbung ist maximal unregelmäßig, mal gar nicht und mal heftigst, wie man oben gut sehen kann. Dazu ist es extrem leicht und aufgepufft, so dass sich der mit kurzen Linksrippen stabilisierte untere Rand doch nach innen krempelt.

Aber als fixes Zwischendurch stricke ich ihn fertig und überlege dann, ob ich ihn evtl. aus „richtigem“ Garn nochmal starte.