Gelungener Neustart

So schnell lässt sich die manische Strickerin von Rückschlägen nicht entmutigen, also flott voran, neues Modell, neues Garn und ab geht die Luzie. Sunshine-01Das Objekt der Begierde ist „Sunshine Coast“ von Heidi Kirrmaier, das ich schon lange umkreist hatte, aber nie so richtig den finalen Anstoss gefunden hatte. Jetzt war es soweit und ich bin schwer angetan – die Anleitung ist narrensicher, der Anfang etwas frickelig, dafür passt der Halsausschnitt genial und dann geht es flott voran (sieht man ja ;-)). Als Garn habe ich mir die Panama aus dem Vorrat gegraben, eine sommerliche Mischung aus 55% Viskose, 33% Baumwolle und 12% Leinen von Rowan mit 135 m auf 50g. Mit Nadeln 3,5 treffe ich die Maschenprobe exakt und es geht lustig über die Nadeln.

Voll in die Hose

Sommer satt in Fernost – was liegt da näher als Sommerstrick? Also habe ich in den vorhandenen (!) Schätzen gewühlt und bin auch schnell fündig geworden: „Fred Linen“ von Ice Yarns, ein nettes dünnes Strickbändchen aus Leinen, Acryl und etwas PA dabei;

tegna-04 nie wäre ich darauf gekommen, dass da der Wurm drin sein könnte. War aber. Ich wusste es wie immer besser, denn der zeigte sich ja schon ansatzweise in der Maschenprobe, da dachte ich aber, bei Rundstrick wäre das kein Problem. War es leider doch – und was für eins: tegna-01Offenbar ist das Garn stark verdrallt, so dass ich fürchten musste, dass ich bei den Armlöchern eine volle Drehung erreicht haben könnte…  Schon jetzt sind es 12 Maschen in der Vertikalen (sieht man trotz verschwurbeltem Foto, hoffe ich). Dazu ist das Strickbild grausig und das Garn aus mikroskopisch dünnen Fädchen sehr empfindlich und schwer zu handeln.tegna-03Also gab es eine fadenkramsche Premiere: Das Ganze einschließlich Restgarn steckt schon in der schwarzen Tonne. Schade um die Arbeit, aber man muss wissen, wann es sinnlos ist.

Nun habe ich noch eine komplette Pullovermenge eines ähnlichen Garns aus Baumwolle tegna-05und Acryl – da werde ich wohl eine recht große MaPro machen und dann nicht das Prinzip Hoffnung fahren, sondern womöglich gleich die Reißleine ziehen. Schade drum…

Amburgo – ein genialer Restefresser

Ewig und drei Tage habe ich an ihm herumgenadelt, anfangs mit viel Zweifel, ob das mit den Rippen meine Rippen(pölsterchen) nicht betont, anstatt mich optisch zu strecken – wie man das ja immer so möchte  😉 Die Anleitung  von Claudia Eisenkolb (Himawari) ist eine von denen, die zwar narrensicher aber in ihrer Ausführlichkeit fast schon wieder verwirrend daher kommen. Aber man kennt das ja inzwischen und kann abkürzen. Amburgo-04Die Konstruktion ist absolut clever, man beginnt im Rücken mit einem Quadrat aus der Mitte heraus (wenn man den frickeligen Anfang gemeistert hat, ein Klacks!), dann folgt für das Vorderteil ein dreiviertel Quadrat, mit dem man dann gleich den Ausschnitt erledigt hat, diese werden verbunden, das ergibt die Ärmelöffnungen und dann geht es munter weiter immer rundherum. Amburgo-02-1Gestrickt habe ich mit diversen Resten selbstgefärbter Merino/Seiden-Mischung inkl. Nachfärbungen, denn ich hatte nie gedacht, was da so an Garn reingeht… Lag vielleicht auch daran, dass ich einen dunkelgrünen Lace-Faden des gleichen Materials mitgestrickt habe, um die Farbübergänge anzupassen, was relativ gut gelungen ist.

Mit Nadeln 3,5 mm habe ich 710 g verstrickt, 457 g in SoWo-Stärke, 253 g Lace. Nicht gerade ein Leichtgewicht, aber sehr angenehm auf der Haut, flattert nicht, markiert aber auch keine Röllchen, ich bin sehr zufrieden.

Ein interessantes Detail findet sich an den Ärmeln, die dreiviertellang sind, weil ich nicht nochmal nachfärben wollte… Es gab an beiden Seiten ein fast identisches Pooling – unbeabsichtigt aber durchaus reizvoll: Amburgo-05

Poison Ivy zum letzten Mal

Nachdem er nun eine Weile ruhen durfte, habe ich den Schal gespannt und war am Ende angenehm überrascht. Ich hatte mich ja nur mühsam aufraffen können, ihn überhaupt fertig zu stricken und dann wollte ich ihn auch nicht mehr sehen. Aber da war gerade mit dem Spannen des Herbstblätterschals die Küche total blockiert, also kam es auf noch eine Nacht nicht an und das Ergebnis hat wie gesagt überrascht. 0Efeu-02Ein Lieblingsteil wird es wohl nicht werden, aber ich finde, er sieht nun doch ganz respektabel aus…

347 g Mille Colori Socks stecken drin, gestrickt mit Nadeln 3,0. Es war recht frickelig und die Löcher an den Blattstielen habe ich nicht wirklich bezwingen können. 0Efeu-03Als I-Tüpfelchen war die Wolle das Grauen pur – dazu hatte ich mich ja bereits ausgelassen – und jetzt nach nach 20 Minuten in fast kaltem Wasser mit einem Spritzer Eucalan darin – sieht sie total filzig aus und fühlt sich auch so an. Gut zu wissen, denn ich habe von jeder Farbe noch ein Knäuel….

Der Blätterschal – es ist vollbracht!

0Blätterschal-05Nie hätte ich gedacht, dass der mal fertig wird! Gestartet hatte ich ihn 2013/2014. Schnell stellte sich heraus, dass die geplante Wolle nicht mal ansatzweise für zwei Blätterreihen reichen würde und ich verlor die Lust, konnte mich aber nicht aufraffen, das Elend zu ribbeln. Immer mal wieder guckte ich das Fragment schief an, aber es regte sich auch kein Fünkchen Lust zum Weitermachen. Inzwischen hatte ich handgefärbte Wolle für die Fortsetzung gesponsert bekommen, aber die passte farblich dann doch nicht und zu wenig war es immer noch. Doch dann kam der Poison Ivy und nicht klein zu kriegende Blättersucht hatte mich gepackt. Erstmal ging der Versuch weiterzumachen komplett in die Hose. Aber der Ehrgeiz war geweckt. Es hieß, alles auf Null, Wolle passend überfärben, für das Mittelteil passendes Garn suchen (Stashabbau war dringend angesagt) und dann – NEUSTART! Irgendein Vögelchen zwitscherte mir, statt 25 Blättern pro Seite nur 23 zu stricken, da mein Garn dicker als das der Designerin war. Was für eine geniale Entscheidung, sie führte dazu, dass die Wolle reichte – gerade mal so, aber das ist ja egal.

Gestern wurde das Werk dann von der Streckbank erlöst und präsentiert sich nun in aller Pracht und Herrlichkeit 😉

2,55 m in der Länge und 56 cm in der Breite misst das Teil, verstrickt sind 417 g Sockenwolle mit Nadeln 3,0 mm. Und nun kann ich sagen, dass es mir vorläufig reicht mit der Blätterstrickerei…

0Blätterschal-080Blätterschal-09Der „schäbige Rest“ – eine Blättergirlande vom ersten Versuch und die verbliebenen 20 g Fadenenden:

Wir sind alle kleine Sünderlein…

Gibt es unter Euch jemanden, der dieses Lied aus längst vergangenen Zeiten noch kennt? Ich habe es jetzt für mich wiederentdeckt, allerdings ohne dieses Diminutiv, denn ich entwickle mich wohl gerade zur großen Sünderin 😦

Wie man sich leicht denken kann, handelt es sich dabei um Wolle, denn die will ich immer, zur Zeit ganz besonders. Und so trudelte gestern ein nettes kleines Päckchen aus Irland von Irish Fairytail Yarns ein mit einer Ladung an Bord, der ich nicht widerstehen konnte: IFTY-01100% Merino, 400m auf 100g und ich weiß auch schon (naja, so in etwa), was daraus werden soll, wahrscheinlich die Neuauflage des Starting Point, denn für diesen ist es eines der vielen Materialpakete in diesem Shop.

Meinen ersten „Starting Point“ hatte ich etwas langweilig aus allerhand gerade herum kullernden Knäulen zusammengewerkelt, nun möchte ich ihn nochmal „in schööön“ haben 😉 Mit dieser feinen Beute sollte das gelingen – es sei denn, mir fällt da noch etwas ganz anderes, viel besseres ein, denn frau weiß ja nie….

Fast vergessen…

… habe ich meine Aurora Borealis. Dabei ist der Schal schon lange fertig und gefällt mir, denn er ist weich und fluffig und fernab von langweilig, ein echter Hingucker. Von den Anfängen habe ich ja vor langer Zeit mal berichtet. Aurora-06Es ist wieder ein Design von Svetlana Gordon, die hier nicht auf Blätter sondern auf I-Cords in Halbkreisen gesetzt hat. Clever verbunden sind diese dann mit einfarbigen Dreiecken. Man braucht auch hier allerhand Geduld, wenn man sich aber erstmal in die Formen eingefummelt hat, dann geht das doch zügig von der Hand und über die Nadel. Was mich erst geärgert hatte, der ständig ungerade Rand der einzelnen Halbkreise, stellt sich am fertigen Werk als zusätzlicher Effekt dar.

Verstrickt habe ich 278 g Malabrigo Mechita (Dried Orange und Arequita) mit Nadeln 3,0mm. Und wie gesagt, wenn man den Bogen erstmal raus hat, geht es munter voran 😉 Aurora-01

Auf in den Dschungel!

Kaum zu glauben, aber der „Dschungelpfad“ ist schon fertig. Es war eine lustige und abwechslungsreiche Strickerei, die vor allem dank der hervorragend verfassten Anleitung schnell von der Hand ging. Im Grunde besteht diese Anleitung aus Tabellen für die einzelnen Abschnitte der Strickerei, in denen man auch die Fortschritte abhaken kann, denn ein wenig Verwirrung könnte sonst schon mal aufkomen. Dazu ein paar klare Erläuterungen in Textform und schon ist der Erfolg der Arbeit sicher. Dschungel-03Entstanden ist ein interessantes, wandelbares Teil, das sich nett und gefällig um den Hals legen lässt. Dschungel-04Wie schon hier verraten, habe ich ein etwas stärkeres wunderbar weiches Dochtgarn von Hungariana (300 m/100g, 50% Merino und 50% Acryl) mit Nadeln 3,5 verarbeitet und genau 245 g verstrickt.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und musste das erste Shooting sofort noch vor dem Entspannungsbad veranstalten. Dschungel-08