Der nächste Streich

So ein wenig geht es doch voran mit dem UfO-Abbau. Einer der Kandidaten, die mir eigentlich am Herzen lagen, hat es nun zu seiner Vollendung geschafft. Es ist der (Achtung, Werbung!) Amburgo von Himawari. Hier hatte ich ihn schon einmal kurz vorgestellt, bin dann auch ganz gut voran gekommen, aber der letzte Ärmel hatte mir dann den letzten Nerv gezogen – oder so. Egal, das Ergebnis zählt, nicht der mühsame Weg dahin.

Amburgo_fertig-02

Gestrickt habe ich ihn mit Nadeln 3,5 aus 600 g Panama von Rowan (das war Werbung), ein kühles weiches Garn mit allerhand Leinen und Baumwolle darin, das absolut nicht kratzt und damit sogar bei mir in direkten Kontakt mit der Haut kommen kann. Auf dem Foto oben stimmt auch die Farbe. Den Halsauschnitt, der gut gelungen ist, habe ich trotzdem noch mit drei Runden Rippe umstrickt, um das Untendrunter nicht so blitzen zu lassen;-)

In ganzer Pracht sieht das dann so aus:

Ich bin sehr zufrieden und hoch motiviert für die weiteren UfOs. Zwischendurch habe ich aber einen höchst gelungenen Beutezug gemacht – 950 Gramm (Achtung, Werbung!) „Björk“ von Lang Yarns. Björk-02

Ein federleichtes fluffiges und kuscheliges Garn überwiegend aus Merino, bei dem zwei Fäden in unterschiedlichem Farbverlauf nebeneinander her laufen. Auch wenn die einzelnen Farben etwas – naja schmutzig – wirken, gibt es doch einen netten Gesamteindruck. Bei der Menge kann das dann auch nur eine dicke Jacke werden. Nach all den Ufos ;-))))))))

Es ist tatsächlich vollbracht!

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Dieses Feuerwerk von Farben mit seinen unzähligen Maschen ist von den Nadeln! 630 Gramm habe ich vorwiegend mit 4er Nadeln verstrickt und herausgekommen ist ein Schätzchen, das sich sehen lassen kann – denke ich jedenfalls.

Die Mühe hat sich gelohnt, die Jacke passt (dank der dickeren Wolle!) und gefällt. Eine wesentliche Änderung habe ich nachträglich vorgenommen, die kurzen Ärmel waren dann doch nichts für die dicke Jacke und zu eng waren sie ohnehin. Also habe ich seitlich jeweils drei Rippen Krausrechts angefummelt und das Ganze dann auf Langarm verlängert. Die „Verbreiterung“ sieht wahrlich nicht schön aus, ist aber beim Tragen nicht zu sehen und ich bin rundherum zufrieden.Dolce-11

Die Konstruktion der Jacke ist so pfiffig – da muss man erstmal drauf kommen! Dabei ist sie dann auch wieder logisch. Danke liebe Sylvia für diese tolle Anleitung, es war Strickspaß pur!

WerbungAnleitung hier, Wolle hier.

Stand der Dinge (enthält Werbung)

Mit der letzt so überzeugt angekündigten UfO-Aufarbeitung bin ich noch nicht sehr weit gekommen – gerade mal drei Mustersätze am ersten Ärmel des Mosaik-Pullovers – aber immerhin, besser als nix. So vieles zieht mir gerade durch’s Hirn und tötet Ausdauer und Konzentration, nur die Lust auf Neues und Versuchsreihen ist ungebrochen. So weiß ich jetzt, dass mir dieses Tuch nicht auf die Nadeln kommen wird, denn zwei Versuche mit unterschiedlich starken Garnen haben mich nicht überzeugen können. Ich finde das einfach nur chaotisch. Läuft übrigens auch unter der Marke „Mosaikmuster“.

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Und immer, wenn der Begriff „Mosaik“ meinem Hirn gefährlich nahe kommt, muss ich was damit anfangen. Trotz aller gegenteiligen Absichtserklärungen sind das nun mal wieder ein Paar Socken. Diese hier. Eigentlich völlig blöd, da Anleitungen zu kaufen (die gibt es gerade auf der Website unter „woanders kaufen“ für einen Euro!), aber ich bin nun mal faul, denkfaul.

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Aus einem Crazy-Zauberball und naturfarbener Flora strickt sich das munter weg, das Muster gefällt mir, alles ist gut. Allerdings bestätigt sich auch hier, das dünne Garn ist nicht die optimale Mosaik-Variante.

Ansonsten „arbeite“ ich gerade an der Passformoptimierung meiner Pullis, man weiß ja, dass es „früher“ nicht nur bei etwas fülligerer Oberweite, da aber immer, Brustabnäher gab; solche von der Seite und solche von unten. Seit der T- und Sweatshirt-Mode gibt es sowas schon lange nicht mehr, was die Passform aber nicht gerade verbessert. Für mich heißt das, ständiges Gezupfe, da das Vorderteil die Tendenz vom Körper weg nach oben zeigt und dafür dann nach hinten runter zieht. Sieht am Ende aus wie verunglückte Umstandsdingsis. Nicht gerade kleidsam. Also hab ich mich auf die Suche gemacht, die maschentechnische Problemlösung zu finden und habe sie wahrscheinlich hier gefunden. Der Praxistest steht noch aus, das vorgesehene Testobjekt ist aber – wen wundert’s – längst vorhanden.

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Der Gatte ist über’s Wochenende zum Hochseeangeln auf der Ostsee bei Fehmarn. Nach einer total vergeigten OP Anfang August kommt er einfach nicht zur Ruhe, die anhaltenden Nachwirkungen rauben Kraft und Nerven, womöglich steht ein „zweiter Versuch“ an, so dass er ein wenig positive Ablenkung gut gebrauchen kann. Und ein paar Fische in der Gefriere sind ja auch nicht zu verachten. Für mich heißt das jetzt drei Tage hemmungsloses Stricken 😉

Habt ein gemütliches Wochenende!

Selbstüberlistung

Der Vorsatz lautet – mal wieder – UfOs abbauen. Damit das eventuell etwas besser klappt, mache ich das jetzt öffentlich, das gibt dann vielleicht ein bissel Ehrgeiz ….  Dieser Mosaikpullover war bisher ein echter Unglücksrabe.

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Irgendwie hatte ich den ersten Anlauf des Oberteils vergurkt, aufgrund der Weite bekamen die Armlöcher einfach keine Passform und saßen absolut nicht da wo sie sollten. Also flog das Ding in die Ecke. Zum Ribbeln hatte ich auch keine Lust, da das bei dem Muster sehr mühsam ist. Bei einer der letzten UfO-Schauen dann sollte er seine zweite Chance bekommen. Ich habe das Oberteil geribbelt, einen Mustersatz mehr in der Runde gestrickt und dann glatt hoch für angesetzte Ärmel. Da er sehr warm ist – Mosaikstrick ist ja fast doppelt, also sehr kuschelig, auch wenn es die die eher zierliche „Nord“ von Drops ist – sollte er auch hoch geschlossen sein, was schon mal gelungen ist. Und dann musste die kunterbunte Jacke dringendst auf die Nadeln.  Da ist sie ja runter und so habe ich nun den ersten Ärmel gestartet, mühsam mit zwei Rundnadeln und viel Gedrehe in der Runde. Um nicht in Depression zu verfallen, habe ich mir ein großzügiges Ziel gesetzt: Weihnachten soll er fertig sein. Anmerkung für Trödler: Bekanntlich ist jedes Jahr Weihnachten ;-)))

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Die Farben sind sehr schlecht rübergekommen, am besten sind sie beim oberen Foto unten am Bund.

Kampfstricken ist angesagt

Ungeachtet der Tatsache, dass hier UfOs in ständig wachsender Anzahl ein jämmerliches Dasein fristen, auch wenn das eine oder andere ab und an mal ein paar Maschen Zuwachs erfährt – in erster Linie, wenn ich die darin steckende Nadel anderweitig brauche – so gibt es doch ein gerade gestartetes Projekt, das demnächst seine Vollendung erfahren könnte wird. Die Anleitung von Sylvia Klinger nennt sich „Dolce Vita“ und ist wirklich der absolute Irrsinn. Deshalb musste das auch sofort nach Entdeckung auf meine Nadeln, klar doch. Die Problematik dabei ist, dass die Jacke von 38 bis 48 passen soll und sowas erregt mein Misstrauen, da ich eine eher große 48 habe ;-). Die Lösung sollte also etwas stärkere Wolle bringen, die in Gestalt der kunterbunten NoNa Wool hier gerade herumtrudelt. Der positive Nebeneffekt also war, dass kein Fadenkram bestellt werden musste. Der weitere Nebeneffekt ist, das Ding wird sowas von kunterbunt…

Los geht es also. Gestartet wird mit den Ärmeln in falschem Patent (das kann ich jetzt ohne hinzugucken!). Hier bereits vollendet:Dolce Vita-06

Dann wird der Rücken zwischen beiden Ärmeln gefüllt mit jeweils drei Reihen rechter und drei Reihen linker Maschen inklusive trickreicher Abnahmen in der Mitte. Das sah dann auf etwa halber Strecke so aus:

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Gegen die Langeweile, die hier aufkommen kann, hilft es ungemein, dass die Reihen recht schnell immer kürzer werden. Gestern hatte ich das dann geschafft, man erkennt jetzt so halbwegs, was es werden soll, auch wenn die Farben hier leider sehr zu wünschen übrig lassen:

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Voller Begeisterung bin ich nun bei den Vorderteilen, von denen sieht man noch nichts, nur, wohin sie wachsen sollen:

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Und wenn ich so aus dem fenster gucke, denke ich, dass sie heute wohl ganz gut wachsen könnten 😉

Buntes Dingsi fertig

Viel gibt es dazu nicht zu sagen, außer dass es fertig ist und infolge reichlicher Abwechslung bei den Strickrichtungen auch nicht langweilig wurde. Ganz so, wie ich mir das dachte: Zwei Segmente weniger stricken, NICHT zum Kreis schließen, und es entsteht zwangsläufig ein Tuch – nein, so war das nicht; fünf Segmente weniger hätte wohl gefunzt. Das „Tuch“ hat einfach zu viel Rund und damit zu viel Stoff im Rücken; man muss sich nun wirklich darin einwickeln. Ob es dann noch mit Stricken und anderen wichtigen Tätigkeiten klappt, kann ich noch nicht beurteilen, denn es hängt erstmal auf der Leine.

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Wie groß es danach sein wird, weiß ich auch noch nicht, jedoch um einiges größer als vor dem Bade. Zwischendurch sah es unter anderem so aus:

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Und genau hier hätte ich aufhören sollen, dann hätte es auch mit dem Tuch geklappt.

Zu der Anleitung – dass ich sie mit $ 8,33 total überteuert finde, hatte ich ja schon erwähnt. Anfänger sollten sich auch tunlichst fernhalten, es wird nichts erklärt oder beschrieben, es ist lediglich eine reihenweise Auflistung, bei der man auch ab und an ins Grübeln kommt, was eigentlich genau gemeint ist.

Mit einem netten Gruß aus der fadenkramschen Tierwelt wünsche ich Euch einen gemütlichen Restsonntag:

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Diese dicken Brummer hat es in diesem Sommer sehr reichlich bei uns und sie sind unermüdlich dabei, an einer großer Sonnenblume Material für ihren Nestbau zu ernten. Hornisse von hinten kommt auch ganz nett, finde ich (sie mögen es nicht beobachtet zu werden und drehen einem ganz fix das Hinterteil zu, während der abseits postierte Wächter recht fies anfängt zu brummen) :

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Jammern und Spielen

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Es ist sehr still geworden in der Bloglandschaft und das macht mich traurig. Mehr als die Hälfte der Blogs, die ich hier ursprüglich in der Leseliste hatte, existieren nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer und wegen dieser dämlichen total überbewerteten DSGVO. Weitere Lieblingsblogs sind in der Sommerpause – da besteht ja noch Hoffnung. Ja, Mädels, so sehr ich Euch auch verstehe, Ihr fehlt mir!

So, das musste ich jetzt mal verkünden. Was mich betrifft, bin ich noch wild entschlossen weiterzumachen. Mal sehen, wie lange.

Und da das hier in erster Linie ein Strick- und kein Jammerblog ist, zeige ich Euch gleich mal, was ich so als Entspannungsgestrick für Zwischendurch auf den Nadeln habe. Der  Amburgo wächst ja stetig, aber nun bei den langen Runden immer rundherum ist das doch recht eintönig und so schlafe ich bei meiner Abendstrickerei gern auch mal ein…

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Auf Pinterest habe ich letzt so ein lustiges Verkürzte-Reihen-Dingsi (das eine kleine Decke werden soll) entdeckt (jaja, Pinterest, ich konnte noch nicht entscheiden, ob das nun Fluch oder Segen ist, da ja dort so viele Viren lauern…), dem ich nicht lange widerstehen konnte. Die Selbstüberlistung „…die Anleitung wird nur gekauft, wenn Wolle im Stash ist!“ ging voll in die Hose, denn die perfekte Wolle lauerte im Regal. Also musste ich zuschlagen.

Buntes_Dingsi-02

Es ist eine perfekte Kombi – die Wolle beißt mich, also für Pulli und Co. nicht geeignet, dafür ist sie herrlich warm und voluminös, um im Winter die Schultern zu wärmen.

Das Gestrick geht locker voran, und wenn man das einfache Prinzip dabei verinnerlicht hat, wird das auch schnell ermüdend. Aber man sieht gut, wie es voran geht. Die äußerst minimalistische Anleitung finde ich mit 8,33 $ unverschämt teuer, aber sie ist brauchbar, auch wenn sie nicht einmal die Tuch-Variante anbietet 😉

Fadenkramsche Maschenproduktion

Der Pimentón ist fertig. Das Garn ist bis auf den letzten Meter verstrickt und aller Zitterei zum Trotz hat es gereicht. Entstanden ist ein locker-luftig-fluffiges Teilchen, das auch schon nach Wiederholung schreit. Aber nicht jetzt. Pimenton-04

Verstrickt habe ich mit 3,5er Nadeln 436 g Rico Design Essentials Cotton DK in drei netten Grüntönen. Die Anleitung ist logisch und eingängig, das Ganze wird nahtlos von oben gestrickt – für mich immer ein Must-Have-Argument ;-). Der Ausschnitt war etwas gewaltig, aber zwei Runden feste Maschen mit dem allerletzten dunkelgrünen Garnrestchen konnten das locker beheben.

Den unteren Rand habe ich ohne jedes Bündchen gelassen, lediglich versucht, ihn „unrollig“ hinzukriegen, noch einmal mit kräftig Dampf drüber sollte das dann auch bringen. Danke, liebe Ute, für den Tipp!

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Aus diesem Garn hatte ich schon mal ein Shirt gestrickt, das zu einem Tuch umgestrickt wurde, da es leider unglaublich eingelaufen war.

Dementsprechend hatte ich jetzt auch allerhand Bammel und sag jetzt mal was kontraprodutives zur hochgelobten Maschenprobe. Hätte ich nämlich dieser vertraut, würde es keinen Pimentón bei mir geben. 60 Maschen x fast 50 Reihen – das war schon ein ganz schöner Lappen! – handgewaschen und liegend getrocknet ergaben einen Breitenzuwachs von knapp 2 cm und einen ähnlichen Längenverlust; ja, es musste sich ja irgendwie ausgleichen 😉 Nach einigem Sinnieren entschloss ich mich dann aber, doch furchtlos zur Nadel zu greifen. Der Erfolg hat mir recht gegeben, das Eigengewicht des Pullis hat es gerichtet; es hat einigen Längenzuwachs aber keinerlei Breitenschwund gegeben, puhhh….

Wer es jetzt bis herher geschafft hat, dem zeige ich auch noch mein nächstes Himawari-Projekt, den „Amburgo„. Man ahnt es spätestens jetzt, die Entwürfe der Designerin haben es mir angetan und das zu Recht, denn die Anleitungen sind narrensicher geschrieben und die Passform ist auch in meiner Größe absolut okay.

Also habe ich die nächste Farbe meiner Rowan-Panama-Vorräte herausgekramt und losgestrickt. So sieht es derzeit aus und auch hier muss kein einziger Stich genäht werden, außer evtl. mit den Fadenenden. Ausführliches dann in einem anderen Post.