Buntes Dingsi fertig

Viel gibt es dazu nicht zu sagen, außer dass es fertig ist und infolge reichlicher Abwechslung bei den Strickrichtungen auch nicht langweilig wurde. Ganz so, wie ich mir das dachte: Zwei Segmente weniger stricken, NICHT zum Kreis schließen, und es entsteht zwangsläufig ein Tuch – nein, so war das nicht; fünf Segmente weniger hätte wohl gefunzt. Das „Tuch“ hat einfach zu viel Rund und damit zu viel Stoff im Rücken; man muss sich nun wirklich darin einwickeln. Ob es dann noch mit Stricken und anderen wichtigen Tätigkeiten klappt, kann ich noch nicht beurteilen, denn es hängt erstmal auf der Leine.

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Wie groß es danach sein wird, weiß ich auch noch nicht, jedoch um einiges größer als vor dem Bade. Zwischendurch sah es unter anderem so aus:

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Und genau hier hätte ich aufhören sollen, dann hätte es auch mit dem Tuch geklappt.

Zu der Anleitung – dass ich sie mit $ 8,33 total überteuert finde, hatte ich ja schon erwähnt. Anfänger sollten sich auch tunlichst fernhalten, es wird nichts erklärt oder beschrieben, es ist lediglich eine reihenweise Auflistung, bei der man auch ab und an ins Grübeln kommt, was eigentlich genau gemeint ist.

Mit einem netten Gruß aus der fadenkramschen Tierwelt wünsche ich Euch einen gemütlichen Restsonntag:

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Diese dicken Brummer hat es in diesem Sommer sehr reichlich bei uns und sie sind unermüdlich dabei, an einer großer Sonnenblume Material für ihren Nestbau zu ernten. Hornisse von hinten kommt auch ganz nett, finde ich (sie mögen es nicht beobachtet zu werden und drehen einem ganz fix das Hinterteil zu, während der abseits postierte Wächter recht fies anfängt zu brummen) :

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Jammern und Spielen

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Es ist sehr still geworden in der Bloglandschaft und das macht mich traurig. Mehr als die Hälfte der Blogs, die ich hier ursprüglich in der Leseliste hatte, existieren nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer und wegen dieser dämlichen total überbewerteten DSGVO. Weitere Lieblingsblogs sind in der Sommerpause – da besteht ja noch Hoffnung. Ja, Mädels, so sehr ich Euch auch verstehe, Ihr fehlt mir!

So, das musste ich jetzt mal verkünden. Was mich betrifft, bin ich noch wild entschlossen weiterzumachen. Mal sehen, wie lange.

Und da das hier in erster Linie ein Strick- und kein Jammerblog ist, zeige ich Euch gleich mal, was ich so als Entspannungsgestrick für Zwischendurch auf den Nadeln habe. Der  Amburgo wächst ja stetig, aber nun bei den langen Runden immer rundherum ist das doch recht eintönig und so schlafe ich bei meiner Abendstrickerei gern auch mal ein…

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Auf Pinterest habe ich letzt so ein lustiges Verkürzte-Reihen-Dingsi (das eine kleine Decke werden soll) entdeckt (jaja, Pinterest, ich konnte noch nicht entscheiden, ob das nun Fluch oder Segen ist, da ja dort so viele Viren lauern…), dem ich nicht lange widerstehen konnte. Die Selbstüberlistung „…die Anleitung wird nur gekauft, wenn Wolle im Stash ist!“ ging voll in die Hose, denn die perfekte Wolle lauerte im Regal. Also musste ich zuschlagen.

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Es ist eine perfekte Kombi – die Wolle beißt mich, also für Pulli und Co. nicht geeignet, dafür ist sie herrlich warm und voluminös, um im Winter die Schultern zu wärmen.

Das Gestrick geht locker voran, und wenn man das einfache Prinzip dabei verinnerlicht hat, wird das auch schnell ermüdend. Aber man sieht gut, wie es voran geht. Die äußerst minimalistische Anleitung finde ich mit 8,33 $ unverschämt teuer, aber sie ist brauchbar, auch wenn sie nicht einmal die Tuch-Variante anbietet 😉

Fadenkramsche Maschenproduktion

Der Pimentón ist fertig. Das Garn ist bis auf den letzten Meter verstrickt und aller Zitterei zum Trotz hat es gereicht. Entstanden ist ein locker-luftig-fluffiges Teilchen, das auch schon nach Wiederholung schreit. Aber nicht jetzt. Pimenton-04

Verstrickt habe ich mit 3,5er Nadeln 436 g Rico Design Essentials Cotton DK in drei netten Grüntönen. Die Anleitung ist logisch und eingängig, das Ganze wird nahtlos von oben gestrickt – für mich immer ein Must-Have-Argument ;-). Der Ausschnitt war etwas gewaltig, aber zwei Runden feste Maschen mit dem allerletzten dunkelgrünen Garnrestchen konnten das locker beheben.

Den unteren Rand habe ich ohne jedes Bündchen gelassen, lediglich versucht, ihn „unrollig“ hinzukriegen, noch einmal mit kräftig Dampf drüber sollte das dann auch bringen. Danke, liebe Ute, für den Tipp!

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Aus diesem Garn hatte ich schon mal ein Shirt gestrickt, das zu einem Tuch umgestrickt wurde, da es leider unglaublich eingelaufen war.

Dementsprechend hatte ich jetzt auch allerhand Bammel und sag jetzt mal was kontraprodutives zur hochgelobten Maschenprobe. Hätte ich nämlich dieser vertraut, würde es keinen Pimentón bei mir geben. 60 Maschen x fast 50 Reihen – das war schon ein ganz schöner Lappen! – handgewaschen und liegend getrocknet ergaben einen Breitenzuwachs von knapp 2 cm und einen ähnlichen Längenverlust; ja, es musste sich ja irgendwie ausgleichen 😉 Nach einigem Sinnieren entschloss ich mich dann aber, doch furchtlos zur Nadel zu greifen. Der Erfolg hat mir recht gegeben, das Eigengewicht des Pullis hat es gerichtet; es hat einigen Längenzuwachs aber keinerlei Breitenschwund gegeben, puhhh….

Wer es jetzt bis herher geschafft hat, dem zeige ich auch noch mein nächstes Himawari-Projekt, den „Amburgo„. Man ahnt es spätestens jetzt, die Entwürfe der Designerin haben es mir angetan und das zu Recht, denn die Anleitungen sind narrensicher geschrieben und die Passform ist auch in meiner Größe absolut okay.

Also habe ich die nächste Farbe meiner Rowan-Panama-Vorräte herausgekramt und losgestrickt. So sieht es derzeit aus und auch hier muss kein einziger Stich genäht werden, außer evtl. mit den Fadenenden. Ausführliches dann in einem anderen Post.

Ausflug ins Reich der Schatten

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Was liegt wohl näher, als bei glimmender Sonne mal ein etwas stärkeres Garn, gern auch allerhand Wolle darin, aus dem Vorrat zu fischen und sich auf einen Teststrick für die Wintergarderobe einzulassen? Dieses Mal geht es mit Ute ins Reich der Schatten. Ja, wahrscheinlich brauche ich für meine neuen Vorlieben auch immer erst eine Vordenkerin und -strickerin, die mir den Einstieg erleichtert. Bei dieser spannenden Angelegenheit lag es sehr nahe, dass ich die Frage nach der Teststrick-Bereitschaft ohne Nachzudenken sofort positiv beschieden hatte.  Dabei hatte ich die Materialfrage überhaupt nicht bedacht – aber das Glück ist mit dem Tüchtigen und der Stash wird es schon hergeben. So war es auch. Das superschöne feuerfarbene Nona-Garn sollte es sein, dazu für den schwarzen Kontrast Drops Flora vereint mit einem Faden Drops Lace. Und los ging das. Gestern. Heute früh sah das dann so aus – in der Draufsicht:  Schatten-01-1

Die Schattensicht kommt dann etwa so daher:  Schatten-02

Dass es Spaß machen würde, hatte ich ja gedacht, dass es aber auf Anhieb suchterzeugend wäre, nicht. Und so schaffte ich es dann gestern auf einen Rutsch von neun Startmaschen auf 247 Maschen in der Reihe, was jetzt den sichtbaren Zuwachs doch schon etwas bremst.

Meinen Ruf als Virenschleuder habe ich ja längst weg, also verrate ich auch gleich, wo Ihr die Anleitung dann nach ihrer Veröffentlichung finden könnt – hier nämlich.

Sonne auf der Haut

selten nur begeistert mich ein Projekt von Anfang an so sehr, wie die soeben vollendete „Sonnenküste“ von Heidi Kirrmaier. Sunshine-04-1Hier hat einfach alles gepasst, angefangen vom Garn, der „Panama“ von Rowan (Achtung: könnte böse Werbung sein!), die perfekt geschriebene Anleitung, damit der Spaß am Stricken und natürlich das perfekt passende Ergebnis.

„Panama“ ist ein leichtes und lockeres leicht noppiges Mischgarn aus 55% Viskose, 33% Baumwolle, 12% Leinen mit 135 m auf 50 Gramm, das ich mit 3,5er Nadeln flott von oben nach unten verstrickt habe. Gerade mal 417 Gramm bringt das Teilchen auf die Waage – hatte bei meiner Größe definitiv mit wesentlich mehr gerechnet!

Hoch interessant ist der Start oben mit dem Halsausschnitt. Breite Raglan-Streifen betonen die Form, die anfangs mittels verkürzter Reihen perfekt entsteht. Sunshine-05Diese Streifen verlaufen dann entlang der Seiten des Pullis, an denen auch kleine Umschlag-Löchlein leichte A-Form und Weite bringen und nett aussehen – sofern man es mag. Mein Fazit: Den mache ich bestimmt noch mal!

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Gelungener Neustart

So schnell lässt sich die manische Strickerin von Rückschlägen nicht entmutigen, also flott voran, neues Modell, neues Garn und ab geht die Luzie. Sunshine-01Das Objekt der Begierde ist „Sunshine Coast“ von Heidi Kirrmaier, das ich schon lange umkreist hatte, aber nie so richtig den finalen Anstoss gefunden hatte. Jetzt war es soweit und ich bin schwer angetan – die Anleitung ist narrensicher, der Anfang etwas frickelig, dafür passt der Halsausschnitt genial und dann geht es flott voran (sieht man ja ;-)). Als Garn habe ich mir die Panama aus dem Vorrat gegraben, eine sommerliche Mischung aus 55% Viskose, 33% Baumwolle und 12% Leinen von Rowan mit 135 m auf 50g. Mit Nadeln 3,5 treffe ich die Maschenprobe exakt und es geht lustig über die Nadeln.

Voll in die Hose

Sommer satt in Fernost – was liegt da näher als Sommerstrick? Also habe ich in den vorhandenen (!) Schätzen gewühlt und bin auch schnell fündig geworden: „Fred Linen“ von Ice Yarns, ein nettes dünnes Strickbändchen aus Leinen, Acryl und etwas PA dabei;

tegna-04 nie wäre ich darauf gekommen, dass da der Wurm drin sein könnte. War aber. Ich wusste es wie immer besser, denn der zeigte sich ja schon ansatzweise in der Maschenprobe, da dachte ich aber, bei Rundstrick wäre das kein Problem. War es leider doch – und was für eins: tegna-01Offenbar ist das Garn stark verdrallt, so dass ich fürchten musste, dass ich bei den Armlöchern eine volle Drehung erreicht haben könnte…  Schon jetzt sind es 12 Maschen in der Vertikalen (sieht man trotz verschwurbeltem Foto, hoffe ich). Dazu ist das Strickbild grausig und das Garn aus mikroskopisch dünnen Fädchen sehr empfindlich und schwer zu handeln.tegna-03Also gab es eine fadenkramsche Premiere: Das Ganze einschließlich Restgarn steckt schon in der schwarzen Tonne. Schade um die Arbeit, aber man muss wissen, wann es sinnlos ist.

Nun habe ich noch eine komplette Pullovermenge eines ähnlichen Garns aus Baumwolle tegna-05und Acryl – da werde ich wohl eine recht große MaPro machen und dann nicht das Prinzip Hoffnung fahren, sondern womöglich gleich die Reißleine ziehen. Schade drum…

Amburgo – ein genialer Restefresser

Ewig und drei Tage habe ich an ihm herumgenadelt, anfangs mit viel Zweifel, ob das mit den Rippen meine Rippen(pölsterchen) nicht betont, anstatt mich optisch zu strecken – wie man das ja immer so möchte  😉 Die Anleitung  von Claudia Eisenkolb (Himawari) ist eine von denen, die zwar narrensicher aber in ihrer Ausführlichkeit fast schon wieder verwirrend daher kommen. Aber man kennt das ja inzwischen und kann abkürzen. Amburgo-04Die Konstruktion ist absolut clever, man beginnt im Rücken mit einem Quadrat aus der Mitte heraus (wenn man den frickeligen Anfang gemeistert hat, ein Klacks!), dann folgt für das Vorderteil ein dreiviertel Quadrat, mit dem man dann gleich den Ausschnitt erledigt hat, diese werden verbunden, das ergibt die Ärmelöffnungen und dann geht es munter weiter immer rundherum. Amburgo-02-1Gestrickt habe ich mit diversen Resten selbstgefärbter Merino/Seiden-Mischung inkl. Nachfärbungen, denn ich hatte nie gedacht, was da so an Garn reingeht… Lag vielleicht auch daran, dass ich einen dunkelgrünen Lace-Faden des gleichen Materials mitgestrickt habe, um die Farbübergänge anzupassen, was relativ gut gelungen ist.

Mit Nadeln 3,5 mm habe ich 710 g verstrickt, 457 g in SoWo-Stärke, 253 g Lace. Nicht gerade ein Leichtgewicht, aber sehr angenehm auf der Haut, flattert nicht, markiert aber auch keine Röllchen, ich bin sehr zufrieden.

Ein interessantes Detail findet sich an den Ärmeln, die dreiviertellang sind, weil ich nicht nochmal nachfärben wollte… Es gab an beiden Seiten ein fast identisches Pooling – unbeabsichtigt aber durchaus reizvoll: Amburgo-05