Sumu II fertig

(Enthält Werbung – unbeabsichtigt)

Nachdem der erste Sumu so unerwartet schnell fertig geworden war, mir über die Maßen gefällt und noch die gleiche Wolle in anderer Farbe vorhanden war, war es eigentlich logisch, sofort die Neuauflage zu starten 😉 Außerdem wollte ich wissen, woher beim ersten diese eigenartige Längendifferenz gekommen war – das weiß ich jetzt: Von mir, einzig und allein von mir. Der Künstler und sein Werk sozusagen ;-).

Hier nun Sumu II (die technischen Daten finden sich beim ersten, ich schreibe sie nicht noch einmal auf); links vor dem Bade, rechts danach:

Man sieht, es hat allerhand Längenzuwachs gegeben, und genau das war beabsichtigt.

Sehr angenehm ist mir auch die sehr bequeme leichte Fledermausform der Ärmel, an die ich jetzt vor dem Zusammenstricken ein Bündchen angefügt hatte, eine weise Entscheidung, denn so flatterige Ärmel sind nicht mein Ding. Sumu2-03

Der Ausschnitt ist sehr schön angelegt, nicht zu tief, aber man schön noch ein Pulli oder eine Bluse drunter ziehen. Sumu2-05

Alles in allem, ich bin sehr zufrieden, zumal ich mich mit den Farben nun auch arrangiert habe, auch wenn es eine eigenartige Färbung für Industriegarn ist, keine Farbfolge ist gleich und die Farben selbst sind in den einzelnen Knäulen sehr unterschiedlich. Ich denke, ich habe daraus das bestmögliche gemacht…

Es sollte mal wieder nicht sein

Gerade habe ich verkündet, dass ich voller Euphorie den „Spector“ gestartet habe. Und das lief wie ein Länderspiel. Bis zu ersten Musterreihe mit „Bud Stitches“. Diese wollten mir einfach nicht in den Schädel (da lob ich mir die ausführlichen Foto-Tutos von Svetlana Gordon!), aber Hilfe konnte dann Frau Wollball geben und so konnte es weitergehen. Ging es auch, bis dann kurz vor der Ärmelabtrennung der erste Farbwechsel anstand. Und was dabei rauskam, das geht gar nicht. Es sieht nur schlimm aus: 0-Spector-03

Und ich bin sauer, da ich mir das ja so richtig schön vorgestellt hatte. Der Plan ist jetzt, dass ich Merino aus eigenem Bestand (die kommt auch so eher baumwollartig wie diese hier daher) versuchen werde, ähnlich zu „speckeln“ wie das Startknäuel mit immer ein bisschen mehr Farbklecksen darin. Uni-Töne passen da gar nicht – finde ich.

Inzwischen habe ich den Neustart mit anderem Garn in Angriff genommen und bin gespannt, wie sich das nun entwickelt. IMG_1240

Da hier ein durchgehender Farbverlauf über jeweils 200 Gramm „fließt“, muss ich auch hier tricksen und von Anfang an mit zwei Knäulen abwechselnd stricken. Eigentlich mit dreien, aber das wird mir dann doch zu aufregend, das dritte kann ich dann am Ende von hinten anfangen, das sollte hinkommen. Die Maschenprobe ergab ein tolles Strickbild und eine klarere schönere Maschendefinition beim Muster. Kann also nur besser werden. Die Farben stimmen auf dem oberen Foto ganz gut…

Um das jetzt hier optimistischer ausklingen zu lassen, zeig ich noch ein bisschen von dem, was gerade in unserem Garten so los ist (raufhauen macht die Bildchen größer).

Es musste einfach sein!

Hobbys sind ja nicht dazu da, sich irgendeinen Zwang (außer vielleicht gelegentlichem schlechten Gewissen bei Woll-Kaufzwang) aufzuerlegen, also musste ich nun doch erstmal den Spector starten. Der Anfang ist total easy, also ging das in fröhlichem Gerippe munter über die Nadel. 0-Spector-01

Jetzt ist gerade eine kleine Denkpause angesagt, da ich nicht weiß, ob die einfach so entschiedene Musteränderung wirklich clever war. Also übe ich erstmal an einer alten Maschenprobe diesen eigenartigen „Bud Stitch“, in der Hoffnung, dass ich ihn richtig verstanden habe….

Restlos überzeugt bin ich aber nach wie vor von meiner Wollwahl (aus dem Stash!!!) 😉

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enthält Werbung durch Zeigen – wie blöd ist das denn nur!!!

Kago zum Zweiten

(Vorsicht: Kann Werbung enthalten)

Es war eine kurze Freude, der Kago in der hier gezeigten Form und ich. Aber ich habe daraus gelernt, wieder einmal. Dass ich mit dem Garn so gar nicht warm werden konnte, hatte ich ja schon gesagt. Im Grunde stimmte aber die Maschenprobe, doch das Ding nahm riesige Ausmaße an, also habe ich doch irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt und da stand: „Hör auf damit! Sofort! Das wird nix!“ Das tat ich dann. Noch liegt er hier und guckt traurig, das hilft ihm aber nichts.

Da man von dem Shop immer freundlich aufgefordert wird, seine Bewertung zu den Einkäufen abzugeben, tat ich das auch bei diesem Garn. Da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gefiel, dieses starre und völlig unelastische Gestricke und die irre unterschiedliche Farbigkeit erst recht nicht, tat ich dies kund und vergab nur zwei Punkte.

Bumbo
Von glatt einfarbig bis wild gesprenkelt ist alles dabei

Eine Fünf-Sterne-Bewertung, die ich gleichzeitig abgegeben hatte, erschien kurz darauf, die kritische nicht. Dafür kam das Angebot, die Wolle zurück zu schicken und mir was anderes auszusuchen. Da wurde ich zickig und schrieb zurück, ich will nichts weiter, als meine Bewertung im Shop sehen, da das Garn ja größtenteils verstrickt ist. Das Versprechen dazu kam Anfang der Woche, online ist die Bewertung nach wie vor nicht und wird es auch nicht. Alles klar?

Neues aus Fernost

(Vorsicht: Kann Werbung durch Zeigen enthalten – Weiterlesen auf eigene Gefahr!)

Jetzt ist es soweit, ich halte es nicht mehr aus, der „Spector“ von Joji Locatelli muss sofort auf die Nadeln, jetzt, SOFORT. Da ausnahmsweise auch schon das Garn dafür seit längerer Zeit auf seine Verarbeitung lauert, spricht auch wirklich nichts mehr dagegen.

Selbstverständlich habe ich auch andere Projekte auf den Nadeln, den „Sumu“ von Claudia Eisenkolb in Zweitauflage beispielsweise. Da ich jetzt aber beim eher langweiligen unspektakulären Rundherum des Bodys angelangt bin,

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Sumu II kurz nach dem Start, jetzt in freundlichen Grüntönen

dieses Mal ist das Ganze vorne auch genauso lang wie hinten, muss erstmal Abwechslung her. Die habe ich zwar in Form der „Spinat mit Ei“-Jacke, die aber gerade sehr langsam voran kommt, da das Muster einfach zu anstrengend für die Hände ist (in Hin- wie Rückreihen wird jede 2. Masche abgehoben, idealerweise dann auch die richtige Masche, das heißt, zwei Reihen gestrickt ergeben eine Reihe Jacke). Aber die nächsten Winter kommen gewiss, also sollte ich es doch gemütlich angehen. Außerdem sind bei der Jacke noch einige Dinge zu klären, die komischen vorderen Blenden zum Beispiel.

Die letzten Tag waren recht aufregend und nicht so ganz lustig. Zuerst versagte die Waschmaschine (keine vier Jahre alt, aber abgelaufene Garantie, klar doch) mitten im Programm ihren Dienst. Es rührte sich nichts mehr, selbst zum Öffnen der Tür musste ich sie sehr lange überreden. In der Service-Wüste Fernost lohnt es sich bei unklarer Diagnose nicht, einen Reparateur aus der fernen Hauptstadt anreisen zu lassen; Reise- und Diagnosekosten ergeben die halbe neue Waschmaschine, die eventuell mögliche Reparatur garantiert mehr als die andere halbe. Also kurzentschlossen zugeschlagen und einen Waschtrockner mit Grantieverlängerung auf fünf Jahre gekauft, der seinen Härtetest unter anderem auch mit einer Ladung strahlend weißer kuschelweicher Schlüppies mit Bravour bestanden hat. Also nie wieder Massen von Schlüppies auf die Leine zwicken, genial (ich hatte das nicht so wirklich mit aller Konsequenz zuende gedacht, als ich den Gatten gezwungen hatte, auch täglich die Schlübber zu wechseln, wenn ich das mal hier sagen darf ;-)) !!!

Der nächste Kandidat war dann der Herd. Knapp drei Jahre, zum Einzug hier gekauft, grrrrr. Er überrraschte uns mit einem großen Sprung im Ceranfeld. Wäre eh kein Garantiefall gewesen, egal wann. Und da wir immer bei Misslingen von irgendwelchen Dingen von eigener Unfähigkeit ausgehen, bemerkten wir erst im Extremmodus, dass auch der Thermostat irgendwann klammheimlich den Geist aufgegeben hatte und sich damit dann schlagartig steinharte Kekse, verkohltes Geflügel, Plüschpüschelchen-Kuchen und andere Spezialitäten von selbst erklärten. Das eigens angeschaffte Ofenthermometer zeigte dann bei der Einstellung 180° erstaunliche 300°, wahrscheinlich aber nur, weil es ja weiter hoch nicht kann. Auch hier kommt das Ding mit der Servicewüste Fernost zum Tragen und so zog gestern ein neuer Herd ein. Man darf gespannt sein. Müßig zu sagen, dass die Kühlkombi auch schwächelt? Also lieber stricken und nicht dran denken. Eventuell Aluhut basteln, mal sehen…

William – RIP

Mit ganz viel Enthusiasmus hatte ich kürzlich meinen ersten Versuch in Color Work gestartet: Der „William“ war das Objekt meiner Begierde. Die MaPro stimmte (aus vielen Fehlern klug geworden, mache ich die jetzt fast immer) und mit Begeisterung startete ich genau nach Anleitung. Danach fängt das Teil mit einem Riiiiesenausschnitt an, den man nachträglich dann auf ein individuell erträgliches Maß verkleinern kann. Da geht das Dilemma schon los, denn man hüte sich vor dieser Geschichte, denn das sieht grauenhaft stümperhaft aus, man sollte da lieber vorab ein wenig rechnen und den Pulli dann so starten, wie man ihn am Ende haben möchte. Ich habe den nachträglichen Weg gewählt und war entsetzt. Viel entsetzter war ich aber, als die fertigen Karnickel mich lustig angrinsten und die erste Anprobe möglich war – ich war auf dem besten Weg zu einem gestrickten Vier-Mann-Zelt.

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Aus die Maus und Schluss mit lustig, die Enttäuschung war so groß, dass ich es gerade noch fertigbrachte, die Maschen zu zählen – ja, stimmte, und dann habe ich das Fiasko in Windeseile wieder in zwei Knäule verwandelt.

Was das Einstrickmuster betrifft – für den ersten Versuch waren die Hasen vielleicht etwas überdimensioniert, aber im Grunde fand ich mich damit schon ganz gut, für’s erste Mal jedenfalls. Ob ich diesen William noch einmal starten werde, weiß ich nicht, aus heutiger Sicht eher nicht, aber auf alle Fälle werde ich ein ähnliches Projekt nach einer gewissen Trauerzeit noch einmal in Angriff nehmen 😉

Inzwischen ist meine neue Strickbutze auch längst vollendet und ich bin damit nun glücklich und zufrieden. Der Gatte meinte schon, er freue sich immer sehr, wenn ich sie mal verlasse und sei es nur, um in der Küche nachzufragen, wann Essen fertig sei…

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Ein richtiges „Vorher“ gibt es nicht, aber bereits im Abbau sah die Ecke so aus:

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Man sieht den Unterschied und versteht sicher, dass ich mich Tag für Tag freue, diese Idee ausgebrütet und noch dazu unverhofft allerhand Stauraum für neue Wolle gewonnen zu haben.

Ganz verliebt

Getreu dem Motto „was schert mich mein Geschwätz von gestern“ habe ich es gerade unbezwinglich in mir gespürt, diesen Pullover von Stephen West zu stricken. Und zwar schnell. Und zwar sofort. Und zwar in Windeseile. Und ohne Unterbrechung. Und das ist gelungen.

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Die Idee dabei hat mich begeistert, erst recht, da es auch wieder ein Top-Down-Gestrick ist; nur mit der gerippten Passe hatte ich vorab so mein Problemchen. Es stellte sich aber heraus, dass da überhaupt kein Problem existiert, im Gegenteil, einen so genialen Halsabschluss hatte ich bisher nur sehr selten, wenn überhaupt. Die Anpassung an die menschliche Anatomie geschieht am Hals mittels einiger verkürzter Reihen, die hier wirklich unsichtbar sind, und der schrittweisen Verbreiterung der Rippen bis zur Ärmelabtrennung – einfach genial einfach.

Kunterbunte Reste in Hülle und Fülle waren schnell gefunden und mit 4,5er Nadeln und drei Fäden wuchs das Teil in Windeseile heran. Für die Passe und die Bündchen habe ich all die vielen Reste der Pittura verwurstet, zusammen mit einem Faden Drops Lace in Lila und einem dünnen Faden schokobraunem NoName-Garn. Zusammen dann so doppelte Sockenwollstärke.

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Lila und Braun habe ich durchgehend beibehalten mit jeweils kleinen oder größeren Resten Sockenwolle kombiniert. Das Quietschlila da mittendrin gefällt mir jetzt nicht mehr so, aber es ist nun mal drin und da bleibt es auch, war der Rest Ferner-Lace vom Ägypter-Tuch, musste halt auch mal weg 😉

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Jetzt habe ich also unverhofft einen wunderbar kuscheligen und warmen Winterpullover, der trotz seiner Dicke und Länge gerade mal 690 Gramm auf die Waage bringt. Jetzt muss er nur noch baden und dann warten wir gemeinsam auf den Winter…

Dies und das und auch noch 2019

Euch allen – wenn auch verspätet – ein gutes, gesundes, entspanntes und wolliges 2019!

Wie auch immer Ihr hinein gerutscht seid, Ihr seid drin, genau wie wir, und müsst nun durch, alles Gute dafür!

Bei uns war alles genau wie Weihnachten – still, friedlich und gemütlich, an Silvester waren wir für 2918 definitiv zum letzten Mal in der Spreewaldtherme in Burg, abends dann hieß es mit Beerenbowle (großes Zugeständnis an den bösen Alloholl!!), Raclette und Fernsehen auf das neue Jahr warten, das dann ja auch pümktlich kam. Auch an diesem Silvester war es hier sehr ruhig, was wir sehr genossen haben, nach Mitternacht war eine knappe Stunde leichtes Geböller, das war’s bis zum nächsten Mal – herrlich!

Der Gatte hat mir einen großen Wunsch erfüllt (er wurstelt noch mit den Nachwirkungen herum, aber es geht super voran!). Da ich mal wieder große Pläne hatte, meine Strickbutze umzuräumen hin zu viel mehr Gemütlichkeit, war nun der große Schrank darin ein großer Störfaktor. Er sollte daher mit einem Highboard im Nebenzimmer den Platz tauschen. Eingerichtet auf eine längere Debatte tat ich schließlich mutig diesen Wunsch kund und war wirklich überrascht, dass der Gatte sofort zustimmte. Und schon ging das los und zwar besser als erwartet befürchtet, denn der Schrank musste nicht demontiert werden und passte wirklich auf den Millimeter haarscharf im Ganzen durch die Tür. Der einzige Kollateralschaden war meine riesige Monstera, die hab ich platt gemacht. Das wäre ihr eh nicht erspart geblieben, da sie dringend umgetopft werden muss. Das geht nun als Stummelfragment richtig gut, in voller Pracht und Herrlichkeit wäre es unmöglich gewesen. Ich bin ganz sicher, sie wird sich erholen und zu neuer Pracht auflaufen.

Ein Blick ins Chaos am Neujahrstag:

Ja, und was wurde als erstes eingeräumt? Richtig, Wolle! Mein Bett ist wieder benutzbar, alles ist verstaut, ein neuer Teppich ist eingezogen, am Fenster steht eine „Hilfsmonstera“ und nun fehlt noch ein passendes Regal über dem Highboard, und da liegt erstmal wieder der Hase im Pfeffer. Aber auch das wird. Und ich bin schon jetzt  hochzufrieden!

Viel gestrickt habe ich die Tage nicht, aber dafür mal etwas für mich ganz neues gestartet: „William“ von Ann Kingstone in Colorwork. Bin ja so gespannt, bisher bin ich daran immer gescheitert, aber nach den ersten Runden sieht das noch ganz gut aus…

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Für mich gibt es dann die Variante mit dem dezenteren Ausschnitt und auf den Nadeln habe ich gleich die frisch geschossene Pingouin-Wolle zusammen mit Drops Baby-Merino und einem dünnen Fädchen ich-weiß-nicht-was.