Mosaikpulli geschafft!

Was lange die Nadeln blockiert währt, wird auch mal gut – oder so. Also habe ich den Mosaik-Pullover nun doch noch geschafft. img_0802.jpg

Das mit den Ärmeln war der Gau. Der Versuch von Armlöchern war ja sowas von schief gegangen. Nach laaanger Pause dann ribbeln und wieder neu hochstricken für gerade angesetze Ringelärmel. Zur Auflockerung mit zwei Mustersätzen in der Mitte und rund mit Ringeln gestrickt. Das ging in die Hose, weil das Muster sich doch sehr zusammenzieht und die Ringel dann gebeutelt haben. Also nur Ringel.

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Irgendwie muss ich völlig unbemerkt altersweise Geduld gelernt haben, jeder andere Pullover wäre schon längst in die Tonne Ecke geflogen. Apropos, man sollte niemals auf die Idee kommen, ein größeres Mosaikgestrick ribbeln zu wollen, man wird bei all der Dreherei dabei zu schnell total blöd in der Birne…

Gestern war Premierentragen und alles ist gut. Der Pulli sitzt und wärmt hervorragend, nur das klappt leider nicht allzu lange, denn es ist ja Alpaka drin, was mich bekanntermaßen und doch ständig ignorierterweise nun mal beißt. Vor allem am Hals.

Technische Daten: 580 g Drops „Nord“ mit Nadeln 3,5. Einfach drauflos gestrickt 😉

Sorry für die miesen Fotos, ist gerade kein Licht dafür. Wen es interessiert, die Farben sind Jeansblau (16) und Nebel (8) – wie passend, der verdüstert uns hier schon seit Tagen die Landschaft und die Stimmung…

 

Fadenkramsche Maschenproduktion

Der Pimentón ist fertig. Das Garn ist bis auf den letzten Meter verstrickt und aller Zitterei zum Trotz hat es gereicht. Entstanden ist ein locker-luftig-fluffiges Teilchen, das auch schon nach Wiederholung schreit. Aber nicht jetzt. Pimenton-04

Verstrickt habe ich mit 3,5er Nadeln 436 g Rico Design Essentials Cotton DK in drei netten Grüntönen. Die Anleitung ist logisch und eingängig, das Ganze wird nahtlos von oben gestrickt – für mich immer ein Must-Have-Argument ;-). Der Ausschnitt war etwas gewaltig, aber zwei Runden feste Maschen mit dem allerletzten dunkelgrünen Garnrestchen konnten das locker beheben.

Den unteren Rand habe ich ohne jedes Bündchen gelassen, lediglich versucht, ihn „unrollig“ hinzukriegen, noch einmal mit kräftig Dampf drüber sollte das dann auch bringen. Danke, liebe Ute, für den Tipp!

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Aus diesem Garn hatte ich schon mal ein Shirt gestrickt, das zu einem Tuch umgestrickt wurde, da es leider unglaublich eingelaufen war.

Dementsprechend hatte ich jetzt auch allerhand Bammel und sag jetzt mal was kontraprodutives zur hochgelobten Maschenprobe. Hätte ich nämlich dieser vertraut, würde es keinen Pimentón bei mir geben. 60 Maschen x fast 50 Reihen – das war schon ein ganz schöner Lappen! – handgewaschen und liegend getrocknet ergaben einen Breitenzuwachs von knapp 2 cm und einen ähnlichen Längenverlust; ja, es musste sich ja irgendwie ausgleichen 😉 Nach einigem Sinnieren entschloss ich mich dann aber, doch furchtlos zur Nadel zu greifen. Der Erfolg hat mir recht gegeben, das Eigengewicht des Pullis hat es gerichtet; es hat einigen Längenzuwachs aber keinerlei Breitenschwund gegeben, puhhh….

Wer es jetzt bis herher geschafft hat, dem zeige ich auch noch mein nächstes Himawari-Projekt, den „Amburgo„. Man ahnt es spätestens jetzt, die Entwürfe der Designerin haben es mir angetan und das zu Recht, denn die Anleitungen sind narrensicher geschrieben und die Passform ist auch in meiner Größe absolut okay.

Also habe ich die nächste Farbe meiner Rowan-Panama-Vorräte herausgekramt und losgestrickt. So sieht es derzeit aus und auch hier muss kein einziger Stich genäht werden, außer evtl. mit den Fadenenden. Ausführliches dann in einem anderen Post.