Manchmal…

…liegt das Gute im Verborgenen und umso schöner, wenn man es dann doch irgendwann entdeckt!

Vor etlichen Monaten schon hatte ich so beim Stöbern auf Iibääh ein unwiderstehliches Angebot gefunden; viiiiel Stoff für wenig Geld, das kann ja nicht verkehrt sein, dachte ich mir und schlug zu. Zwei Tage später kam ein Ballen Baumwollstoff mit 120 Metern auf der Rolle an (wer es genau wissen will, für ganze 25 Euro! – fantastisch, oder?) Dann kam die Immobilien-Geschichte und in Erwartung der Dinge, die da kommen oder auch nicht, blieb der Ballen in seiner Verpackung. Bis gestern. Denn die ganz große Aktion „Ich nähe jetzt endlich Vorhänge“ sollte gestartet werden; die Sonneneinstrahlung in die Hütte ist jetzt wirklich so, dass etwas „Dämmung“ angesagt ist. Also den Ballen gesucht, gefunden und ausgepackt. Ein herrlich zarter naturfarbener Baumwollstoff erblickte das Licht der Welt und es ist eine Freude, ihn zu fühlen. BW1

Aber das Beste (ich weiß wirklich nicht mehr, ob das beim Angebot erwähnt worden war) ist, er ist auf der Rückseite mit Bügelkleber ausgestattet. Wenn man das nicht braucht, ignoriert man es, aber für das Säumen der Nähwerke ist es super- einfach anbügeln und dann eine Naht drüber, für so Schnellfertigseinwoller wie mich einfach unschlagbar bequem! Ja und als leichte Einlage kann der Stoff natürlich auch gute Dienste leisten.

Das wollte ich nur schnell mal erzählen, ich geh‘ jetzt weiter nähen…

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Ihr habt geraten – hier die Auflösung

Eure Vorschläge zu diesem Rätsel waren ja teilweise ganz dicht dran und Sine hat es genau getroffen. Super und danke allen für’s Mitmachen.

Hier nun für alle die Auflösung und eine fragmentarische Anleitung zum Selbermachen, ist so piepe-einfach, dass selbst ich drauf kommen konnte.
Es ist eine Hänge-Aufbewahrung  für Rundstricknadeln. Im Netz gefunden habe ich mit Connies tatkräftiger Unterstützung diverse teilweise recht komplizierte Konstruktionen, eine hab ich nachgebaut und immer nur gedacht, Himmel, wieso denn nur dieser irrsinnige Aufwand dafür? In kurzen Worten – bei der Variante wurde einzelne Taschen aus Vlies genäht, die dann mittels Klettband aneinander gepappt wurden. Das gleiche hab ich nun auch nur gemacht, aber ohne Riesen-Aufwand, sondern lediglich aus Wachstuchstreifen. Stoff, den man dann jedoch doppeln und verstärken sollte, geht natürlich auch.

Und so hab ich das gemacht:
Auf der Rückseite gemessen und angemalt – je 5 cm für die Taschen und 4 cm für die Zwischenräume, dieses ist aber jedem je nach Anzahl der vorhandenen Nadeln völlig freigestellt.

Anschließend die 5-cm-Markierungen übereinander gelegt und festgesteckt. Bei Wachstuch möglichst wenig Stecknadeln verwenden, gibt Löcher, die bleiben. Ich habe Büroklammern genommen, hier gibt es verschiedene Methoden der Befestigung, was man halt so greifbar hat – außer Stecknadeln.

Und dann genäht. Bei dieser Variante stehen die Taschen nicht nach außen, sondern sie liegen nach hinten, sieht fertig (was es hier noch nicht ist) vielleicht ein wenig eleganter aus 😉
Bei den ersten Hängern hab ich jeweils kurz unter der Naht der Nadeltaschen noch einmal drüber genäht, um das Abstehen zu verhindern. Das ist aber für Leute wie mich, für die gerade Nähte eine absolute Herausforderung sind, erst recht, wenn sie halbwegs parallel sein sollen, ganz schön frickelig.
 
  
Und nun hängt es an der Wand – wenn alles passend sortiert ist, sollte man dann die einzelnen Taschen noch mit der jeweiligen Nadelstärke beschriften (so weit bin ich noch nicht ;-)) und fertig. Alle Nadeln haben ihren Platz und sind immer griffbereit.
Wieso ich gleich in die Massenproduktion eingestiegen bin ist ganz einfach, der Herr Wollfrosch hat auch Bedarf angemeldet für die Werkstatt. Da werden die Streifen dann quer aufgehängt und sollen Schraubenzieher, Schraubenschlüssel und was Mann noch so alles braucht, ordentlich sortiert beherbergen.
So, ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt, wer Fragen hat zum Selbernähen, nur zu, ich beantworte sie gerne!
Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Theorie & Praxis

Man kennt das ja, da gibt es eine vermeintlich tolle Idee, man ist Feuer und Flamme und macht sich sofort daran, sie umzusetzen. Das ist es, was gerade bei mir abläuft angesichts der höchst erfreulichen Wachstuchschwemme.
Utensilos, sprich Drecksäckchen, gibt es ja hier inzwischen genug, einfach Beuteltaschen auch. Für die geplanten anspruchsvolleren Taschen muss ich mich erst mal ins Material hinein arbeiten. Also, ein forschender Blick in die Runde, wo könnte ein Helferlein hin, sagt sofort, DORT könnte eines hin!
DORT ist die Tür eines Billie-Regals (das meine SockenWoll-Schätze beherbergt) unmittelbar neben meinem Stricksessel. Hier fehlt eindeutig eine Ablagemöglichkeit für die vielen kleinen Helferlein und Utensilien, die man bei der Strickerei einfach zur Hand haben muss. Die (eher theoretische) Ablagefläche auf der anderen Seite dient ja meist der vergrätzten, weil vom Sessel verbannten Katze als Lümmelplatz, der gar nicht nahe genug an mir dran sein kann und demzufolge absolut ungeeignet für Nadeln, Schere und dergleichen Kram ist.
Was liegt also näher, als hier endlich mal Abhilfe zu schaffen und mir das ständige Herumgerenne nach all den Kleinigkeiten zu ersparen? Ja klar, ein Wachstuchhängerchen, das bei Nichtgebrauch so wie es ist an unauffälliger Stelle „versteckt“ werden kann?
Konstruiert habe ich es bereits, was den Punkt „Theorie“ betrifft, aber die Konstruktion muss nun erstmal reifen und sich setzen, um dann zur Praxisreife zu gelangen, da die Erfahrung sagt, Schnellschüsse sind selten optimal. Das ist bisher der Stand der Dinge:

Und ich werde mir Mühe geben, das für Nachmacher alles fein aufzuschreiben ;-))

Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Ein bisschen genäht habe ich auch

diese handliche kleine Tasche habe ich in dem Taschen-Nähbuch gefunden, das beste Freundin mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Der Schnitt besteht nur aus Rechtecken in nur zwei verschiedenen Größen, man kann beim besten Willen nichts falsch machen;-)

Das Täschchen ist schon gut eingetragen, das wichtigste passt gut und übersichtlich rein, das Nähen hat Spaß gemacht, der Stoff gefällt mir super gut und das alles ist reichlich Motivation, weitere Rumschleppe-Behältnisse unter die Nadel zu bringen.

Habt einen tollen Tag, liebe Grüße in die Runde
Froggie

Den Sommer genäht….

…um ihn unter den Tannenbaum zu legen.
Am Wochenende habe ich kräftig gegen den Novemberblues angenäht. Die meisten der entstandenen Werke kann ich hier noch nicht zeigen, weil sie dann ja keine Überraschungen mehr wären.
Aber eines kann ich zeigen, denn die Empfängerin liest garantiert nicht mit – meine Schwiegermutter. Sie ist natürlich nicht mehr die Jüngste aber sie liebt wie ich kräftige Farben und im Gegensatz zu mir – auch Rot. Und da man mit 83 auch schon ein wenig zerstreut und vergesslich sein darf, habe ich ganz bewusst so ein leuchtendes Farbenspiel gewählt, denn ich denke, diese Tasche findet sie immer und überall 😉

Gut abgelagerte Stöffchen waren schnell entdeckt:

Jahaaa, das ist Sommer pur, oder?

Das Schnitt- und Ablauftechnische lieferte ein freier Videokurs bei Craftsy und schon ging das los. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, dachte ich, und ging nach dem ersten gelungenen Versuch in Serie – aber wie gesagt, die zeig ich nicht, wohl aber Roses Weihnachten:

Einmal von dieser Seite….

….einmal von der anderen Seite,

 Dazu ein kleines Reißverschlusstäschchen für Schlüssel, Geld und Krimskrams,

 Und das Ganze clever angekettet, so dass es auch gerne mal zuhause bleiben darf.

Ich hatte zwei spaßige Nachmittage, damit einige Weihnachtsgeschenke, bin mit dem Ganzen sehr zufrieden und hoffe, dass es die Beschenkten dann auch sein werden 😉

Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Doch, ich stricke noch…

…allerdings an mehreren Baustellen und es hat den Anschein, dass nix fertig wird. Aber so ist es nicht. Nur mit dem digifieren klappt es nicht so recht.
Aaalso, da ist erstmal die dunkle Elinor fertig geworden, ein Tüchlein für einen kleinen aber feinen Tauschdeal. Allerdings hab ich mit dem Tuch, das aus der „Königin der Nacht“ entstanden ist, so mein Problem, es ist sowas von kratzig, ich trau mich nicht, das aus dem Haus zu lassen. Gestern hab ich ihm noch eine Regenwasser-Kur verordnet, ein bisschen hat sie geholfen. Nun muss ich die Empfängerin mal vorsichtig fragen…

Dann kann ich stolz vermelden, dass die gelbe „Semele“ fertig ist. Derzeit hängt sie nach dem Regenwasserbad zum Abtropfen im Bad, um morgen dann auch auf die Streckbank gepinnt zu werden. Sie gefällt mir über alle Maßen gut, hat eine wahnsinns-Spannweite – und alles andere dazu dann zum Foto.

Die zweite Semele aus dem grünlichen Flammengarn ist noch auf der Nadel aber auch schon über die Hälfte hinaus gewachsen. Und irgendwie hab ich es wohl gerade mit den Tüchern – mein Drachenfeuer bekommt noch zwei Zacken dran gestrickt und dann reicht es auch um meinen etwas umfänglicheren Alabasterkörper.

Inzwischen habe ich meine Frieda-Tasche in die große weite Welt ausgeführt und sie hat sich dort so tapfer geschlagen, dass ich sofort noch eine Schwester nachgeschoben habe. Jeans auch, aber in für mich eher ungewohnten Farben (das untere Foto trifft diese am besten).

Und ich muss sagen, diese Tasche bietet so viele tolle Varianten, mit Mustern, Farben und Stoffarten zu spielen, auch mit Stoffresten ist viel zu machen – es wird sicher nicht die letzte ihrer Art sein. Der Stauraum, den sie bietet, ist beachtlich und da der Schnitt sehr einfach konstruiert ist, kann man sie problemlos bei Bedarf auch noch vergrößern. Nur die Verschlusslösung  finde ich nicht so optimal, bei dieser hier habe ich es mit KamSnap probiert, nach dem Shooting habe ich noch einen zweiten Knopf weiter unten angebracht, dass man den Verschluss besser an den Füllstand der Tasche anpassen kann. Optimal fände ich eine Lösung mit Reißverschluss, aber so ein Näh-Künstler bin ich nicht, dass ich das auf Anhieb hinkriegen könnte.
So, Ihr Lieben, das war mein Rundumschlag zum Wochenende, ich wünsche Euch allen einen guten Start in dasselbe, Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Frau brauchte mal wieder ’ne Tasche…

…also hat sie sich eine genäht. Eine Frieda.
Den Schnitt hatte ich schon einige Zeit zu liegen und habe mich immer wieder gefragt, was mich wohl geritten hatte, als ich ihn gekauft habe. Das Ding war mir einfach viel zu niedlich, wie es da so daher kommt. Aber wer gesteht sich schon gerne Fehlkäufe ein? Ich nicht. Nö. Also habe ich sinniert, wie wohl meine Frieda aussehen könnte, dass ich sie nicht nur nähe, sondern auch auf die Straße bringe.
Es ist letztlich ja eine Frage der Stoffe und des Beiwerkes. Mit dem Stoff hab ich mich recht schwer getan, das Beiwerk hab ich weggelassen, das war das einfachste.
Da auch gestern der Regen nicht aufgehört hat, war auch das perfekte Timing gegeben, meine „Frieda“ konnte das Licht der Welt erblicken.

Und das ist sie, voll gestopft mit Wolle, dass es eine Vorstellung von der Größe gibt, die genau passend ist für wollfröschige Ausflüge. Da passt alles rein einschließlich Notration, falls der Hunger uns unterwegs und fern der Heimat überwältigen sollte.

Der Hauptstoff ist roter Jeans, der sich wunderbar von beiden Seiten verarbeiten ließ. Das Zugeständnis an niedlich sind die Belege, das Futter ist aus dem gleichen Stoff.
Statt Litze und Borte habe ich lieber das Innenleben etwas aufgepeppt mit allerlei Innentäschen, einschließlich Autoschlüssel- und Brillentasche an den Seiten. Auch die Henkelei habe ich abgewandelt, wie bei fast all meinen Taschen bringen auch hier hölzerne Vorhangringe die Verbindung von Tasche und Schultergurt zustande.

Mein altes Mädel ist durch die vielen Stofflagen durchmarschiert wie durch Butter, nur beim Abnähen des oberen Randes hat sie mit einem lauten Knall kundgetan, dass eine 80er Nadel doch nicht ganz dafür geeignet ist. Da musste ich ihr recht geben….
Jedenfalls freue ich mich über eine gelungene neue Tasche und denke, die könnte es durchaus noch Mal auf meine Nähmaschine schaffen, falls es mir gelingt, dann auch noch einen vernünftigen Knopf zu finden. Besser wäre eigentlich eine Variante mit Reißverschluss, düster schwant mir auch schon, wie das gehen könnte…

Liebe Grüße in die Runde
Froggie – mit Frieda

Eigentlich…

…wollte ich mir ja für den Urlaub noch das eine oder andere leichte Top nähen, luftige Stöffchen dafür habe ich zu liegen, sie warten nur auf Schere und Nähmaschine.
Da mich aber das Wetter der letzten Tage kaum noch mit sommerlichen Temperaturen rechnen lässt, werde ich mich nun lieber an meinen dicken Fleece-Stoff werfen und mich endlich an „Quiala“ von Farbenmix trauen. Der Schnitt liegt nun schon wieder so lange hier und ich kann mich einfach nicht entscheiden, mit Kapuze oder ohne. Der weise Kompromiss läge sicher bei einer „Bedarfskapuze“, also mit Reißverschluss. Oder doch lieber erst „Zoela“ – die Entscheidung ist wirklich nicht leicht. Bin aber selbst schuld, weshalb kaufe ich auch gleich zwei Schnitte statt einem?
Die Entscheidungshilfe überhaupt anzufangen, hat beste Freundin geliefert, ich brauche die Stoffreste für kleine feine Stickprojekte, die sie auf ihrer Nadelfee zaubert…
Also genug gejammert, ran an die Schere. In der allergrößten Not werden es seeeehr viele kleine aber feine Stickprojekte ;-))))))

Liebe Grüße in die Runde
Froggie mit der Schere