Endlich mal wieder an den Farbtöpfen

Das große Erntefest mit seinem Handwerkermarkt rückt unaufhaltsam näher. Wie der Stand bei den Socken ist, weiß ich gerade nicht, es sind viiiele und sie werden Thema für einen weiteren Post sein;-) Da ich konkurrenzlose Sortimentsfreigabe für „alles, was mit Stricken zu tun hat“ bekommen habe, fiel mir ein, ich könnte ja wieder ein wenig färben. Material in Form einer kuschligen Mischung aus 80% Merino und 20% Seide mit 400 m auf 100 g war vorhanden, also ran an die Farbe! „Speckled“ hieß die Aufgabe. Gar nicht so schwierig, verlangt aber Einzelstrang-Färbung, was die Sache spannend aber auch ein wenig mühsam oder besser langwierig macht. Diese Dinge passieren nämlich in meinem Reiskocher, und da heißt es, Wasser + Wolle rein, laaaangsam zum Kochen bringen, Farbe reinpanschen, einige Zeit köcheln lassen bis die Farbe restlos aufgenommen ist, dann im Topf abkühlen lassen. Hab ich jetzt zehn Mal gemacht und das reicht für’s erste – sagen auch meine Fersensporne 😉 Und mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.

Die Fraktion Rot – Gelb – Lila – beim Färben nach wie vor meine Favoriten:Farbe-03

Die Gelb – Grün – Blau Fraktion: Farbe-06

Ja. das waren sie schon alle, kaum zu glauben, dass da so unendlich viel Zeit drin steckt, aber dafür würde ich sie nun am liebsten wieder alle behalten… Auf alle Fälle soll ein farblich nett zueinander passendes Dreier-Gespann für ein tolles Tuch bei mir bleiben, aber welche drei, das ist die große eigentlich unlösbare Aufgabe, die jetzt vor mir steht.

Farbe-05

Bunte Grüße in die Runde

Regina

Es ist angerichet

nein, kein opulentes Menü, nur eine Farbschlacht. Diese ist zu 50% geglückt; nämlich, was die dunkle Hälfte betrifft. FArbe-03

Sieht man ja sofort. Das mit dem Rot hat nicht so gefunzt. Sieht man hier auch noch mal: FArbe-02 obwohl hier auf dem Foto mehr Kontrast ist als „in echt“. Aber im Gegensatz zu gewissen Führungskräften sehe ich das ja nicht als alternativlos an – heißt, ich werde die rote Charge einfach noch mal versuchen; weiß ja jetzt, worauf es ankommt ;-). Der Herr Fadenkram (als gelernter Drucker hat er ja eine gewisse Ahnung von den Farben, ihren Mischungen sowie den Problematiken dabei) war eine große Hilfe, als er hinterher weise sprach, es sei schon eine grooooße Kunst, die Farben zu brechen. Gewiss doch, sehe ich hier ja gerade wieder.

Also schreiten wir zu der Alternative. Garn ist schon nachbestellt und der Schlüssel zum (gewichts)grenzenlosen Färbeglück lauerte ja auch völlig unvermutet im Gartenhaus in Form des riesigen selbstheizenden Einkochtopfes meiner Mutter, von dem ich mit Gram im Herzen überzeugt war, dass er nicht mit umgezogen wäre. Isser aber!!!

Für das „missglückte“ Rot, das ich für sich gesehen sehr schön finde, wird sich ganz gewiss ein Alternativprojekt finden, nur nicht in Kombination mit dem Dunkelrot.

Wer sich für das Garn interessiert – es ist kratz- und knotenfrei, aber es ist sehr dünn und maximal mit 3er Nadel zu verstricken; 2,5 oder 2,75 mm wären besser. Für etwas mehr Volumen kann man aber auch einen Faden von der 700-Meter-Variante dazu nehmen.

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Falls…

…sich gerade jemand wundert, dass es hier so ruhig ist…

Nee, mich gibt es noch, aber ich bin heftig am Strick-Patchen. Dieses komisch-bunte Garn hat mich dermaßen angefixt, dass es eben gleich auf die Nadel musste. Und das ist bisher das Rückenteil:

Im Ganzen:

Die obere „Doppelreihe“ wird noch fertig gestrickt, dann ist das Gepatche an dem Teil beendet. Oben kommt noch ein kraus-rechs Streifen mit Schulterschräge und etwas Halsausschnitt dran. Die Armausschnitte werden dann in die seitlichen Kraus-rechts Streifen eingearbeitet. Zu den Vorderteilen habe ich schon eine recht genaue Vorstellung, was die Ärmel betrifft, überhaupt noch keine, aber das ist sicher gut so, denn die werden aus dem entstehen müssen, was dann noch übrig ist – oder es wird eine Weste. Das wäre auch nicht die Katastrophe, die trage ich sehr gern, denn da können mir die Ärmelbündchen nicht ins Abwaschwasser hängen ;-))

und im Detail:

Und was das für Wolle frisst, das ist unglaublich! So ganz sachte fang ich schon wieder an Panik zu schieben. Aber es ist flinker Strickspaß pur, das kann ich Euch verraten! Vor allem, wenn man gerade in Windeseile zwei recht großformatige Pullis mit Dreier Nadeln in Rekordzeit fertig gestrickt hat!

So, muss jetzt weiter machen. Liebe Grüße in die Runde
Froggie von der Domino-Front

Das große Staunen

passend zur gestrigen Wollschaf-Frage heute die Verwandlung einer bisher glücklosen Woll-Karriere in eine neue vielversprechende Hoffnung.

Es handelt sich um eine gefachte recht dicke Wolle, von der ich nur weiß, dass allerhand (aber eben nicht wie viel) Merino drin sein soll. Sie ist traumhaft weich, was ja leider nicht unbedingt etwas konkretes über die Zusammensetzung aussagt. Ihren Start hatte sie in einem Versuch, eine „Vitamin-D“-Jacke draus zu machen. Der scheiterte gründlich, was ich hier nicht weiter kommentiere.

 Auch die Farbe ist für mich eher zweifelhaft. Aber daran kann man ja arbeiten. Und das tat ich vorgestern. An den Start gingen 6 Stränge, ein Kilo, dieser Wolle.

Dazu jede Menge Farbe – in der Hauptsache war es mir gelungen, einen dunkel-violetten Farbton hinzubekommen, der ziemlich genau der Farbe unserer ’schwarzen‘ Tulpen glich, wenn diese von der Sonne angestrahlt werden. Dazu  ein wenig dunkles Gelb und was noch so an Farbgemischen im Regal stand. Das Ergebnis:

Absolut lecker, wie ich fand. Die weiteren Nach-Färbeprozeduren nahmen ihren Lauf und erste Zweifel regten sich. Als die fixierten, gewaschenen und sauer gespülten Stränge dann auf der Leine hingen, sahen sie ziemlich übel aus, Enttäuschung machte sich breit….
Getrocknet bot sich dann dieses eher traurige Bild:

Pfui Spinne, dachte ich und sah das geplante Projekt, eine Patch-Jacke, schon ins Nirwana entschwinden, jedenfalls aus diesem Garn, und tröstete mich damit, dass ja Katze Lieschen einen relativ hohen Verschleiß an wolligen Kuschelkissenbezügen hat….
Aber dann packte mich doch der wollfröschige Ehrgeiz, der da rief, also so schnell könne man doch nicht aufgeben, denn, Frau Wollfrosch, Versuch macht kluch, also mal auf die Nadeln damit! Und so sieht das jetzt aus – ganz anders als ursprünglich geplant – aber die Jacke wird es irgendwann demnächst dann doch geben 😉

Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Eine Wolke am Wollfroschhimmel

…ist jetzt fertig geworden. In Anlehnung an den Nuvem von Martina Behm, der ja jetzt Land auf und Land ab die Nadeln der Strickerinnen bevölkert, habe ich meine ganz persönliche Adaption dieses Zwischendings zwischen Decke und Tuch gestrickt.
Die Vorgeschichte dazu war, dass ich mein mühsam zusammengenadeltes Vitamin-D-Jäckchen geribbelt hatte. Da ich es bisher nicht ein einziges Mal getragen hatte, stand fest, dass ich das auch künftig nicht tun würde. Ich hab mich einfach nicht wohl gefühlt darin, die Konstruktion des Vorderteils führte bei mir dazu, dass die beiden Seiten sich vor den Armen zusammen rollten und das sah einfach nur doof aus. Also kurz entschlossen aufgeribbelt und dann saß ich da mit einem Haufen Garn, dessen Färbung ich ja so liebe. Und so reifte die Idee, daraus ein schönes großes Kuscheltuch zu fabrizieren. Dieses hier:

Ungewaschene Gesamtlänge von Spitze zu Spitze: 1,80 m bei 80 cm Breite. Gestrickt mit Nadeln 4,0 sind 440 Gramm Sockenwolle gleich wieder zu einem neuen Werk gewachsen, auf das ich einigermaßen stolz bin.
Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Farbgedanken…

Mir lässt es keine Ruhe mit dem Problem des Ausblutens speziell bei meiner letzten Färbung. Lieschen Wollfrosch ist dadurch glücklich mit ihrem neuen Kissen, okay, aber das löst ja nicht das generelle Problem.
Mir ist nämlich aufgefallen, dass Färbungen, bei denen das Lanaset „Bordeaux“ (Magenta) enthalten ist, immer ein wenig oder auch ein wenig mehr ausbluten, egal, ob ich per Mikrowelle oder Kochen fixiere. Und dies passiert eben nur bei dieser Farbe.
Kann mir jemand von den Färberinnen unter Euch von sich Ähnliches berichten oder hat gar eine Erklärung zu dem Phänomen? Es ist ja nicht lustig sondern sehr unerwünscht und läge es an meiner Unfähigkeit, würde es ja auch bei anderen Färbungen auftreten.

Fragende Grüße in die Runde
Froggie mit dem Farb-Problem

Probeliegen….

…noch ein wenig skeptisch und misstrauisch zwar, aber Lieschen Wollfrosch hat sich schon auf das neue Kissen getraut. Heute nacht wird sie es „einschlafen“ und ab morgen dann wird sie darauf lümmeln, als hätte es nie ein anderes gegeben.

340 Gramm von der Merino/Alpaka-Wolle stecken drin, es hat sich mit 4er Nadeln fast wie von selbst gestrickt. Die beiden offenen Seiten habe ich zusammengehäkelt mit „Reißleine“ zum schnellen Waschen. 

Liebe Abendgrüße in die Runde
Froggie, die hiermit bewiesen hat, dass sie auch ganz kurze Posts fabrizieren kann ;-))