Stand der Dinge (enthält Werbung)

Mit der letzt so überzeugt angekündigten UfO-Aufarbeitung bin ich noch nicht sehr weit gekommen – gerade mal drei Mustersätze am ersten Ärmel des Mosaik-Pullovers – aber immerhin, besser als nix. So vieles zieht mir gerade durch’s Hirn und tötet Ausdauer und Konzentration, nur die Lust auf Neues und Versuchsreihen ist ungebrochen. So weiß ich jetzt, dass mir dieses Tuch nicht auf die Nadeln kommen wird, denn zwei Versuche mit unterschiedlich starken Garnen haben mich nicht überzeugen können. Ich finde das einfach nur chaotisch. Läuft übrigens auch unter der Marke „Mosaikmuster“.

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Und immer, wenn der Begriff „Mosaik“ meinem Hirn gefährlich nahe kommt, muss ich was damit anfangen. Trotz aller gegenteiligen Absichtserklärungen sind das nun mal wieder ein Paar Socken. Diese hier. Eigentlich völlig blöd, da Anleitungen zu kaufen (die gibt es gerade auf der Website unter „woanders kaufen“ für einen Euro!), aber ich bin nun mal faul, denkfaul.

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Aus einem Crazy-Zauberball und naturfarbener Flora strickt sich das munter weg, das Muster gefällt mir, alles ist gut. Allerdings bestätigt sich auch hier, das dünne Garn ist nicht die optimale Mosaik-Variante.

Ansonsten „arbeite“ ich gerade an der Passformoptimierung meiner Pullis, man weiß ja, dass es „früher“ nicht nur bei etwas fülligerer Oberweite, da aber immer, Brustabnäher gab; solche von der Seite und solche von unten. Seit der T- und Sweatshirt-Mode gibt es sowas schon lange nicht mehr, was die Passform aber nicht gerade verbessert. Für mich heißt das, ständiges Gezupfe, da das Vorderteil die Tendenz vom Körper weg nach oben zeigt und dafür dann nach hinten runter zieht. Sieht am Ende aus wie verunglückte Umstandsdingsis. Nicht gerade kleidsam. Also hab ich mich auf die Suche gemacht, die maschentechnische Problemlösung zu finden und habe sie wahrscheinlich hier gefunden. Der Praxistest steht noch aus, das vorgesehene Testobjekt ist aber – wen wundert’s – längst vorhanden.

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Der Gatte ist über’s Wochenende zum Hochseeangeln auf der Ostsee bei Fehmarn. Nach einer total vergeigten OP Anfang August kommt er einfach nicht zur Ruhe, die anhaltenden Nachwirkungen rauben Kraft und Nerven, womöglich steht ein „zweiter Versuch“ an, so dass er ein wenig positive Ablenkung gut gebrauchen kann. Und ein paar Fische in der Gefriere sind ja auch nicht zu verachten. Für mich heißt das jetzt drei Tage hemmungsloses Stricken 😉

Habt ein gemütliches Wochenende!

Das Ding mit dem Dreier-Tick

Dass ich derzeit von einem solchen beherrscht sein könnte, ist mir aufgegangen, als ich das Garn für das Mosaik-Tuch zusammengesucht hatte. Dreier-Kombis ohne Ende! Angefangen hatte das mit dem Pimentón, der war aber aus Lagergarn. Offenbar muss diese Dreifaltigkeit dann etwas ausgelöst haben. Ich zeig mal, wie ich darauf komme…

Cotton-Merino aus dem derzeitigen Drops-Merino-Sale:

Cotton_Merino-02

BC Garn Silkbloom Fino – ein federleichter Traum mit Seide: Silkbloom Fino-01Ebenfalls von BC Garn: Allino, 50% Leinen, 50% Baumwolle Lino_allino-03BC Garn mit dezentem Drahtcharakter – Lino aus 100% Leinenlino-02.jpg

Leuchtend sommerbunt passt Selba mit 50% Wolle und 50% Baumwolle ins Programm, wobei hier sogar eine vierte Farbe mit an Bord ist: Selba-1Zum Schluss dann noch diese märchenhaften Exoten von der Grünen Insel: IFTY-01

…und es ist so rein gar nix dabei, was die rote Jacke ergänzen könnte.

Wintervorfreude in Rot

Da freut man sich über die etwas moderateren Temperaturen und kommt sofort auf die Idee, endlich für den Winter vorsorgen zu müssen. Irgendwelche Heinzelmännchen müssen mir genau in dem Moment völlig datenschutzmissachtend in’s Hirn geschaut haben, denn schon flatterte mir ein Katalog ins Haus, auf dessen Titelseite (die einzige Chance, vor der Papiertonne meine Aufmerksamkeit zu finden) mir ein Jacke ins Auge sprang. Volltreffer, DIE und keine andere musste ich haben! Der Herr Wollfrosch guckte etwas verwirrt und meinte nur zweifeld, „was denn, so viel rooooot ??????“ Ja, meinte ich keck, warum denn nicht auch mal rot, außerdem leuchtet die dermaßen, dass du mich damit in jedem Gewühle findest (eine seiner größten Sorgen, ich könnte mal unverhofft verloren gehen…). Das überzeugte und gestern kam die Jacke an.

Jacke

Es war Liebe auf den ersten Blick. Und sie hat nur Eigenschaften, die noch keine meiner Jacken zuvor hatte: Sie hat so viel rot! Sie hat Knöpfe, keinen Reißverschluss, sie ist aus einem herrlich leichten weichen warmen Wollstoff, nicht aus wattiertem Vollplastik, sie hat eine Kapuze, die man nicht abnehmen kann, und ja, sie ist überwiegend rot.  Damit fangen die Probleme nämlich an. Nicht dass sie mir nicht stehen würde, nö, ich finde mich super darin, aber ich habe NICHTS an Accessoires, die dazu passen könnten, außer zur Not einem Paar grauer Stulpen. Zwölfunddrölfzig Schals und Tücher – Schränke und Kisten füllend – in allen Formen und Farben, aber nix dabei ist rot, auch nix einfarbig zu rot-schwarz-bunt passend. Schwarz auch nicht, versteht sich von selbst, glatt schwarz stricke ich nicht, weil ich es sehtechnisch nicht aushalte.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich muss mich schleunigst nach roter Wolle umsehen; wer hätte das jemals gedacht…

Jammern und Spielen

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Es ist sehr still geworden in der Bloglandschaft und das macht mich traurig. Mehr als die Hälfte der Blogs, die ich hier ursprüglich in der Leseliste hatte, existieren nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer und wegen dieser dämlichen total überbewerteten DSGVO. Weitere Lieblingsblogs sind in der Sommerpause – da besteht ja noch Hoffnung. Ja, Mädels, so sehr ich Euch auch verstehe, Ihr fehlt mir!

So, das musste ich jetzt mal verkünden. Was mich betrifft, bin ich noch wild entschlossen weiterzumachen. Mal sehen, wie lange.

Und da das hier in erster Linie ein Strick- und kein Jammerblog ist, zeige ich Euch gleich mal, was ich so als Entspannungsgestrick für Zwischendurch auf den Nadeln habe. Der  Amburgo wächst ja stetig, aber nun bei den langen Runden immer rundherum ist das doch recht eintönig und so schlafe ich bei meiner Abendstrickerei gern auch mal ein…

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Auf Pinterest habe ich letzt so ein lustiges Verkürzte-Reihen-Dingsi (das eine kleine Decke werden soll) entdeckt (jaja, Pinterest, ich konnte noch nicht entscheiden, ob das nun Fluch oder Segen ist, da ja dort so viele Viren lauern…), dem ich nicht lange widerstehen konnte. Die Selbstüberlistung „…die Anleitung wird nur gekauft, wenn Wolle im Stash ist!“ ging voll in die Hose, denn die perfekte Wolle lauerte im Regal. Also musste ich zuschlagen.

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Es ist eine perfekte Kombi – die Wolle beißt mich, also für Pulli und Co. nicht geeignet, dafür ist sie herrlich warm und voluminös, um im Winter die Schultern zu wärmen.

Das Gestrick geht locker voran, und wenn man das einfache Prinzip dabei verinnerlicht hat, wird das auch schnell ermüdend. Aber man sieht gut, wie es voran geht. Die äußerst minimalistische Anleitung finde ich mit 8,33 $ unverschämt teuer, aber sie ist brauchbar, auch wenn sie nicht einmal die Tuch-Variante anbietet 😉

Keine Lust mehr zu gar nix…

Wann immer in den letzten Wochen/Monaten der Wetterbericht mir abends verspricht, dass es am nächsten Tag noch heißer werden wird (und das wird es dann ja auch), könnte ich den ganz großen Trampelbock kiegen und brüllen wie die Minis vor den Regalen an der Supermarkt-Kasse. Letztere kann man ja mit etwas Geschick oder einfacher mit Nachgeben zur Ruhe bringen, aber an diesem Scheißwetter kann halt keiner drehen. Inzwischen tröstet es mich auch nicht mehr, dass ich dadurch endlose Strickzeit gewinne, es ist nur noch alles doof, wenn man überhaupt nicht mehr raus kann, da der Kreislauf mit permanenter Entgleisung droht und der Schädel reinste Wasserfälle absondert. Einmal die Woche schleppen wir uns zum Eisdealer im Hauptdorf, aber das war’s dann auch. Der Gatte geht frühmorgens ein bissel in den Garten, das Notwendigste zu erledigen, danach passt er genau wie ich auf, keinen Lagerkoller zu bekommen.

Aber es ist ja nicht so, dass die Nadeln nun gar nichts mehr zu tun  hätten. Derzeit bin ich aber eher im mehr oder weniger lustlosen Spielmodus und was liegt da näher als ein bisschen Mosaik. Seit langem schon sammle ich Vorlagen dafür, die noch über die Schätze von Barbara Walker hinausgehen. So entstand gestern dieses Werk

Mosaik-01aus diesem Muster (besser gesagt, aus einem Drittel davon….): Mosaik-02-vorl.

Ja, ganz nett, vielleicht mal eine Kante für einen Pulli, ich werde das aufheben und versuchen, mich irgendwann daran zu erinnern oder es staunend beim Aufräumen finden 😉

Die DSGVO ist nicht nur schlecht!

das wollte ich jetzt mal ganz deutlich klarstellen. Eigentlich geht sie mir ja am Allerwertesten vorbei und ich habe wirklich keinen Bock, diesen Blog hier aufzurüsten. Allerdings habe ich letzt als winzig kleines Zugeständnis – sozusagen als Zeugnis dafür, dass mir diese Geschichte durchaus schon zu Ohren gekommen ist – ein „Impressum“ mit meinem Klarnamen komponiert (ja, hoch lebe der Datenschutz!). Und dies just zur rechten Zeit, denn meine Schulfreundin „Erna“

Thuserna-02war gerade heftig auf der Suche nach mir. Leider hatten wir uns irgendwann Anfang der Neunziger Jahre aus den Augen verloren und der Name des Gatten, den ich ja jetzt trage (also den Namen, nicht den Gatten) war ihr eher nebulös im Gedächtnis. Mein Foto mit Hund auf der Ego-Seite gab letztlich den Aha-Effekt. Und so bekam ich eine Mail mit der vorsichtigen Frage, ob ich es denn wohl wäre. Jahaaa, ich war es! Was für eine Freude! Ein paar Tage später trafen wir uns und obwohl so viele Jahre dazwischen lagen, kam es uns vor, als setzten wir ein vor kurzem beendetes Gespräch fort. Nuja, so viele ereignisreiche Jahre wollen ja dann erstmal nachgearbeitet werden, aber das werden wir ganz sicher schaffen.

Leider kam mein „Impressum“ zu spät, um mir die Teilnahme an der gigantischen 50-Jahre-Abi-Feier zu ermöglichen, aber die 60 Jahre sind ja auch bald erreicht…

Landung im Nest

Die tönernen Urlaubs-Mitbringsel – Tribut an mein manchmal immer noch kindliches Gemüt – sind nun endlich in ihrem Nest gelandet. VoegelWenn sie dann etwas eingewöhnt sind, zeig ich, dass sie auch noch einen Papa haben und auf eigenen Beinen stehen können 😉

Und jaaaaa, es hat endlich auch hier mal geregnet; ca. 27 Liter, aber immerhin.

Gegensätzliches

Auch Brandenburg ächzt unter der Dürre, Noternten werden eingefahren und wo selbst die sich nicht mehr lohnen, wird das Getreide untergepflügt, um dem Boden ein wenig Dünger zu verschaffen. Man ergeht sich in Extrem- und „Rekord“rechnungen, was aber auch alles kein Wasser bringt. Mitte der kommenden Woche soll etwas Regen kommen, solche Ankündigungen gab es aber schon öfter, sie waren allesamt Enten. Den letzten Regen gab es hier am 11. Mai. Danach ab und an vereinzelte Tröpfchen, die in der Hitze verdampft waren, bevor sie den Boden erreichten.

So ist es jetzt kaum vorstellbar, dass vor ganz genau 21 Jahren die „Jahrhundertflut“ das Oderbruch beinahe überrollte und nur durch den beispiellosen Einsatz unzähliger Menschen konnte die ganz große Katastrophe, die möglicherweise das Ende dieser einzigartigen Kulturlandschaft bedeutet hätte, verhindert werden. Hier gibt es eine ganz gute Zusammenfassung der Ereignisse, deren Dramatik jedoch unvorstellbar war. Schlimmer nur war das Winter-Hochwasser 1947, als die Russen, angeblich im Bemühen, die Katastrophe zu verhindern, diese voll in Gang setzten, indem sie beim Bombenabwurf auf das Eis auch den Deich trafen. Das wird bis heute gern verschwiegen, Zeitzeugen gibt es aber noch und Spiegel online hat das mal aufgegriffen.

Auf unserem kleinen Ausflug heute haben wir das Flutzeichen – die Erinnerung an das 1997er Hochwasser – besucht. Es liegt abgelegen und recht schwer zu finden mitten in den Feldern, beeindruckt aber mit Größe und Gestalt.

Es ist ein Koloss aus vier Tonnen Bronze, der im August 1998 bei Neuranft enthüllt wurde. Die leider sehr spärlichen Informationen, die man in seiner Nähe findet, geben doch wenigstens einen guten Eindruck der gigantischen „Materialschlacht“. Schild-01 Ich habe es jedenfalls nicht geschafft, mir fast neun Millionen Sandsäcke ebenso wie 177.000 Tonnen Kies vorzustellen… Und trotzdem wünsche ich mir endlich Regen!