Ich und meine Krankenkasse

– Aus der (neuen) Reihe Geschichten, die das Leben besser nicht schreiben sollte…

Es gibt so Dinge, die einem den Tag oder auch gleich mehrere vermiesen können, die aber nicht notwendig wären, wenn jeder willens und in der Lage wäre, den Job, für den er bezahlt wird, einfach zu machen.

So ein Ding ist das mit meiner Krankenkasse und dem Umgang des zuständigen Bearbeiters mit dem Zwangsbeitrag aus meiner winzig kleinen Betriebsrente. Knapp 20% davon werden verlangt, das sind etwas über 30 Euro, und da ich nicht bereit bin, das von meinem Konto einziehen zu lassen, herrscht das blanke Chaos.

Dieses äußert sich vor allem in unmotivierten Mahnungen mit beigefügten mindestens dreiseitigen Belehrungen und Drohungen mit Verweis auf zahllose Gesetze. Fein, immer wieder erheiternd. Dann geht ein Theater los, in dessen Verlauf ich mehrfach beweisende Belege für meine sehr wohl erfolgten Zahlungen zur Verfügung stelle. Der Kassencomputer sieht das offenbar anders und der Kassenmitarbeiter ist willenloser Sklave seines Computers. Soweit die Vorgeschichte, wie sie sich mir darstellt.

Nun das aktuelle Drama, das mir das Blut in Wallung bringt. Da bekomme ich Anfang Februar (!) eine Nachricht der Kasse, dass meine Beitragspflicht zu diesem Rentchen zum Ende November des Vorjahres beendet sei.  Woow, dachte ich mir, vielleicht auch mal ein nettes Zeichen für die eingeborenen Alten? Super! Den für Dezember bereits gezahlten Beitrag schrieb ich ab, da ich keine Lust auf das endlose ergebnislose Gezerre darum hatte.

Und dann kam dieser Tage ein dicker Brief der Kasse: Beitragsmahnung ab Dezember 2018 ohne irgendeine Erklärung – nix. Ich wollte das als schlechten Scherz abbuchen, aber die Erfahrung sagt ja, die machen keine Scherze. Also mal wieder den netten aber strikt ahnungslosen Herrn A. angerufen. Jahhhaaaa, meinte der fröhlich, die betriebsrentenzahlende Kasse hätte mich zum Dezember abgemeldet und nun aber mitgeteilt, dass ich die Rente ja doch weiter beziehen würde (laut Vertrag lebenslang). Da muss ich dann natürlich auch die Beiträge (nach)zahlen! Und da sich inzwischen die krankenkasseninterne Beitragshöhe nach oben verändert hat, seien die jetzt sogar höher als vorher! Hahaha…

Ich konnte nicht mitlachen und ob ich rückwirkend die Fehlleistung der Rentenkasse auszubaden habe, das kläre ich anderweitig, jedoch schien es mir an der Zeit, über den Dezember-Beitrag zu reden, der ja auch gemahnt war.“Achja“, sprach der nette Herr A. nach allerlei Tastengeklimpere, „richtig, am 7. Januar wurde der ja gebucht!“  Na wunderbar, ich war begeistert und erleichtert! Das weitere Geplänkel erspare ich euch und mir, wir einigten uns im Verlauf einer guten halben Stunde, dass ich einen neuen Bescheid bekäme, in dem auch die Nachzahlung (ein bisschen ärgern wollte ich den Kassencomputer, geb ich ja zu) etwas gesplittet wird, denn alte Leute haben das Geld nicht immer in Haufen unter der Matratze liegen.  Schon am nächsten Tag, also gestern, kam der neue Bescheid. Man ahnt es wohl schon, aber ich sag es dennoch – er sah auf’s Haar aus wie der vorige, nur die Beiträge waren höher und damit auch die Gesamtsumme, die ich unverzüglich zu begleichen hätte. Also wieder ans Rohr, der Herr A. hatte aber schon seinen wohlverdienten Feierabend, seine Kollegin war dran. Also alles wieder von vorne ausgebreitet, dann – klimper, klimper, klimper – kam diese dann zu der weisen und absolut überraschenden Einschätzung, ich könne mal froh sein, dass nur der Dezember gemahnt wurde, denn es fehlten ja auch die Beiträge März/April 2018. Ich habe nur kurz und schrill gelacht und erklärt, das werde ich morgen, so wie heute, dann mit Herrn A. klären. Habe ich versucht, er lässt sich verleugnen. Was denn nun?

Serviceparadies D

Endlich kann ich mal wieder richtig meckern und werde das jetzt auch mit Genuss tun 😉 Der Frustverursacher ist einer der großen Möbelmärkte hierzulande, der unter anderem auch mit tollem Service protzt – wie alle eben, muss man demzufolge auch nicht so ernst nehmen.

Dort kauften wir vor gut zwei Jahren nach der Sanierung unserer Veranda Möbelstücke für dieselbe. Ich weiß ja nicht, wie Ihr es haltet, aber wir haben uns angewöhnt, nichts Bestimmtes im Sinn zu haben sondern halt „mal gucken“ zu gehen, so ist man einfach flexibler bei der Auswahl. Es klappte auf Anhieb und weiße Hochglanzmöbel zogen ein, die passten, wie extra angefertigt – die Freude war groß. Bis dann irgendwann die Frontfolien an den Schubfächern und Türen anfingen sich zu lösen. Erst ein bisschen, dann ein bisschen mehr und dann ganz massiv.

Überzeugt, die Garantiezeit wäre vorbei, grollten wir vor uns hin, bis es mir gelang, die AGB der Kette zu finden und da stand versteckt und verschämt, dass man 2 Jahre Garantie gewähre.  Hollaa!!!! Es waren gerade noch ein paar Tage bis zum Ablauf der Frist, also schrieb ich schnell eine Reklamationsmail und harrte der Dinge, die da kommen würden. Und tatsächlich, es kam eine Mail zurück, deren Inhalt doch ernüchternd war; man teilte lediglich mit, die Beanstandung an den Hersteller geschickt zu haben und „falls dieser sich melden sollte“ mir Bescheid zu geben. Aha. Also habe ich noch einmal nachgehakt mit dem Hinweis auf ihre Grantiefristen und bekam – gar keine Antwort mehr. Inzwischen habe ich ein eher un-nettes Schreiben an die Geschäftsleitung dieses Marktes und des Hauptsitzes der Kette komponiert, diese aber noch nicht abgeschickt.  Und heute kommt ganz unverhofft eine Postkarte ange-roller-t, auf der steht: „Es ist soweit! Ihr Austauschteil ist eingetroffen! Die Austauschteile bitten wir Sie bei der Abholung mitzubringen bzw. bei Lieferung bereitzustellen…“

Nun dachte ich, die Austauschteile würden wir bekommen, nein, wir sollen sie hinbringen. Nuja, der Gatte meint, ich solle nicht immer so krümelkackerisch daher kommen, es wäre doch schon so gemeint, wie wir uns das denken. Okay, nehmen wir es an. Aber ich denke nicht daran, diesen Kram da wieder hinzukarren, aber ehe ich mich darüber aufrege, muss ich erstmal telefonieren und versuche inzwischen, die Nachricht als „prinzipiell gut“ zu verinnerlichen.

Da ist noch viel Luft – nach unten

Eigentlich will ich ja diesen Blog frei von allem halten, was nach Politik riecht oder solche sein könnte. Auch wenn es in der gegenwärtig anscheinend massiv von Realitätsverweigerung geprägten fast schon hysterischen grünbunten Ver- und Gebotswelt durchaus ein paar Dinge gibt, die für mich akzeptabel sind, sofern sie im Rahmen der Vernunft bleiben. Dazu gehört das große weite Thema Verpackung und Verpackungswahn. Ja, ich gehe schon lange mit selbstgenähten Stoffbeuteln und/oder Filztasche einkaufen, stecke meine Bananen und Kohlköpfe nicht in Plastiktüten und trenne akribisch den anfallenden Abfall.

Leider kann man auf dem Sektor (noch) nicht allzuviel beeinflussen, ein tolles Beispiel gab es heute. Nachdem ich jahrelang unbemerkt fernöstlich giftgepanschte Blutdruckpillen geschluckt hatte, gibt es nun ein neues entsprechendes Medikament. Ich war tief beeindruckt! Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um die Jahrespackung, sondern um die Dreimonatsration von 98 Pillchen!

Und die kommt jetzt so daher:

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Innen ist noch reichlich Luft – sowohl in der Schachtel als auch in den Blistern:

Und am Ende drückt man dann mühsam dieses Pillchen, das sich gerne in den Ecken versteckt, heraus:

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Absolut irre, oder?

Kago zum Zweiten

(Vorsicht: Kann Werbung enthalten)

Es war eine kurze Freude, der Kago in der hier gezeigten Form und ich. Aber ich habe daraus gelernt, wieder einmal. Dass ich mit dem Garn so gar nicht warm werden konnte, hatte ich ja schon gesagt. Im Grunde stimmte aber die Maschenprobe, doch das Ding nahm riesige Ausmaße an, also habe ich doch irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt und da stand: „Hör auf damit! Sofort! Das wird nix!“ Das tat ich dann. Noch liegt er hier und guckt traurig, das hilft ihm aber nichts.

Da man von dem Shop immer freundlich aufgefordert wird, seine Bewertung zu den Einkäufen abzugeben, tat ich das auch bei diesem Garn. Da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gefiel, dieses starre und völlig unelastische Gestricke und die irre unterschiedliche Farbigkeit erst recht nicht, tat ich dies kund und vergab nur zwei Punkte.

Bumbo
Von glatt einfarbig bis wild gesprenkelt ist alles dabei

Eine Fünf-Sterne-Bewertung, die ich gleichzeitig abgegeben hatte, erschien kurz darauf, die kritische nicht. Dafür kam das Angebot, die Wolle zurück zu schicken und mir was anderes auszusuchen. Da wurde ich zickig und schrieb zurück, ich will nichts weiter, als meine Bewertung im Shop sehen, da das Garn ja größtenteils verstrickt ist. Das Versprechen dazu kam Anfang der Woche, online ist die Bewertung nach wie vor nicht und wird es auch nicht. Alles klar?

William – RIP

Mit ganz viel Enthusiasmus hatte ich kürzlich meinen ersten Versuch in Color Work gestartet: Der „William“ war das Objekt meiner Begierde. Die MaPro stimmte (aus vielen Fehlern klug geworden, mache ich die jetzt fast immer) und mit Begeisterung startete ich genau nach Anleitung. Danach fängt das Teil mit einem Riiiiesenausschnitt an, den man nachträglich dann auf ein individuell erträgliches Maß verkleinern kann. Da geht das Dilemma schon los, denn man hüte sich vor dieser Geschichte, denn das sieht grauenhaft stümperhaft aus, man sollte da lieber vorab ein wenig rechnen und den Pulli dann so starten, wie man ihn am Ende haben möchte. Ich habe den nachträglichen Weg gewählt und war entsetzt. Viel entsetzter war ich aber, als die fertigen Karnickel mich lustig angrinsten und die erste Anprobe möglich war – ich war auf dem besten Weg zu einem gestrickten Vier-Mann-Zelt.

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Aus die Maus und Schluss mit lustig, die Enttäuschung war so groß, dass ich es gerade noch fertigbrachte, die Maschen zu zählen – ja, stimmte, und dann habe ich das Fiasko in Windeseile wieder in zwei Knäule verwandelt.

Was das Einstrickmuster betrifft – für den ersten Versuch waren die Hasen vielleicht etwas überdimensioniert, aber im Grunde fand ich mich damit schon ganz gut, für’s erste Mal jedenfalls. Ob ich diesen William noch einmal starten werde, weiß ich nicht, aus heutiger Sicht eher nicht, aber auf alle Fälle werde ich ein ähnliches Projekt nach einer gewissen Trauerzeit noch einmal in Angriff nehmen 😉

Inzwischen ist meine neue Strickbutze auch längst vollendet und ich bin damit nun glücklich und zufrieden. Der Gatte meinte schon, er freue sich immer sehr, wenn ich sie mal verlasse und sei es nur, um in der Küche nachzufragen, wann Essen fertig sei…

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Ein richtiges „Vorher“ gibt es nicht, aber bereits im Abbau sah die Ecke so aus:

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Man sieht den Unterschied und versteht sicher, dass ich mich Tag für Tag freue, diese Idee ausgebrütet und noch dazu unverhofft allerhand Stauraum für neue Wolle gewonnen zu haben.

Voll in die Hose

Sommer satt in Fernost – was liegt da näher als Sommerstrick? Also habe ich in den vorhandenen (!) Schätzen gewühlt und bin auch schnell fündig geworden: „Fred Linen“ von Ice Yarns, ein nettes dünnes Strickbändchen aus Leinen, Acryl und etwas PA dabei;

tegna-04 nie wäre ich darauf gekommen, dass da der Wurm drin sein könnte. War aber. Ich wusste es wie immer besser, denn der zeigte sich ja schon ansatzweise in der Maschenprobe, da dachte ich aber, bei Rundstrick wäre das kein Problem. War es leider doch – und was für eins: tegna-01Offenbar ist das Garn stark verdrallt, so dass ich fürchten musste, dass ich bei den Armlöchern eine volle Drehung erreicht haben könnte…  Schon jetzt sind es 12 Maschen in der Vertikalen (sieht man trotz verschwurbeltem Foto, hoffe ich). Dazu ist das Strickbild grausig und das Garn aus mikroskopisch dünnen Fädchen sehr empfindlich und schwer zu handeln.tegna-03Also gab es eine fadenkramsche Premiere: Das Ganze einschließlich Restgarn steckt schon in der schwarzen Tonne. Schade um die Arbeit, aber man muss wissen, wann es sinnlos ist.

Nun habe ich noch eine komplette Pullovermenge eines ähnlichen Garns aus Baumwolle tegna-05und Acryl – da werde ich wohl eine recht große MaPro machen und dann nicht das Prinzip Hoffnung fahren, sondern womöglich gleich die Reißleine ziehen. Schade drum…

Sprach- und ratlos

beides sind keine normalen Zustände für mich, aber manchmal passiert das einfach doch. Meist unter der Rubrik ‚kleine Ursache – große Wirkung‘. Und da ich ja gerne lamentiere und meckere, erzähle ich das mal.

Einer der unschätzbar großartigen Bestandteile dieser Immobilie ist der ehemalige Schweinestall, der jetzt aus drei Räumen – Gerümpelkammer, Werkstatt und dem Wintergärtchen besteht. Russ-01

Das Wintergärtchen nun wieder ist der I-Punkt, denn hier kann der Herrr Fadenkram seine empfindlichen grünen Schätzchen wohlbehalten über den Winter bringen. Im ersten Winter haben wir das Etablissement elektrisch beheizt, wofür wir eigentlich ein Dankschreiben vom Stromlieferanten erwartet hatten. Da dieses ausblieb, wurde für die laufende Saison eine Alternative gesucht und gefunden – in Form eines Paraffin-Öfchens, das mit Lampenöl betrieben wird. Ging hervorragend, der Raum wurde perfekt frostfrei gehalten. Dann waren die ersten 15 Liter Öl verbrannt und beim selben Lieferanten wurde selbes Öl zum selben Preis nachgeordert. Jetzt fragen wir uns allerdings wutschnaubend, was die in die Flaschen gefüllt hatten, gebrannt hat es wohl irgendwie, aber nach der ersten Nacht quollen dicke schwarze stinkende Schwaden aus der Tür und im Innern des ganzen Hauses hatte sich überall dicker fettiger schwarzer stinkender Ruß abgesetzt. Was eine gigantische Sauerei!

Wir hoffen, dass die Pflanzen das überleben werden, denn reinigen kann man sie nicht, das geht nur mit recht hochkonzentrierter Chemie und das würden sie ganz bestimmt nicht überleben. Sie stehen bei den recht milden Temperaturen jetzt draußen im Regen und der Herr Fadenkram ist auf längere Sicht gut ausgelastet mit den äußerst mühsamen Reinigungsarbeiten, denn auch in der Werkstatt sieht es ganz genauso aus. Derzeit ist die Decke im Wintergarten dran, jetzt den dritten Tag in Folge und ca. zwei Drittel sind geschafft, da keimt sogar in mir schon mal sowas wie Mitleid auf…

Geschichten vom Bau

heute also sollte es ja mit der Veranda-Sanierung losgehen. Wider besseren Wissens waren wir da bis gestern guter Dinge. Und dann kam das Unheil wieder mit geballter Gewalt über uns, bzw. erstmal über den Herrn Fadenkram. Ich saß in meinem Strickbüdchen und wurde immer kleiner im Sessel, während das Fluchen und Schimpfen vor der Tür immer lauter wurde.

Verständlich, oder? (raufhauen macht die Bilder und damit das Grauen richtig groß 😉)

Nach einer ziemlich schlaflosen bzw. alpgeträumten Nacht, nach der für mich feststand, die Jungs würden sich das kurz ansehen und sich sofort verabschieden, harrten wir also bebend der Dinge, die da kommen sollten. Wir konnten bis dahin durch einen wandhohen Riss an der Stirnseite sogar die Nachbarn beobachten – wer hat sowas schon?

Aber dann kam es wie meist alles ganz anders, sie nahmen es gelassen, denn sie kennen sowas, da das Oderbruch im Grunde komplett auf Modder schwimmt, um das mal salopp auszudrücken, und dadurch solche Geschichten häufig vorkommen. Und schon ging es flink ans Werk, erstmal mit sehr viel Staub und Gepolter, dann aber systematisch mit Mörtel und Kelle weiter. Am Nachmittag war alles geflickt, verschmiert und geglättet und wir staunten nur. Feierabend gestern und Feierabend heute in der Gegenüberstellung: gestern-heute1

Natürlich ist nun die eigentlich bevorzugte Variante – alles fein schön glatt putzen und nett anstreichen vom Tisch. Variante 2 muss es sein – Vorsatzschalung mit Gipskarton, was die Sache natürlich nicht gerade preiswerter und den Raum wieder kleiner macht.

Es gab dann auch noch eine weitere, noch bittere Pille – die Haustür ist nicht zu retten. Die wurde in die Wand gehämmert ohne Rücksicht auf Verluste, alles ist schief, verbogen und ausgerissen. Die fünf Zentimeter Höhenunterschied im Boden hatte man da mit aller Gewalt „ausgeglichen“, was dann so aussieht – gehalten wird sie nur vom Bauschaum und seit die seitlichen Verkleidungsbretter entfernt sind, lässt sie sich auch nicht mehr schließen (zum Glück aber wenigstens noch abschließen):

Veranda 02 Haustuer2

Nunja, dann also auch das noch – was bleibt uns weiter übrig.  Es gab aber auch einen lustigen Moment, als wir unter dem untersten der diversen Bodenbeläge (von oben nach unten: Rips-Teppich braun, Rips-Teppichfliesen bunt, Ripsteppich grün, Linoleum 1 (Farbe nicht benennbar), Linoleum 2 (irgendwann mal bräunlich) eine Ausgabe der örtlichen Parteipostille „Neuer Tag“ vom 5. März 1980 fanden.

Ja, das war Tag 1 der Veranda-Sanierung und im Gegensatz zu gestern sind wir einigermaßen guter Dinge, voraussichtlich aber auch wesentlich ärmer, als optimistisch angenommen. Auf die neue Tür werden wir auch ca. vier Wochen warten müssen, so lange kann dann auch die Eingangswand nicht fertig werden. Auch das überstehen wir.

In diesem Sinne liebe Grüße in die Runde

Froggie aus dem Staub

Voll sauer

irgendwie war die letzte Woche komisch – aber nicht im Sinne von lustig. Da wir keinen einzigen Sonnenstrahl abbekommen haben, war die Stimmung schon etwas eingetrübt – im Sinne des Wortes 😉 All meine Patent-Experimente schlugen fehl – aber das hier nur nebenbei, mehr später.

Am Freitag dann kam gerätetechnisch der Hammer, denn ich hatte in den (preislich) sauren Apfel gebissen und mir einen „Jumbo“-Wollwickler für stolze 60 + Euronen geleistet. ww-02

Was dann hier ankam, übertraf locker den schlimmsten Alptraum, den man von so einem Gerät träumen könnte und machte mich wütend und fassungslos.

Die „Aufbau-Anleitung“ kam viersprachig auf einer A4-Seite daher, sogar mit „Zeichnungen“ – naja… Hilfreich war dann einzig das Komplettfoto des Gerätes auf dem Karton, das sich unter dem Versandetikett versteckt hatte. Dieses konnte man aber abpiepeln und dann ging es los:

Konenhalter (1) in die Führung einrasten. Toll, hab ich verstanden, kein Problem. Denkste, ging nicht. Konnte nicht, wegen viel dickem scharfen Grat an den Einrastern. Mühsamst abgepiepelt, eingerastet. Geschafft und alle Finger noch dran und unversehrt – hätte aber auch anders kommen können.

Fadenführungshalter (2) in Gerät einschieben. Ging nicht, Schlitz zu klein. Schlitz aufgepiepelt, Schiene reingehämmert. Super. Schiene (3) ist so lang (muss sie sein, leuchtet mir ein), dass sie beim Wickeln mit lautem Geschepper wild herumschlägt. Auch prima. Man kann aber was drunter stecken (am besten anschrauben), dann geht es leiser. Die umlaufende Fadenführung ist jetzt noch anzuschrauben. Zum Glück geht dies nur in einer Richtung, man kann also nix falsch machen. Nur die Schrauben sind zu lang und schlagen bei jeder Umdrehung zweimal mit glockenhellem Ton am Gehäuse an. Da ich sehr geräuschempfindlich bin, gefällt mir diese Art Unterhaltung nicht, also kürzere Schräubchen suchen und dann geht’s auch leise.

Nun kommen wir zum eigentlichen Praxistest. Wolle einfädeln und ran an die Kurbel. Es quietscht prächtig im Gehäuse, aber ein Tropfen Öl aus der Schnabelkanne hilft. Die Tisch-Befestigung (4) ist ein Witz. Nach wenigen Drehungen fängt das Gerät an sich mitzudrehen, was ja nicht erwünscht aber mit dieser Befestigung nicht anders zu erwarten ist. Fest anknallen hilft auch nicht wirklich.

Jetzt war ich so genervt und frustriert, dass ich das Ding links liegen lassen und lieber ein paar Knoten knüpfen wollte. Ging aber nicht, dafür brauche ich klaren Kopf und ruhige Hände, beides war flöten. Also weiter. Das Gerät verspricht Riesenknäule von ca. 500 g, das war auszuprobieren. Vorneweg – es klappt, doch, am Ende doch. ww-01

Aaaaaber – ich hatte es mit Knäulen von Handgesponnenem versucht, davon hatte ich gerade solche Mengen rumliegen. Und das ist mehr als mühsam, denn man braucht drei Hände – eine für den Faden, eine für die Kurbel und eine, um das Gerät af dem Tisch festzuhalten.  Da die dritte Hand normalen Menschen leider nicht zur Verfügung steht, heißt es, immer das Teil wieder auf den Tisch zu schieben, umso mehr, als bei wachsendem Knäuel das Kurbeln immer mehr Kraft braucht, was auch noch dazu führt, dass das zu wickelnde Knäuel erstmal abgewickelt werden muss, um dann locker aufgenuddelt zu werden, sonst ist das eh nicht zu schaffen. Auch nicht sehr komfortabel (Liese liebt Wolle) und mit viel Verhedderungspotenzial.

Also werde ich dem weisen Rat von Frau Wockensolle folgen, die meinte, das Ganze starr auf einer entsprechend großen Platte zu montieren, könnte es doch noch zu einem nützlichen Helfer machen.

Und zum krönenden Abschluss noch die kurze Preisfrage, was meint Ihr, ob IIbääh inzwischen meine (durchaus sachliche) Rezension zu diesem Ding veröffentlich hat?

Auflösung: Richtig, natürlich nicht, bisher jedenfalls….

Liebe Grüße in die Runde, habt einen schönen Restsonntag

Regina aus dem Regen