Es gibt sie doch …

…die totale Datensicherheit! Microsoft hat sie mir gerade beschert! Ich habe dafür nichts weiter getan, als wie alle halbe  Jahre mal ein „dringend empfohlenes“ Sicherheitsupdate zu installieren. Das Ergebnis sah dann so aus:1FDA0266-EFE2-4E18-BD3C-46EB0EF04862

Ich bin restlos begeistert und möchte mich bei Herrn Gates herzlich bedanken! Supér Bill, ich zahle auch gerne für das Wiederherstellen, sofern ich jemanden finde, der das schafft.

Da man ja alles irgendwie positiv sehen soll, sag ich mal, dieses Desaster hat mich dazu gebracht, mal am Tablet zu posten und es sieht ganz danach aus, dass es klappen könnte 👍😁👍

Habt ein entspanntes Wochenende!

Mal wieder begeistert

bin ich vom allgegenwärtigen Bürokratiewahn. Jetzt gerade in Gestalt der von der EU ausgeheckten neuen Sicherheitsvorgaben „PSD2“ für das Online-Banking. Online-Banking mache ich, seit es das gibt und hatte nie Probleme. Heute habe ich nun den kompletten Vormittag damit zugebracht, auf dem aktuellen Konto alles umzufummeln und ein neues Konto, das zwar auch keinen Service bietet, dafür aber kostenlos ist, frei zu schalten und sicher zu machen, inklusive zweier Kontensperrungen zwischendurch.

Was mir nicht passt: „meine“ Postbank hat beschlossen, dass Landeier lange Wege gewohnt sind und von jetzt auf gleich die kleine Filiale bei Edeka im Hauptdorf dichtgemacht. Alternativen für ein bisschen Bargeld: 25 km in die Kreisstadt, 45 km in die ehemalige Kreisstadt, denn ich bin ja noch so ein Bargeld-Dino. Dafür plus Kreditkarte zahle ich satte 100 Glocken im Jahr, rechne ich das um in Wolle, leuchten mir die Augen. Also neues Konto, kostenlos mit kostenlosem Zugriff auf alle Sparkassen- und Raiffeisen-Automaten, die hat es hier ja – noch.

Also frisch voran, neues Sicherheitsverfahren einrichten. Klasse Ding, man wird damit quasi zum Smartphone genötigt, Verweigerung dieser Dinger ist ja eh kaum noch möglich. Ich habe diese Verweigerung inzwischen auch aufgegeben und war also wenigstens technisch gerüstet. App laden und einrichten ging einigermaßen problemlos, wenn man mal von der altersgerechten Phobie vor all diesem Kram absieht.  Erfolgsgestärkt wollte ich dann  das neue Konto aktivieren inkl. Ingangsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen. Dazu habe ich von der Bank einen dicken Packen bedrucktes Papier bekommen, was die Furcht nicht gerade verringerte. Ich tat also, was ich sonst kaum tue, ich habe alles fein durchgelesen und habe das meiste verstanden. Und dann – ran ans Werk! Apps laden – problemlos. Passwörter vergeben, sofern verlangt, problemlos, hatte ich mir ja schon ausgedacht. Fingerabdruck-Identifizierung eingerichtet, prima, diesen entsprechenden Finger habe nur ich, kann nix passieren.  Dann tiiiiiief durchgeatmet, Kontozugang schaffen. Da ging das Theater dann los. Ich erspare mir die ausführliche Beschreibung, habe aber zwei Kontensperrungen geschafft und konnte so gleich mal den Telefonservice der Bank testen – ja, geht so, gibt viel schlimmere Warteschleifen. Zwischendurch habe ich dann verzweifelt versehentlich ein neues Konto beantragt, was mir aber erst klar wurde, als ich den Antrag abgeschickt hatte ;-)). Ja, am Ende läuft jetzt alles, habe ein paar Euros auf das neue Konto überwiesen, wenn die da angekommen sind, bin ich für heute restlos glücklich, das „neue Konto“ hat man inzwischen auch unbürokratisch storniert.

Fazit: Am Bürokratenwahn (mit irgendwas müssen die sich ja in Brüssel die Zeit vertreiben) kommt man nicht vorbei, also abgehakt nach dem Motto, ehe ich mich aufrege, ist es mir lieber egal. Nun warte ich mal ab, was dann demnächst das Online-Einkaufen für Überraschungen bereit hält. Vor allem die Händler werden sich freuen, wieder eine neue Verkomplizierung übergeholfen zu bekommen.

Aber – an die Adresse der Banken – warum zum Teufel seid ihr einfach nicht in der Lage, wichtige Begriffe, die in etlichen Schreiben zu diesen ganzen Freischaltprozessen mitgeteilt werden, namens-identisch mit denen hinzukriegen, die dann in der Anmeldung abgefragt werden???  Es würde viel Kummer, Selbstzweifel und Verbitterung verhindern und das Callcenter könnte um mindestens drei Mitarbeiter entlastet werden. Oder geht es gar um die Sicherung/Schaffung von Arbeitsplätzen, wenn man möglichst viele Kunden erstmal gegen die Wand knallen lässt?

Ich und meine Krankenkasse

– Aus der (neuen) Reihe Geschichten, die das Leben besser nicht schreiben sollte…

Es gibt so Dinge, die einem den Tag oder auch gleich mehrere vermiesen können, die aber nicht notwendig wären, wenn jeder willens und in der Lage wäre, den Job, für den er bezahlt wird, einfach zu machen.

So ein Ding ist das mit meiner Krankenkasse und dem Umgang des zuständigen Bearbeiters mit dem Zwangsbeitrag aus meiner winzig kleinen Betriebsrente. Knapp 20% davon werden verlangt, das sind etwas über 30 Euro, und da ich nicht bereit bin, das von meinem Konto einziehen zu lassen, herrscht das blanke Chaos.

Dieses äußert sich vor allem in unmotivierten Mahnungen mit beigefügten mindestens dreiseitigen Belehrungen und Drohungen mit Verweis auf zahllose Gesetze. Fein, immer wieder erheiternd. Dann geht ein Theater los, in dessen Verlauf ich mehrfach beweisende Belege für meine sehr wohl erfolgten Zahlungen zur Verfügung stelle. Der Kassencomputer sieht das offenbar anders und der Kassenmitarbeiter ist willenloser Sklave seines Computers. Soweit die Vorgeschichte, wie sie sich mir darstellt.

Nun das aktuelle Drama, das mir das Blut in Wallung bringt. Da bekomme ich Anfang Februar (!) eine Nachricht der Kasse, dass meine Beitragspflicht zu diesem Rentchen zum Ende November des Vorjahres beendet sei.  Woow, dachte ich mir, vielleicht auch mal ein nettes Zeichen für die eingeborenen Alten? Super! Den für Dezember bereits gezahlten Beitrag schrieb ich ab, da ich keine Lust auf das endlose ergebnislose Gezerre darum hatte.

Und dann kam dieser Tage ein dicker Brief der Kasse: Beitragsmahnung ab Dezember 2018 ohne irgendeine Erklärung – nix. Ich wollte das als schlechten Scherz abbuchen, aber die Erfahrung sagt ja, die machen keine Scherze. Also mal wieder den netten aber strikt ahnungslosen Herrn A. angerufen. Jahhhaaaa, meinte der fröhlich, die betriebsrentenzahlende Kasse hätte mich zum Dezember abgemeldet und nun aber mitgeteilt, dass ich die Rente ja doch weiter beziehen würde (laut Vertrag lebenslang). Da muss ich dann natürlich auch die Beiträge (nach)zahlen! Und da sich inzwischen die krankenkasseninterne Beitragshöhe nach oben verändert hat, seien die jetzt sogar höher als vorher! Hahaha…

Ich konnte nicht mitlachen und ob ich rückwirkend die Fehlleistung der Rentenkasse auszubaden habe, das kläre ich anderweitig, jedoch schien es mir an der Zeit, über den Dezember-Beitrag zu reden, der ja auch gemahnt war.“Achja“, sprach der nette Herr A. nach allerlei Tastengeklimpere, „richtig, am 7. Januar wurde der ja gebucht!“  Na wunderbar, ich war begeistert und erleichtert! Das weitere Geplänkel erspare ich euch und mir, wir einigten uns im Verlauf einer guten halben Stunde, dass ich einen neuen Bescheid bekäme, in dem auch die Nachzahlung (ein bisschen ärgern wollte ich den Kassencomputer, geb ich ja zu) etwas gesplittet wird, denn alte Leute haben das Geld nicht immer in Haufen unter der Matratze liegen.  Schon am nächsten Tag, also gestern, kam der neue Bescheid. Man ahnt es wohl schon, aber ich sag es dennoch – er sah auf’s Haar aus wie der vorige, nur die Beiträge waren höher und damit auch die Gesamtsumme, die ich unverzüglich zu begleichen hätte. Also wieder ans Rohr, der Herr A. hatte aber schon seinen wohlverdienten Feierabend, seine Kollegin war dran. Also alles wieder von vorne ausgebreitet, dann – klimper, klimper, klimper – kam diese dann zu der weisen und absolut überraschenden Einschätzung, ich könne mal froh sein, dass nur der Dezember gemahnt wurde, denn es fehlten ja auch die Beiträge März/April 2018. Ich habe nur kurz und schrill gelacht und erklärt, das werde ich morgen, so wie heute, dann mit Herrn A. klären. Habe ich versucht, er lässt sich verleugnen. Was denn nun?

Serviceparadies D

Endlich kann ich mal wieder richtig meckern und werde das jetzt auch mit Genuss tun 😉 Der Frustverursacher ist einer der großen Möbelmärkte hierzulande, der unter anderem auch mit tollem Service protzt – wie alle eben, muss man demzufolge auch nicht so ernst nehmen.

Dort kauften wir vor gut zwei Jahren nach der Sanierung unserer Veranda Möbelstücke für dieselbe. Ich weiß ja nicht, wie Ihr es haltet, aber wir haben uns angewöhnt, nichts Bestimmtes im Sinn zu haben sondern halt „mal gucken“ zu gehen, so ist man einfach flexibler bei der Auswahl. Es klappte auf Anhieb und weiße Hochglanzmöbel zogen ein, die passten, wie extra angefertigt – die Freude war groß. Bis dann irgendwann die Frontfolien an den Schubfächern und Türen anfingen sich zu lösen. Erst ein bisschen, dann ein bisschen mehr und dann ganz massiv.

Überzeugt, die Garantiezeit wäre vorbei, grollten wir vor uns hin, bis es mir gelang, die AGB der Kette zu finden und da stand versteckt und verschämt, dass man 2 Jahre Garantie gewähre.  Hollaa!!!! Es waren gerade noch ein paar Tage bis zum Ablauf der Frist, also schrieb ich schnell eine Reklamationsmail und harrte der Dinge, die da kommen würden. Und tatsächlich, es kam eine Mail zurück, deren Inhalt doch ernüchternd war; man teilte lediglich mit, die Beanstandung an den Hersteller geschickt zu haben und „falls dieser sich melden sollte“ mir Bescheid zu geben. Aha. Also habe ich noch einmal nachgehakt mit dem Hinweis auf ihre Grantiefristen und bekam – gar keine Antwort mehr. Inzwischen habe ich ein eher un-nettes Schreiben an die Geschäftsleitung dieses Marktes und des Hauptsitzes der Kette komponiert, diese aber noch nicht abgeschickt.  Und heute kommt ganz unverhofft eine Postkarte ange-roller-t, auf der steht: „Es ist soweit! Ihr Austauschteil ist eingetroffen! Die Austauschteile bitten wir Sie bei der Abholung mitzubringen bzw. bei Lieferung bereitzustellen…“

Nun dachte ich, die Austauschteile würden wir bekommen, nein, wir sollen sie hinbringen. Nuja, der Gatte meint, ich solle nicht immer so krümelkackerisch daher kommen, es wäre doch schon so gemeint, wie wir uns das denken. Okay, nehmen wir es an. Aber ich denke nicht daran, diesen Kram da wieder hinzukarren, aber ehe ich mich darüber aufrege, muss ich erstmal telefonieren und versuche inzwischen, die Nachricht als „prinzipiell gut“ zu verinnerlichen.

Da ist noch viel Luft – nach unten

Eigentlich will ich ja diesen Blog frei von allem halten, was nach Politik riecht oder solche sein könnte. Auch wenn es in der gegenwärtig anscheinend massiv von Realitätsverweigerung geprägten fast schon hysterischen grünbunten Ver- und Gebotswelt durchaus ein paar Dinge gibt, die für mich akzeptabel sind, sofern sie im Rahmen der Vernunft bleiben. Dazu gehört das große weite Thema Verpackung und Verpackungswahn. Ja, ich gehe schon lange mit selbstgenähten Stoffbeuteln und/oder Filztasche einkaufen, stecke meine Bananen und Kohlköpfe nicht in Plastiktüten und trenne akribisch den anfallenden Abfall.

Leider kann man auf dem Sektor (noch) nicht allzuviel beeinflussen, ein tolles Beispiel gab es heute. Nachdem ich jahrelang unbemerkt fernöstlich giftgepanschte Blutdruckpillen geschluckt hatte, gibt es nun ein neues entsprechendes Medikament. Ich war tief beeindruckt! Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um die Jahrespackung, sondern um die Dreimonatsration von 98 Pillchen!

Und die kommt jetzt so daher:

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Innen ist noch reichlich Luft – sowohl in der Schachtel als auch in den Blistern:

Und am Ende drückt man dann mühsam dieses Pillchen, das sich gerne in den Ecken versteckt, heraus:

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Absolut irre, oder?

Kago zum Zweiten

(Vorsicht: Kann Werbung enthalten)

Es war eine kurze Freude, der Kago in der hier gezeigten Form und ich. Aber ich habe daraus gelernt, wieder einmal. Dass ich mit dem Garn so gar nicht warm werden konnte, hatte ich ja schon gesagt. Im Grunde stimmte aber die Maschenprobe, doch das Ding nahm riesige Ausmaße an, also habe ich doch irgendwann der Wahrheit ins Auge geblickt und da stand: „Hör auf damit! Sofort! Das wird nix!“ Das tat ich dann. Noch liegt er hier und guckt traurig, das hilft ihm aber nichts.

Da man von dem Shop immer freundlich aufgefordert wird, seine Bewertung zu den Einkäufen abzugeben, tat ich das auch bei diesem Garn. Da mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gefiel, dieses starre und völlig unelastische Gestricke und die irre unterschiedliche Farbigkeit erst recht nicht, tat ich dies kund und vergab nur zwei Punkte.

Bumbo
Von glatt einfarbig bis wild gesprenkelt ist alles dabei

Eine Fünf-Sterne-Bewertung, die ich gleichzeitig abgegeben hatte, erschien kurz darauf, die kritische nicht. Dafür kam das Angebot, die Wolle zurück zu schicken und mir was anderes auszusuchen. Da wurde ich zickig und schrieb zurück, ich will nichts weiter, als meine Bewertung im Shop sehen, da das Garn ja größtenteils verstrickt ist. Das Versprechen dazu kam Anfang der Woche, online ist die Bewertung nach wie vor nicht und wird es auch nicht. Alles klar?

William – RIP

Mit ganz viel Enthusiasmus hatte ich kürzlich meinen ersten Versuch in Color Work gestartet: Der „William“ war das Objekt meiner Begierde. Die MaPro stimmte (aus vielen Fehlern klug geworden, mache ich die jetzt fast immer) und mit Begeisterung startete ich genau nach Anleitung. Danach fängt das Teil mit einem Riiiiesenausschnitt an, den man nachträglich dann auf ein individuell erträgliches Maß verkleinern kann. Da geht das Dilemma schon los, denn man hüte sich vor dieser Geschichte, denn das sieht grauenhaft stümperhaft aus, man sollte da lieber vorab ein wenig rechnen und den Pulli dann so starten, wie man ihn am Ende haben möchte. Ich habe den nachträglichen Weg gewählt und war entsetzt. Viel entsetzter war ich aber, als die fertigen Karnickel mich lustig angrinsten und die erste Anprobe möglich war – ich war auf dem besten Weg zu einem gestrickten Vier-Mann-Zelt.

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Aus die Maus und Schluss mit lustig, die Enttäuschung war so groß, dass ich es gerade noch fertigbrachte, die Maschen zu zählen – ja, stimmte, und dann habe ich das Fiasko in Windeseile wieder in zwei Knäule verwandelt.

Was das Einstrickmuster betrifft – für den ersten Versuch waren die Hasen vielleicht etwas überdimensioniert, aber im Grunde fand ich mich damit schon ganz gut, für’s erste Mal jedenfalls. Ob ich diesen William noch einmal starten werde, weiß ich nicht, aus heutiger Sicht eher nicht, aber auf alle Fälle werde ich ein ähnliches Projekt nach einer gewissen Trauerzeit noch einmal in Angriff nehmen 😉

Inzwischen ist meine neue Strickbutze auch längst vollendet und ich bin damit nun glücklich und zufrieden. Der Gatte meinte schon, er freue sich immer sehr, wenn ich sie mal verlasse und sei es nur, um in der Küche nachzufragen, wann Essen fertig sei…

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Ein richtiges „Vorher“ gibt es nicht, aber bereits im Abbau sah die Ecke so aus:

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Man sieht den Unterschied und versteht sicher, dass ich mich Tag für Tag freue, diese Idee ausgebrütet und noch dazu unverhofft allerhand Stauraum für neue Wolle gewonnen zu haben.

Voll in die Hose

Sommer satt in Fernost – was liegt da näher als Sommerstrick? Also habe ich in den vorhandenen (!) Schätzen gewühlt und bin auch schnell fündig geworden: „Fred Linen“ von Ice Yarns, ein nettes dünnes Strickbändchen aus Leinen, Acryl und etwas PA dabei;

tegna-04 nie wäre ich darauf gekommen, dass da der Wurm drin sein könnte. War aber. Ich wusste es wie immer besser, denn der zeigte sich ja schon ansatzweise in der Maschenprobe, da dachte ich aber, bei Rundstrick wäre das kein Problem. War es leider doch – und was für eins: tegna-01Offenbar ist das Garn stark verdrallt, so dass ich fürchten musste, dass ich bei den Armlöchern eine volle Drehung erreicht haben könnte…  Schon jetzt sind es 12 Maschen in der Vertikalen (sieht man trotz verschwurbeltem Foto, hoffe ich). Dazu ist das Strickbild grausig und das Garn aus mikroskopisch dünnen Fädchen sehr empfindlich und schwer zu handeln.tegna-03Also gab es eine fadenkramsche Premiere: Das Ganze einschließlich Restgarn steckt schon in der schwarzen Tonne. Schade um die Arbeit, aber man muss wissen, wann es sinnlos ist.

Nun habe ich noch eine komplette Pullovermenge eines ähnlichen Garns aus Baumwolle tegna-05und Acryl – da werde ich wohl eine recht große MaPro machen und dann nicht das Prinzip Hoffnung fahren, sondern womöglich gleich die Reißleine ziehen. Schade drum…

Sprach- und ratlos

beides sind keine normalen Zustände für mich, aber manchmal passiert das einfach doch. Meist unter der Rubrik ‚kleine Ursache – große Wirkung‘. Und da ich ja gerne lamentiere und meckere, erzähle ich das mal.

Einer der unschätzbar großartigen Bestandteile dieser Immobilie ist der ehemalige Schweinestall, der jetzt aus drei Räumen – Gerümpelkammer, Werkstatt und dem Wintergärtchen besteht. Russ-01

Das Wintergärtchen nun wieder ist der I-Punkt, denn hier kann der Herrr Fadenkram seine empfindlichen grünen Schätzchen wohlbehalten über den Winter bringen. Im ersten Winter haben wir das Etablissement elektrisch beheizt, wofür wir eigentlich ein Dankschreiben vom Stromlieferanten erwartet hatten. Da dieses ausblieb, wurde für die laufende Saison eine Alternative gesucht und gefunden – in Form eines Paraffin-Öfchens, das mit Lampenöl betrieben wird. Ging hervorragend, der Raum wurde perfekt frostfrei gehalten. Dann waren die ersten 15 Liter Öl verbrannt und beim selben Lieferanten wurde selbes Öl zum selben Preis nachgeordert. Jetzt fragen wir uns allerdings wutschnaubend, was die in die Flaschen gefüllt hatten, gebrannt hat es wohl irgendwie, aber nach der ersten Nacht quollen dicke schwarze stinkende Schwaden aus der Tür und im Innern des ganzen Hauses hatte sich überall dicker fettiger schwarzer stinkender Ruß abgesetzt. Was eine gigantische Sauerei!

Wir hoffen, dass die Pflanzen das überleben werden, denn reinigen kann man sie nicht, das geht nur mit recht hochkonzentrierter Chemie und das würden sie ganz bestimmt nicht überleben. Sie stehen bei den recht milden Temperaturen jetzt draußen im Regen und der Herr Fadenkram ist auf längere Sicht gut ausgelastet mit den äußerst mühsamen Reinigungsarbeiten, denn auch in der Werkstatt sieht es ganz genauso aus. Derzeit ist die Decke im Wintergarten dran, jetzt den dritten Tag in Folge und ca. zwei Drittel sind geschafft, da keimt sogar in mir schon mal sowas wie Mitleid auf…