Das Geflatter

Schon lange trieb sich ein Projekt in meinem Strickhirn herum, jetzt wollte es auf die Nadeln. Beim Garn habe ich mich an das Originalgarn gehalten, leider war meine Farbwahl nicht wirklich optimal. Crazy Zauberball hörte sich schon mal gut an, aber „Pianoa Bar“ war leider etwas daneben gegriffen; es ist für mein Empfinden einfach nicht genug Kontrast zwischen den Farben. Hätte ich aber wissen können, denn welche Piano-Bar kommt schon in leuchtenden Farben daher? Nuja, das wird dann wohl einen zweiten Versuch zur Folge haben, fürchte ich 😉phoenix-01Das absolut miese Regenwetter-Fotolicht tut ja nun sein Übriges, aber viel mehr Farbe ist da auch nicht… Blitz war auch nicht hilfreich, verdeutlicht aber die die hochinteressante Strickweise, bei der jedes Feld mit einer Lochreihe abgesetzt wird:

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Hinten Mitte, seitlich nach oben gehen dann die „Flügel“ ab

So, genug gejammert; die Details. Das Tuch heißt „Phönix“ und ist ein Design von Ruth Kindla. Um es zu stricken, sollte einem die Art der Darstellung ihrer Strickschriften schon etwas geläufig sein, sonst könnte man daran scheitern. Aber einmal verinnerlicht, geht es mit Nadeln 4,5 flott voran; ich hatte es in drei Tagen fertig – und das bei einer Spannweite von über zwei Metern! Es stecken  genau 207 Gramm drin und ich habe mir gratuliert, doch drei Knäule gekauft zu haben; der Rest gibt locker noch ein Paar Stulpen dazu.

Noch ein paar Bilder (draufhauen macht sie groß   ;-)):

Liebe Grüße aus dem Regen

Regina

 

 

Der nächste Kandidat – Soo feminine

Weiter geht es mit dem UfO-Abbau-Beweis 😉 und der Swing-Jacke „Soo feminine“ von Nadita swings. Ganz fertig ist sie noch nicht, ein Abschluss muss noch an Ärmel und unteren Rand und da bin ich noch nicht ganz entscheidungsreif – wahrscheinlich wird es aber ein I-Cord wie an den vorderen Rändern werden. Wie fast alle meine Jacken wird auch diese ohne fest installierten Verschluss bleiben.

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Bitte seht mir die schwummerigen Fotos nach, aber hier ist weit und breit kein Draußen-Foto-Wetter in Sicht….

Da die Konstruktion und das verwendete Garn (3 Cento + ein Faden Lace) für meine Maße nicht genug Weite ergaben, habe ich an den vorderen Rändern und in der hinteren Mitte beidseits einen geswingten Streifen hinzugefügt, dafür die in der Anleitung vorgegebene Verbreiterung des Vorderteils unter den Armen nicht vorgenommen. Das Ergebnis sind recht lang geratene Ärmel – das hatte ich nicht bedacht. Da sie nicht nur lang, sondern auch sehr weit sind, was ich gar nicht so leiden kann, muss mir da noch eine zündende Idee wachsen, die auf keinen Fall rechts-links-Bündchen heißen kann…

Dass nach dem Zusammenfügen der einzelnen Teile die Länge der Jacke erstmal absolut mickerig sein würde, war abzusehen. Aber sowas kann ich erstmal tapfer ignorieren und an ein glückliches Ende glauben.  Und wirklich, nach dem Bade hatte sie gut 15 cm zugelegt, so dass in dieser Richtung an der Passform nichts mehr auszusetzen ist.

Die Anleitung ist gut und ausführlich, danach ist es mE auch für etwas geübte Anfänger kein Problem sich dieses Schmuckstück zu gönnen. Hat man das System durchschaut, ist es Strickspaß pur, bei dem an keiner Stelle Langeweile aufkommt. Die Konstruktion ist pfiffig, man muss erstmal verinnerlichen, dass viermal dieses Teil

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am Ende dann eine Jacke ergibt – Raglanstricker erkennen das sicher eher …

Fazit also – ein ungewöhnliches Stück, dessen letzten Schliff ich auch noch hinkriegen werde, um dann lange Freude dran zu haben 🙂

Liebe Grüße in die Runde

Regina

Gaia fertig

Vor einiger Zeit hatte ich mal wieder eine Swing-Attacke, die Tunika Gaia, leicht abgewandelt, sollte es sein und dieses dann in absolut kratzfrei. Und hier lag dann auch der Hund begraben, das Garn, „Rainbow“, ein Dochtgarn von Supergarne in 100% PA, erwies sich leider als eher ungeeignet. Die Maschenprobe stimmte, es lief gut über die Nadeln, aber es zieht sich zusammen, markiert die kleinste Unregelmäßigkeit und ist im Sinne des Wortes haarsträubend elektrisch.
Trotzdem gefällt mir das Resultat, so dass es eine Wiederholung geben wird, dann in einem anderen Material und darüber sinniere ich noch.
Hier einige Fotos des Werdegangs meiner Tunika, die nun eher ein Pullover ist, aber das ist okay.

Detail Seite – gestrickt wird erst eine Seite über die Schulter hinweg…
… angestrickt wird das vordere und dann das hintere Mittelteil….    
…das sieht dann so aus; es folgt die zweite Seite und…

… Ärmel ganz nach Wunsch, Bündchen dran und fertig!
Die Anleitung von Heidrun Liegmann ist sehr gut und ausführlich beschrieben, man muss also kein Swing-Stricker sein, um damit klarzukommen. Alle verwendeten Techniken sind gut, logisch und ausführlich erklärt, bei mir blieb keine Frage offen.
Liebe Grüße in die Runde, habt einen schönen Rest-Sonntag!

Froggie

Urlaubsgestricke

wie versprochen, das Urlaubsgestricksel. Ist ja nicht viel, denn stricken kann ich ja zuhause, dazu muss man nicht verreisen. Aber eines muss ich erzählen und zeigen, denn ich habe dem Herrn Wollfrosch eine Angelglück-Mütze gestrickt, jawohl!
Und das kam so: Unmittelbar vor der Abreise kaufte ich bei Heidrun schnell noch die Anleitung für diese Mütze, schon gestiefelt und gespornt für die Abreise kramte ich halbwegs passendes Garn zusammen und los ging es Richtung Insel. Abends dann fing ich zu stricken an und stellte fest, nach der Anleitung für Dummies, also Reihe für Reihe und nicht gekonnt im Swing-Rhythmus, ging das rasant voran, so dass am zweiten Abend die Kopfbedeckung bereits fertig war. Und der Herr Wollfrosch probierte, stellte fest, die passt und meinte, die würde er dann zu seinem Hochsee-Angelausflug aufsetzen. Das tat er und machte den Fang seines Lebens – 13 (dreizehn!!!) Dorsche hatten eilig an seinem Haken zu landen. Er hat sich gefreut wie Bolle, ich war tief beeindruckt, denn bislang hatte ich eher milde gelächelt, wenn es um die Angelei ging. Jetzt hab ich also einen Profi im Haus, der aber bislang nicht erklären konnte, wie es dazu kam – ich meine, es muss einfach die Mütze gewesen sein ;-)))))
Hier isse:

Mit 3,5er Nadeln und Garn ungewisser Herkunft flink gestrickt, passt auf fast jeden Kopf, denke ich.

Ja und dann ist meine Plastik-Gaia fertig, die zeige ich dann morgen.

Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Heimlichkeiten enthüllt

Da Weihnachten vorbei ist, kann ich nun endlich auch das Geschenk für beste Freundin zeigen. Es war mir nicht leicht gefallen, das verstecken müssen ;-))
Im Sommer hatte mich ja der Swing-Strick-Virus befallen. Er hat in kürzester Zeit zwei recht große Neptunia- Tücher über meine Nadeln sausen lassen. Eines hatte ich hier gezeigt.
Das zweite ist ebenfalls aus Opal-Hundertwasser-Wolle entstanden, dem allseits bekannten und geliebten „Tender Dinghi“, hier mir schwarzen Pausen.

Rundherum eingefasst mit einem 4-Maschen-I-Cord (gefühlte 15 Meter waren das, die da nachträglich anzufriemeln gewesen waren!) sehen die Ränder richtig schön ordentlich aus und da ich aus dem ersten Tuch gelernt hatte, habe ich den Rand hier mit dickerer Nadel gestrickt, was dem Tuch zusätzliche Größe gegeben hat – ich war stolz auf mein Werk und es ist auch mit Freuden in seinem neuen Zuhause aufgenommen worden.

Der Anfang….

Die Leine hat mal gerade so gereicht…
293 g SoWo bei 2,35 m x 1,50 m Kantenlänge, gestrickt mit Nadeln 3,5 (I-Cord mit 4,0) in sieben Tagen, an denen ich nicht viel anderes gemacht habe ;-)))

Eine Strickerei, die irre Spaß macht, mit ein bisschen Konzentration dank der ausführlichen und gut erklärten Anleitung relativ leicht zu stricken ist und der ich mich nach der akuten Patent-Virus-Phase ganz sicher wieder widmen werde, ich weiß auch schon, was das nächste Projekt sein wird ;-))

Liebe Grüße in die Runde
Froggie

Ausgeswingt!

da mich das heiße Wetter ja kaum vor die Tür lässt (Hitze ist für mich was wirklich schlimmes, nicht nur „gefühlt“) hatte ich massig Strickzeit. Und genau das passende Projekt dafür, meine „Neptunia“.
So viel Spaß an einem so großen Teil hatte ich schon lange nicht mehr, es war an keiner Stelle langweilig, denn nach jedem Absatz, der für sich ja recht überschaubar ist, will man dann wissen, wie es mit dem nächsten dazu dann aussieht. Also ist auch eine gewisse Spannung gegeben 😉

Und nun zu den Einzelheiten. Derzeit – im ungebadeten Zustand – misst das Tuch 1,30 m an den kurzen und 1,90 m an der langen Seite. Es stecken 315 Gramm SoWo drin, das bunte ist ein Knäuel Opal Hunderwasser „Kuss im Regen“ und am unteren Rand knapp 50 g ebenfalls Opal Hundertwasser „Silver Spiral“. Alles ist kraus rechts und ich habe eine Woche mit 3,5er Nadeln daran gestrickt.

Ein paar Detailfotos dazu:

 

Es war ja der erste Versuch mit dem „Swingen“ und überzeugt ihn zu wagen, hat mich der Hinweis der Designerin, es sei kein entsprechendes Vorwissen in dieser Technik notwendig. Dazu kam, dass ich die Anleitung – vor allem gemessen an der Arbeit, die da drin steckt – sehr preiswert fand und schon hatte ich 40 (!!!) Seiten – die ausführliche Beschreibung für das Tuch und dazu jede Menge Basiswissen für diese Strickart. Die gigantische Herumblätterei stellte sich dann schnell als nicht notwendig heraus, die vier Seiten, die für mich wichtig waren, konnte ich extra legen und dann die Anleitung Schritt für Schritt abarbeiten.
Nun weiß ja jeder, der hier schon länger liest, dass ich schnell für etwas zu begeistern bin, was dann genauso schnell wieder abflaut. Aber ich denke, die Swingerei wird mich doch noch eine ganze Weile beschäftigen und das nächste Projekt schwirrt mir bereits im Schädel herum – klar doch ;-)))
Klar ist nur noch nicht, ob ich mich vorher mit der Technik beschäftige oder hinterher die Grundlagen-Workshops durcharbeite, die Heidrun ja ebenfalls anbietet… Spätestens wenn ich dann am nächsten Projekt erstmal zerschelle (deshalb verrate ich das hier auch noch nicht),  ist diese Frage dann von selbst geklärt…

Liebe Grüße in die Runde, kommt gut durch die Hitze….
Froggie

Frau Wollfrosch swingt

Ich weiß ja nicht, wie das Euch so geht – mich spricht Neues immer an, die Hände sagen sofort: „Au ja, das wollen wir machen!!!“, der Kopf sagt dann aber nörgelnd: „Jaaa aaaaber – das ist ja ganz neu, wer weiß, ob das dann auch was wird und wir machen ja eh schon soviel, ach neee, lieber nicht, vielleicht später mal…“. So ging es schon eine ganze Weile mit dem Swing-Stricken.
Schon lange bewundere ich die Werke von Heidrun Liegmann auf ihrem Blog „Magische Maschen„. Vor einiger Zeit dann wollte ich die Sache mal etwas puschen und kaufte die Anleitung für die „Neptunia“ (jaja, warum denn klein anfangen, wenn es auch gleich so richtig groß geht, nääch?).
Aber irgendwie war ich dann erschrocken und dachte, da schaff‘ ich eh nie, und dann schmorte das… Aber jetzt konnte ich die liebe Andrea zu einem Neptunia-KALchen überreden und so kam das Tuch dann gestern plötzlich und unerwartet auf die Nadeln.
Und ich sag Euch mal was, das ist der Spaßbringer schlechthin! Die vergleichsweise sehr preiswerte Anleitung ist jeden Cent doppelt und dreifach wert, denn sie enthält auf insgesamt 40 Seiten auch eine für mich perfekte, weil narrensichere Erklärung des „Swing Stricken Light“. Es ist nun erstmal eine irre Herumblätterei, vor allem, wenn man wie ich Anleitungen immer auf Papier braucht. Aber auch das kann man ja dann ein wenig rationell gestalten, man lernt ja schnell, wo was steht.
Ein weiterer Überzeugungsfaktor war die Farbigkeit, Hundertwasser-Färbungen von Opal, abgesetzt mit Wollweiß.
Mit der Garn-Entscheidung stand dann auch der Name für das Tuch fest: „Blinde Venus küsst das Dinghi im Regen“ 😉 weil:

Färbungen: Tender Dinghi, Blinde Venus, Kuss im Regen

Ja und nachdem die Auswahl getroffen war, ging das auch schon los und ich muss nun gestehen, ich konnte nicht mehr aufhören! Zum Glück war auch gestern nichts sehenswertes im TV (nö, Fußball ist auch so gar nicht meins), also war es auf einmal Mitternacht, als ich merkte, dass nun doch langsam die Konzentration nachlässt, und die braucht man dazu – bei jeder Masche, ich jedenfalls…. Und so sieht das jetzt aus und muss dringend auf die nächstgrößere Nadel 🙂

Liebe Grüße in die Runde, habt einen tollen Sonntag!
Froggie im Swingrausch ;-))