UfOmania geht in die nächste Runde

Ganz tapfer habe ich mir nun ein Wahnsinnswerk hervorgekramt, das ja auch mal fertig werden soll. Es ist der Schal „Under the Sea„von Svetlana Gordon.

Gordon-01

Diese Designerin bewundere ich ja aufrichtig, habe auch schon so einiges von ihr gestrickt, aber das ist immer eine Herausforderung vor allem an die Geduld. Bei diesem Unterwasserdingsi kam dann auch noch dazu, dass ich mich in der Materialfrage total verschätzt hatte – ja, man soll schon glauben, was in der Anleitung steht, näääch?

Da beide Farben eher ausgefallen waren, gestaltete sich die Nachschuborganisation äußerst kompliziert. Bis ich dann bei Ferner so einigermaßen passend fündig wurde. Aber da war dann schon die Luft raus, das Körbchen mit dem Gestrick verschwand ganz diskret und kam jetzt bei der großen UfO-Jagd verschämt wieder ans Licht. Nun bin ich auch wild entschlossen, wenigstens ein gutes Stück voran zu kommen. Das Gekringel unten ist der erste von zwei Musterstreifen, der Anfang des zweiten liegt mitten drin.

Gordon-02

Ja und auch dieses Teil wird dann nicht zu meiner roten Winterjacke passen – leider …..

Gordon-03

 

 

Stand der Dinge (enthält Werbung)

Mit der letzt so überzeugt angekündigten UfO-Aufarbeitung bin ich noch nicht sehr weit gekommen – gerade mal drei Mustersätze am ersten Ärmel des Mosaik-Pullovers – aber immerhin, besser als nix. So vieles zieht mir gerade durch’s Hirn und tötet Ausdauer und Konzentration, nur die Lust auf Neues und Versuchsreihen ist ungebrochen. So weiß ich jetzt, dass mir dieses Tuch nicht auf die Nadeln kommen wird, denn zwei Versuche mit unterschiedlich starken Garnen haben mich nicht überzeugen können. Ich finde das einfach nur chaotisch. Läuft übrigens auch unter der Marke „Mosaikmuster“.

Freeze-01

Und immer, wenn der Begriff „Mosaik“ meinem Hirn gefährlich nahe kommt, muss ich was damit anfangen. Trotz aller gegenteiligen Absichtserklärungen sind das nun mal wieder ein Paar Socken. Diese hier. Eigentlich völlig blöd, da Anleitungen zu kaufen (die gibt es gerade auf der Website unter „woanders kaufen“ für einen Euro!), aber ich bin nun mal faul, denkfaul.

Mosaiksocken-01

Aus einem Crazy-Zauberball und naturfarbener Flora strickt sich das munter weg, das Muster gefällt mir, alles ist gut. Allerdings bestätigt sich auch hier, das dünne Garn ist nicht die optimale Mosaik-Variante.

Ansonsten „arbeite“ ich gerade an der Passformoptimierung meiner Pullis, man weiß ja, dass es „früher“ nicht nur bei etwas fülligerer Oberweite, da aber immer, Brustabnäher gab; solche von der Seite und solche von unten. Seit der T- und Sweatshirt-Mode gibt es sowas schon lange nicht mehr, was die Passform aber nicht gerade verbessert. Für mich heißt das, ständiges Gezupfe, da das Vorderteil die Tendenz vom Körper weg nach oben zeigt und dafür dann nach hinten runter zieht. Sieht am Ende aus wie verunglückte Umstandsdingsis. Nicht gerade kleidsam. Also hab ich mich auf die Suche gemacht, die maschentechnische Problemlösung zu finden und habe sie wahrscheinlich hier gefunden. Der Praxistest steht noch aus, das vorgesehene Testobjekt ist aber – wen wundert’s – längst vorhanden.

Tanzen-01

Der Gatte ist über’s Wochenende zum Hochseeangeln auf der Ostsee bei Fehmarn. Nach einer total vergeigten OP Anfang August kommt er einfach nicht zur Ruhe, die anhaltenden Nachwirkungen rauben Kraft und Nerven, womöglich steht ein „zweiter Versuch“ an, so dass er ein wenig positive Ablenkung gut gebrauchen kann. Und ein paar Fische in der Gefriere sind ja auch nicht zu verachten. Für mich heißt das jetzt drei Tage hemmungsloses Stricken 😉

Habt ein gemütliches Wochenende!

Selbstüberlistung

Der Vorsatz lautet – mal wieder – UfOs abbauen. Damit das eventuell etwas besser klappt, mache ich das jetzt öffentlich, das gibt dann vielleicht ein bissel Ehrgeiz ….  Dieser Mosaikpullover war bisher ein echter Unglücksrabe.

Mosiakpulli-02

Irgendwie hatte ich den ersten Anlauf des Oberteils vergurkt, aufgrund der Weite bekamen die Armlöcher einfach keine Passform und saßen absolut nicht da wo sie sollten. Also flog das Ding in die Ecke. Zum Ribbeln hatte ich auch keine Lust, da das bei dem Muster sehr mühsam ist. Bei einer der letzten UfO-Schauen dann sollte er seine zweite Chance bekommen. Ich habe das Oberteil geribbelt, einen Mustersatz mehr in der Runde gestrickt und dann glatt hoch für angesetzte Ärmel. Da er sehr warm ist – Mosaikstrick ist ja fast doppelt, also sehr kuschelig, auch wenn es die die eher zierliche „Nord“ von Drops ist – sollte er auch hoch geschlossen sein, was schon mal gelungen ist. Und dann musste die kunterbunte Jacke dringendst auf die Nadeln.  Da ist sie ja runter und so habe ich nun den ersten Ärmel gestartet, mühsam mit zwei Rundnadeln und viel Gedrehe in der Runde. Um nicht in Depression zu verfallen, habe ich mir ein großzügiges Ziel gesetzt: Weihnachten soll er fertig sein. Anmerkung für Trödler: Bekanntlich ist jedes Jahr Weihnachten ;-)))

Mosiakpulli-01

Die Farben sind sehr schlecht rübergekommen, am besten sind sie beim oberen Foto unten am Bund.

Kampfstricken ist angesagt

Ungeachtet der Tatsache, dass hier UfOs in ständig wachsender Anzahl ein jämmerliches Dasein fristen, auch wenn das eine oder andere ab und an mal ein paar Maschen Zuwachs erfährt – in erster Linie, wenn ich die darin steckende Nadel anderweitig brauche – so gibt es doch ein gerade gestartetes Projekt, das demnächst seine Vollendung erfahren könnte wird. Die Anleitung von Sylvia Klinger nennt sich „Dolce Vita“ und ist wirklich der absolute Irrsinn. Deshalb musste das auch sofort nach Entdeckung auf meine Nadeln, klar doch. Die Problematik dabei ist, dass die Jacke von 38 bis 48 passen soll und sowas erregt mein Misstrauen, da ich eine eher große 48 habe ;-). Die Lösung sollte also etwas stärkere Wolle bringen, die in Gestalt der kunterbunten NoNa Wool hier gerade herumtrudelt. Der positive Nebeneffekt also war, dass kein Fadenkram bestellt werden musste. Der weitere Nebeneffekt ist, das Ding wird sowas von kunterbunt…

Los geht es also. Gestartet wird mit den Ärmeln in falschem Patent (das kann ich jetzt ohne hinzugucken!). Hier bereits vollendet:Dolce Vita-06

Dann wird der Rücken zwischen beiden Ärmeln gefüllt mit jeweils drei Reihen rechter und drei Reihen linker Maschen inklusive trickreicher Abnahmen in der Mitte. Das sah dann auf etwa halber Strecke so aus:

Dolce-02

Gegen die Langeweile, die hier aufkommen kann, hilft es ungemein, dass die Reihen recht schnell immer kürzer werden. Gestern hatte ich das dann geschafft, man erkennt jetzt so halbwegs, was es werden soll, auch wenn die Farben hier leider sehr zu wünschen übrig lassen:

Dolce-03

Voller Begeisterung bin ich nun bei den Vorderteilen, von denen sieht man noch nichts, nur, wohin sie wachsen sollen:

Dolce-01

Und wenn ich so aus dem fenster gucke, denke ich, dass sie heute wohl ganz gut wachsen könnten 😉

Da ist der Wurm drin…

Da ich ja nur zwölfunddrölfzig Tücher habe, muss jetzt dringend ein neues her, denn der Winter scheint zu nahen. Nachdem ich den Sommer über nur geschwitzt hatte, hat irgendwer oder irgendwas in mir einen Schalter umgelegt und nun friere ich hingebungsvoll. Ja, auch bei immer noch 27°. Schon eine neue Qualität, obwohl ich seit jeher nur zwei Temperaturbereiche für mich kenne: Zu kalt oder zu warm. Aber wie gesagt, in der Wahrnehmung scheint sich etwas verschoben zu haben und mir graust es schon vor der nächsten Heizkostenrechnung, wenn ich jetzt schon friere.

Ja, also das neue Tuch. Ein richtig dickes kuscheliges soll es werden aus der eigens angeschafften Drops Merino Extra Fine (Merinogarne sind gerade im Drops-Sale!). Merino_Extra-Fine-03-1

Das Objekt der Begierde war in Windeseile aus der Planung gefischt, eine Farbskizze mühsam gemalt und los ging das. Da ich mich meist sklavisch an einmal Festgelegtes halte, wunderte ich mich zwar über die Farbzusammenstellung, aber strickte tapfer drauflos. Bis ich dann endlich merkte, dass ich in der Anleitung die Farben falsch markiert hatte. Anstatt gleich mal nachzugucken…. Slip-01

Also ribbeln und neu starten; was hier gelb ist, muss türkis werden und umgekehrt. Eigentlich logisch, oder? Was sich aber schon erkennen lässt, ist, dass das Tuch durch clevere Randgestaltung mit Zu- und Abnahmen einen wirklich netten Schwung bekommt.

Jammern und Spielen

DSC04034

Es ist sehr still geworden in der Bloglandschaft und das macht mich traurig. Mehr als die Hälfte der Blogs, die ich hier ursprüglich in der Leseliste hatte, existieren nicht mehr – aus welchen Gründen auch immer und wegen dieser dämlichen total überbewerteten DSGVO. Weitere Lieblingsblogs sind in der Sommerpause – da besteht ja noch Hoffnung. Ja, Mädels, so sehr ich Euch auch verstehe, Ihr fehlt mir!

So, das musste ich jetzt mal verkünden. Was mich betrifft, bin ich noch wild entschlossen weiterzumachen. Mal sehen, wie lange.

Und da das hier in erster Linie ein Strick- und kein Jammerblog ist, zeige ich Euch gleich mal, was ich so als Entspannungsgestrick für Zwischendurch auf den Nadeln habe. Der  Amburgo wächst ja stetig, aber nun bei den langen Runden immer rundherum ist das doch recht eintönig und so schlafe ich bei meiner Abendstrickerei gern auch mal ein…

Buntes_Dingsi-01

Auf Pinterest habe ich letzt so ein lustiges Verkürzte-Reihen-Dingsi (das eine kleine Decke werden soll) entdeckt (jaja, Pinterest, ich konnte noch nicht entscheiden, ob das nun Fluch oder Segen ist, da ja dort so viele Viren lauern…), dem ich nicht lange widerstehen konnte. Die Selbstüberlistung „…die Anleitung wird nur gekauft, wenn Wolle im Stash ist!“ ging voll in die Hose, denn die perfekte Wolle lauerte im Regal. Also musste ich zuschlagen.

Buntes_Dingsi-02

Es ist eine perfekte Kombi – die Wolle beißt mich, also für Pulli und Co. nicht geeignet, dafür ist sie herrlich warm und voluminös, um im Winter die Schultern zu wärmen.

Das Gestrick geht locker voran, und wenn man das einfache Prinzip dabei verinnerlicht hat, wird das auch schnell ermüdend. Aber man sieht gut, wie es voran geht. Die äußerst minimalistische Anleitung finde ich mit 8,33 $ unverschämt teuer, aber sie ist brauchbar, auch wenn sie nicht einmal die Tuch-Variante anbietet 😉

Keine Lust mehr zu gar nix…

Wann immer in den letzten Wochen/Monaten der Wetterbericht mir abends verspricht, dass es am nächsten Tag noch heißer werden wird (und das wird es dann ja auch), könnte ich den ganz großen Trampelbock kiegen und brüllen wie die Minis vor den Regalen an der Supermarkt-Kasse. Letztere kann man ja mit etwas Geschick oder einfacher mit Nachgeben zur Ruhe bringen, aber an diesem Scheißwetter kann halt keiner drehen. Inzwischen tröstet es mich auch nicht mehr, dass ich dadurch endlose Strickzeit gewinne, es ist nur noch alles doof, wenn man überhaupt nicht mehr raus kann, da der Kreislauf mit permanenter Entgleisung droht und der Schädel reinste Wasserfälle absondert. Einmal die Woche schleppen wir uns zum Eisdealer im Hauptdorf, aber das war’s dann auch. Der Gatte geht frühmorgens ein bissel in den Garten, das Notwendigste zu erledigen, danach passt er genau wie ich auf, keinen Lagerkoller zu bekommen.

Aber es ist ja nicht so, dass die Nadeln nun gar nichts mehr zu tun  hätten. Derzeit bin ich aber eher im mehr oder weniger lustlosen Spielmodus und was liegt da näher als ein bisschen Mosaik. Seit langem schon sammle ich Vorlagen dafür, die noch über die Schätze von Barbara Walker hinausgehen. So entstand gestern dieses Werk

Mosaik-01aus diesem Muster (besser gesagt, aus einem Drittel davon….): Mosaik-02-vorl.

Ja, ganz nett, vielleicht mal eine Kante für einen Pulli, ich werde das aufheben und versuchen, mich irgendwann daran zu erinnern oder es staunend beim Aufräumen finden 😉

Ausflug ins Reich der Schatten

Schatten-00

Was liegt wohl näher, als bei glimmender Sonne mal ein etwas stärkeres Garn, gern auch allerhand Wolle darin, aus dem Vorrat zu fischen und sich auf einen Teststrick für die Wintergarderobe einzulassen? Dieses Mal geht es mit Ute ins Reich der Schatten. Ja, wahrscheinlich brauche ich für meine neuen Vorlieben auch immer erst eine Vordenkerin und -strickerin, die mir den Einstieg erleichtert. Bei dieser spannenden Angelegenheit lag es sehr nahe, dass ich die Frage nach der Teststrick-Bereitschaft ohne Nachzudenken sofort positiv beschieden hatte.  Dabei hatte ich die Materialfrage überhaupt nicht bedacht – aber das Glück ist mit dem Tüchtigen und der Stash wird es schon hergeben. So war es auch. Das superschöne feuerfarbene Nona-Garn sollte es sein, dazu für den schwarzen Kontrast Drops Flora vereint mit einem Faden Drops Lace. Und los ging das. Gestern. Heute früh sah das dann so aus – in der Draufsicht:  Schatten-01-1

Die Schattensicht kommt dann etwa so daher:  Schatten-02

Dass es Spaß machen würde, hatte ich ja gedacht, dass es aber auf Anhieb suchterzeugend wäre, nicht. Und so schaffte ich es dann gestern auf einen Rutsch von neun Startmaschen auf 247 Maschen in der Reihe, was jetzt den sichtbaren Zuwachs doch schon etwas bremst.

Meinen Ruf als Virenschleuder habe ich ja längst weg, also verrate ich auch gleich, wo Ihr die Anleitung dann nach ihrer Veröffentlichung finden könnt – hier nämlich.