Plauderei am Sonntag

heute ist es nun soweit, in Sachsen und hier in Brandenburg ist die Spannung am Sieden, denn hier wird gewählt und zwar nichts geringeres als der neue Landtag. Wie viele Parteien zur Wahl stehen, hat mir erst der Wahlzettel verraten, die meisten davon sind absolut chancenlos. Wir werden hier seit 30 Jahren, heißt seit der Wende,  ununterbrochen von der SPD regiert, da könnte es ja schon mal Veränderungen geben. lassen wir uns überraschen und hoffen, dass es nicht zu so einer rot/dunkelrot/grün-Koalition kommen würde wie die, die gerade erfolgreich Berlin rest-ruiniert…

Ampel-01 Ich zeige Euch mal lieber den Ausblick aus unserem Küchenfenster. Wie diese Pflanze heißt, weiß ich nicht, aber ist sie nicht wunderschön?

Gestern habe ich mein Susurrate-Tuch geribbelt und gleich wieder neu gestartet. Es wirkt mit den „getauschten“ Farben völlig anders aber es gefällt mir wesentlich besser so. Das ist der aktuelle Stand kurz vor Start des 2. Abschnitts:

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Und hier mal so ein vorher-nachher-Ding:

Einen Pullover habe ich zwischendurch so sang- und klanglos ebenfalls vollendet (man weiß ja, das Ding mit den Serien hat bei mir ungeahnte Produktivitäts-Effekte hervorgebracht), der liegt aber noch zum Trocknen – demnächst auf diesem Sender dann.

Und jetzt stricke ich mich schwitzend den Wahlergebnissen entgegen… Der für morgen angekündigte Regen ist auch schon wieder gestrichen, wenigstens ein bisschen Abkühlung soll es aber geben.

Oh heilige Einfalt!

da philosophiere ich schon seit Wochen über dieses Susurrate-Tuch und dass es ganz bald auf die Nadeln kommen soll. Aber irgendwas kam immer dazwischen, dann gefiel mir das mit den ursprünglich geplanten Farben grün und lila nicht mehr und ich fand keine passende Kombi.

Aber dann, dann ging es eines Tages tatsächlich los mit einem wunderbaren Strang dunkelroter Merino aus der Leipziger Beute und doppeltem Faden Drops Lace in hellgrau. Und wie immer, wenn Euphorie Professionalität ersetzt, schlichen sich ganz schnell diverse Fehler ein, die ich tapfer versuchte zu ignorieren, denn in zweifarbigem Brioche Fehler zu beheben oder längere Strecken zurückzustricken, das ist für mich Blindflieger schlicht nicht drin.

Aber so langsam kam ich in Schwung und es lief immer besser, ich begann zu verstehen, was ich da mache und wie und warum … Bis dann in Abschnitt 3 die Reihe 5 mit diesem „brpLsl dec“ daher kam. Also eine linksgestrickte linksgeneigte doppelte Abnahme. Die Beschreibung der Technik dazu trieb mir den Angstschweiß auf die Stirn und ich begriff es nicht (man muss es halt nur verständlich rüberbringen können; in so einer teuren Anleitung wären da auch ein paar Fotos sehr hilfreich!), dachte aber, ich könnte das trotzdem irgendwie hinkriegen. Dazu noch das „brpRsl dec“ und beides in Kombination 15 Mal in der Reihe. Da jeder der ersten acht bis zehn Versuche am Ende anders aussah, kam viel zu spät die Erleuchtung und ich griff endlich zum Rettungsanker, Nancy Marchands „Knitting fresh Brioche“, und siehe da, das ist ja ganz einfach! Die letzten Abnahmen sahen dann auch so aus, wie sie sollten und alles war schick. Aber das Tuch ist verhunzt. Ich dachte, ich könnte das irgendwie hintricksen, aber das geht nicht, Briochestrick ist da gnadenlos.

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Finde die Fehler – es sind davon reichlich vorhanden, der Neustart ist unvermeidlich…

Das Urteil ist nun gefallen, ich ribbel das und fang von vorne an. Sollten nicht noch unerwartete böse Fallen im weiteren Verlauf der Anleitung lauern, weiß ich jetzt, wie es geht und worauf es ankommt, außerdem ist das die Chance, die Farben zu „drehen“, ich möchte das Rot nach oben und das Grau als Kontrastfarbe.

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Nadel gezogen, aus die Maus!

Die Lebensgeister erwachen wieder…

Obwohl ich total hibbelig auf das Susurrate-Tuch bin, habe ich mich aufgrund akuter Hitze-Hirnausfälle doch lieber noch zurückgehalten, denn die Konzentration, die man dafür mit Sicherheit braucht, hätte ich nicht aufbringen können. Außerdem ist es ja auch noch eine ganze Weile hin bis zum Winter. Jetzt genieße ich die überaus angenehmen Temperaturen und wünsche mir, der Sommer bliebe bis hin zum Herbst in diesem wohltuenden Bereich. Den Gefallen wird er mir sicher nicht tun, aber wünschen darf man ja mal…

Dieser Aufschub heißt aber nicht, dass zwischendurch nichts neues auf die Nadeln gekommen wäre, doch, ist. Und zwar die Neuauflage des letztes Jahr schon gestrickten Pimenton-Pullis von Claudia Eisenkolb (Himawari), der mich so begeistert hatte, dass ich inzwischen einige Farbkombinationen dafür auf Lager genommen habe. Die temperaturtechnisch geeignetste, farblich aber kaum abweichende, durfte jetzt auf die Nadel, das wunderbare „Allino“ von BC Garn, das mit 50% Baumwolle und 50% Leinen die ideale Sommermischung bietet. Pim2-02 Es ist mit 3,5er Nadeln flott zu verstricken, kommt aber einigermaßen ruppig daher. Die Erfahrung sagt aber, das glättet sich nach dem Baden, wenn nicht, ist es auch egal. Der aktuelle Stand ist schon recht beachtlich und zeigt reale Aussichten auf eine baldige Vollendung.  Pim2-01Unsicher bin ich mir noch bei den Ärmelchen, eigentlich ist der Abschluss ja mit dem unteren dunklen Streifen vorgesehen, aber aufgrund der altersgerechten Bingoflügelchen an den Oberarmen (Stricken ist zwar auch sportlich, aber an Bodybuilding kommt es nun mal leider nicht annähernd heran…) hab ich es doch gern ein wenig länger. Sieht aber irgendwie komisch aus. Darüber weiter zu sinnieren hat es ja noch genug Zeit…

Hitzestrick und Wolle-Test

Hier in Fernost glimmt und glüht die Luft nach wie vor und macht – außer Milliarden von Mücken – Mensch und Tier eher döselig und träge als unternehmungslustig oder gar froh. Solche wie mich mit überbordender Schweißproduktion schon mal gar nicht. Daher bin ich in solchen Zeiten immer heilfroh, dass ich vom Grundtyp her Stubenhocker bin und mein Strickzimmer auf der meist kühlen Nordseite liegt. So murkse ich mehr oder weniger munter an verschiedenen Ufos, aber das wird irgendwann langweilig und dann muss das nächste werdende UfO auf die Nadeln.

Sowas hatten wir dann gestern abend. Eigentlich wollte ich ja nur mal sehen, wie diese in Leipzig erbeutete Wolle in glattrechts so aussieht, da sie für mich ja eher untypisch dunkel daher kommt. cosiMir war aber klar, dass ich bei den hirnerweichenden Temperaturen bei einem solchen Vorhaben sofort einschlafen würde und dabei die Gefahr besteht, mir im Niedersinken die Nadeln in die Augen zu bohren. Muss man ja nicht haben, zumal hier für Krankheiten und ähnliches der Gatte zuständig ist.

Also durch die Planung und die Anleitungsbibliothek gesurft und schnell war ein passendes kleines einfaches Projekt gefunden, „Good Vibrations“ heißt es und ist ein schneller Spaßstrick, aus dem in Windeseile ein nettes Tuch wird. Good_Vi-01

Nach wenigen Reihen hat man es drauf und es geht locker voran, während des Anfangs ist der Kopf sogar noch in der Lage, ganz fix einen Plan für das Ganze auszuarbeiten. Meiner heißt, zur farblichen Auflockerung jeweils einige Meter von den unzähligen gelb-bunten SoWo-Resten zu verwursten – sieht nett aus und gibt dem Stash-Gewissen so einen netten „Ich-arbeite-daran“-touch 😉 Jetzt bin ich gespannt (aber optimistisch), ob es mir gelingt, komplett unterschiedliche Restchen zu finden oder ob Wiederholungen nötig werden könnten. Ist letztlich wurscht, es macht einfach Spaß und damit mache ich jetzt weiter 😉 – auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie das nun in Glattrechts aussieht….Good_Vi-02

Jushi am Start und Brioche-Zweifel

So lange schon habe ich diese Anleitung oder besser das, was sie am Ende werden soll, angehimmelt und nie den richtigen Anfang gefunden. Kennt man ja, irgendwas ist immer (wichtiger oder so). Aber jetzt war es so weit – das tolle Merino-Garn aus der Leipziger Wollfest-Beute schien mir genau das Passende zu sein. 2 x 200 Gramm habe ich davon, also wird es dezent zweifarbig, aber Ton-in-Ton. Jushi-02

Das Foto ist mittlerweile schon wieder „veraltet“, bin ein Stück weiter und bei der dann hoffentlich gelungenen Farbmischung. Wie bei der Designerin Claudia Eisenkolb (Himawari) so üblich, wird nahtlos von oben nach unten gestrickt.  Ein wenig irritiert mich ja noch dieses zum Ausschnitt hin hochgezogene Gestrick, aber ich habe großes Vertrauen, dass am Ende alles schick sein wird, ansonsten fülle ich das einfach mit verkürzten Reihen auf 😉 Es ist eine Menge Linksgestrick, nicht so ganz meine Idealvariante, aber ich kämpfe mich tapfer durch. Nebenbei läuft ein Monster-Hörbuch mit über 33 Stunden, mal sehen, wer eher fertig ist 😉

Und immer, wenn das Rundherum langsam in einen tiefen Schlaf abzugleiten droht, muss Abwechslung her. Ebenfalls schon lange angehimmelt, sollte nun dieser Schal/dieses Tuch endlich auf die Nadeln. Bei der Garnwahl war ich mir so sicher wie man nur sein kann und strickte munter drauf los. Erstmal musste ich mich wieder einigermaßen in das Brioche einfummeln und klebte daher mit den Augen nur an der Anleitung. Als ich dann mal bei Tageslicht so richtig drauf geguckt habe, kamen die Zweifel an den Farben. Das dunkle Lila wirkt fast schwarz und das helle Speckled-Garn wirkt grau uns langweilig – finde ich. Also vielleicht doch nicht so eine gelungene Kombi?

Und dann fiel mir ein, es sollte ja schon längst mal „was mit Rot“ sein. Für einen Test schien mir das Projekt durchaus geeignet. Langes Wühlen in den Vorräten brachte dann ein selbstgefärbtes schönes Dunkelrot zutage und dazu dann das etwas freundlichere Speckle von Kathinchen. Wollefest-12 Ja, es ging ganz fix mit dem neuen Anfang und nun habe ich die Qual der Wahl… Eva-01

Die Farben sind hier bei beiden Varianten nicht berauschend getroffen, aber das macht das Problem auch nicht kleiner. Also stricke ich jetzt erstmal Jushi weiter und sinniere, während hier der Herrentags-Wahnsinn tobt. Die Hauptstädter sind in hellen Scharen aus ihrer individualverkehrsfeindlichen Heimatstadt mit ihren laut blubbernden (das ist ja noch gut auszuhalten), meist aber monsterhornissenmäßig vollgas-knatternden Zweirädern ausgerechnet über das Oderbruch hergefallen. Sehr schön, da kommt dann die Idee im Garten weiterzustricken gar nicht erst auf. Also wählen wir die ungesunde aber leckere Variante und fahren erstmal ins Hauptdorf Eis schlecken. Dabei kann ich ja auch nachdenken.

Es sollte mal wieder nicht sein

Gerade habe ich verkündet, dass ich voller Euphorie den „Spector“ gestartet habe. Und das lief wie ein Länderspiel. Bis zu ersten Musterreihe mit „Bud Stitches“. Diese wollten mir einfach nicht in den Schädel (da lob ich mir die ausführlichen Foto-Tutos von Svetlana Gordon!), aber Hilfe konnte dann Frau Wollball geben und so konnte es weitergehen. Ging es auch, bis dann kurz vor der Ärmelabtrennung der erste Farbwechsel anstand. Und was dabei rauskam, das geht gar nicht. Es sieht nur schlimm aus: 0-Spector-03

Und ich bin sauer, da ich mir das ja so richtig schön vorgestellt hatte. Der Plan ist jetzt, dass ich Merino aus eigenem Bestand (die kommt auch so eher baumwollartig wie diese hier daher) versuchen werde, ähnlich zu „speckeln“ wie das Startknäuel mit immer ein bisschen mehr Farbklecksen darin. Uni-Töne passen da gar nicht – finde ich.

Inzwischen habe ich den Neustart mit anderem Garn in Angriff genommen und bin gespannt, wie sich das nun entwickelt. IMG_1240

Da hier ein durchgehender Farbverlauf über jeweils 200 Gramm „fließt“, muss ich auch hier tricksen und von Anfang an mit zwei Knäulen abwechselnd stricken. Eigentlich mit dreien, aber das wird mir dann doch zu aufregend, das dritte kann ich dann am Ende von hinten anfangen, das sollte hinkommen. Die Maschenprobe ergab ein tolles Strickbild und eine klarere schönere Maschendefinition beim Muster. Kann also nur besser werden. Die Farben stimmen auf dem oberen Foto ganz gut…

Um das jetzt hier optimistischer ausklingen zu lassen, zeig ich noch ein bisschen von dem, was gerade in unserem Garten so los ist (raufhauen macht die Bildchen größer).

Es musste einfach sein!

Hobbys sind ja nicht dazu da, sich irgendeinen Zwang (außer vielleicht gelegentlichem schlechten Gewissen bei Woll-Kaufzwang) aufzuerlegen, also musste ich nun doch erstmal den Spector starten. Der Anfang ist total easy, also ging das in fröhlichem Gerippe munter über die Nadel. 0-Spector-01

Jetzt ist gerade eine kleine Denkpause angesagt, da ich nicht weiß, ob die einfach so entschiedene Musteränderung wirklich clever war. Also übe ich erstmal an einer alten Maschenprobe diesen eigenartigen „Bud Stitch“, in der Hoffnung, dass ich ihn richtig verstanden habe….

Restlos überzeugt bin ich aber nach wie vor von meiner Wollwahl (aus dem Stash!!!) 😉

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enthält Werbung durch Zeigen – wie blöd ist das denn nur!!!

Neues aus Fernost

(Vorsicht: Kann Werbung durch Zeigen enthalten – Weiterlesen auf eigene Gefahr!)

Jetzt ist es soweit, ich halte es nicht mehr aus, der „Spector“ von Joji Locatelli muss sofort auf die Nadeln, jetzt, SOFORT. Da ausnahmsweise auch schon das Garn dafür seit längerer Zeit auf seine Verarbeitung lauert, spricht auch wirklich nichts mehr dagegen.

Selbstverständlich habe ich auch andere Projekte auf den Nadeln, den „Sumu“ von Claudia Eisenkolb in Zweitauflage beispielsweise. Da ich jetzt aber beim eher langweiligen unspektakulären Rundherum des Bodys angelangt bin,

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Sumu II kurz nach dem Start, jetzt in freundlichen Grüntönen

dieses Mal ist das Ganze vorne auch genauso lang wie hinten, muss erstmal Abwechslung her. Die habe ich zwar in Form der „Spinat mit Ei“-Jacke, die aber gerade sehr langsam voran kommt, da das Muster einfach zu anstrengend für die Hände ist (in Hin- wie Rückreihen wird jede 2. Masche abgehoben, idealerweise dann auch die richtige Masche, das heißt, zwei Reihen gestrickt ergeben eine Reihe Jacke). Aber die nächsten Winter kommen gewiss, also sollte ich es doch gemütlich angehen. Außerdem sind bei der Jacke noch einige Dinge zu klären, die komischen vorderen Blenden zum Beispiel.

Die letzten Tag waren recht aufregend und nicht so ganz lustig. Zuerst versagte die Waschmaschine (keine vier Jahre alt, aber abgelaufene Garantie, klar doch) mitten im Programm ihren Dienst. Es rührte sich nichts mehr, selbst zum Öffnen der Tür musste ich sie sehr lange überreden. In der Service-Wüste Fernost lohnt es sich bei unklarer Diagnose nicht, einen Reparateur aus der fernen Hauptstadt anreisen zu lassen; Reise- und Diagnosekosten ergeben die halbe neue Waschmaschine, die eventuell mögliche Reparatur garantiert mehr als die andere halbe. Also kurzentschlossen zugeschlagen und einen Waschtrockner mit Grantieverlängerung auf fünf Jahre gekauft, der seinen Härtetest unter anderem auch mit einer Ladung strahlend weißer kuschelweicher Schlüppies mit Bravour bestanden hat. Also nie wieder Massen von Schlüppies auf die Leine zwicken, genial (ich hatte das nicht so wirklich mit aller Konsequenz zuende gedacht, als ich den Gatten gezwungen hatte, auch täglich die Schlübber zu wechseln, wenn ich das mal hier sagen darf ;-)) !!!

Der nächste Kandidat war dann der Herd. Knapp drei Jahre, zum Einzug hier gekauft, grrrrr. Er überrraschte uns mit einem großen Sprung im Ceranfeld. Wäre eh kein Garantiefall gewesen, egal wann. Und da wir immer bei Misslingen von irgendwelchen Dingen von eigener Unfähigkeit ausgehen, bemerkten wir erst im Extremmodus, dass auch der Thermostat irgendwann klammheimlich den Geist aufgegeben hatte und sich damit dann schlagartig steinharte Kekse, verkohltes Geflügel, Plüschpüschelchen-Kuchen und andere Spezialitäten von selbst erklärten. Das eigens angeschaffte Ofenthermometer zeigte dann bei der Einstellung 180° erstaunliche 300°, wahrscheinlich aber nur, weil es ja weiter hoch nicht kann. Auch hier kommt das Ding mit der Servicewüste Fernost zum Tragen und so zog gestern ein neuer Herd ein. Man darf gespannt sein. Müßig zu sagen, dass die Kühlkombi auch schwächelt? Also lieber stricken und nicht dran denken. Eventuell Aluhut basteln, mal sehen…

Neu auf den Nadeln: Kago

Mal wieder mache ich meinem Hobby der Quartalsbloggerei alle Ehre, wochenlanges Schweigen im Walde und dann: Zuschlagen! Aber das ergibt sich halt so.

Vielleicht habe ich es schon mal verraten, aber derzeit betrachte ich mich als einen der größten Fans der Designerin Claudia Eisenkolb (Himawari). Da waren der Sel Gris, der Amburgo (jeweils in zweifacher Ausführung), der Pimenton (erst einmal), der Sumu und jetzt der Kago. Nigella (einmal schon vergurkt, eigene Schuld, wieder schlauer gewesen…), Jushi und Directions hängen noch in der Warteschleife. Kann man jetzt als fantasielos und einseitige Orientierung ansehen, mir gefällt das alles super und bis auf eigene Verschlimmbesserungen meinerseits passt und sitzt das auch. Etliches hängt auch noch auf der Planungsrolle… Mir gefallen einfach ihre einfachen Formen mit klaren Linien und Mustern, die gut nachzustricken sind. Soweit die (unbezahlte) Werbung.

Gerade habe ich das neuste Werk aus Claudias Designschmiede auf den Nadeln, den Kago. Die Anleitung hatte ich schon gekauft, ehe ich mir das Teil so richtig angeguckt hatte. Er wird aus ziemlich dickem Garn gestrickt, ich habe so ein Acryl-Mischgarn, ebenfalls von Hobbii, gewählt, da es das einzig vorhandene in dieser Stärke war und verstricke es mit Nadeln 4,5 mm. Entsprechend schnell geht es voran und die Hälfte ist bereits überschritten. Kago-01

Gestartet wird am linken Ärmel, der mit einem re/li-Strukturmuster in der Runde gestrickt wird. Daran schließen sich Vorder- und Rückenteil an, über den rechten Ärmel geht es dann dem Ende entgegen. Was wäre nun eine Modellbeschreibung bei mir ohne Gemecker! Hier ist es das Garn. Soooo billig, wie es daher kommt, war es dann doch nicht. Diese angebliche „Jeans“-Färbung ist maximal unregelmäßig, mal gar nicht und mal heftigst, wie man oben gut sehen kann. Dazu ist es extrem leicht und aufgepufft, so dass sich der mit kurzen Linksrippen stabilisierte untere Rand doch nach innen krempelt.

Aber als fixes Zwischendurch stricke ich ihn fertig und überlege dann, ob ich ihn evtl. aus „richtigem“ Garn nochmal starte.

Der Stand der Dinge

Die Zeit vergeht, das Wetter ist nicht der Rede wert, die Natur bereitet sich auf den Frühling vor. Auf den Feldern nahe der Oder sieht man jetzt riesige Ansammlungen von Schwänen, die sich viel zu erzählen haben und dabei für die Bauern Unkraut zupfen; ach nee, die haben ja Glyphosat! lecker Feldsnacks naschen. Sie haben hier eine große Fluchtdistanz, da sie die Nähe der Menschen nicht gewohnt sind, umso mehr passen aber auf ein Foto. Schwaene

Unser Wochenendausflug bescherte uns dann Aprilwetter vom Feinsten, was aber beim Start noch nicht abzusehen gewesen war. Ich fand es dann sehr schade, „nur“ das Handy dabei gehabt zu haben, mit der Kamera hätten sich viel schönere Fotos schießen lassen…

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Das Licht wandelte sich rasend schnell, es war ein tolles Schauspiel!

Stricktechnisch geht es auch locker voran, mein „Sumu“ ist fertig und ich bin am Ende stolz auf mich, in welch astronomisch kurzer Zeit ich dieses Teil aus so dünner Wolle mit 3er Nadeln fertig hatte (dafür hängt er ziemlich schief auf der Minna, jetzt aber noch auf der Leine, so dass ich es nicht ändern kann 😉 ).IMG_1255

Dieser Pullover von Claudia Eisenkolb ist das Ergebnis einer Blitzverliebtheit, von der ich überfallen worden war und gegen die ich keine Chance hatte. Er wird von oben in einem Stück gestrickt, so dass man eigentlich nix verkehrt machen konnte. Eigentlich. Da ich ja nicht „man“ bin, konnte ich sehr wohl. Irgendwo, ziemlich weit unten schon, fiel mir bei eine Anprobe auf, dass das Hinterteil gut 10 cm länger war als das Vorderteil. Panik !!!! Ribbeln? Neee, dann wäre er in die Ecke geflogen. Sinnieren. Erleuchtung. Ich stricke, bis die hintere Länge stimmt und fülle das vorne dann mit verkürzten Reihen auf. Und was soll ich sagen – es hat geklappt! Wenn man es nicht weiß, dann sieht man es auch nicht. Die Schrecksekunde:

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Da half kein Zuppeln, Zupfen und Ziehen, das war vergeigt, aber sowas von. Und ich weiß immer noch nicht, an welcher Stelle mir das gelungen war, die Ärmel sind am Bündchen gleich breit, der Ausschnitt stimmt – nuja, am Ende zählt das Ergebnis und mit dem bin ich zufrieden.

Werbung (unbeauftragt, selbst bezahlt): Technische Daten: Garn: 450g  „Dream Color“ 400 m / 100g von Hobbii, 450 g, Nadeln 3,0.