Off Topic: Brandenburg wählt

Da dies hier ein Strick- und Plauderblog ist, bleibt eigentlich total außen vor, dass ich ein sehr politischer Mensch bin und schon immer war, was mir letztlich im ersten Leben auch die ersehnte berufliche Karriere versaut bzw. verwehrt hat – aber das ist jetzt nicht das Thema. Thema ist, dass wir am übernächsten Sonntag zur Wahl gerufen sind und der Wahlkampf hier in Brandenburg tobt wie nie zuvor, denn es geht um sehr viel, wie immer um Machterhalt, klar, aber es geht auch und ganz besonders um das Ja oder Nein zur AfD. Letzteres soll hier auch nicht das Thema sein, sondern der in meinen Augen eher abartige dummdreiste Parolen-Wahlkampf der Grünen.

Ich sehe das so, dass sich die „Grüne Elite“ in der Landeshauptstadt ausgedacht hat, wie das landwirtschaftlich geprägte Leben in der Fläche, besonders am Rande wie hier im Oderbruch, so aussehen könnte und wie es ihrer Meinung nach künftig auszusehen hätte. Das eingeborene Landvolk, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, unter anderem diese grüne Elite, auch wenn sie modisch vegan daherkommt, mit den Produkten seines Schaffens angemessen zu ernähren, kann dem nicht oder nur sehr schlecht folgen.

Besonders schwer daneben ist somit diese eigenartige „Hallo –Tschüss…“-Plakatkampagne. Eines der beliebtesten Werke aus dieser Serie ist hier im Dreh „Hallo Fahrrad – Tschüss Blechlawine“. Kommt großartig, wir liegen einkaufs- und versorgungstechnisch beispielsweise im guten Mittelfeld, heißt, der nächste Supermarkt ist nur 12 Kilometer entfernt, das geht aber auch ganz anders. Von Kultur und ähnlichem wollen wir mal gar nicht reden. Da kommt dann „Hallo Dorf – Tschüss abgehängt“ sehr passend ins Spiel. Das lasse ich mal unkommentiert so stehen und frage mich jedoch, was mir „Hallo Kinder – Tschüss Armut“ sagen soll. Die paar Kinder, die es hier gibt, sind nicht arm, es fehlt ihnen nur an Angeboten in der Nähe, denn für die ist überhaupt kein Geld da; und so kommt dann wieder die Blechlawine ins Spiel, man karrt sie viele Kilometer weit zu entsprechenden kindgerechten Aktivitäten. Und dann kommt mit Themenplakat-Landwirtschaft-400x566der regionale Knaller schlechthin. Und über allem die für mich nicht deutbare Parole vom „erneuerbaren Brandenburg“. Wie blöd ist das denn? Wer wurde denn gefragt, ob er erneuert werden möchte? Falls es da zwei oder drei Figuren geben sollte, dann wissen auch diese, dass all diese hohlen Thesen solche bleiben werden, da schlicht und einfach kein Geld da ist, und selbst noch so großartige grüne Ideale das nicht herbeizaubern können. Abgesehen davon hat man es hier nicht so gerne belehrt zu werden von Leuten, die nicht wirklich wissen, wovon sie überhaupt reden. Und das sieht dann so aus, steht am Straßenrand und begeistert mich: Grün

So, das musste mal gesagt werden und dazu stehe ich.

Sommergarten

wie in Ermangelung anderer aktueller Themen versprochen, hier nun ein kurzer Rundgang durch unseren Garten. Dieser nimmt Gestalt und Formen an, mir denen wir im Traum nie gerechnet geschweige, die wir je geplant hätten. Irgendwie ist das alles etwas monströs, aber doch irgendwie idyllisch…

Ein Blick auf unseren derzeitigen Dschungel erklärt, was ich meine (die Oberkante der Wetterstation liegt bei etwas über zwei Metern). Dschungel-03

Im Hintergrund in der Bildmitte steht die Korkenzieherweide, die vor genau zwei Jahren inklusive ihrer Umgebung so aussah: 0Grotte-01

Der Weg durch den aktuellen Dschungel wird eingerahmt von einem Riesenhibiskus, der kurz vor dem Knospenknall steht und so einem kaum zu bändigenden Trompetenblumen-Monsterbusch. Dessen Knospen sind wie Holz, es macht immer so nett „klonnnggg“, wenn man mit dem Schädel dagegen prasselt. Dschungelpfad

Auf der anderen Gartenseite geht es etwas geordneter zu, aber da ist auch noch Platz für Höhenmeter, was man schon am ehemaligen Stall ganz gut sehen kann;-)  Langsam habe ich mich aber überzeugen lassen, dass der Wilde Wein hier und genauso am Gartenhaus großes Potenzial hat, die Dächer zum Einsturz zu bringen. Diese sind zwar schön gedeckt, musste ja gut aussehen, aber das Gebälk darunter ist arg vom Zahn der Zeit angenagt. Und „vom Bewuchs zerquetscht“ ist leider kein Kriterium für einen Versicherungsfall….Stall-01

Ein kleiner Schwenk nach links bringt den Augustapfel mit ins Bild, der meint, seine Früchte wären reif. Mag ja sein, richtig schöne Schneewittchen-Äpfel, aber die schmecken so gar nicht, so dass ich über einen Austausch nachdenke, der Gatte will da aber noch nicht so mitgehen. Augustapfel-01

In dem Teich daneben unter den Seerosenblättern tobt das wilde Leben, abgesehen von Myriaden Mückenlarven, die jetzt aber von drei kleinen Rotfedern aufgeschmatzt werden, wohnt dort ein großer dicker Frosch, der aber leider sehr menschenscheu ist; man hört ihn eher, als dass man ihn sieht. Eine Ringelnatter hat in der Nähe ihren Unterschlupf; da sie oft im Teich unterwegs ist, fürchten wir das schlimmste für die Rotfedern, zu sehen ist leider nix und wir hoffen, dass sie es eher auf die dicken Wasserkäfer abgesehen hat oder einfach nur durstig ist oder schwimmen will.

Das Idyll wird vervollständigt mit einem Blick auf den ehemaligen „Pavillon“, dessen Gerippe so herrlich vom Wilden Wein auf der einen Seite bewachsen ist, auf der anderen wird er immer inniger von einer Wisterie umschlungen, eine große Strauchrose, ich glaube die heißt sinnigerweise „Veilchenblau“, kämpft bisher erfolgreich auf der Vorderseite gegen die wilden Schlinger an. Inmitten dieser Blätterlaube stehen neben dem Apfelsinenbäumchen Grill und Smoker, das Reich des Gatten, in dem er leider viel zu selten aber mit größter Hingabe die leckersten Sachen zaubert.

Pavillon

Soweit der Rundgang, einige Tropfen fallen gerade, aber wir hoffen inständig auf richtigen Regen. Auch wenn wir die amtliche Erlaubnis haben, aus dem Graben am Grundstücksende Gießwasser zu entnehmen, so ist das doch wirklich nicht das Gelbe vom Ei und äußerst mühsam und kräftezehrend…

Man muss langsam an den Winter denken…

…und anfangen, Schals zu stricken. Das waren meine Gedanken, nachdem ich gerade ein Pulloverprojekt voll an die Wand gefahren und mit Frust im Bauch nach einem Gestrick mit Spaßfaktor und Geling-Garantie gesucht habe. Gerade im rechten Moment fiel mir das tolle Schoppel-Heft „Knit the Cat 10“ ein, das ja einige sehr schöne Modelle enthält, unter anderem diesen wunderschönen Schal im Verkürzte-Reihen-Strick. Da der schon länger auf der Liste meiner Begehrlichkeiten ziemlich weit oben stand, durfte er jetzt auf die Nadeln. Da Wollkäufe derzeit eher verpönt sind, fand sich ein großes Knäuel geribbelter JaWoll Magic von ich-weiß-nicht-wann, das mal dieses Tuch war. Das Tuch war damals Strickspaß pur, aber ich kam mir darin absolut albern vor, es war so ganz und gar nicht meins und teilte dann schnell das Schicksal anderer Kollegen, die auch schon meiner Ribbelwut zum Opfer gefallen waren. Jetzt findet das Garn seine neue und sicher endgültige Bestimmung gemeinsam mit mehreren Resten gelb-bunter Sockenwolle. Das erste Segment von fünfen ist fertig und sieht so aus:

Knit-the-cat-10-schal-01 Ich bin restlos zufrieden und denke, das Teilchen ist auf dem besten Wege zu einem Lieblingsstück 😉 Da ja gerade die näcshte Hitzewelle im Anrollen ist, wird demnächst wieder reichlich Gelegenheit zum Stricken sein. Irgendwann dann wird auch dieses fantastische Brioche-Tuch an den Start gehen, im Moment bin ich dafür einfach zu hibbelig.

In den letzten beiden Wochen, die so herrlich kühl waren, haben wir wie die Wühlmäuse im Garten geschuftet, um all das bei der Hitze zuvor Liegengebliebene aufzuarbeiten. Inzwischen sind auch Himbeeren, Johannisbeeren und Sauerkirschen geerntet und verarbeitet. Es ist jetzt unser vierter Sommer hier im Oderbruch und  ich muss sagen, was den Garten betrifft, toppt der alle vorigen. Alles hat inzwischen ein wenig Struktur und Gestalt angenommen und es wächst, dass es eine Freude ist. Da macht auch die Gartenarbeit Spaß, wenn sie mit guten Ernten belohnt wird, gleich noch viel mehr. Demnächst kommt dann mal ein Gartenpost, dass Ihr wisst, wovon die Rede ist…

Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikations ist alles nichts – oder so

Heute war der Tag des Austausches unserer reklamierten Veranda-Möbel. Dazu gab es zwei Telefonate, die Terminvereinbarung und gestern die Lieferzeit-Nachfrage. Beide Male wurde mir freundlich Datum bzw. Lieferzeitraum genannt, beide Male fragte ich nach, was zu beachten wäre. „Nichts. alles, wie es auf der Karte steht“, war die freundliche Antwort. Auf der Karte stand, Möbel zum Austausch bereitstellen. Also räumten wir gestern alles aus, dazu die Veranda leer für gut Platz bei der Umtauschaktion. Pünktlich zu der vereinbarten Zeit schlug das Lieferauto auf, zwei sehr freundliche Polen, die des Deutschen gut mächtig waren, balancierten zwei kleine Pakete rein. Vor unseren Augen standen riiiiesige Fragezeichen, nachdem die entsprechende Frage mit „ja, das ist alles!“ beantwortet worden war.

Großes PowWow. Dann wurden die Pakete einfach aufgeschlitzt, das Rätsel klärte sich sofort, es handelte sich um die Fronten der Schubladen und die Türen. Alles war klar, denn das waren ja die betroffenen Teile.

Aaaaaber – ein Wort aus dem Service-Zentrum hätte uns all die Rennerei und Schlepperei bei der Hitze gestern erspart und wir hätten das längst auch aus der Filiale abholen können.  Aber jetzt ist alles gut, der Gatte montiert im Schweiße seines Angesichts bei locker 30° die neuen Fronten und ich hoffe nichts mehr, als dass nun auch alles passt 😉

Diese blöde Planlosigkeit…

Nachtrag:

Beschluss gefasst: Das Ding kommt weg.Das wird nix vernünftiges.

…hat mich mal wieder überwältigt. Und so stricke ich nicht „Jushi“ aus SoSoft, wie ganz oben auf der Tapetenrolle festgepinnt, sondern ein Frühjahrsputztuch von Herrn West. Dieses Tuch hat so gar nichts, was einen hochreißen könnte, er kann es besser, sag ich mal, aber andererseits hat es insofern was, als dass man mal wieder Reste verwursten kann. Also kaufen (20% Einführungsrabatt ließen den Preis erträglich wirken), ran an die Nadel und los.  Der Einfluss auf die Restemengen ist marginal, aber das Gestricke macht Spaß. Es ist mindless, was immer man nebenher machen kann, es richtet keinen Schaden an, sofern man nur an den rechten Stellen wendet. Diese können mittels maximal zwei Markern eindeutig festgelegt werden, als keine Gefahr. Dumm ist, dass nebeneinander aufgereihte Garne, die man zu diesem Tuch kombinieren möchte, nebeneinander aufgereiht völlig anders wirken, als dann nebeneinander gestrickt. Ist jetzt auch egal, ich zieh‘ das durch, so! spring_cleaning_01.jpg

(kann Werbung durch Zeigen enthalten, ist aber alles selbst bezahlt und nicht beauftragt)

Serviceparadies D

Endlich kann ich mal wieder richtig meckern und werde das jetzt auch mit Genuss tun 😉 Der Frustverursacher ist einer der großen Möbelmärkte hierzulande, der unter anderem auch mit tollem Service protzt – wie alle eben, muss man demzufolge auch nicht so ernst nehmen.

Dort kauften wir vor gut zwei Jahren nach der Sanierung unserer Veranda Möbelstücke für dieselbe. Ich weiß ja nicht, wie Ihr es haltet, aber wir haben uns angewöhnt, nichts Bestimmtes im Sinn zu haben sondern halt „mal gucken“ zu gehen, so ist man einfach flexibler bei der Auswahl. Es klappte auf Anhieb und weiße Hochglanzmöbel zogen ein, die passten, wie extra angefertigt – die Freude war groß. Bis dann irgendwann die Frontfolien an den Schubfächern und Türen anfingen sich zu lösen. Erst ein bisschen, dann ein bisschen mehr und dann ganz massiv.

Überzeugt, die Garantiezeit wäre vorbei, grollten wir vor uns hin, bis es mir gelang, die AGB der Kette zu finden und da stand versteckt und verschämt, dass man 2 Jahre Garantie gewähre.  Hollaa!!!! Es waren gerade noch ein paar Tage bis zum Ablauf der Frist, also schrieb ich schnell eine Reklamationsmail und harrte der Dinge, die da kommen würden. Und tatsächlich, es kam eine Mail zurück, deren Inhalt doch ernüchternd war; man teilte lediglich mit, die Beanstandung an den Hersteller geschickt zu haben und „falls dieser sich melden sollte“ mir Bescheid zu geben. Aha. Also habe ich noch einmal nachgehakt mit dem Hinweis auf ihre Grantiefristen und bekam – gar keine Antwort mehr. Inzwischen habe ich ein eher un-nettes Schreiben an die Geschäftsleitung dieses Marktes und des Hauptsitzes der Kette komponiert, diese aber noch nicht abgeschickt.  Und heute kommt ganz unverhofft eine Postkarte ange-roller-t, auf der steht: „Es ist soweit! Ihr Austauschteil ist eingetroffen! Die Austauschteile bitten wir Sie bei der Abholung mitzubringen bzw. bei Lieferung bereitzustellen…“

Nun dachte ich, die Austauschteile würden wir bekommen, nein, wir sollen sie hinbringen. Nuja, der Gatte meint, ich solle nicht immer so krümelkackerisch daher kommen, es wäre doch schon so gemeint, wie wir uns das denken. Okay, nehmen wir es an. Aber ich denke nicht daran, diesen Kram da wieder hinzukarren, aber ehe ich mich darüber aufrege, muss ich erstmal telefonieren und versuche inzwischen, die Nachricht als „prinzipiell gut“ zu verinnerlichen.

Das alte Lied…

Kurz hatte ich ja schon angedeutet, dass das nächste Svetlana-Gordon-Design frisch nach seiner Veröffentlichung auf Ravelry sofort auf meine Nadeln musste. Die Notwendigkeit dafür ergab sich auch aus dem Vorsatz, mal den vielen Resten beizukommen. Löblich, oder? Und da ich es bunt mag, genau wie Frau Gordon, mussten es bunte Reste sein, die auch schnell gefunden waren.

NoNa-Wool, übrig von mehreren Projekten und bestens geeignet. Ein Blätterstreifen in grün-bunt war schnell fertig, der zweite in orange-braun ebenfalls. Bohemia-03

Ein weiterer in orange-braun sollte folgen (es soll ein Schal werden und keine Stola) und – man ahnt es – der verbleibende Rest reicht natürlich nicht, es fehlen ca. 30 Gramm. Es ist ein Kreuz, nachbestellen ist ja einfach, zumal das Garn auch noch vorhanden ist, aber dann hab ich ja wieder einen Rest….

Dann ist auch noch die Frage zu klären, womit ich dann den Freiraum zwischen den Blättern auffülle, in erster Linie, mit welcher Farbe, eventuell so in Richtung dieses hellen Beige an den inneren Blättern. Also ist erstmal wieder Sinnieren angesagt, aber wie immer – eine Lösung wird sich finden. Bohemia-05

Hertha pennt

Endlich haben wir es mal wieder in den Berliner Tierpark geschafft; das geht jetzt nicht mehr so überaus fix wie in der alten Heimat, aber doch schnell genug, um es öfter mal auf die Reihe zu kriegen…

Der Park hat ja nun seit einiger Zeit einen neuen Chef, den früheren Münchner Zoodirektor Knieriem, der die jahrelange Misswirtschaft unter dem vorigen Direktor, der für ausgewählte hoch angebundene Freunde gerne schon mal Zebra-Essen veranstaltet und den Affenfelsen durch Verkauf der Bewohner entvölkert hatte. Aber das ist ein anderes Thema, ich wollte von unserem Ausflug berichten.

Wie die meisten Besucher wollten wir natürlich auch das kleine Eisbärchen Hertha sehen. War eher enttäuschend, da wir zur Mittagsruhe eingetrudelt waren, Eisbären am Chillen hieß es da nur. Man muss schon genau gucken, um das Bärchen überhaupt zu sehen… Für Interessierte: Auf Instagram hat der Tierpark Berlin einen Account mit etlichen lustigen Videos – derzeit vor allem mit Hertha.0-Hertha-01Weiter ging es in gemütlicher Runde, bis wir auf eine neue Attraktion des Parkes aufmerksam wurden, die Flugshow. Da der Gatte ja noch mehr als ich auf alles abfährt, was Federn hat, war das dann ein Muss. Wir wurden nicht enttäuscht, denn Wüstenbussard, Weißkopf-Seeadler, Uhu und Geier zeigten artig ihre Künste. Die Falken waren etwas zickig, aber am Ende waren alle aus den Bäumen zurück. Alle Darsteller sind im Park geschlüpft und werden dort trainiert. Und es ist schon beeindruckend, wie sie knapp über den Köpfen der Zuschauer dahingleiten und man sie förmlich grinsen sieht, wenn selbige Respekt und vielleicht auch ein bisschen Angst zeigen…

Das majestätische US-Wappentier, das nach einer Runde um die Bühne… 0-Adler-01

….erstmal schnaufend auf seiner Hütte hockt und bewundert werden will: 0-Adler-02

Uhu und Falke zeigten sich etwas williger den zahllosen Papparazzi gegenüber und hielten hoheitsvoll still; nur das Einklappen des Uhu-Ohrpuschels zeigt verhaltenen Unwillen:

Weiter ging es zu den Varis. Diese lustigen Langschwänzer kann man fellnah erleben und sie sind neuerdings handzahm. Zum Glück klauen sie auch nicht, also kann man sie ganz entspannt bewundern. Der Begriff „Seiltänzer“ bekommt hier eine ganz neue Dimension 😉

Am Ausgang dann wurden wir noch staunende Zeugen einer Baumstachler-Eigenwilligkeit: Dieses Tier kletterte bedächtig auf seinen Baum-Ausguck, pinkelte versonnen runter, um dann wieder abzusteigen. Macht es ihm einfach nur Spaß oder steckt ökologisches Handeln dahinter? 0-Porcupine-01

Egal, er ist ein drolliger Geselle.

Vieles im Park ist im Umbau, einiges neu, gute Gründe, ihn nun doch öfter mal wieder zu besuchen. Gucken, wie die kleinen Tiger wachsen, 0-Tiger-01die Gibbons auf ihrer Insel toben,

und vor allem, die große Knipse mitzunehmen, um nicht auf diese schwiemeligen Handy-Fotos angewiesen zu sein …

Bunte Wellen vollendet

Derzeit schwirrt mir nur so das Hirn von Ideen für unzählige „Must Haves“, dass es fast überstrickerische Anstrengungen braucht, brav Reihe für Reihe an einem WIP zu werkeln, auf dass es ein Finished werde. Das ist mir jetzt bei dem Lavender-Schal von Svetlana Gordon gelungen. Das aber auch nur, weil entgegen aller Pläne schon das nächste Werk dieser genialen Designerin auf die Nadel musste.

Hier aber erstmal der Lavender; mit Nadeln 3,0 ist er 185 x 35 cm groß geworden und es stecken 190 Gramm Malabrigo Mechita drin.

Lavender-02

Das Ergebnis war die Frickelei allemal wert und über die wie immer enormen Farbunterschiede bei den Malabrigos kann ich hier großzügig hinwegsehen.

Lavender-05

Habt einen schönen Sonntag; wir warten noch immer händeringend auf endlich mal ein paar Regentropfen und fürchten schon wieder so einen gigantische Dürre wie im letzten Jahr.

Dies und das

Ostern naht und den Gatten hat es schon wieder heftigst auf die Bretter geknallt. Schwerste Entzündungen wüten wieder in verschiedenen Organen und wir hoffen inständig, dass er Ostern nicht doch noch im Krankenhaus verbringen muss. Das Hammer-Antibiotikum, das er nun wieder schlucken muss, nachdem er sich noch längst nicht vom letzten Mal erholt hatte, verursacht neben vielen anderen Nebenwirkungen extreme Sonnenempfindlichkeit. Jetzt, wo sie sogar zu Ostern mal scheint, ist das eine Extra-Strafe, nicht raus zu können. Da Jammern bekanntlich auch nichs ändert, werden wir irgendwie versuchen das Beste aus der Situation zu machen – für mich heißt das natürlich kampfstricken, aber das hauptsächlich im Garten, der sich ja jetzt von seiner schönsten Seite zeigt.

Mich zwiebeln ja die Schätze vom Wollefest ungemein, aber der Vorsatz lautet mal wieder, erst mindestens zwei UfOs fertig bekommen. Das wären dann dieser Pulli, nichts Aufregendes aber schön neutral und warm (also der Jahreszeit entsprechend und perfekt zum Sofa passend;-)). Pulli-02Das Gute hierbei ist, dass die Ärmel so gut wie komplett sind, jetzt geht es immer nur rundherum bis die Wolle alle ist.  Und wenn das so richtig schwer langweilig wird, dann stricke ich ein paar eher mühselige Reihen am Lavender-Schal, der zwar langsam aber stetig wächst; ein Viertel habe ich immerhin schon geschafft.

Lavender-02

Danach darf dann das erste der neuen Schätzchen auf die Nadeln. Probestrick mit Maschenprobe ist schon erledigt und ich bin hellauf begeistert! Entstehen soll dann der „Jushi“ von Claudia Eisenkolb, ich denke, das passt.

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Habt es gut, gesunde und erholsame Ostertage Euch allen!


(Enthält möglicherweise Werbung durch Nennung von Namen)