Werbung – aus Überzeugung

 

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Ich hab es getan! Nach so viel Ärger und rausgeschmissenem Geld für diese unsäglichen Plastik-Wollnuddeln (bis auf meine erste, die hat geschuftet bis zum bitteren Ende – RIP) habe ich mir nun dieses Schätzchen geleistet.

Gestern kam es weitgehend vormontiert an, 0_wickler-02

gerade habe ich es end-zusammengebaut und das erste Probeknäuel gewickelt. Absolute Spitzenklasse!

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Gewöhnungsbedürftig ist das horizontale Wickeln, ich denke aber, das soll nicht das Problem sein. Ansonsten gibt es absolut nichts zu beanstanden und dieses Teilchen wird mich nun ganz sicher bis ans Ende all meiner Stricktage begleiten.

Ich hatte doppeltes Glück, denn in Bezug auf dieses Gerät, das in 100% Handarbeit von einem estnischen Holzkünstler gebaut wird, hieß es immer, dass man eine mehrmonatige Wartezeit einkalkulieren müsste. Also schrieb ich eine Bestellmail, in der ich auch ausreichend Geduld bekundete und erhielt dann postwendend die frohe Botschaft, es seien einige vorrätig, so dass es sofort zu mir kommen könnte. Also Geld überwiesen, Versandanzeige erhalten und so war innerhalb einer guten Woche der Deal komplett. Auf ein Wollpaket, das innerhalb Deutschlands unterwegs ist, warte ich inzwischen schon über eine Woche… Aber bis es irgendwann vielleicht doch noch ankommt, kann ich ja massig schöne bunte Knäulchen wickeln, ein bisschen Wolle hab ich ja noch auf Vorrat ;-)))

Wäääärbunnnng!

Nochmal Klartext: Werbung durch Vorzeigen der Einkäufe. Pöse. Mach ich trotzdem.

Fangen wir aber harmlos und werbefrei an: Heute hat der Gatte Geburtstag. Von Jahr zu Jahr mehr wünscht er sich für diesen Tag, dass der einfach so vorüber geht und keiner Notiz davon nimmt. Da ich nicht keiner bin, nehme ich sehr wohl Notiz davon und versuche das eine oder andere Wünschlein zu erfüllen; heuer war es ein Gutschein für anteilige Kostenübernahme bei seinem nächsten Hochsee-Angeltörn – bin ziemlich groß damit rausgekommen;-)

Zur Feier des Tages wollten wir dann trotz (oder gerade wegen) Sauwetters in unser Lieblingscafé nach Oderberg fahren, was wir getan haben. Uns empfing leider ein Zettel im Fester, der aufklärte, dass bis Monatsende Urlaub ist. Waaaah… Und weit und breit kein anderes ähnlich nettes Etablissement in Sicht. Also wenigstens nach Polen an die Tanke (Super für 1,08 € – na, wer wird da nicht neidisch?), bissi Kuchen eingekauft und zurück ins nasse Heimatdorf.  Und hier hatte die nette Postfrau mir doch glatt ein Wollpaket vor die Tür gestellt, was für eine Freude, so hatte also auch ich mein selbstfinanziertes Geschenk, auch ohne Geburtstag.  Frau Fadenkram hatte nämlich auf Instagram (auch Werbung?) einen neuen Wollshop entdeckt, der aufgrund seiner heftigen WSV-Werbung auch wirklich nicht zu übersehen war. Und hier gab es auch jede Menge Farbverlaufswolle, die mich immer und unweigerlich zu Kaufhandlungen zwingt animiert verführt – passt alles, man suche sich das harmloseste aus 😉 Ja, und heute war sie da. Zeig ich auch gleich mal.

Da wären dreimal je 200 g „Tonga“, ein Mischgarn aus Acryl, Wolle und Alpaca (jaja, beißt super!) in eher gedeckter Farbigkeit.

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Und dann viermal je 200 g Dream Colour aus 100% Wolle, die mich eigenartigerweise nicht beißt, sollte demzufolge Merino sein.

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Mit den beiden mit Grünverläufen und den beiden mit Rot/Lila-Verläufen will ich genau wie mit den beiden im Bild oben äußeren Tonga-Sorten versuchen, ein Ton-in-Ton-Mosaik-Gestrick zu werkeln, bei dem sich im Idealfall nirgendwo gleiche Farben treffen. Hahaha, ich weiß, schweres Ding, aber Versuch macht kluch, weiß man ja.

So, das ist der aktuelle Stand; jetzt gehe ich noch ein wenig das Geburtstagskind flauschen, er hat es sich verdient. Zu unserer ganz großen Freude gab es diese Woche nun auch endlich die frohe Botschaft, dass die Nachwehen seiner OP im August nun offenbar überstanden sind und alles wieder im grünen Bereich ist. Eine riesengroße Erleichterung machte sich breit und seither läuft der Herr Fadenkram mit einem seligen Lächeln auf dem Gesicht umher und schmiedet Pläne für Haus und Garten…

Weihnachten ganz unspektakulär

Das wollten wir schon immer mal: Weihnachten ohne allen Stress, total entspannt, nur nach den eigenen Vorstellungen. Und so wird es dieses Mal für uns auch sein! Der Sohn hat Probleme mit Dienstplan und Schichtdienst, den Rest der Zeit möchte er – frisch verheiratet – ganz sicher zu zweit mit seiner Angetrauten verbringen. Wer wenn nicht wir hätte da nicht vollstes Verständnis!

Und so war der Auftakt zum Fest heute ein spontaner Ausflug an die Ostsee, nach Zinnowitz auf der schönen Insel Usedom. Vorab mal kurz nach Greifswald, das zur genau passenden Zeit aus seiner Fassung gepurzelte Brillenglas (Strickbrille – geht ja gar nicht!) wieder einmontieren lassen. Hat perfekt und ohne jede Warterei geklappt samt Schraubenkleber. Dann fix auf die Insel. Es wehte ein steifer Wind, aber dafür konnten wir sogar ein paar Sonnenstrahlen erhaschen, was uns hier schon sehr lange nicht mehr vergönnt war.  00-Zinnowitz-01

Am Strand waren kaum Menschen unterwegs, ebenso auf der Autobahn, wo wir oftmals kilometerweit alleine unterwegs waren. Hinzu und auf dem Rückweg erst recht – das  hatten wir noch nie – in beiden Richtungen nach Auffahrt auf die Autobahn für entspanntes dahingurken Tempomat einschalten und erst bei Abfahrt nach ca. 120 Kilometern wieder ausschalten. 00-Zinnowitz-02

Auf der Rückfahrt irgendwo nett zu essen hat natürlich nicht geklappt, das haben wir dann zuhause nachgeholt – traditionell mit Bratwurst und Sauerkraut.  Dann gemütlich unter’m Weihnachtsbäumchen Bescherung und Tagesausklang – so könnte von mir aus jeder Heilige Abend ablaufen!

Euch allen wünsche ich ein ebenfalls entspanntes, gesundes und harmonisches Weihnachtsfest – genießt es!

Protzpost

Eiskalt erwischt hat mich doch letzte Tage der Fotograf der weltbedeutenden „Märkischen Oderzeitung“ beim Daddeln Warten auf den Gatten. Während dieser bei der Doktorin seines Vertrauens ansaß, hatte ich Zeit, mich dem Shopping-Vergnügen hinzugeben. Da das aber spätestens nach einer Stunde (inkl. Eisbecher!) überhaupt kein Vergnügen mehr ist, hatte ich mich einfach zu dem einsamen Weihnachtsmann des Centers gehockt. Dort sah mich der Fotograf ebendieser Zeitung als lohnendes Motiv an und drückte ab. Und so kam ich dann samt roter Jacke in die Zeitung und ziere sogar als Aufmacher die Facebook-Seite der Regionalpräsenz des Blattes. Ja und irgendwas hat das wohl wie wir da so in gleicher Pose sitzen – ich nur nicht so verträumt, aber einigermaßen abwesend schon 😉

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Am Gesichtsausdruck während des Thriller-Lesens muss ich allerdings noch hart arbeiten….

In den Kasematten…

waren wir gestern zu einem sehr gemütlichen, originellen und liebevoll hergerichteten Weihnachtsmarkt im Küstriner Vorland. Hier, in dem winzigen Nestchen Gorgast hatte der der Preußenkönig 1883 nach dem Sieg über Frankreich innerhalb von sechs Jahren Bauzeit ein trutziges und gewaltiges Fort errichten lassen, das zusammen mit fünf weiteren das Gebiet um Küstrin schützen sollten. Dazu kam es nie, denn bei Fertigstellung war das Bauwerk militärtechnisch schon total veraltet und nicht mehr zu gebrauchen. Es diente dann nur als Depot und ist daher noch so ausgesprochen gut erhalten und kann jetzt sogar für private Festlichkeiten gemietet werden.

Uns interessierte dieses Gemäuer schon seit längerem und der jährliche Weihnachtsmarkt dort war nun das Signal. Und es war toll dort! IMG_0879Der äußere Ring mit polnischem Steinofen-Bäcker, hier zieht es heftig, aber drinnen dann war es warm und heimelig…

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Die Händler hatten gut Platz und mussten nicht frieren….  IMG_0874Es gab auch massig Trödel, in dem man herrlich wühlen konnte…

Auch Selbstgestricktes und -genähtes war vertreten. Wie so die Verkäufe waren, weiß ich nicht, aber dass ich für alle Zeiten von Märkten, bei denen ich hinter dem Tisch stehe, geheilt bin, das steht mal fest.

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Hier ist der Gatte dabei, mir „ganz heimlich“ eine Kleinigkeit (vermutlich ist sie grün und würde im echten Leben quaken ;-)) zu erwerben.

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Es gab sehr viele polnische Stände, liegt hier in der Natur der Sache, die Grenze ist keine 10 Kilometer entfernt, die das Angebot auflockern und bei Obst und Gemüse beispielsweise eine Fülle an wirklich heimischen Produkten zu unschlagbaren Preisen anbieten, darunter auch meine geliebten Boskoop-Äpfel….

Fazit, nach Wildschwein vom Spieß, vor Ort gebackenen Spritzkuchen (die Auswahl der Leckereien war mehr als schwer) und allerhand sonstigen Schätzen sind wir zufrieden und beeindruckt wieder abgezogen, zumal sich die Gänge dann schlagartig gefüllt hatten und der „gemeine Oderländer“ zeichnet sich ja unter anderem dadurch aus, dass er gerne an engsten Durchgängen verweilt, Mitmenschen zum Schwatze animiert und sich dabei pudelwohl fühlt… Den Stau hinter sich bemerkt er nicht.

Eigentlich…

…wollte ich heute endlich den neuen Superschal spannen. Uneigentlich hatte ich unerwarteterweise den Gatten mit einer gestern gaaanz leise angedachten radikalen dezenten Veränderung unseres Wohnzimmers hin zu etwas mehr Gemütlichkeit dermaßen angefixt, dass er heute nach dem Frühstück sofort anfing die Möbel zu rücken. Natürlich gehörte dazu, sie vorher auszuräumen, dazwischen, darin und dahinter tüchtig zu reinigen, minimalen Neuanschaffungsbedarf zu diskutieren, sich ständig den Schädel an der nun erstmal einsam herumbaumelnden Lampe einzurennen, die verrücktenschobenen Highboards wieder einzuräumen, vorher den Inhalt ebenfalls zu reinigen usw…. Das Gute an solchen Aktionen, die ich ja eher spontan mag, ist, dass man es dem Gatten erstmal ganz genau erklären muss, weil es ja nicht seinem Gehirn entsprungen und daher schwerer vorstellbar ist. Das gibt dann so eine Meinungsaustauschs-Geschichte, von der er immer behauptet, er käme mit seiner Meinung und ginge dann mit meiner. Egal. Jedenfalls haben wir im aktuellen Fall wirklich beide konstruktiv den Fall diskutiert, mit dem Ergebnis, dass unter anderem mindestens 2.000 Glocken gespart werden können, denn wir brauchen gar keine neuen Sitzmöbel, da man die vorhandenen, die ja auch noch recht neu sind, tatsächlich sehr gut passend umgestalten kann. Auch der Fernseher kann bleiben, denn er wird bis auf zwei bis drei Millimeterchen Luft in seine ihm zugedachte neue Position passen. Für den bisher viel zu großen Tisch zu dem Ensemble haben wir tatsächlich im erreichbaren Umkreis einen Glaser gefunden, der die Platte auf ein angenehmes Maß verändern kann und wird. Haaach, ich freu mich, denn schon jetzt in der Versuchsanordnung sieht das richtig gut aus! Leider bleibt allerhand Sofa von der riesigen bisher alles erdrückenden „Wohnlandschaft“ übrig, was schade ist und nach einigem schweren Nachdenken eventuell wenigstens teilweise doch noch irgendwo unterzubringen ist. Aber es ist keine Neuanschaffung angesagt, also hält sich der „Verlust“ dann doch in Grenzen. Nur – und nun kommen wir auf den Anfang der Geschichte zurück – fehlt mir jetzt der immer reichliche Platz zum Spannen großer und/oder langer Strickwerke. Aber das findet sich auch, darüber werde ich jetzt bei ein paar Runden Gestricke sinnieren, während der erschöpfte Gatte sein wohlverdientes Mittagsschläfchen hält….

F.E.R.T.I.G :-)

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Das war vorgestern. Endlose Reihen á 606 Maschen + endlose I-Cords lagen vor mir…

Und jetzt – es ist geschafft!!!

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Ja, das musste ich gleich mal zeigen… Morgen geht es dann ins Bad, danach auf die Streckbank. Ich bin ja so gespannt….

Verstrickt habe ich mit Nadeln 3,0 mm 213 g SoWo hangefärbt, 82 g handgesponnenes BFL und 65 g Ferner Lace – macht also 360 g und ich möchte das nicht noch einmal stricken 😉

Nix los hier

Außer den üblichen Hüftverbreiterern hat der liebe Nikolaus uns auch den Entschluss beschert (nein, nicht den, keine Süßigkeiten mehr zu essen, klappt ja eh nicht), in das nördlich gelegene Kleinstädtchen Angermünde zum traditionellen Gänse- und Weihnachtsmarkt zu gurken. Der Himmel war grau und feucht, aber wenigstens fiel nicht direkt so viel raus wie befürchtet. Da wir Pünktlichkeitsfanatiker sind, waren wir natürlich schon vor Eröffnung dort und waren schon da einigermaßen enttäuscht. Zwei Gänse- und diverse Fress- und Glühweinbuden, ein Kleinkinder-Karussell, das war’s.

Gaensemarkt

Selbst der Weihnachtsmann latschte überaus gelangweilt herum. Wenigstens wollten wir einen Happen essen und landeten bei der üblichen Bratwurst. Meine war nur alt, die vom Gatten war wohl noch älter, sodass ihm richtig fein übel wurde, was uns dann auf der Rückfahrt den Besuch im Lieblings-Café ersparte. Eine Gans haben wir auch nicht gekauft, die kriegen wir hier im Dorf für fünf Euro weniger das Kilo direkt von der Wiese und wissen, sie hatte dort ein feines Leben.

Hier an den Nadeln passiert auch nicht allzu viel, ich stricke tapfer an dem letzt gezeigten Schal von Svetlana Gordon und hätte ich nicht einmal unbemerkt die falsche Richtung bei einem neuen Segment (und damit auch bei den drei folgenden) gewählt, wäre die zweite Reihe fertig, so hab ich da noch drei Segmente und nur noch wenig Lust dazu. Der Hammer kommt aber erst, es werden dann 606 (ja, sechshundertundsechs) Maschen aus dem Rand aufgenommen, die dann hin und her gestrickt, dann kommt ein I-Cord drüber. Das Ganze dreimal, bis der Zusammenstrick-I-Cord das Ganze hoffentlich glücklich beendet. Ich hoffe, dass ich bis Weihnachten fertig bin 😉 jaja, ich weiß, die Endrunden vom Nuvem sind viel schlimmer, aber der war längst nicht so dermaßen frickelig ;-))

Zur meditativen Erholung zwischendurch habe ich dann ein bissel geribbelt. Mein Landlust-Tuch, das total die Form verloren hatte und den „Crazy-Stripes“, der schon ewig hier herumdümpelte, weil sich herausgestellt hatte, dass ich mir inzwischen zuviel Hüftgold einverleibt hatte und er einfach zu eng war. Und so leberwurstpellenmäßig mag ich das ja gar nicht. Also verwandelte ich das gute Stück auch größtenteils in ein lustiges Geribbel. In der Reihenfolge des Entstehens:

An das Pulloverfragment mit einem Ärmel (!) werde ich nun munter geringelt in leichter A-Form den Body anstricken und dabei versuchen, mittels trickreicher Knäule-Wechselei etwas breitere Streifen hinzubekommen. Aus dem Tuch werden wohl Socken, da ich diese Färbung aus den Anfangszeiten meiner Färbe-Karriere sehr schön finde.

Ja, das ist der Stand der Dinge. Strickzeit hab ich aus wettergründen (ja, es regnet tatsächlich auch hier mal!) reichlich. Und das Ziel heißt, diesen tollen Schal bis Weihnachten fertig zu haben.