Good Vibrations vollendet

Die Anfänge dieses handlichen kleinen Tuchs hatte ich ja im vorigen Post schon gezeigt. Jetzt habe ich es vollendet und bin sehr zufrieden; passiert ja auch nicht immer 😉 Good_Vi-06

Ich habe es etwas größer als angegeben gestrickt mit 14 statt 10 Rand-Dreiecken, da mir so ganz kleine Tücher nicht gefallen. Es bringt insgesamt 195 g auf die waage, 150 davon sind das „Hauptgarn“. Gestrickt habe ich mit Nadeln 3,0 und dafür ging das wirklich sehr schnell über die Bühne.

Evanescence fertig

Heute mal kein empörtes Gemecker, sondern die Freude über ein fertig gewordenes Strickstück. Der Patent-Tuch-Schal „Evanescence“ ist fertig und was soll ich sagen, das hat richtig, richtig Spaß gemacht! Nach anfänglicher Unsicherheit bei der Farbkombi habe ich dann die Rot-Variante gewählt und los ging das. Evane_09Da meine letzte Patentstrickerei schon eine ganze Weile her ist, ich bei einem neuen Versuch vor einiger Zeit jämmerlich gescheitert bin, war es eine Herausforderung, aber genau hierfür war diese Anleitung goldrichtig. Es ist eine einfache aber abwechslungsreiche und nie langweilende Strickerei, die auch in einer guten Zeit von den Nadeln sein kann.

Gestrickt habe ich mit Sockenwolle (400 m/100g) und habe von der Dunkelroten ca. ein Gramm übrigbehalten, die Helle war mit 72 Gramm dabei; gestrickt habe ich mit 3,25er Nadeln, was wohl keine ganz schlechte Wahl war, bei einem weiteren Versuch würde ich allerdings 3,0 mm bevorzugen. Evane_10

Und hier auch noch die Rückseite, die alle Fehler und auch die Abnahmestellen prächtig markiert 😉 : Evane_08

Winterweste fertig

In Windeseile hatte ich den Fehlkauf der Gomitolo Versione für den neuen Blätterschal von Svetlana Gordon umgelenkt in eine kuschelig warme Weste. Gestrickt mit Nadeln 3,75 ging das locker voran und ich habe einen tollen Warmhalter für den nächsten Winter.

Diese Wolle, Riesenknäule mit 700 Metern auf 200 Gramm, ist dick, warm und  Gomi_versi_02kuschelig sowie unwahrscheinlich ergiebig, so dass diese lange und ausreichend weite XL-Weste mit mal gerade 360 g ausgekommen ist. Super! Wenn ich mich dann aufraffen kann, werde ich noch einen I-Cord rundherum stricken, um die Abschlüsse ein wenig zu stabilisieren und diese hässliche Stelle rechts unten zu verbergen;-) Tailfeather-04

Nun endlich…

…ist es vollbracht und ich bin so froh, dieses Werk auch vollendet zuhaben. Man ahnt es schon, es ist wieder ein Design von Svetlana Gordon, über die Anfänge und Mühen damit hatte ich ja bereits hier und hier berichtet. Fertig gestrickt ist es demzufolge ja schon lange, die Problematik lag im Spannen, denn mit stattlichen 2,60 Metern hat der Schal eine Länge, die man nirgendwo mal so eben einen Tag lang aufspannen kann. Meist passiert das dann auf meiner Liege und die Frage heißt dann, trockenen lassen und auswärts schlafen oder wie oder was? Und nun – taadaaa:

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Es stecken 360 g Wolle darin, 82 g handgesponnenes BFL, 65 g Ferner Lace, die die hellen Anteile liefern und dazu dann 213 g handgefärbte lilabunte Sockenwolle, die ich zum Glück fast identisch nachfärben konnte.  Gestrickt habe ich eeeeewig mit Nadeln 3,0 zu einem Monsterschal von 2,60 m Länge und 35 cm Breite. Und gewiss ist, dieses Teil werde ich nicht noch einmal stricken, ja, nicht einmal an sowas denken!  Bissi Augenpulver?

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Man soll eben nie nie sagen ;-)

Noch vor drei Tagen hätte ich empört und belustigt gegrunzt, hätte mir jemand gesagt, dass ich innerhalb der nächsten beiden Tage zwei Topflappen gestrickt haben werde. Und genau das ist aber passiert. Getreu der früheren Da*none-Werbung „…irgendwann kriegen wir euch alle…“ bin ich schließlich auch dem Topflappenhype auf Insta erlegen, habe die Anleitung von Ducathi gekauft, ein bissel nichtsnutziges geribbeltes Baumwollgarn hervorgekramt und los ging das. ToLa-04Es ist einfach nach diversen Pullovern (die leider alle noch unvollendet sind) und Tüchern ein tolles Gefühl, so ratz-fatz-haste-nicht-gesehen, ein Strickstück fertig zu haben, das dann auch noch einen ganz praktischen Nutzen hat. ToLa-03Da die Farbkombi dann doch recht düster daher kommt, habe ich heute vormittag gleich einen zweiten angeschlagen, der doch ein wenig freundlicher wirkt, Reste gibt es wahrlich genug! ToLa-02

Die (deutsche) Anleitung ist durchdacht, klar und verständlich geschrieben und kommt mit wirklich pfiffigen Details daher, die diesen Lappen auch wirklich für seinen eigentlichen Zweck geeignet machen. Das doppelfädige Krausrechts-Gestrick mit relativ dünnen Nadeln gibt Stabilität und Dichte, die Cord-Rippen dazwischen verstärken das Ganze noch und halten es in Form. Und zu dem witzigen Aufhänger muss man weiter nichts sagen, er entzückt einfach!

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Das erste Pärchen wartet auf seinen Einsatz 🙂

Vorsicht: Enthält unverlangte und unbezahle Werbung!

Sumu II fertig

(Enthält Werbung – unbeabsichtigt)

Nachdem der erste Sumu so unerwartet schnell fertig geworden war, mir über die Maßen gefällt und noch die gleiche Wolle in anderer Farbe vorhanden war, war es eigentlich logisch, sofort die Neuauflage zu starten 😉 Außerdem wollte ich wissen, woher beim ersten diese eigenartige Längendifferenz gekommen war – das weiß ich jetzt: Von mir, einzig und allein von mir. Der Künstler und sein Werk sozusagen ;-).

Hier nun Sumu II (die technischen Daten finden sich beim ersten, ich schreibe sie nicht noch einmal auf); links vor dem Bade, rechts danach:

Man sieht, es hat allerhand Längenzuwachs gegeben, und genau das war beabsichtigt.

Sehr angenehm ist mir auch die sehr bequeme leichte Fledermausform der Ärmel, an die ich jetzt vor dem Zusammenstricken ein Bündchen angefügt hatte, eine weise Entscheidung, denn so flatterige Ärmel sind nicht mein Ding. Sumu2-03

Der Ausschnitt ist sehr schön angelegt, nicht zu tief, aber man schön noch ein Pulli oder eine Bluse drunter ziehen. Sumu2-05

Alles in allem, ich bin sehr zufrieden, zumal ich mich mit den Farben nun auch arrangiert habe, auch wenn es eine eigenartige Färbung für Industriegarn ist, keine Farbfolge ist gleich und die Farben selbst sind in den einzelnen Knäulen sehr unterschiedlich. Ich denke, ich habe daraus das bestmögliche gemacht…

William – RIP

Mit ganz viel Enthusiasmus hatte ich kürzlich meinen ersten Versuch in Color Work gestartet: Der „William“ war das Objekt meiner Begierde. Die MaPro stimmte (aus vielen Fehlern klug geworden, mache ich die jetzt fast immer) und mit Begeisterung startete ich genau nach Anleitung. Danach fängt das Teil mit einem Riiiiesenausschnitt an, den man nachträglich dann auf ein individuell erträgliches Maß verkleinern kann. Da geht das Dilemma schon los, denn man hüte sich vor dieser Geschichte, denn das sieht grauenhaft stümperhaft aus, man sollte da lieber vorab ein wenig rechnen und den Pulli dann so starten, wie man ihn am Ende haben möchte. Ich habe den nachträglichen Weg gewählt und war entsetzt. Viel entsetzter war ich aber, als die fertigen Karnickel mich lustig angrinsten und die erste Anprobe möglich war – ich war auf dem besten Weg zu einem gestrickten Vier-Mann-Zelt.

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Aus die Maus und Schluss mit lustig, die Enttäuschung war so groß, dass ich es gerade noch fertigbrachte, die Maschen zu zählen – ja, stimmte, und dann habe ich das Fiasko in Windeseile wieder in zwei Knäule verwandelt.

Was das Einstrickmuster betrifft – für den ersten Versuch waren die Hasen vielleicht etwas überdimensioniert, aber im Grunde fand ich mich damit schon ganz gut, für’s erste Mal jedenfalls. Ob ich diesen William noch einmal starten werde, weiß ich nicht, aus heutiger Sicht eher nicht, aber auf alle Fälle werde ich ein ähnliches Projekt nach einer gewissen Trauerzeit noch einmal in Angriff nehmen 😉

Inzwischen ist meine neue Strickbutze auch längst vollendet und ich bin damit nun glücklich und zufrieden. Der Gatte meinte schon, er freue sich immer sehr, wenn ich sie mal verlasse und sei es nur, um in der Küche nachzufragen, wann Essen fertig sei…

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Ein richtiges „Vorher“ gibt es nicht, aber bereits im Abbau sah die Ecke so aus:

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Man sieht den Unterschied und versteht sicher, dass ich mich Tag für Tag freue, diese Idee ausgebrütet und noch dazu unverhofft allerhand Stauraum für neue Wolle gewonnen zu haben.

Ganz verliebt

Getreu dem Motto „was schert mich mein Geschwätz von gestern“ habe ich es gerade unbezwinglich in mir gespürt, diesen Pullover von Stephen West zu stricken. Und zwar schnell. Und zwar sofort. Und zwar in Windeseile. Und ohne Unterbrechung. Und das ist gelungen.

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Die Idee dabei hat mich begeistert, erst recht, da es auch wieder ein Top-Down-Gestrick ist; nur mit der gerippten Passe hatte ich vorab so mein Problemchen. Es stellte sich aber heraus, dass da überhaupt kein Problem existiert, im Gegenteil, einen so genialen Halsabschluss hatte ich bisher nur sehr selten, wenn überhaupt. Die Anpassung an die menschliche Anatomie geschieht am Hals mittels einiger verkürzter Reihen, die hier wirklich unsichtbar sind, und der schrittweisen Verbreiterung der Rippen bis zur Ärmelabtrennung – einfach genial einfach.

Kunterbunte Reste in Hülle und Fülle waren schnell gefunden und mit 4,5er Nadeln und drei Fäden wuchs das Teil in Windeseile heran. Für die Passe und die Bündchen habe ich all die vielen Reste der Pittura verwurstet, zusammen mit einem Faden Drops Lace in Lila und einem dünnen Faden schokobraunem NoName-Garn. Zusammen dann so doppelte Sockenwollstärke.

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Lila und Braun habe ich durchgehend beibehalten mit jeweils kleinen oder größeren Resten Sockenwolle kombiniert. Das Quietschlila da mittendrin gefällt mir jetzt nicht mehr so, aber es ist nun mal drin und da bleibt es auch, war der Rest Ferner-Lace vom Ägypter-Tuch, musste halt auch mal weg 😉

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Jetzt habe ich also unverhofft einen wunderbar kuscheligen und warmen Winterpullover, der trotz seiner Dicke und Länge gerade mal 690 Gramm auf die Waage bringt. Jetzt muss er nur noch baden und dann warten wir gemeinsam auf den Winter…

Mosaikpulli geschafft!

Was lange die Nadeln blockiert währt, wird auch mal gut – oder so. Also habe ich den Mosaik-Pullover nun doch noch geschafft. img_0802.jpg

Das mit den Ärmeln war der Gau. Der Versuch von Armlöchern war ja sowas von schief gegangen. Nach laaanger Pause dann ribbeln und wieder neu hochstricken für gerade angesetze Ringelärmel. Zur Auflockerung mit zwei Mustersätzen in der Mitte und rund mit Ringeln gestrickt. Das ging in die Hose, weil das Muster sich doch sehr zusammenzieht und die Ringel dann gebeutelt haben. Also nur Ringel.

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Irgendwie muss ich völlig unbemerkt altersweise Geduld gelernt haben, jeder andere Pullover wäre schon längst in die Tonne Ecke geflogen. Apropos, man sollte niemals auf die Idee kommen, ein größeres Mosaikgestrick ribbeln zu wollen, man wird bei all der Dreherei dabei zu schnell total blöd in der Birne…

Gestern war Premierentragen und alles ist gut. Der Pulli sitzt und wärmt hervorragend, nur das klappt leider nicht allzu lange, denn es ist ja Alpaka drin, was mich bekanntermaßen und doch ständig ignorierterweise nun mal beißt. Vor allem am Hals.

Technische Daten: 580 g Drops „Nord“ mit Nadeln 3,5. Einfach drauflos gestrickt 😉

Sorry für die miesen Fotos, ist gerade kein Licht dafür. Wen es interessiert, die Farben sind Jeansblau (16) und Nebel (8) – wie passend, der verdüstert uns hier schon seit Tagen die Landschaft und die Stimmung…

 

Der nächste Streich

So ein wenig geht es doch voran mit dem UfO-Abbau. Einer der Kandidaten, die mir eigentlich am Herzen lagen, hat es nun zu seiner Vollendung geschafft. Es ist der (Achtung, Werbung!) Amburgo von Himawari. Hier hatte ich ihn schon einmal kurz vorgestellt, bin dann auch ganz gut voran gekommen, aber der letzte Ärmel hatte mir dann den letzten Nerv gezogen – oder so. Egal, das Ergebnis zählt, nicht der mühsame Weg dahin.

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Gestrickt habe ich ihn mit Nadeln 3,5 aus 600 g Panama von Rowan (das war Werbung), ein kühles weiches Garn mit allerhand Leinen und Baumwolle darin, das absolut nicht kratzt und damit sogar bei mir in direkten Kontakt mit der Haut kommen kann. Auf dem Foto oben stimmt auch die Farbe. Den Halsauschnitt, der gut gelungen ist, habe ich trotzdem noch mit drei Runden Rippe umstrickt, um das Untendrunter nicht so blitzen zu lassen;-)

In ganzer Pracht sieht das dann so aus:

Ich bin sehr zufrieden und hoch motiviert für die weiteren UfOs. Zwischendurch habe ich aber einen höchst gelungenen Beutezug gemacht – 950 Gramm (Achtung, Werbung!) „Björk“ von Lang Yarns. Björk-02

Ein federleichtes fluffiges und kuscheliges Garn überwiegend aus Merino, bei dem zwei Fäden in unterschiedlichem Farbverlauf nebeneinander her laufen. Auch wenn die einzelnen Farben etwas – naja schmutzig – wirken, gibt es doch einen netten Gesamteindruck. Bei der Menge kann das dann auch nur eine dicke Jacke werden. Nach all den Ufos ;-))))))))