Sumu II fertig

(Enthält Werbung – unbeabsichtigt)

Nachdem der erste Sumu so unerwartet schnell fertig geworden war, mir über die Maßen gefällt und noch die gleiche Wolle in anderer Farbe vorhanden war, war es eigentlich logisch, sofort die Neuauflage zu starten 😉 Außerdem wollte ich wissen, woher beim ersten diese eigenartige Längendifferenz gekommen war – das weiß ich jetzt: Von mir, einzig und allein von mir. Der Künstler und sein Werk sozusagen ;-).

Hier nun Sumu II (die technischen Daten finden sich beim ersten, ich schreibe sie nicht noch einmal auf); links vor dem Bade, rechts danach:

Man sieht, es hat allerhand Längenzuwachs gegeben, und genau das war beabsichtigt.

Sehr angenehm ist mir auch die sehr bequeme leichte Fledermausform der Ärmel, an die ich jetzt vor dem Zusammenstricken ein Bündchen angefügt hatte, eine weise Entscheidung, denn so flatterige Ärmel sind nicht mein Ding. Sumu2-03

Der Ausschnitt ist sehr schön angelegt, nicht zu tief, aber man schön noch ein Pulli oder eine Bluse drunter ziehen. Sumu2-05

Alles in allem, ich bin sehr zufrieden, zumal ich mich mit den Farben nun auch arrangiert habe, auch wenn es eine eigenartige Färbung für Industriegarn ist, keine Farbfolge ist gleich und die Farben selbst sind in den einzelnen Knäulen sehr unterschiedlich. Ich denke, ich habe daraus das bestmögliche gemacht…

Da ist noch viel Luft – nach unten

Eigentlich will ich ja diesen Blog frei von allem halten, was nach Politik riecht oder solche sein könnte. Auch wenn es in der gegenwärtig anscheinend massiv von Realitätsverweigerung geprägten fast schon hysterischen grünbunten Ver- und Gebotswelt durchaus ein paar Dinge gibt, die für mich akzeptabel sind, sofern sie im Rahmen der Vernunft bleiben. Dazu gehört das große weite Thema Verpackung und Verpackungswahn. Ja, ich gehe schon lange mit selbstgenähten Stoffbeuteln und/oder Filztasche einkaufen, stecke meine Bananen und Kohlköpfe nicht in Plastiktüten und trenne akribisch den anfallenden Abfall.

Leider kann man auf dem Sektor (noch) nicht allzuviel beeinflussen, ein tolles Beispiel gab es heute. Nachdem ich jahrelang unbemerkt fernöstlich giftgepanschte Blutdruckpillen geschluckt hatte, gibt es nun ein neues entsprechendes Medikament. Ich war tief beeindruckt! Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um die Jahrespackung, sondern um die Dreimonatsration von 98 Pillchen!

Und die kommt jetzt so daher:

Irbe1-1

 

Innen ist noch reichlich Luft – sowohl in der Schachtel als auch in den Blistern:

Und am Ende drückt man dann mühsam dieses Pillchen, das sich gerne in den Ecken versteckt, heraus:

Irbe3

Absolut irre, oder?

Getucked

(enthält unbeauftragte unbezahlte Werbung, mea culpa)

Nicht immer klappt es ja mit Begehrlichkeiten und der Realität danach. Aber mein neues Tuck-Buch ist jeden Cent wert, wobei ja Nancy Marchant als Autorin eigentlich ein Garant für Qualität und Gebrauchstauglichkeit ist – man denke nur an die fantastischen Brioche-Bücher!

An dem stürmischen Regenwochenende, an dem wir wirklich nicht mehr Outdoor als zwei Spaziergänge zwischen jeweils zwei großen Regentiefs geschafft haben, war ja jede Menge Strickzeit. Die habe ich genutzt, um allerhand Muster aus dem Buch in unterschiedlichen Garnarten zu testen. Das hat irre Spaß gemacht und es ist spannend zu sehen, wie sich die Muster in verschiedenen Garnstärken so entfalten und das auf Vorder- und Rückseite.

Die Muster haben sehr kurze Rapporte, sind logisch und einfach zu stricken, man braucht allerdings gute Konzentration. Mir will es einfach nicht gelingen, die Folgen von vier bis acht Musterreihen auf der schädelinternen Festplatte zu speichern. Für mich auch kurios ist die Tatsache, hier lieber den ausgeschriebenen Anweisungen zu folgen statt den Charts. Aber das liegt sicher an den vielen ungewohnten Symbolen, das wird sich geben 😉

Als erstes wäre da der Versuch mit zwei Restchen Malabrigo Mechita – (die Fotos zeigen jeweils links die Vorderseite, rechts die Rückseite – sicher wäre es ratsam gewesen, die Läppchen erstmal zu baden….):

Tuck-Muster-01

Dann mit dickem Garn (Drops Fine Merino) als Test für das angepeilte erste Projekt:

Tuck-Muster-03

Und zum Schluss dann die Suche für eine Muster-Alternative für diese total verkorkste „Spinat mit Ei“ – Jacke. Die wird nix, es sei denn, ich ruiniere mir total die Hände mit dem Muster, bei dem jede zweite Masche in jeder Reihe gehoben wird und die dadurch so quälend langsam nur wächst. Dafür wellen sich die vorderen Blenden dermaßen, dass man da auch irgendwie dran rumpfuschen müsste. Aber hier hat mich noch nichts so richtig überzeugt und der zweite Neustart sollte dann doch zum erhofften Ziel führen…

Tuck-Muster-02

Allerdings steht auch hier das Problem der ordentlichen Randmaschen/Blenden, da viele Reihen zurückgeschoben und doppelt gestrickt werden, das aber nicht unbedingt in regelmäßig abwechselndem Rhythmus. Aber irgendwas wird sich finden, noch sind sehr viele Muster zu probieren.

Wer will denn schon Planwirtschaft?

Immer, wenn der Mensch denkt, kommt irgendwas daher, das lenkt. Selten stimmen Denker und Lenker überein. Bei mir schon gar nicht. Daher sollte ich mal überlegen, ob es nicht besser wäre, Gewesenes zu  posten als Geplantes, denn das geht ja meist in die Hose. Wie der Plan „ich lerne jetzt Tuck Stitch“.

Denkste. Denn irgendeine höhere oder niedere Macht hat mich ganz fies und hinterlistig mal wieder zu Svetlana Gordons Shop gelenkt – „nur mal gucken“, nääch 😉 Und siehe da, was eine Überraschung, brandneu und taufrisch prangte da ihr neuer Schal „Lavender“ mit einem dermaßen aufregenden Muster, dass ich die Anleitung sofort haben musste. Bei Svetlana heißt „haben müssen“ auch zwangsläufig „probestricken müssen“.  Das tat ich – statt Tuck Stitch lernen, aber das rennt mir ja auch nicht weg ;-). Und hier die Ergebnisse:

Erster Kandidat war die Grün-Kombi aus Amitola und Pittura, beide von Louisa Harding. Und obwohl mir diese Farbigkeit weit besser gefällt als der zweite Versuch, musste das sterben, auch wenn genug Garn dagewesen wäre. Beide Garne sind struppig und splissig, so dass sich dieses teils fingerbrecherische Muster damit nicht mit akzeptablem Aufwand stricken lässt. Sehr schade. Der schwarz-lila Test zeigt dann auch, dass glatte gut gezwirnte Garne doch besser zur Geltung kommen und sich vor allem wesentlich besser verstricken lassen. Heißt, ich brauche Wolle! Und bei jedem Projekt der Designerin verstehe ich mehr, weshalb sie fast ausnahmslos Malabrigo-Garne, speziell Socks oder Mechita, verstrickt. Das werde ich dann am Ende auch tun. Und bis da nun Farben gewählt, bestellt und gelandet sind, kann ich dann doch noch das Tucken lernen 😉


Enthält unbezahlte und unbestellte Werbung durch Produktnennung

Sitze dann mal in der Ecke…

Endlich ist das heißersehnte (relativ) neue Buch von Nancy Marchant, der Brioche-Queen, bei mir gelandet (Amazon D verkauft es, aber es kommt direkt vom Verlag in den Staaten und das dauert halt…).  Tuck-02

Nach dem ersten Durchblättern würde ich mal so ganz laienhaft sagen, der „Tuck Stitch“ kommt zum großen Teil daher wie eine Kombination aus Patent und Mosaik-Strick. Viele nette Müsterchen, deren Nachstrickerei mir wirklich spannend und erstmal eher schleierhaft erscheint. Daher nehme ich jetzt das Buch, hänge das „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür, zwinge die grauen Zellen zu Höchstleistung und hoffe, im Laufe des Abends hinter die Geheimnisse der „Tuckerei“ zu kommen.

Neben den vielen Mustern gibt es für all die auf dem Titel gezeigten Röllchen die kompletten Anleitungen. Ich denke, ich weiß auch schon, mit welcher ich starten werde!

Tuck-01

Wer wissen möchte, wie eines der Werke daher kommen könnte, der gucke hier und hier bei Ute. Und ich bin dann mal am Studieren….

Tierische Überraschung

Das heimische Oderbruch ist eine Kulturlandschaft, die von viel Wasser (künstlich angelegte Be- und Entwässerung des teilweise unter NN liegenden Gebietes), vielen Tieren und intensiver Landwirtschaft geprägt ist. Und wie es scheint, haben sich Tiere und Landwirtschaft so einigermaßen arrangiert. Wir haben das Glück, dass direkt hinter dem Dorf, also damit hinter’m Gartenzaun, ein Vogelschutzgebiet beginnt, das bis zur Oder reicht. Es wird von vielen geflügelten Wesen angenommen und besiedelt, die offenbar erkannt haben, dass sie hier von den Massen der rundum wie Pilze aus dem Boden schießenden Windquirle NICHT geschreddert werden, da diese hier nicht errichtet werden dürfen. Wir hoffen aus tiefster Seele, dass es trotz bereits vielfach geäußerter Begehrlichkeiten der grünen Windlobby noch sehr lange so bleiben wird! Aber das ist jetzt nicht das Thema.

Thema ist, dass der Gatte heute in der Abenddämmerung zufällig auf dem Dach des Gartenhauses einen ganz neuen Gast entdeckte; auf dem First spazierte in aller Seelenruhe ein Fasanenhahn herum, anscheinend auf dem Weg in sein Nachtquartier im dichten Efeu. Wie Wiki mich gerade aufgeklärt hat, schlafen die sehr wohl auf Bäumen und anderen erhöhten Stellen und nicht, wie ich bisher gedacht hatte, irgendwo im Gebüsch.

Die Fotos sind grottig, ich weiß, es fehlte an Licht und Kamera, da ich so schnell nur das Handy schussbereit hatte, aber ich zeige sie trotzdem.Fasan-01

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Wir werden das jetzt beobachten, denn irgendwas hat der Gedanke, ein Fasanennest im Garten zu haben, vor allem die Aussicht auf eine lustige Kükenbande …

Im Allgemeinen sind Fasane, die zu den Hühnervögeln zählen, nichts außer schön anzusehen, die Hähne jedenfalls. Ansonsten sind es eher tumbe lebensmüdeViecher, die hier überall versteckt an den Straßenrändern hocken und auf vorbeifahrende Autos lauern, um sich dann mit lautem misstönenden Geschrei vor dieselben zu stürzen. Zum Glück ist man hier weitestgehend allein auf der Straße, so dass Notbremsungen möglich und meist auch gerade noch erfolgreich sind. Leider lernen die Viecher nix daraus und schmecken tun sie auch nicht ;-))) Der Typ hier allerdings wird wohl adoptiert werden, sofern er wirklich hier einziehen sollte; ich werde berichten.

Es sollte mal wieder nicht sein

Gerade habe ich verkündet, dass ich voller Euphorie den „Spector“ gestartet habe. Und das lief wie ein Länderspiel. Bis zu ersten Musterreihe mit „Bud Stitches“. Diese wollten mir einfach nicht in den Schädel (da lob ich mir die ausführlichen Foto-Tutos von Svetlana Gordon!), aber Hilfe konnte dann Frau Wollball geben und so konnte es weitergehen. Ging es auch, bis dann kurz vor der Ärmelabtrennung der erste Farbwechsel anstand. Und was dabei rauskam, das geht gar nicht. Es sieht nur schlimm aus: 0-Spector-03

Und ich bin sauer, da ich mir das ja so richtig schön vorgestellt hatte. Der Plan ist jetzt, dass ich Merino aus eigenem Bestand (die kommt auch so eher baumwollartig wie diese hier daher) versuchen werde, ähnlich zu „speckeln“ wie das Startknäuel mit immer ein bisschen mehr Farbklecksen darin. Uni-Töne passen da gar nicht – finde ich.

Inzwischen habe ich den Neustart mit anderem Garn in Angriff genommen und bin gespannt, wie sich das nun entwickelt. IMG_1240

Da hier ein durchgehender Farbverlauf über jeweils 200 Gramm „fließt“, muss ich auch hier tricksen und von Anfang an mit zwei Knäulen abwechselnd stricken. Eigentlich mit dreien, aber das wird mir dann doch zu aufregend, das dritte kann ich dann am Ende von hinten anfangen, das sollte hinkommen. Die Maschenprobe ergab ein tolles Strickbild und eine klarere schönere Maschendefinition beim Muster. Kann also nur besser werden. Die Farben stimmen auf dem oberen Foto ganz gut…

Um das jetzt hier optimistischer ausklingen zu lassen, zeig ich noch ein bisschen von dem, was gerade in unserem Garten so los ist (raufhauen macht die Bildchen größer).

Es musste einfach sein!

Hobbys sind ja nicht dazu da, sich irgendeinen Zwang (außer vielleicht gelegentlichem schlechten Gewissen bei Woll-Kaufzwang) aufzuerlegen, also musste ich nun doch erstmal den Spector starten. Der Anfang ist total easy, also ging das in fröhlichem Gerippe munter über die Nadel. 0-Spector-01

Jetzt ist gerade eine kleine Denkpause angesagt, da ich nicht weiß, ob die einfach so entschiedene Musteränderung wirklich clever war. Also übe ich erstmal an einer alten Maschenprobe diesen eigenartigen „Bud Stitch“, in der Hoffnung, dass ich ihn richtig verstanden habe….

Restlos überzeugt bin ich aber nach wie vor von meiner Wollwahl (aus dem Stash!!!) 😉

IFTY-01

enthält Werbung durch Zeigen – wie blöd ist das denn nur!!!