In den Kasematten…

waren wir gestern zu einem sehr gemütlichen, originellen und liebevoll hergerichteten Weihnachtsmarkt im Küstriner Vorland. Hier, in dem winzigen Nestchen Gorgast hatte der der Preußenkönig 1883 nach dem Sieg über Frankreich innerhalb von sechs Jahren Bauzeit ein trutziges und gewaltiges Fort errichten lassen, das zusammen mit fünf weiteren das Gebiet um Küstrin schützen sollten. Dazu kam es nie, denn bei Fertigstellung war das Bauwerk militärtechnisch schon total veraltet und nicht mehr zu gebrauchen. Es diente dann nur als Depot und ist daher noch so ausgesprochen gut erhalten und kann jetzt sogar für private Festlichkeiten gemietet werden.

Uns interessierte dieses Gemäuer schon seit längerem und der jährliche Weihnachtsmarkt dort war nun das Signal. Und es war toll dort! IMG_0879Der äußere Ring mit polnischem Steinofen-Bäcker, hier zieht es heftig, aber drinnen dann war es warm und heimelig…

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Die Händler hatten gut Platz und mussten nicht frieren….  IMG_0874Es gab auch massig Trödel, in dem man herrlich wühlen konnte…

Auch Selbstgestricktes und -genähtes war vertreten. Wie so die Verkäufe waren, weiß ich nicht, aber dass ich für alle Zeiten von Märkten, bei denen ich hinter dem Tisch stehe, geheilt bin, das steht mal fest.

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Hier ist der Gatte dabei, mir „ganz heimlich“ eine Kleinigkeit (vermutlich ist sie grün und würde im echten Leben quaken ;-)) zu erwerben.

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Es gab sehr viele polnische Stände, liegt hier in der Natur der Sache, die Grenze ist keine 10 Kilometer entfernt, die das Angebot auflockern und bei Obst und Gemüse beispielsweise eine Fülle an wirklich heimischen Produkten zu unschlagbaren Preisen anbieten, darunter auch meine geliebten Boskoop-Äpfel….

Fazit, nach Wildschwein vom Spieß, vor Ort gebackenen Spritzkuchen (die Auswahl der Leckereien war mehr als schwer) und allerhand sonstigen Schätzen sind wir zufrieden und beeindruckt wieder abgezogen, zumal sich die Gänge dann schlagartig gefüllt hatten und der „gemeine Oderländer“ zeichnet sich ja unter anderem dadurch aus, dass er gerne an engsten Durchgängen verweilt, Mitmenschen zum Schwatze animiert und sich dabei pudelwohl fühlt… Den Stau hinter sich bemerkt er nicht.

4 Kommentare zu „In den Kasematten…

  1. Das sieht nett aus und hört sich gut an. Vor allem dass ihr genau die richtige Zeit erwischt habt, bevor der „gemeine Oderländer“ alles blockiert. 😁
    Wir waren Freitag, bevor sich sämtliche Busse entleert hatten, in Lübeck auf dem Weihnachtsmarkt. Ich sag nur: Ja, wir waren da und schnell wieder weg … wenig bis gar nicht gemütlich und heimelig.

    Liebe Grüße
    Pia

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