Eigentlich…

…wollte ich heute endlich den neuen Superschal spannen. Uneigentlich hatte ich unerwarteterweise den Gatten mit einer gestern gaaanz leise angedachten radikalen dezenten Veränderung unseres Wohnzimmers hin zu etwas mehr Gemütlichkeit dermaßen angefixt, dass er heute nach dem Frühstück sofort anfing die Möbel zu rücken. Natürlich gehörte dazu, sie vorher auszuräumen, dazwischen, darin und dahinter tüchtig zu reinigen, minimalen Neuanschaffungsbedarf zu diskutieren, sich ständig den Schädel an der nun erstmal einsam herumbaumelnden Lampe einzurennen, die verrücktenschobenen Highboards wieder einzuräumen, vorher den Inhalt ebenfalls zu reinigen usw…. Das Gute an solchen Aktionen, die ich ja eher spontan mag, ist, dass man es dem Gatten erstmal ganz genau erklären muss, weil es ja nicht seinem Gehirn entsprungen und daher schwerer vorstellbar ist. Das gibt dann so eine Meinungsaustauschs-Geschichte, von der er immer behauptet, er käme mit seiner Meinung und ginge dann mit meiner. Egal. Jedenfalls haben wir im aktuellen Fall wirklich beide konstruktiv den Fall diskutiert, mit dem Ergebnis, dass unter anderem mindestens 2.000 Glocken gespart werden können, denn wir brauchen gar keine neuen Sitzmöbel, da man die vorhandenen, die ja auch noch recht neu sind, tatsächlich sehr gut passend umgestalten kann. Auch der Fernseher kann bleiben, denn er wird bis auf zwei bis drei Millimeterchen Luft in seine ihm zugedachte neue Position passen. Für den bisher viel zu großen Tisch zu dem Ensemble haben wir tatsächlich im erreichbaren Umkreis einen Glaser gefunden, der die Platte auf ein angenehmes Maß verändern kann und wird. Haaach, ich freu mich, denn schon jetzt in der Versuchsanordnung sieht das richtig gut aus! Leider bleibt allerhand Sofa von der riesigen bisher alles erdrückenden „Wohnlandschaft“ übrig, was schade ist und nach einigem schweren Nachdenken eventuell wenigstens teilweise doch noch irgendwo unterzubringen ist. Aber es ist keine Neuanschaffung angesagt, also hält sich der „Verlust“ dann doch in Grenzen. Nur – und nun kommen wir auf den Anfang der Geschichte zurück – fehlt mir jetzt der immer reichliche Platz zum Spannen großer und/oder langer Strickwerke. Aber das findet sich auch, darüber werde ich jetzt bei ein paar Runden Gestricke sinnieren, während der erschöpfte Gatte sein wohlverdientes Mittagsschläfchen hält….

4 Kommentare zu „Eigentlich…

  1. Ist an dir eine Innenarchitektin und Raumgestalterin verlorengegangen?

    Bei uns kannst du auch gerne mal vorbeikommen – ein bisschen umräumen täte hier auch ganz gut (und vielleicht das eine oder andere Möbelstück loswerden, aber das ist eine andere Geschichte)

    LG
    Connie

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    1. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall, wir sind beide absolut talentfrei beim Einrichten und Dekorieren, erst wenn sich nach langer Zeit so ein Gefühl des Unwohlseins und der Ungemütlichkeit einstellt, dann fangen wir (ich ;-)) an zu sinnieren. Aber jetzt sind wir wohl auf einem guten Weg ….
      Liebe Grüße
      Regina

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    1. Hihi, ja, aber ich war ja selbst wie gegen die Wand geklatscht, dass er da sofort drauf angesprungen ist. Normalerweise ist das auch eher langwierige Überzeugungsarbeit… Allerdings ist schon jetzt im totalen „Rohzustand“ zu erkennen, dass es eine gewaltige Verbesserung bringen wird.

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