Der Garten in der Dürre

Dem unermüdlichen Einsatz des Herrn Fadenkram mit Kanne und Spritze ist es zu verdanken, dass der Garten heuer eben nicht aussieht wie eine Brandenburger Nebenstelle der Wüste Gobi, sondern alles nett und gefällig blüht und fruchtet. Vor genau einem Jahr hatte ich Euch auch auf einen Rundgang durch den fadenkramschen Garten eingeladen, also will ich das heute auch tun. Der damals bereits heftig bewunderte Riesenhibiskus hat in diesem Jahr alles bisherige übertroffen und präsentiert sich in herrlicher Blütenpracht und -fülle. Allerdings reiche ich nun auch nicht mehr an die Triebspitzen heran, um Abgeblühtes zu entfernen. Wissenswert zu dieser Pflanze ist vielleicht, dass sie sehr wohl an ihrem Platz überwintert, jedoch komplett unterirdisch. Was hier auf dem Foto zu sehen ist, ist in wahnwitziger Geschwindigkeit ab Mai gewachsen.

Hibiskus-01

Zur Veranschaulichung: Der längste Trieb der Rose hat meine Länge – und ich bin wahrlich kein Zwerg 😉

Hibiskus-02

Ganz in der Nähe ist das mediterrane Gärtchen, das in diesem Sommer zu Höchstform aufläuft – zu der Höchstform, die ihm gestattet wird, denn die Töpfe müssen ja alle irgendwann  im Wintergarten wieder auf den Frühling warten. Keine Not wird es mit den Zitronen geben (ist eher ein Suchbild, aber man kann doch etliche entdecken):

Zitronen-01

Dicht daneben überrascht gerade eine wohl etwas verwirrte Schwertlinie mit einer neuen Blüte. Darüber ist der Oleander kurz vor dem Knospenknall – eine wirklich gelungene Kombination 😉

 

Auch der Wein lässt sich nicht lumpen und verwöhnt uns schon mit der Vorfreude auf eine gute Ernte.

Wein-01

Das im letzten Frühjahr gepflanzte Pflaumenbäumchen (Königin Victoria) hat sich unglaublich angestrengt und lässt viele leckere Früchtchen erwarten, auf die wir uns schon gewaltig freuen. Die dünnen Ästchen mussten schon gestützt und angebunden werden, leider gilt diese Sorte als eher brüchig im Holz, aber die zuckersüßen Pflaumen, die ich aus der Kindheit kenne, sind das Experiment wert.

victoria-01

Ein weiterer Kandidat, der sich maximal beliebt machen will, ist das Pfirsichbäumchen, auch im letzten Frühjahr gepflanzt. Während voriges Jahr das heiß ersehnte Koste-Exemplar leider vor uns einen Liebhaber gefunden hatte, mit dem keiner rechnen konnte,

0-pfirsich-01_2017

bleibt dieses Mal bestimmt was für uns übrig,

Pfirsich-01_10_08

nachdem das Bäumchen auch die Fassaden-Grundsanierung vor ein paar Wochen bis auf ein paar Farb- und Mörtelspritzer unbeschadet überstanden hatte.

Soweit der Rundgang durch den halbwegs präsentablen Teil des fadenkramschen Gartens. Auf der anderen Seite sieht es nicht so gut aus, da der Gatte seit einiger Zeit doch eher gehandicapt war. Gestern hat er nun die längst notwendige Operation hinter sich gebracht und ist wieder guter Dinge und ich bin maximal erleichtert.

 

6 Kommentare zu „Der Garten in der Dürre

  1. Der dürre Garten ist sehr fein! Haben sich die Mühen des Wasser Schleppens vom Herrn Fadenkram gelohnt.
    Ist das eine Amalfi Zitrone? Die Form sieht so aus. Wenn ja, bin ich ganz neidisch. Die Dinger sind so lecker.

    Genießt eure grüne Oase (einfach nicht auf die andere Seite kucken) und den Umstand der gelungene OP und die daraus resultierende Erleichterung.

    Liebe Grüße und eine tolle Woche
    Pia

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    1. Das ist ja eine schwere Frage mit der Zitrone. Wir haben die als fast endtoten kahlen Stecken bei IKEA gerettet und uns dann gefragt, ob wir wohl eine Macke hätten, denn das Ding kostete 18 Glocken! Und dann ging es Schlag auf Schlag, kleine Triebe zeigten sich, Blätter bevölkerten diese, dann kamen Blüten und dann die Zitronen; die ersten hatten wir bereits im ersten Winter. Ja, ich weiß, dass Pflanzen keine Dankbarkeit kennen, aber irgendwie ist das mit der IKEA-Zitrone wie mit der Tierheim-Liese ;-)))
      Dir auch eine nette kühle Woche – liebe Grüße
      Regina

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  2. Ach … deine Posts lesen sich immer so ‚locker und fluffig‘. Ich liiiebe das.
    Unser Garten zeigt sich auch ganz gut, dank der doch intensiven Bewässerung.
    Übrigens haben wir vor vier Jahren auch eine (Säulen)pflaume namens Victoria gepflanzt. Sie ist
    jedoch blau … Auch unsere Apfelbäume geben sich auch alle Mühe …
    Ich muss doch morgen mal raus zum fotografieren … 😉

    LG Anke

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  3. Wer sagt’s denn – Das Land, wo die Zitronen blühen liegt nun dank Klimawandel im Osten! So viele süße Früchte sind die Belohnung dafür, dass Du die Hitzewelle so tapfer und ohne Murren (na ja, fast) durchgestanden hast.

    Liebe Grüße,
    Ute

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