Gegensätzliches

Auch Brandenburg ächzt unter der Dürre, Noternten werden eingefahren und wo selbst die sich nicht mehr lohnen, wird das Getreide untergepflügt, um dem Boden ein wenig Dünger zu verschaffen. Man ergeht sich in Extrem- und „Rekord“rechnungen, was aber auch alles kein Wasser bringt. Mitte der kommenden Woche soll etwas Regen kommen, solche Ankündigungen gab es aber schon öfter, sie waren allesamt Enten. Den letzten Regen gab es hier am 11. Mai. Danach ab und an vereinzelte Tröpfchen, die in der Hitze verdampft waren, bevor sie den Boden erreichten.

So ist es jetzt kaum vorstellbar, dass vor ganz genau 21 Jahren die „Jahrhundertflut“ das Oderbruch beinahe überrollte und nur durch den beispiellosen Einsatz unzähliger Menschen konnte die ganz große Katastrophe, die möglicherweise das Ende dieser einzigartigen Kulturlandschaft bedeutet hätte, verhindert werden. Hier gibt es eine ganz gute Zusammenfassung der Ereignisse, deren Dramatik jedoch unvorstellbar war. Schlimmer nur war das Winter-Hochwasser 1947, als die Russen, angeblich im Bemühen, die Katastrophe zu verhindern, diese voll in Gang setzten, indem sie beim Bombenabwurf auf das Eis auch den Deich trafen. Das wird bis heute gern verschwiegen, Zeitzeugen gibt es aber noch und Spiegel online hat das mal aufgegriffen.

Auf unserem kleinen Ausflug heute haben wir das Flutzeichen – die Erinnerung an das 1997er Hochwasser – besucht. Es liegt abgelegen und recht schwer zu finden mitten in den Feldern, beeindruckt aber mit Größe und Gestalt.

Es ist ein Koloss aus vier Tonnen Bronze, der im August 1998 bei Neuranft enthüllt wurde. Die leider sehr spärlichen Informationen, die man in seiner Nähe findet, geben doch wenigstens einen guten Eindruck der gigantischen „Materialschlacht“. Schild-01 Ich habe es jedenfalls nicht geschafft, mir fast neun Millionen Sandsäcke ebenso wie 177.000 Tonnen Kies vorzustellen… Und trotzdem wünsche ich mir endlich Regen!

 

3 Kommentare zu „Gegensätzliches

  1. Ein Königreich für Regen! Heute Nacht hat es 10 Minuten geregnet, aber das ist gleich verdampft. Die große Zisterne ist fast leer, dann müssen wir einen Trecker borgen und Wasser im Ort holen. Dabei gieße ich nur das Nötigste…
    Liebe Grüße vom Ibu

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  2. ja, liebe regina,
    dies jahr ist mal wieder so richtig wettertechnisch durcheinander. die einen haben zu viel, die anderen zu wenig…….sonne oder regen, hier fehlt auch wasser. sogar die blätter der straßenbäume werden schon gelb vor wassermangel :-((

    trotzdem……… ein wunderschönes wochenende für dich

    ach ja…….. ich bin jetzt auch „aktiv hier bei wordpress dabei ;-), ganz frisch
    du findest mich hier
    https://farbenflo.wordpress.com/

    grüßle
    flo

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  3. Diese Trockenheit herrscht leider auch bei mir. Obwohl ich mich an so einen schönen Sommer (immerhin seit April) kaum erinnern kann. Es kühlt ja auch immer wieder etwas ab, das ist angenehm, wenn nur diese Trockenheit nicht wäre. Kann doch nachts regnen.

    LG Chrissi

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