…eigentlich habe ich den „Poison Ivy“ fertig. Uneigentlich gefällt mir das aber gar nicht. Hier ist es ganz extrem zu sehen, dass die Fotos der Designer immer ganz viel anders und immer viel schöner aussehen als das, was man nach ihrer Anleitung gerade gewerkelt hat. Und so sollte der traumhaft geniale Schal nun in diesem Zustand beendet sein (was mir ja sehr entgegengekommen wäre, da mir vor allem die dreimal 850-Maschen-I-Cords zum Halse heraushängen) – geht aber gar nicht: 0-ivy-01Die äußere Blätterkante zipfelt und und krempelt sich; um das zu wissen, brauche ich das Werk auch gar nicht erst zu spannen. Habe also seufzend angefangen, noch zwei I-Cords dran zu basteln. Minimal tröstend ist, dass die beiden ein paar Maschen weniger haben als ihre mittigen Geschwister. Also frisch ans Werk! 0-ivy-03Ätzend ist die Rückreihe nach der Maschenaufnahme, da diese ganzen Schlingenanschläge mühsam links abgestrickt werden. Aber ich bin sicher, ich schaffe das 😉

Ansonsten bin ich stolz auf mein Werk, zuallererst auf meine Geduld damit, denn ich habe ehrlich nicht damit gerechnet, das Teil je fertig zu kriegen. Wie die Designerin es geschafft hat, am Stielansatz der Blätter ohne Loch hinzukommen, wird mir ein ewiges Rätsel sein, es geht nicht. Bei mir jedenfalls nicht. Stört mich aber nicht. Ich freue mich auf und über einen tollen neuen Schal.

Die Wolle, Mille Colori Socks & Lace von Lang Yarns, hat das Stricken teilweise zu einer Strafe gemacht. Es ist ein Dochtgarn, das dermaßen schnell auffasert, dass nach drei bis vier neu angeschlagenen Maschen schon Auflösungserscheinungen auftreten. Dazu dann lange extremst dünne Abschnitte – es macht wirklich keinen Spaß. Bei den Blättern habe ich dann das Aufschlingen schnell eingestellt und habe die Maschen von der Rückseite aufgestrickt. Ist aufwändiger, geht aber viel besser, auch was das anschließende Abstricken betrifft.