Sprach- und ratlos

beides sind keine normalen Zustände für mich, aber manchmal passiert das einfach doch. Meist unter der Rubrik ‚kleine Ursache – große Wirkung‘. Und da ich ja gerne lamentiere und meckere, erzähle ich das mal.

Einer der unschätzbar großartigen Bestandteile dieser Immobilie ist der ehemalige Schweinestall, der jetzt aus drei Räumen – Gerümpelkammer, Werkstatt und dem Wintergärtchen besteht. Russ-01

Das Wintergärtchen nun wieder ist der I-Punkt, denn hier kann der Herrr Fadenkram seine empfindlichen grünen Schätzchen wohlbehalten über den Winter bringen. Im ersten Winter haben wir das Etablissement elektrisch beheizt, wofür wir eigentlich ein Dankschreiben vom Stromlieferanten erwartet hatten. Da dieses ausblieb, wurde für die laufende Saison eine Alternative gesucht und gefunden – in Form eines Paraffin-Öfchens, das mit Lampenöl betrieben wird. Ging hervorragend, der Raum wurde perfekt frostfrei gehalten. Dann waren die ersten 15 Liter Öl verbrannt und beim selben Lieferanten wurde selbes Öl zum selben Preis nachgeordert. Jetzt fragen wir uns allerdings wutschnaubend, was die in die Flaschen gefüllt hatten, gebrannt hat es wohl irgendwie, aber nach der ersten Nacht quollen dicke schwarze stinkende Schwaden aus der Tür und im Innern des ganzen Hauses hatte sich überall dicker fettiger schwarzer stinkender Ruß abgesetzt. Was eine gigantische Sauerei!

Wir hoffen, dass die Pflanzen das überleben werden, denn reinigen kann man sie nicht, das geht nur mit recht hochkonzentrierter Chemie und das würden sie ganz bestimmt nicht überleben. Sie stehen bei den recht milden Temperaturen jetzt draußen im Regen und der Herr Fadenkram ist auf längere Sicht gut ausgelastet mit den äußerst mühsamen Reinigungsarbeiten, denn auch in der Werkstatt sieht es ganz genauso aus. Derzeit ist die Decke im Wintergarten dran, jetzt den dritten Tag in Folge und ca. zwei Drittel sind geschafft, da keimt sogar in mir schon mal sowas wie Mitleid auf…