Mit viel Geschrei und Getöse…

…erwacht hier gerade die Natur. Kraniche-01

Für alle, die sich jetzt fragen, „was soll mir das jetzt wohl sagen?“, zerhacken wir das mal und ziehen es etwas dichter ran:Kraniche-01-0Kraniche-02Kraniche-03

Kraniche, so weit das Auge schaut. Beim ersten Morgenlicht kommen sie aus ihren Schlafquartieren von jenseits der Oder, flattern in riesigen Schwärmen mit dem typischen unmelodischen Geschrei über’s Land und lassen sich dann an bestimmten Stellen nieder. Derzeit ist einer dieser Hotspots ganz dicht am Dorfende ca. 300 Meter von uns entfernt, was heißt, wir haben bis zur Abenddämmerung das Gebrüll aus erster Hand. Aber es sind Geräusche der Natur, die lassen sich gut ertragen, also alles kein Problem.

Problematisch ist es leider, sie mal besser auf das Bild zu bekommen, da sie eine sehr große Fluchtdistanz haben; am besten geht es aus dem Autofenster, sobald man sich als Mensch outet, suchen sie das Weite. Das ist liegt sicher auch daran, dass die Bauern die gefräßigen Stelzengänger nicht gerade als Freunde betrachen, eher im Gegenteil, und ständig unterwegs sind, um sie von ihren Äckern zu verjagen.

Weitere Vorfrühlingsgäste sind die Wildgänse. Zahlenmäßig den Kranichen noch weit überlegen, haben sie ihre Weidegründe derzeit in der grenznahen Region, wo die Felder zum großen Teil noch unter Wasser stehen und ihnen wohl den Eindruck riesiger Seenlandschaften vermitteln. Mir haben sie vorhin einen ganz anderen Eindruck vermittelt – beim Überflug hat eine perfide und perfekt gezielt einen großen Gänseschiss dermaßen genial auf der Windschutzscheibe platziert, dass ich dachte, ich sitze im Spinat. Das hat mein Verhältnis zu Wildgänsen ganz dramatisch getrübt, das muss ich mal sagen.

8 Kommentare zu „Mit viel Geschrei und Getöse…

  1. Ja, die Sache mit der Natur kommt hier natürlich deutlich zu kurz. Hier ist das erste Zeichen von Frühling, dass ich ungeschminkt meinen Balkon betrete. Kein ungetrübtes Vergnügen für die Umwelt, macht aber immerhin keinen Krach ;).

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    1. Hm, das ist natürlich auch eine Variante. Kann ich leider in seiner Auswirkung nicht beurteilen, höchstens mal fragen, ob schon Leute geklingelt haben, die die neue Nachbarin zum Kaffee einladen wollten ;-))))
      Bei mir wäre das eher umgekehrt, geschminkt käme sicher sofort das Gerücht auf, der Herr Fadenkram gehe ungeniert fremd 😉
      Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag
      Regina

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  2. Kraniche haben wir hier nicht so viele. Naja, geht ja auch nicht. Sind alle bei euch und der Rest hockt auf den Feldern, die die Autobahn von Hamburg nach Berlin säumen. Da habe ich ganz oft welche rumstehen sehen.
    Wir haben hier ganz viel Reiher. Ha! Und nicht nur die doofen Graureiher, sondern auch Silberreiher. Wahnsinnig elegant sehen sie beim Fliegen alle nicht aus.

    Genieß das Erwachen der Natur! Das ist so schön. Immer wieder!

    Lieben Gruß dalassend
    Pia

    P.S. Über den Sitz im Spinat muss ich leider immer noch grinsen … ‚tschuldigung! ;O)

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    1. Ja, am nächsten Tag, als ich mich bei Sonne mit der Knipse mal anpirschen wollte, waren die alle weg und sind es immer noch. Dafür ist Ruhe hier, naja, relative Ruhe.
      Die Reiher, zunehmend auch die silbernen, sind hier echt ein Problem für die Fischerei, sie scheinen sich rasant zu vermehren und Hunge haben die ja auch immer.
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
      Regina
      (Der Spinat ist inzuwischen restlos abgewaschen, muss man aber nicht haben, nee, nee…)

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  3. Ach, wie schööön! Nicht diese Großstadtgeräusch!
    Ich wohnein einer Gegend am See, wo sich die Storche sehr wohlfühlen und ordentlich vermähren! Es gibt fast kein Haus ohne ein Storchennest. Der Anblick auf diese grazilen langfüßigen Vogel bereit mir immer ein Lächen im Gesicht. Einfach schön! Heuer sind einige sogar über Winter geblieben, was mich total verwundert hat.

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    1. Ja, Störche haben wir hier auch reichlich, ein paar Dörfer weiter sogar ein Strochmuseum. Allerdings werden es immer weniger, da die Landwirtschaft zuverlässig verhindert, dass sie ihre Bruten satt kriegen können. In Raps- und Maisfeldern können sie nicht jagen und andere gibt es hier kaum noch – leider.

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