…erwacht hier gerade die Natur. Kraniche-01

Für alle, die sich jetzt fragen, „was soll mir das jetzt wohl sagen?“, zerhacken wir das mal und ziehen es etwas dichter ran:Kraniche-01-0Kraniche-02Kraniche-03

Kraniche, so weit das Auge schaut. Beim ersten Morgenlicht kommen sie aus ihren Schlafquartieren von jenseits der Oder, flattern in riesigen Schwärmen mit dem typischen unmelodischen Geschrei über’s Land und lassen sich dann an bestimmten Stellen nieder. Derzeit ist einer dieser Hotspots ganz dicht am Dorfende ca. 300 Meter von uns entfernt, was heißt, wir haben bis zur Abenddämmerung das Gebrüll aus erster Hand. Aber es sind Geräusche der Natur, die lassen sich gut ertragen, also alles kein Problem.

Problematisch ist es leider, sie mal besser auf das Bild zu bekommen, da sie eine sehr große Fluchtdistanz haben; am besten geht es aus dem Autofenster, sobald man sich als Mensch outet, suchen sie das Weite. Das ist liegt sicher auch daran, dass die Bauern die gefräßigen Stelzengänger nicht gerade als Freunde betrachen, eher im Gegenteil, und ständig unterwegs sind, um sie von ihren Äckern zu verjagen.

Weitere Vorfrühlingsgäste sind die Wildgänse. Zahlenmäßig den Kranichen noch weit überlegen, haben sie ihre Weidegründe derzeit in der grenznahen Region, wo die Felder zum großen Teil noch unter Wasser stehen und ihnen wohl den Eindruck riesiger Seenlandschaften vermitteln. Mir haben sie vorhin einen ganz anderen Eindruck vermittelt – beim Überflug hat eine perfide und perfekt gezielt einen großen Gänseschiss dermaßen genial auf der Windschutzscheibe platziert, dass ich dachte, ich sitze im Spinat. Das hat mein Verhältnis zu Wildgänsen ganz dramatisch getrübt, das muss ich mal sagen.