Euch allen, die Ihr hier gerne vorbei kommt und auch zu meiner Freude Eure Gedanken zu dem Einen oder Anderen hinterlasst, wünsche ich von Herzen ein gutes, ein gesundes, ein fröhliches und ein friedliches Jahr 2018! All uns mehr oder weniger fanatischen KampfstrickerInnen dann auch noch immer reichlich Garn im Vorrat, vor allem immer das Passende!

Wir sind gestern ganz still und gemütlich mit Raclette, Erbeerebowle (jahha, an Silvester rollt mir sogar auch mal der eine oder andere Tropfen Allohol über die Zunge ;-)) und TV hinübergerutscht. Zuvor hatten wir uns versprochen, wer müde wird, darf einfach ins Bett gehen, das neue Jahr kommt auch ohne unsere Aufmerksamkeit auf die Welt. Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf haben wir den Abend dann natürlich putzmunter schnell vergehen lassen. Ich war so hellwach, dass ich dann noch eine Stunde gestrickt habe, um nicht von verspäteten Böllern aus dem ersten Tiefschlaf gerissen zu werden, sowas löst bei mir Schockstarre aus, muss man nicht haben.

Diese Befürchtung erwies sich dann als unbegründet, hier in der überalterten tiefsten Brandenburger Provinz hat man es zum Glück nicht so mit der Extrem-Böllerei. Wir haben zum Jahreswechsel ein bisschen aus dem Fenster zugeguckt, wie im Nachbarort die Raketen ihren Glitzerregen versprühten, während ein paar Unermüdliche vorn auf der Straße ihren Knallkram in die Luft jagten. Man darf nicht darüber nachdenken, was in dieser einen Nacht an Schadstoffen in die Luft geblasen wird, von dem Getöse mal nicht zu reden. Man kommt leider nicht umhin, das ertragen zu müssen, aber mögen muss man es ja trotzdem nicht. Mir tun all die Tiere leid, Haustiere genauso wie Wildtiere, die vor Angst in dieser Nacht nicht wissen, wie sie dem Terror entgehen können… Nachbars Beagle, allein im Schuppen eingesperrt, hatte auf Dauerheulton geschaltet, armes Tier! Unser Lieschen dagegen hat das locker weggesteckt, wenn wir keine Angst zeigen, dann hat sie auch keine – oder so ähnlich.

Ja, auch wenn dieses hier ein völlig unpolitischer Blog ist, bin ich doch schon immer ein politischer Mensch. Als solcher mache ich mir so meine Gedanken, vor allem darüber, was in unserem Land so vor sich geht. Beinahe Vollbeschäftigung und wirtschaftlicher Aufschwung sind ja sehr schön, aber sie können nicht darüber hinwegtäuschen, was alles immer mehr verquer geht. Zunehmende Gewalt vor allem, aus allen Richtungen und bei allen Gelegenheiten, wo soll das hinführen? Sehr verstörend ist für mich auch die Tatsache, dass jetzt schon Rettungskräfte Ziel aggressiver Attacken sind – ja Leute, geht’s denn noch? Ja und ich gebe zu, dass ich zu denen gehöre, die meinen, es ist allerhöchste Zeit, dass der Staat in Form seiner Polizei, endlich mal erkennen lässt, wo das Gewaltmonopol liegt, nämlich nicht bei all denen, die versuchen, es zu ihrem vermeintlichen Recht zu machen!

Wir fühlen und hier in Fernost sicher, auch ohne sichtbare Staatsmacht. Aber wir haben schon lange nicht mehr die geringste Lust, mal in die gar nicht ferne Hauptstadt zum Bummeln zu fahren. Schade eigentlich. Und recht oft gehen mir Gedanken durch den Kopf, die da sagen, bloß gut, dass wir schon so alt sind, da wird uns vieles erspart bleiben. Ist doch blöd, eigentlich sollte man sich doch eher ärgern, schon so alt zu sein, weil man dann so vieles verpasst. Nee, ich glaube, wir verpassen da nix wirklich. Auch schade.

Aber ich will niemandem den Start ins neue Jahr vermiesen, mir selbst auch nicht. Für mich wird es mal wieder mit dem Kampf gegen die Kilos beginnen; das ist aber kein Vorsatz, sowas fange ich gar nicht erst an, sondern ein Plan, der heute gestartet ist. Ansonsten hoffe ich auf ein Jahr in Gesundheit, vor allem für den Herrn Fadenkram, der das sehr nötig hat, auf schöne Wolle für viele schöne Projekte und darauf, dass es mal ein paar Tage nicht regnen möge!