zur Erklärung vorneweg: Mit dem einen versuche ich das andere zu besiegen. Ganz einfach also. Und das kam so:

Ein Gespräch unter Eheleuten mit Anmerkungen der Verfasserin:

Ich: Hmmm, der Hintern wird immer fetter und die Waage schnauft immer widerwilliger…

Gatte: Ooch nöö, das kannste nicht so sehen… (ha, ich weiß immer, wann der lügt!!!)

Ich: Doch, doch, das MUSS ich so sehen, weil es so ist.

Gatte: Naja, wenn du meinst, ich soll dir ja nicht widersprechen (gut gelernt!) – und was willste nun machen?

Ich (bisher): Ja, spannende Frage; weniger essen? Aber da gibt es hier einen im Haushalt, der das nach Kräften sabotiert!

Gatte (empört): Iiiich doch aber nicht… (möchte an dieser Stelle an die Advents-Plätzchenorgie erinnern! Die Dinger sind längst alle!)

Ich (jetzt): Ja, ich kaufe mir ein Trampeltier und rackere mir darauf jeden Tag die Lunge aus dem Hals.

Gatte (der Blick ist nicht mit Worten zu beschreiben, es gibt auch kein Emojy dafür): Wenn du meinst….

Ja, ich habe gemeint und ein Trampeltier zog ein. Der erste schweißtreibende Akt der Gewichtsreduzierung bestand im Zusammenbau dieses radlosen Fahrrad-Dings, das in unzähligen Einzelteilen in seinem Riesenkarton herumklapperte. Aber die Bauanleitung war zum Glück IKEA-mäßig gut und ich habe geschraubt was das Zeug hielt und auch so, dass das Ding, was am Ende dann dabei herauskam und jetzt zwischen Tiefkühlmöbeln, Saisonwechselschrank, überzähligem Küchenkram und sonstigen schwer verstaubaren Dingen im „Hinterzimmer“ mitten im Weg steht, auch mich aushält (hmm, soll ich da jetzt lieber mehrere Sätze draus machen?). Trampel

Und nun – man ahnt es schon – kommt der Schweinehund ins Bild. Klare Ansage war: „Und täglich strampelt die Frau Fadenkram…“ . Klar doch. Jetzt weiß ich, wie viele zwingende Hinderungsgründe es gibt, genau das dann doch immer auf den nächsten Tag zu verschieben. Und jeder Tag ist der nächste – oder so.

Aber jetzt, jetzt bin ich voll computerisiert auf der Pedale unterwegs. Um nicht so auf das Vergehen der Zeit fixiert zu sein, habe ich meine Lieblings-CD auf den Ohren (nein ich singe nicht mit, das Fenster ist schließlich weit offen, weil gesunde Landluft hilfreich ist!) und meine Leistung kann ich an den gehörten Titeln erkennen. Denn der Computer am Trampeltier ist mir suspekt und auch nicht wohlgesonnen, das was der anzeigt, ist eher demotivierend, oder findet etwa jemand, dass 150 Kalorien (na gut, Kilokalorien) auf 10 Kilometer in 25 Minuten ein Anreiz sind, um bei der Stange (Pedale) zu bleiben? Aber wenn ich es auf Level-siehste-ja-gar-nicht geschafft habe, den Couch-Potato-Puls nicht mehr über 160 zu treiben, dann geht es ins bergauf-bergab-Programm; man darf gespannt sein.