stricktechnisch bin ich nach wie vor ziemlich verbissen (soll ja Weihnachten fertig sein) an meinem Zick-Zack-Mosaik-Pulli; heißt, an seinen Ärmeln, korrekt: Noch immer am ersten Ärmel. Die gute Nachricht ist aber, bis dahin passt alles bestens.

Das Wetter ist auch hier wie fast überall im Lande miserabelst und Petrus sollte sich mal anfangen zu schämen. Outdoor-Aktivitäten sind damit gegen Null geschrumpft, Weihnachtsstimmung kann man sich mit sehr viel gutem Willen nur im Kopf basteln.

Aber die Natur ist dennoch unermüdlich am Werkeln. Hier sehr gerne in Gestalt der vielen, vielen fleißigen Biber, die ja auch satt werden wollen und dazu brauchen sie speziell im Winter viel Baumrinde. Da sie nicht klettern können, müssen sie auf andere Weise für Nahrung sorgen, also fällen sie sich die Bäume. Bevorzugt natürlich in der Nähe ihres angestammten Lebensraumes – des Wassers. Und das hat es hier ja besonders reichlich, auch wenn es gerade mal nicht regnet, was aber eher selten vorkommt.

Das Oderbruch, das sehr tief liegt (fast holländische Verhältnisse), ist von einem dichten Grabensystem zur Wasserableitung durchzogen. Damit es ableiten kann, muss vielfach mit Pumpen nachgeholfen werden, die sind dann in so lustigen Häuschen versteckt. Hier an diesem Häuschen, gleich bei uns um die Ecke, hat man nun Kumpel Biber bei der Nahrungsgewinnung freundlich geholfen, um das Häuschen zu schützen und auch ihm eine Weihnachtsfreude zu machen  😉Biber1Er hatte gut vorbereitet, den Rest hat die Säge passgenau erledigt; Familie Biber muss nicht mal aus dem Matsch auftauchen, das Essen liegt ja nun drin. Biber2Und alle sind zufrieden. Bibers kommen gut durch den Winter, und Häuschen steht.

Aber nicht alle sind hier so nett zu dem immer hungrigen und wasser-architektonisch hochbegabten Pelztier, es ist problematisch, vor allem in Deichnähe, wo es ja besonders gerne seine Burgen gräbt und schon mal Hochwasser-Übungsalarme auslösen kann. Da kann es dann auch zu etwas drastischeren Meinungsäußerungen kommen…  Biber3