Restweihnachten

Advent3-Weihnachten

Wenn schon kein Schnee und kein Frost, dann wenigstens mal ein beeindruckender Sonnenaufgang, der vielleicht mal einen Tag ohne Regen in Aussicht stellt? Der morgendliche Blick über den Gartenzaun lässt das ja hoffen.

Euch allen einen gemütlichen und entpannten Weihnachtsausklang!

Trampeltier und Schweinehund

zur Erklärung vorneweg: Mit dem einen versuche ich das andere zu besiegen. Ganz einfach also. Und das kam so:

Ein Gespräch unter Eheleuten mit Anmerkungen der Verfasserin:

Ich: Hmmm, der Hintern wird immer fetter und die Waage schnauft immer widerwilliger…

Gatte: Ooch nöö, das kannste nicht so sehen… (ha, ich weiß immer, wann der lügt!!!)

Ich: Doch, doch, das MUSS ich so sehen, weil es so ist.

Gatte: Naja, wenn du meinst, ich soll dir ja nicht widersprechen (gut gelernt!) – und was willste nun machen?

Ich (bisher): Ja, spannende Frage; weniger essen? Aber da gibt es hier einen im Haushalt, der das nach Kräften sabotiert!

Gatte (empört): Iiiich doch aber nicht… (möchte an dieser Stelle an die Advents-Plätzchenorgie erinnern! Die Dinger sind längst alle!)

Ich (jetzt): Ja, ich kaufe mir ein Trampeltier und rackere mir darauf jeden Tag die Lunge aus dem Hals.

Gatte (der Blick ist nicht mit Worten zu beschreiben, es gibt auch kein Emojy dafür): Wenn du meinst….

Ja, ich habe gemeint und ein Trampeltier zog ein. Der erste schweißtreibende Akt der Gewichtsreduzierung bestand im Zusammenbau dieses radlosen Fahrrad-Dings, das in unzähligen Einzelteilen in seinem Riesenkarton herumklapperte. Aber die Bauanleitung war zum Glück IKEA-mäßig gut und ich habe geschraubt was das Zeug hielt und auch so, dass das Ding, was am Ende dann dabei herauskam und jetzt zwischen Tiefkühlmöbeln, Saisonwechselschrank, überzähligem Küchenkram und sonstigen schwer verstaubaren Dingen im „Hinterzimmer“ mitten im Weg steht, auch mich aushält (hmm, soll ich da jetzt lieber mehrere Sätze draus machen?). Trampel

Und nun – man ahnt es schon – kommt der Schweinehund ins Bild. Klare Ansage war: „Und täglich strampelt die Frau Fadenkram…“ . Klar doch. Jetzt weiß ich, wie viele zwingende Hinderungsgründe es gibt, genau das dann doch immer auf den nächsten Tag zu verschieben. Und jeder Tag ist der nächste – oder so.

Aber jetzt, jetzt bin ich voll computerisiert auf der Pedale unterwegs. Um nicht so auf das Vergehen der Zeit fixiert zu sein, habe ich meine Lieblings-CD auf den Ohren (nein ich singe nicht mit, das Fenster ist schließlich weit offen, weil gesunde Landluft hilfreich ist!) und meine Leistung kann ich an den gehörten Titeln erkennen. Denn der Computer am Trampeltier ist mir suspekt und auch nicht wohlgesonnen, das was der anzeigt, ist eher demotivierend, oder findet etwa jemand, dass 150 Kalorien (na gut, Kilokalorien) auf 10 Kilometer in 25 Minuten ein Anreiz sind, um bei der Stange (Pedale) zu bleiben? Aber wenn ich es auf Level-siehste-ja-gar-nicht geschafft habe, den Couch-Potato-Puls nicht mehr über 160 zu treiben, dann geht es ins bergauf-bergab-Programm; man darf gespannt sein.

Grabenkämpfe

stricktechnisch bin ich nach wie vor ziemlich verbissen (soll ja Weihnachten fertig sein) an meinem Zick-Zack-Mosaik-Pulli; heißt, an seinen Ärmeln, korrekt: Noch immer am ersten Ärmel. Die gute Nachricht ist aber, bis dahin passt alles bestens.

Das Wetter ist auch hier wie fast überall im Lande miserabelst und Petrus sollte sich mal anfangen zu schämen. Outdoor-Aktivitäten sind damit gegen Null geschrumpft, Weihnachtsstimmung kann man sich mit sehr viel gutem Willen nur im Kopf basteln.

Aber die Natur ist dennoch unermüdlich am Werkeln. Hier sehr gerne in Gestalt der vielen, vielen fleißigen Biber, die ja auch satt werden wollen und dazu brauchen sie speziell im Winter viel Baumrinde. Da sie nicht klettern können, müssen sie auf andere Weise für Nahrung sorgen, also fällen sie sich die Bäume. Bevorzugt natürlich in der Nähe ihres angestammten Lebensraumes – des Wassers. Und das hat es hier ja besonders reichlich, auch wenn es gerade mal nicht regnet, was aber eher selten vorkommt.

Das Oderbruch, das sehr tief liegt (fast holländische Verhältnisse), ist von einem dichten Grabensystem zur Wasserableitung durchzogen. Damit es ableiten kann, muss vielfach mit Pumpen nachgeholfen werden, die sind dann in so lustigen Häuschen versteckt. Hier an diesem Häuschen, gleich bei uns um die Ecke, hat man nun Kumpel Biber bei der Nahrungsgewinnung freundlich geholfen, um das Häuschen zu schützen und auch ihm eine Weihnachtsfreude zu machen  😉Biber1Er hatte gut vorbereitet, den Rest hat die Säge passgenau erledigt; Familie Biber muss nicht mal aus dem Matsch auftauchen, das Essen liegt ja nun drin. Biber2Und alle sind zufrieden. Bibers kommen gut durch den Winter, und Häuschen steht.

Aber nicht alle sind hier so nett zu dem immer hungrigen und wasser-architektonisch hochbegabten Pelztier, es ist problematisch, vor allem in Deichnähe, wo es ja besonders gerne seine Burgen gräbt und schon mal Hochwasser-Übungsalarme auslösen kann. Da kann es dann auch zu etwas drastischeren Meinungsäußerungen kommen…  Biber3

Ich hab das ZickZack-Dingsi reaktiviert

nachdem ich mich ja hier über meine bisherigen Mosaikstrick-Versuche ausgemosert, aber den zweiten Versuch in Grün-Gelb noch nicht geribbelt hatte, habe ich mich dieses Unglücksrabens doch wieder angenommen. Und siehe da – jetzt geht das locker und fluffig voran und macht auch Spaß. Das erste Teil ist bis an die Armlöcher fertig und für die genauen Maße geht es nun erstmal eine Runde schwimmen.

Zickzack-01
Fotos sind wieder mal grottig, aber es wird hier einfach nicht mehr hell, weder tags noch nachts. Kann ich nix dafür.

Es strickt sich locker voran, da der 12-Reihen-Rapport zwar Konzentration verlangt, dafür aber recht übersichtlich daher kommt. Aber es dauert. Denn da sind mit Nadeln 3,25 stattliche 40 Reihen auf 10 cm zu stricken, die Markierer (unten) stecken jeweils nach einem kompletten Mustersatz. Zickzack-03Man kann auch nicht allzu lange hintereinander werkeln, dann gibt es Augenkatarrh und man weiß nicht mehr, ob das, was man dann so sieht, der Realität entspricht, vor allem, was Zickzacks betrifft 😉 Zickzack-02Das Gelb kommt recht prominent daher, wahrscheinlich weil der Faden etwas dicker ist als der Grüne. Das finde ich aber in Ordnung. Zur Erinnerung, ich verstricke die (geribbelte) grüne BabyMerino von Drops, die mal „Comodo“ war, und die Boca von Online, die zwar herrlich auf der Haut, dabei aber dermaßen wabbelig und lappig ist, dass man sie nicht alleine verstricken kann sollte.

So, nun wisst Ihr, dass wir uns hier nicht nur mit Plätzchen und sonstigem Süßkram amüsieren, sondern – zumindest ich 😉 – auch sinnvolle Tätigkeiten auf dem Programm haben. Leider aber haben wir offenbar im Gegensatz zur restlichen Republik noch keine einzige Schneeflocke. Find ich ungerecht. Mit ein wenig Schnee wäre es sicher auch etwas heller!

Habt einen gemütlichen 2. Advent!

Fadenkrams Advent zum zweiten

Rache ist süß – im Sinne des Wortes – dachte ich mir und bastelte dem Herrn Fadenkram im Nachgang zu seiner Plätzchenaktion einen sehr süßen Adventskalender. Und ich überwache auch genau, dass jedes Säckchen zu seiner Zeit geleert und der Inhalt vertilgt wird!

Advent1Jaahaa, da passt allerhand rein in die Beutelchen, sieht man auch daran, wie schief die Haltehaken hängen ;-)!

Advent

Harmonie im Advent…

… ist eher was anderes! Da sind der Herr Fadenkram und ich – gerechterweise beide mit dem Problem der wuchernden Kilos behaftet – uns in einem längeren ernsten Gespräch einig geworden, dass wir da mal wieder was tun müssen. Schon im Hinblick auf Weihnachten und die zu erwartenden Fressorgien. Sozusagen sollten wir für diese etwas Platz auf Rippen und Hüften schaffen. Dachte ich. Dachte ich wirklich. Aber dann tat der Gatte gestern geheimnisvoll und verbot mir für den kompletten Nachmittag den Zutritt zur Küche (ha, als ob man mir das verbieten müsste, kann ich mir von ganz alleine gut verkneifen). Da meine Nase lediglich die relative Mitte des Gesichts markiert, musste er auch keine Angst vor vorzeitiger Entdeckung haben und präsentierte mir dann stolz wie ein kleiner Spanier seine Vorstellung von Adventsdiät: Kekse1

Massenhaft lecker Kekse. Und nicht nur irgendwelche, nein, nur die, von denen er genau weiß, dass ich absolut nicht an ihnen vorbei komme: fluffige Walnussplätzchen, zarte Butterkekschen und so steinharte marmeladengefüllte Doppeldecker. Alles auch kunstvoll verziert und dekoriert, vorzugsweise mit dick Schoggie – wenn schon, denn schon. Danke, Bernie, bist echt ein Schatz! Kekse2Ich hab auch gerne die knirschenden Verzierungsperlchen überall in der Küche zusammengefegt, auch wenn die zu unkontrollierter Vermehrung neigen, man latscht immer wieder welche platt, wo immer die auch herkommen mögen 😉

Kommt gut das hoffentlich schöne und entspannte erste Adventswochenende des Jahres!