Bis auf einige Jahre in einer Betonwüste habe ich fast mein ganzes Leben einen Garten um mich herum gehabt. Als Kind selbstverständlich und nicht immer geliebt (ich sag nur: Kartoffelkäfer sammeln…), später bewusster mit mal mehr oder weniger Freude (proportional zum Erfolg ;-)) daran. Und dann kam das neue Anwesen im Oderbruch mit diesem total abartigen Garten. Trotzdem (etwa gerade deswegen???) habe ich mich sofort darin verliebt, wusste aber, dass dieser Garten auf lange Sicht starke Hände brauchte – also nicht unbedingt meine. Demzufolge überließ ich dem Besitzer der starken Hände, dem Herrn Fadenkram also, die Entscheidung, indem ich ihn einfach überrumpelte mit der Frage, ob er sich vorstellen könne, in diesem Chaos Ordnung und Durchblick zu schaffen. Er sprach sofort ganz spontan „ja, klar!“ – damit war alles geritzt und der Makler konnte mit leuchtenden Augen und uns fest an der Angel von dannen ziehen.

Was dann hier an Arbeit, Ärger aber auch Freude und Erfolgserlebnissen auf uns zu kam, hatten wir nie im Leben bedacht. Jetzt, nach nur einem guten Jahr heftigsten Werkelns, geben die Erfolge uns recht – es war eine gute Wahl und der Aufwand lohnt sich – meistens.  Ich lade Euch mal zu einem kleinen Rundgang ein…

Die Einfahrt ist noch immer ein WIP, ein neuer Zaun ist gerade in Arbeit und ein Carport ist letztes Jahr entstanden. Da dieser den Hof sehr dominiert, haben wir ihn versucht zu begrünen und sind mit dem Erfolg recht zufrieden. Hof-links-02 vorher: Einfahrt01

Sämtliche Nadelgehölze erwiesen sich als krank bzw. überaltert und mussten demzufolge genau wie der wuchernde Wildpflaumenbaum oben rechts im Bild weichen. Am Ende der Einfahrt entstand dann voriges Jahr unser neue Terrasse, die inzwischen aussieht, als hätte sie schon immer dort gestanden . Terrasse-03

Diesen Blick vom und zum Gartenhaus

konnten wir inzwischen auch aufhübschen – rechts des Weges zum Gartenhaus sieht es jetzt so aus:Bunt-02direkter Blick auf dasselbe: Bunt-01Bereits im zweiten Jahr haben sich die Ringelblumen und die Löwchen sehr erfolgreich selbst ausgesät, damit hatten wir nichts mehr zu tun.

Besonders freuen wir uns in diesem Jahr über den mitgebrachten Wein, der jahrelang mit Ach und Krach überlebt, uns aber nie mehr als kleinste Kosthäppchen seiner Trauben beschert hatte. Jetzt sieht er so aus – wir sind begeistert!Wein-01Wein-02

Die Fundamentplatte des Vogel-Vernichtungslagers der Vorbesitzer  (beim Abriss fanden sich so viele Kleinvogel-Skelette…)Vogelvernichtungslager01 ist jetzt Basis unserer „mediterranen Abteilung“, wo wir unter andem langsam auf die Selbstversorgung mit Zitronen hinsteuern;-) Zitronen-02Ein Jacaranda-Bäumchen, Oleander, Olive sowie weitere Zitrusbäumchen haben hier ihren Sommerplatz, den sie offensichtlich lieben. Neben der Terrasse wächst eine Himbeere gigantisch gen Himmel – nie hätte ich gedacht, dass man Himbeeren mit der Leiter ernten müsste!Himbeere-02Soviel für heute. Demnächst zeige ich dann auch mal die Pflanzen, die mich hier am meisten begeistern.

Liebe Grüße in die Runde

Regina