heute also sollte es ja mit der Veranda-Sanierung losgehen. Wider besseren Wissens waren wir da bis gestern guter Dinge. Und dann kam das Unheil wieder mit geballter Gewalt über uns, bzw. erstmal über den Herrn Fadenkram. Ich saß in meinem Strickbüdchen und wurde immer kleiner im Sessel, während das Fluchen und Schimpfen vor der Tür immer lauter wurde.

Verständlich, oder? (raufhauen macht die Bilder und damit das Grauen richtig groß 😉)

Nach einer ziemlich schlaflosen bzw. alpgeträumten Nacht, nach der für mich feststand, die Jungs würden sich das kurz ansehen und sich sofort verabschieden, harrten wir also bebend der Dinge, die da kommen sollten. Wir konnten bis dahin durch einen wandhohen Riss an der Stirnseite sogar die Nachbarn beobachten – wer hat sowas schon?

Aber dann kam es wie meist alles ganz anders, sie nahmen es gelassen, denn sie kennen sowas, da das Oderbruch im Grunde komplett auf Modder schwimmt, um das mal salopp auszudrücken, und dadurch solche Geschichten häufig vorkommen. Und schon ging es flink ans Werk, erstmal mit sehr viel Staub und Gepolter, dann aber systematisch mit Mörtel und Kelle weiter. Am Nachmittag war alles geflickt, verschmiert und geglättet und wir staunten nur. Feierabend gestern und Feierabend heute in der Gegenüberstellung: gestern-heute1

Natürlich ist nun die eigentlich bevorzugte Variante – alles fein schön glatt putzen und nett anstreichen vom Tisch. Variante 2 muss es sein – Vorsatzschalung mit Gipskarton, was die Sache natürlich nicht gerade preiswerter und den Raum wieder kleiner macht.

Es gab dann auch noch eine weitere, noch bittere Pille – die Haustür ist nicht zu retten. Die wurde in die Wand gehämmert ohne Rücksicht auf Verluste, alles ist schief, verbogen und ausgerissen. Die fünf Zentimeter Höhenunterschied im Boden hatte man da mit aller Gewalt „ausgeglichen“, was dann so aussieht – gehalten wird sie nur vom Bauschaum und seit die seitlichen Verkleidungsbretter entfernt sind, lässt sie sich auch nicht mehr schließen (zum Glück aber wenigstens noch abschließen):

Veranda 02 Haustuer2

Nunja, dann also auch das noch – was bleibt uns weiter übrig.  Es gab aber auch einen lustigen Moment, als wir unter dem untersten der diversen Bodenbeläge (von oben nach unten: Rips-Teppich braun, Rips-Teppichfliesen bunt, Ripsteppich grün, Linoleum 1 (Farbe nicht benennbar), Linoleum 2 (irgendwann mal bräunlich) eine Ausgabe der örtlichen Parteipostille „Neuer Tag“ vom 5. März 1980 fanden.

Ja, das war Tag 1 der Veranda-Sanierung und im Gegensatz zu gestern sind wir einigermaßen guter Dinge, voraussichtlich aber auch wesentlich ärmer, als optimistisch angenommen. Auf die neue Tür werden wir auch ca. vier Wochen warten müssen, so lange kann dann auch die Eingangswand nicht fertig werden. Auch das überstehen wir.

In diesem Sinne liebe Grüße in die Runde

Froggie aus dem Staub