Vorsätze sind dazu da, gebrochen zu werden. Weiß man ja. Warum aber fasst man dann immer wieder welche, wenn man ganz genau weiß, dass es eh keinen Sinn hat? Man möchte sich selbst so ein bissel schlechtes Gewissen machen? Sicher nicht. Man erhofft Hilfe bei Einsichten? Ein bisschen vielleicht, funktioniert aber auch nicht, jedenfalls nicht bei mir. Also dienen sie nur der Bestätigung eigener Schwäche… Egal. Ich stricke jedenfalls wieder an einem Tuch, so!

Es ist eine Premiere, denn erstmals habe ich mich überwinden können, ganz dünnes Garn mit relativ dicker Nadel zu stricken und da sind wir wieder beim nächsten „Vor…“, denn ich hatte das Vorurteil, dass das ein elendes Gefrickel wäre. Ist es gar nicht.mupfel-01 Soweit bin ich bisher mit meiner „Muschel“ gekommen und habe inzwischen 250 Maschen auf der Nadel, alle 20 Reihen werden es 50 mehr und Ende soll bei 500 Maschen sein, bei mir eventuell mehr, wenn 150 g verstrickt sind, sofern das dann noch nicht als Schleppe auf dem Boden schleift ,-)

Man kann ja nicht gerade sagen, dass es sehr flott voran gehen würde, jedenfalls was das sichtbare Ergebnis betrifft, aber es entsteht mit der Malabrigo Silkpaca ein Traum in weich und fluffig, der aller Mühe wert ist.

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Silkpaca, 70% Baby-Alpaka, 30% Seide, 384 m/50 g

Ich habe hier mal ganz vorsätzlich auf Bunt verzichtet, dieses Tuch wird für sich wirken und braucht keine Vielfarbigkeit. Das Design von Nicola Susen ist wie fast alles von ihr wunderbar einfach, unkompliziert in Konstruktion und Ausführung und hat ein sehr effektvolles Ergebnis – kurz gesagt, ich freu mich schon auf meine Muschel – gute Vorsätze hin oder her….

Liebe Grüße in die Runde

Regina