Das fragen sich sicher einige von Euch. Also sei es verraten. Sehr, sehr viel Arbeit, sehr viel davon unvorhersehbar und damit auch viel Ärger und Enttäuschung über verheimlichte massive Baumängel. Ja leider, so ist es und das ist nicht wirklich lustig.

Da wir jedoch terminlich absolut in der Zwickmühle sind – müssen ja demnächst das jetzige Domizil an dessen Käufer übergeben – gab es kein Zurück sondern wir müssen da nun zähneknirschend durch.

Der erste Schock traf uns, als der Elektriker im Zuge der Heizungs-Neuinstallation sprach, entweder müsse er massiv tätig werden und zwar umgehend oder uns die komplette E-Anlage sperren. Prächtig. Wie berechtigt diese Worte waren, wurde uns ganz schnell klar, als wir anfingen, die allgegenwärtigen Paneele von den Wänden zu reißen, deren „kaschierende“ Aufgaben uns auch schlagartig klar wurden. Was da zum Vorschein kam, war an Leichtsinn und ahnungsloser Pfuscherei nicht zu überbieten und sah größtenteils so aus:

Elektro02

Küche01

Lose hängende Leitungen, verschmorte Verteilerdosen, nicht nachvollziehbare Stromkreise, sogar ein unter Strom stehender Stecker hing aus der Wand!

Ähnliches entpuppte sich beim Bauzustand, mit Bauschaum zugekleisterte oder offene Risse mt teilweise wirklich erschreckenden Ausmaßen, die uns fassungslos machten:

Wand09

Das ist längst nicht alles und zwischendurch wollte uns wirklich das eine oder andere Mal aller Mut verlassen, besonders, als der Herr Fadenkram dann im Obergeschoss durch die „Dielen“ brach.  Nunja, es gibt keine Alternative, also müssen wir durch.

Was uns immer wieder aufrichtet, das sind unsere Handwerker. Wir hatten sie auf Empfehlung des Dorfvorstehers beauftragt und haben wirklich das große Los gezogen. Sie sind kompetent, arbeiten ganz selbstverständlich Hand in Hand, was die Bauzeit enorm verkürzt, sie schuften auch hart, wenn keiner von uns vor Ort ist und sie übernehmen zusätzlich fast seelsorgerische Aufgaben, wenn es uns mal wieder bis zum Hals steht 😉 Und so geht es trotz allem voran, denn seit vorgestern beginnt endlich der Aufbau, bisher war nur Abriss und Katastrophenbekämpfung angesagt. Jetzt wird das neue Bad gefliest, heute wird die neue E-Anlage fertig, die Heizung brummt dann auch wieder. Morgen startet der Fußbodenleger, parallel fängt der Maurer in der Küche an die Wände zu glätten (hier hat es Putzstärken von 0,2 bis ca. 8 cm), um sie dann zu fliesen bzw. malerfertig zu machen. Anschließend werden die neuen Fußbodenfliesen verlegt. Dann kann der Maler kommen und zum Schluss wird der Veranda-Fußboden, der eine seitliche Neigung von ca. 10 cm hat, in die Waage gebracht und neu gefliest.

Ja, so sieht es aus. Den Umzugstermin haben wir zum Glück verschieben können und für den neuen liegen wir inzwischen sehr gut in der Zeit. Was das alles jedoch an Mehrkosten verursacht, darüber wollen wir gar nicht nachdenken, es ist der helle Wahnsinn. Und immer wenn mir das schillernde Exposé des Sparkassen-ImmobilenCenters in Erinnerung kommt mit der markigen Überschrift „Ihr sonniges Schmuckstück erwartet Sie!“, dann steigt mir die Galle in den Hals….

Haus

Aber wir wursteln uns durch und am Ende haben wir dann unser sonniges Schmuckstück, wenn auch fast zum doppelten Preis, denn auch auf dem Grundstück erwarten uns noch jede Menge Überraschungen, davon aber später….

Liebe Grüße in die Runde

Regina