gestern mittag waren wir nochmal mit den Verkäufern unseres neuen Anwesens verabredet um zu klären, welche der im Laufe vieler Jahre angesammelten Schätze rund um Garten und Heimwerken der großen Entrümpelung in dieser Woche nicht zum Opfer fallen sollen. Während der GöGa mit dem Herrn F. durch Garten, Schuppen, Werkstatt, Garage, Gartenhaus und sonstige Nebengelasse (von denen hat es dort sehr reichlich!) zog, war ich im Haus mit Zollstock und Klemmbrett unterwegs, um richtig maßzunehmen, um dann auf dem Papier bzw. am Rechner schon mal diverse Einrichtungsvarianten durchprobieren zu können.

Den beiden Leutchen, bereits über Mitte 70 hinaus, er krank und gehbehindert, ist inzwischen anzumerken, dass sie mit ihren Kräften am Ende sind. Gegen das immer wieder vorgebrachte Argument „ja, aber was sollen die Nachbarn von uns denken“ sind wir nicht wirklich angekommen, haben ihnen jedoch wiederholt angeboten, die Überbleibsel, die jetzt nicht mit weg kommen, selbst zu entsorgen.

Im Gegenzug gab es dann eine sehr freudige Überraschung für uns – man händigte uns die Schlüssel aus!  Die ganze Zeit hatte ich im Geiste schon an der Formulierung einer Schlüsselfrage gefeilt, aber „jetzt und sofort“ kam darin überhaupt nicht vor, denn schließlich sagt das Gesetz, dass dazu ja erst das Geld geflossen sein muss und davor wiederum steht all diese Bürokratie; ob man die nun versteht oder nicht.

Also können wir nun doch schon anfangen, vor allem sperriges Zeugs aus unserem Garten hinzuschaffen, wenn das Wetter das zulässt, dort auch schon das eine oder andere werkeln; einige Bäume müssen leider weichen, darunter auch dieses Monster von einer Korkenzieherweide (anzumerken wäre, dass die Hecke darunter gut zwei Meter hoch ist!):

Weide-02eEinige der völlig Wachstums-entgleisten Koniferen müssen auch weichen, um die Wege wieder begehbar zu machen.

Ein Highlight auf dem eigentlich abenteuerlich zu nennenden Grundstück ist der große Teich in der hinteren Gartenecke, in dem sich Fische tummeln, die dort auch überwintern können. Entenpaare haben hier auch schon des öfteren ihre drollige flauschige Brut aufgezogen…

TeichUnmittelbar an der hinteren Grundstücksgrenze zieht sich ein Fließ entlang, laut Herrn F. hat es Verbindung zur Oder und es tummeln sich auch hier diverse Fische, solche, die man essen kann im Gegensatz zu denen im Teich, die man füttern muss;-)

Das absolute Highlight auf dem Grundstück ist jedoch das Gartenhaus mit Wintergarten. Wir können durchaus sagen, dass es unsere Kaufentscheidung mitbestimmt hat. Es gibt dort zwei Räume und davor einen geräumigen Wintergarten, eine separate Heizung und zur allergrößten Not auch noch ein Bulleröfchen. Seitlich und hinten leuchtet dieses Haus jetzt gerade in den herrlichsten Herbstfarben des wilden Weins, der es ungestört bewachsen durfte und weiterhin bewachsen wird. An der Rückwand dieses Häuschens mit Blick nach Osten über die Felder zur Oder und zum Sonnenaufgang hin, gibt es einen Hochsitz. Der ist inzwischen alt und gebrechlich, aber den werden wir garantiert erneuern, was für eine grandiose Idee!

Und wie auf Stichwort, als Frau F. schwärmte, dass sie vom Küchentisch aus immer die Kraniche auf den Feldern beobachten konnten, setzte lautes Geschrei ein und ein Schwarm dieser krächzenden Schönheiten schwebte ein. Herrlich!

Genug geschwärmt für heute; liebe Grüße in die Runde!