Jedes Ereignis braucht einen Anlass, einen Anstoß. Aber man weiß ja auch, gut Ding will Weile.
Was jedoch in den wenigen Wochen seit Ende Juli jetzt Schlag auf Schlag passiert ist, das gleicht einem Schnellzug, der durch unser Leben rauscht; erwartet hatten wir eher so etwas wie eine Postkutsche 😉 Aber das ist absolut okay, denn wenn man sich erst einmal entschlossen hat, dann kommt meist auch schon die Ungeduld… Aber nun zum Anfang:So ein grummeliges Gefühl, dass das alles hier so gar nicht für uns passt, hatten wir ja schon lange. Wir haben nach dem Tod meiner Mutter tapfer versucht, uns das viel zu große Grundstück und das große völlig unpassend geschnittene Haus schön zu reden. Das funktionierte immer weniger, eigentlich gar nicht. Das Umfeld tat sein Übriges – aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Die Unzufriedenheit wuchs, der Wunsch nach Veränderung wurde immer stärker. Dann gab mir beste Freundin eines Tages den Tipp, dass eine große Bank ab und an kostenlose Immobilienbewertungen anbietet, so könne man erstmal eine Vorstellung bekommen, was so ein Anwesen überhaupt wert sein könnte und auch den ungefähren Ablauf eines eventuellen Verkaufes erfahren. Und wie der Zufall es so wollte, genau zu dem Zeitpunkt war hier „ab und an“.
Ein Termin war schnell vereinbart, ein fachkundiger Makler kreuzte auf, sah in jeden Winkel vom Keller bis zum Boden (hiiiii, wat gruselig…), dazu ein freundliches Gespräch und die Auskunft, in ein paar Tagen das Ergebnis präsentieren zu wollen. Dieses passierte am 26. Juli. Wir waren sehr angetan, er sprudelte nur so von Ideen, wie man das alles am besten machen könnte, wir wiegelten ab. Aber am Ende des Tages war uns schon klar, dass wir es genauso machen würden.
Am 10. August haben wir dann den Maklervertrag unterschrieben, kurz darauf waren die Angebote für die beiden unbebauten Grundstücksteile online und für den Besichtigungstermin am 30. August hatten sich 53 (!) Interessenten angemeldet. 13 von ihnen kamen, die waren aber alle maximal kaufentschlossen. Wir waren sprachlos. Unterdessen hatte dann auch im Haus das professionelle Fotoshooting stattgefunden und ein ebensolches Exposee war erstellt und ebenfalls online. Mit dem Ergebnis, dass hier eine wahre Völkerwanderung einsetzte.
Inzwischen sind fast täglich Besichtigungstermine für das Haus, was für uns eine wirklich gruselige Sache ist, fremde Menschen tummeln sich in allen auch noch so privaten Winkeln, das kann man nicht begeisternd finden, aber es ist nun mal notwendig. Wir sind froh, dass wir mit dem Makler ein gewisses Vertrauensverhältnis aufbauen konnten und nicht dabei sein müssen, wenn er seine Führungen veranstaltet. Heißt, wir sind jetzt ständig auf der Flucht 😉 Da das aber im Interesse des bestmöglichen Verkaufes ist, ertragen wir das geduldig; nächste Woche noch ein paar Termine und dann ist damit Schluss.

Fortsetzung folgt…

Liebe Grüße in die Runde
Froggie