Eure rege Anteilnahme (danke dafür!) hat mich veranlasst, mein großes Abenteuer mit Euch zu teilen. Vorab – nicht für jeden mag es letztlich wie ein Abenteuer klingen, für uns ist es jedoch eines, das wir mit allen Sinnen und aller Kraft in Angriff nehmen wollen.
Und wer bereits auf einen Wohnortwechsel getippt hatte, der liegt nicht falsch. Jedoch ist es für uns viel mehr als das. Wir brechen hier nicht nur „alle Zelte“ hinter uns ab, wir starten endlich in ein wirklich selbstbestimmtes Leben, wir können allen Ballast, alle Lasten und Belastungen abwerfen und die Dinge tun, die wir uns wirklich wünschen und das mit aller Kraft.Ich habe hier ja schon des öfteren von unseren Ausflügen ins nahe gelegene Oderbruch berichtet und dass diese Landschaft für uns einen ganz magischen Reiz hat.

Es ist keine 50 Kilometer von uns entfernt und beherbergt neben viel Natur einen völlig anderen Menschenschlag, einen, der uns sehr liegt – nette freundliche Menschen, hilfsbereit, offen und zugänglich, jeder grüßt jeden, ob er ihn nun kennt oder nicht. Aber keiner zwingt dem anderen seine Nähe auf, wenn sie nicht erwünscht ist. Das ist zum großen Teil historisch bedingt, aber darauf werde ich bei Gelegenheit gesondert eingehen.
Soweit die lange Vorrede.

Heute war die zweite Besichtigungsrunde unseres (hoffentlich!!!!) neuen Anwesens (dass ich jetzt noch keine Fotos zeigen kann, ist ja klar….). Und der Eindruck vom ersten Mal vor einer Woche hat sich bestätigt: Es ist genau unseres, es ist das, was wir wollen. Der Makler sieht keine Probleme, der Preis ist okay – was soll eigentlich noch passieren? Nun ja, gewohnt, dass die Dinge längst nicht immer so laufen, wie wir uns das gerade vorstellen, versuchen wir, den Optimismus etwas zu bremsen. Geht aber eigentlich gar nicht mehr;-)
Nach der Besichtigung hatten wir ein Date mit dem Dorfvorsteher, den wir hochnotpeinlich nach eventuell in der Planung befindlichen Hinderungsgründen wie Windpark oder Großmastanlage nächstes Jahr hinter’m Haus befragt haben. Das ist zum großen Glück nicht in Sicht, es gibt ja ohnehin bereits genug davon und gerade den Anlauf zu einem Volksbegehren dagegen. Er konnte uns darüber hinaus viele hilfreiche Tipps zu guten Handwerkern, die dann benötigt werden, geben und lud uns zum Dorffest am Sonnabend ein, wo wir dann gleich die weiteren Dorf-Honoratioren kennenlernen sollen. Überall sonst hätte mir dieses schon leichte Panik verursacht; dort freue ich mich drauf.

Als nächstes erzähle ich, was hier so abgeht, denn bevor wir kaufen, müssen wir ja erstmal VERkaufen….

Liebe Grüße in die Runde
Froggie