Langsam sollte ich mir mal wieder „richtige“ Färbewolle zulegen, denn die Testfärbungen waren zwar hilfreich und spannend, sind aber auf die Dauer doch nicht so produktiv.
Aber ich habe „umgefärbt“. Die blassen Kokosfaser-gefärbten Stränge vierfach Sockenwolle haben mir nicht gefallen wollen, auch „Schön-gucken“ klappte nicht. Und letzt hatte ich ja schon ein solches Knäuel in die Walnussblätterfarbe geworfen. Der Erfolg war ja umwerfend. Also hab ich gleich nochmal Walnussblätter angesetzt, die anderen beiden Stränge auch zu Knäulen gewickelt, diese ein paar Stunden in der Kaltbeize dümpeln lassen und sie dann ebenfalls in die braune Brühe gesteckt. Nun habe ich drei entzückende melierte Kokos-Walnuss-Stränge, die mich begeistern.

Dazu habe ich dann noch einen Strang von der Goldrutenfärbung zur Hälfte mit in den Sud gehängt. Ein herrlich klares Braun ist dabei herausgekommen. Die Kombination behagt mir aber jetzt nicht wirklich, ich denke, ich steck das nochmal komplett in die Nussbrühe und gucke, was wird. Fakt ist, diese Walnussblätter haben eine irrsinnige Färbekraft, ich denke, in diesem Ansatz hätte ich sicher ein Kilo Wolle färben können und dann wäre immer noch was übrig. Aber solche Tests sind dann doch nicht angesagt.
Dumm ist, dass mir bisher noch kein würdiges Projekt für die melierten Schätzchen eingefallen ist. Für Socken ist es zu viel, für Bekleidung reichen bei mir 300 Gramm nicht vorne und nicht hinten. Eventuell geb ich sie zur Adoption frei????
Als nächstes, wenn wieder Wolle vorrätig ist, möchte ich es mal mit Rot probieren. Gelb- und Grüntöne hab ich jetzt jede Menge, Braun ist auch gelungen, Rot, Orange, Violett und Blau stehen nun auf der Liste. Krapp hab ich da, Dahlien für Orange leider nicht, Holunderbeeren sind jetzt erntereif, und Blau – hmm, noch keine Ahnung.

Und hier ein kleiner relativ farbgetreuer Überblick über meine Testfärbungen bis auf zwei So-Wo-Proben alles auf etwas stärkerer Merino: