Seit Tagen haben wir hier schon keine Sonne mehr gesehen. Das drückt auf die Dauer die Stimmung – wenn man nicht damit umzugehen weiß. Frau Wollfrosch hatte eine Idee und seit langem schon einen Sack voll Schafschur-Vlies im Keller. Nun sollte es werden. Überall stehen Behältnisse voller frischem sauberen Regenwasser, also rein mit der Wolle. Was dann passierte, hat mich überrascht (InsiderInnen werden jetzt milde lächeln, ich weiß) aber aufgrund fehlenden Geruchssinnes nicht umgehauen. Es entstand im Handumdrehen eine recht gesättigte braune Brühe, mit der wir dann gleich die Gurken gedüngt haben. Also alles rausgefischt, ausgedrückt, neues Wasser in den Pott. Gleiches Ergebnis, diesmal kam es den Lebensbäumchen zugute. Inzwischen schwimmt die Hälfte des Vlieses im vierten Spülwasser, das wohl nun nicht mehr zum Düngen taugt. Die andere Hälfte hat diesen Spülgang schon hinter sich.

Wie es weitergeht muss ich jetzt erstmal ergründen, wahrscheinlich mit dem Waschen der Wolle. Dann muss sie trockenen, das ist der Teil, der mir am meisten Sorgen macht, wo, bitteschön, soll ich bei diesem Mistwetter solche Berge von Wolle trocknen?  Aber wie immer, es wird sich eine Idee finden.
Keine Idee habe ich zu der Frage, WAS das für ein Schaf war, das hier das Fell zu Markte getragen hatte (ich habe es bereits im blauen Sack verpackt als – „na, Schafwolle, was denn sonst?“ – geschenkt bekommen) und ob daraus was Vernünftiges werden könnte. Ist aber nicht so schlimm, mein Motto ist ja nach wie vor: Versuch macht kluch, und dies ist wieder ein Fall, wo ich bestimmt wieder mal besonders klug werden könnte. Sicher wird man da nun einiges zu Lachen kriegen, ich allerdings eher weniger.

Als erstes steht auf der Tagesordnung, eine günstige Kämm-Methode für die Testspinnereien zu finden – Herr Wollfrosch hatte schon eine – Hundebürste. Hmm, Weiß nicht…. Nun ja –

Fortsetzung folgt bestimmt.