Da uns das Wochenende mit Mistwetter in Größenordnungen beglückt hat, war Zeit für viele Dinge, die man sonst nicht tut. Also war Herr Wollfrosch am rummurksen an diversen Tatorten und ich unter anderem an den Farbtöpfen. Wie bereits angekündigt, ging es diesesmal an die Kokosfasern. Alles was ich an Tipps und Tricks dazu gefunden hatte, sprach ungewöhnlicherweise von 50 % (diese Prozentzahl gibt immer das Trocken-Gewicht des Farbstoffes im Verhältnis zum Gewicht der zu färbenden Wolle an), wo es doch sonst meist um mindestens 200% bis 400% geht. Aber da Übereinstimmung bei den Quellen herrschte, hab ich 100 Gramm Kokosfasern (zwei ganze Kilo hab ich davon gebunkert!!!!) eingeweicht und ausgekocht. Das dauerte so seine Zeit. Dann Wolle gebeizt. 300 Gramm, weil ich ja noch was ausprobieren wollte. Dann stand der dunkelbraun-rote Farbsud endlich auf dem Herd und ich schmiss die Wolle rein. Alle drei Stränge, klar, wäre ja sonst nicht ich. Und damit war Frau Wollfrosch, wie schon so oft, mal wieder Opfer der eigenen Schusseligkeit. Der Sud hatte noch keine 60° und schon schwamm die Wolle in klarem Wasser. Das konnte ich nicht verstehen, aber endlich ging mir dann doch ein Licht auf – es hätten ja auch nur 200 Gramm sein dürfen…. Naja. Passiert. Ich ließ es dann brav ein Stündchen köcheln und muss sagen, das Ergebnis hat mich trotz allem einigermaßen entzückt:



Kokos die erste – noch nicht ganz trocken

Die „richtige“ Farbe liegt irgendwo in der Mitte…

Die Farbe ist zwar nicht ganz gleichmäßig aufgezogen, das empfinde ich jedeoch nicht als Makel, und die Wolle ist im Gegensatz zur Haselfärbung schmuseweich und hat einen tollen Griff. Nun überlege ich, ob ich das Ganze nochmal überfärbe, eigentlich sollte es ja irgendwie in Richtung Orange gehen bei dem Farbton, oder ob ich das so lasse…  Da ich aber eindeutig in der Experimentierphase bin, werde ich wohl weiter damit spielen, allerdings nicht mehr alles auf einmal… Kokosfasern sind ja auch schon wieder eingeweicht.

Also dann, bis demnächst bei „Kokos, die Zweite“ – lasst Euch überraschen!