an den Reaktionen zu den Pflanzenfärbe-Versuchen sehe ich, dass es ein Gebiet von großem Interesse ist – sonst wäre ich ja auch nicht drauf gekommen *grins*. Und wie oft zum Anfang war guter Rat sehr teuer. Da ich aber meine kreativen Strohfeuer zur Genüge kenne, bin ich daran interessiert, für den ersten „Brand“ nicht allzu viel zu investieren. Also liegt ja als Beschaffungsquelle das große Internet-Auktionshaus erstmal auf der Hand. Und ich war auf Anhieb erfolgreich und habe diese beide schon etwas bejahrten Schätzchen recht günstig ergattert.

Das größere „So färbt man mit Pflanzen“ von Erna Bächi-Nussbaumer ist von 1978 und eine wahre Goldgrube. Enthalten sind unzählige Rezepte, ja wirklich Rezepte, für Färbungen mit verschiedenen Pflanzenstoffen und das auch noch mit unterschiedlicher Vor- und Nachbehandlung. Die verschiedenen zur Anwendung kommenden Chemikalien und ihre Wirkung werden erklärt, Fotos veranschaulichen Färbe-Ergebnisse.

Das kleinere Buch, ein handliches Paperback, „Färben mit Naturfarben“ von Gudrun Schneider, ist von 1979, erklärt ebenfalls alles gut und anfängertauglich und enthält auch viele, viele Rezepte. Fotos veranschaulichen auch hier, was aus gleichen Materialien bei unterschiedlicher Behandlung werden kann:

Man beachte die vielen unterschiedlichen Nuancen
aus den gleichen Materialien, allerdings ist der Scan nicht so gut,
doch man erkennt die Vielfalt.

Meine Wolle aus dem gestrigen zweiten Zug aus den Haselblättern trocknet gerade vor sich in, sieht völlig anders aus als der erste, bei der Rohwolle geht das nun in einen kräftigen Gold-Ton – irre. Der Strang sieht nicht so sehr toll aus, offenbar war doch zu viel Synthetisches im Garn.