An alle, die sich hobbymäßig dem spannenden Experiment des Wollefärbens widmen. Wie mischt Ihr Eure Farben (speziell Ostereierfarben) – habt Ihr Rezepte ausgetüftelt, macht Ihr eher „kwk“ (kommt, wie’s kommt), mischt Ihr die vorher angerührten Farben oder schmeißt Ihr die Pillen oder Päppchen zusammen, um zu sehen, was dann rauskommt, in der Hoffnung, es wird was Brauchbares? Setzt ihr die Grundfarben nach den Angaben auf der Packung an oder eher konzentrierter? Was war bisher Eure gelungenste Mischung?
Und zum Schluss: Was bewegt Euch in erster Linie zur Färberei – eher der Spaß am kreativen Gepansche – also der Weg als Ziel, oder die Absicht, ein bestimmtes Projekt in einer ganz bestimmten selbstgemachten Farbigkeit zu stricken?
Die heutige Frage vom Wollschaf!

Jaja, das sind die Richtigen, erst ’ne Frage stellen und dann verpennen…. Hier also nachgereicht meine Färbe-Überlegungen:

Angefangen hat das – wie so vieles im Stricker- und erst recht im Blogger-Leben – mit Staunen über tolle Ideen und Nachmachen wollen. Und da es mir als die am wenigsten aufwändige Test-Variante erschien, sollten es halt erstmal Eierfarben sein. Der euphorische erste Versuch fand mit eher ungeeignetem Material statt, war aber trotzdem motivierend. Vernünftige Wolle war dann auch schnell organisiert. Und die nächsten Färbungen waren hundertprozentig lustbetonte Angelegenheiten, wobei der Ü(berraschungs)-Effekt natürlich immer dabei und eigentlich ja auch gewollt ist. Ich habe mir für einige meiner Lieblingsfarben die ungefähren Mischungsverhältnisse aufgeschrieben, aber die Illusion, das genau identisch zu wiederholen, mache ich mir natürlich nicht. Da ich (fast) ausschließlich für den Eigenbedarf stricke und demzufolge auch färbe, muss ich mich jedoch auch sehr zurückhalten, was die gefärbten Wollmengen betrifft. Aber ich muss sagen, das Ganze macht Riesenspaß und bisher hatte ich auch noch keine Färbung für ein ganz bestimmtes Projekt geplant. Für mich ist einfach der Spaß beim Panschen und die Freude am Ergebnis ausschlaggebend. Und erst danach kommt die Überlegung, was man aus den jeweiligen Strängen so machen könnte und im Hinterkopf ist dann auch immer noch das Notfall-Motto „Socken gehen schließlich immer“, wenn sich so ein buntes Strängelchen für ein Projekt als ungeeignet herausstellt. Ist aber noch nicht passiert, da ich noch nicht allzu viel davon verstrickt habe. Gerade habe ich aus diesem hier:

300 g SoWo vierfach zusammen bunt gemacht

Das hier auf den Nadeln:

Und finde es super. Dazu dann Stulpen oder Handschuhe, Socken, klar, und ev. noch ein Stirnband und der nächste Winter kann kommen.
Fazit – die Färberei ist für mich eine neue kreative Beschäftigung, wo der Weg das Ziel ist und die Ergebnisse mich begeistern. Und gelernt habe ich – Hut ab vor den professionellen Färberinnen – es ist pure Faszination durch die Shops zu wandern und die herrlichen Farben und Farbmischungen zu bewundern – am liebsten hätte ich sie alle, naja, fast alle.

In disem Sinne – bis zur nächsten Farbaktion Grüße an alle
Froggie