Heute mal nix Gestricktes, denn es gibt nichts Interessantes zu vermelden, alles geht so seinen Gang – Masche für Masche eben… Dafür möchte ich Euch heute mal von unserem Albert und seiner Alberta erzählen.

Im vergangenen Frühsommer hatten wir eine wahre Junikäfer-Plage. Gefühlte Zigtausende von den Mini-Maikäfern tummelten sich im Garten und fielen über alles her was Grün war. Und eines Tages dann war er da – ein drolliger noch recht kleiner Eichelhäher, der aus klugen schwarzen Knopfaugen unternehmungslustig in die Welt guckte und nach eingehender Prüfung offenbar beschlossen hatte, dass die Wollfroschs ungefährlich für ihn wären. Dass diese ihm spontan den Namen „Albert“ gaben, störte ihn auch nicht. Fortan kam er jeden Morgen in aller Frühe und pickte Käfer für Käfer – er muss in einem wahren Eichelhäher-Schlaraffenland geschwelgt haben! Jedoch ging der Juni zuende und mit ihm verschwanden auch die Junikäfer – armer Albert! Aber er blieb uns treu, denn in so einem großen Garten gab es immer was zu picken.

Als dann im November der Winter schon so früh mit aller Gewalt über uns hereinbrach, eröffneten wir auch entsprechend zeitig die Vogelfutter-Saison. Sofort waren wie gewohnt die Meisen da – fünf Arten von ihnen haben wir hier, und obwohl sie recht zänkisch sind, werden sie doch alle satt. Dann kam der Buntspecht. Nach und nach folgten Amseln, Buch- und Grünfinken, Kleiber und Gimpel, Zeisige, ab und an auch mal ein Spatz – ein frohes Vogelleben. Kaum einer lässt sich von dem hinter der Küchenfensterscheibe ansitzenden und meckernden Lieschen stören.

Eines Tages dann wurde Futternachschub angeschafft und da waren jede Menge Erdnüsse dabei. Kaum waren die im Futterhäuschen, muss es einen Funkspruch an alle Federtiere gegeben haben, denn Albert war da! Er pickte und pickte, Nuss für Nuss, bis er kaum noch fliegen konnte. Nun müssen immer Nüsse im Häuschen sein und am Haselstrauch hängen, denn die anderen Futtergäste mögen die ja schließlich auch.
Dann kam der Tag, da waren zwei „Alberte“ da! Und aus der Tatsache, das zwei Männer sich wohl nicht das Futter teilen würden schlossen wir, dass der Neue eine Alberta sein müsse. Nun sind wir gespannt auf die Käfersaison und den Sommer, eine Schar kleine Alberts wäre sicher auch ganz nett und bestimmt sehr niedlich!

Was guckst du? Alles meins!!!

Das ist genauso lecker, auch wenn man ein bisschen dafür arbeiten muss.

Hier ist es doch bequemer!
Alberta nun am Nuss-Säckchen.
Unterscheiden kann man die Beiden von Nahem an der unterschiedlichen
Streifenzeichnung auf dem Köpfchen.

Nun habt einen schönen Sonntag – bis denne und dann bestimmt wieder „verstrickt“.