Irgendwo in den unendlichen Weiten des Netzes stieß ich irgendwann mal auf einen wahrhaft begeisterten Bericht über ein Garn „Teksrena“. Die Fotos dabei versetzen mein farbverlaufsverrücktes Wollfroschherz sofort in wahre Verzückung und seither war ich mal mehr und mal weniger intensiv auf der Suche danach – das dort beschriebene Preisniveau, das die Begeisterung komplett machte, wollte ich ja auch finden, da ich das eigentlich für eher unwahrscheinlich gehalten hatte. Aber ich ich hab es dann wirklich gefunden, hier, so um die Weihnachtszeit. Und sofort großzügig zugeschlagen, 1.000 Gramm, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Sofort bezahlt, paypal, versteht sich. Und dann gewartet. gewartet. Naja, war ja Weihnachten dazwischen und Wolle sollte dann gleich aus Litauen kommen. Hmm, Litauen? Da hört man doch immer so Dinge…. Grübel…. Ja, und gestern endlich war es dann soweit, die Post warf mir das heißersehnte Päckchen in die ausgebreiteten Arme. Habe das natürlich sofort aufgefetzt und dieses Garn strahlte mich nur so an, ich strahlte ebenso zurück.

Zwei Knäule waren hier schon in der Verarbeitung….

Da lag sie vor mir, diese Pracht, kaum zu glauben, dass es eine Farbpartie sein sollte *grins*. Daher habe ich sofort zwei Knäule auf den Wollwickler gejagt und dann war ja alles klar – ein glücklicher Wollfrosch mit seiner Teksrena (Äääähhhhh, normalerweise bin ich ein sehr nüchterner Mensch, wer mich kennt, wird das sofort bestätigen. Aber irgendwie wird es immer offensichtlicher, dass mich Wolle irgendwann um den Verstand bringen wird, fürchte ich).

Das Wickelergebnis dann hat das Glück perfekt gemacht. Und jetzt komme ich mal von meinem Gipfel der Glückseligkeit runter und schildere objektiv meine Eindrücke.
Aaaalso, das Garn, so wie es auf dem Originalknäuel ist, hat einen Klang wie Pappe (wer Kauni kennt, weiß, was ich meine). Es ist hart, voluminös, leicht und offenbar sehr ergiebig (350 m/100g). Es ist sehr gleichmäßig versponnen, in den 200 g war kein einziger Knoten, kein Wurm, keine dünne Stelle  und was sonst so auftreten könnte. Entgegen den Angaben auf der Banderole – mit Nadeln 2,5 oder 3,0 zu stricken – habe ich sofort ein Probeläppchen mit einer 3,5er Nadel gestrickt – dünner hätte sie nicht sein dürfen, denke ich. Das Läppchen habe ich in Haarwäsche gebadet und sofort fühlte es sich wesentlich weicher an. Allerdings sollten Wollallergiker oder -empfindliche dieses Garn nicht auf der Haut tragen wollen, es wäre das Ende der Begeisterung. Momentan fährt das Läppchen in der 40°-Grad-Wäsche mit, denn ich denke, es wird wunderbar filzen. 
Ach ja, und für den ganzen Spaß habe ich inkl. Porto 27,00 Pfund, also genau 32,66 Euro bezahlt. Da kann wirklichkeiner meckern, oder?