Nachdem ich gestern doch ein bissel über meine Wollvorräte nachgedacht habe, bin ich heute frohen Mutes an ein neues Projekt gegangen, um eben diese Vorräte mal ein bissel abzubauen (hihi und natürlich um Platz und Notwenigkeit für Neues im Wollregal zu schaffen!).

Erstmal die melierte Weste, die gestern fertig geworden ist. Ja, die, von der ich gesagt hatte, ich hätte sie vergeigt. Hab ich auch. Dem aufmerksamen Betrachter wird auch sofort aufgehen, weshalb. Aber ich habe beschlossen, das macht nix und da sie schön warm und kuschelig ist, ziehe ich sie trotzdem an.

Weste nach der Anleitung „Kurz über lang“;
das kommt hier aber nicht so richtig rüber.

Der dazu gehörige Pullover, ein stino RVO, ist ein reines Fernsehge-stricksel, je länger und/oder langweiliger das Programm ist, desto weiter kommt er voran. Da wir in letzter Zeit fast ausschließlich langweiliges Programm hatten, und sich das nicht ausgerechnet heute oder morgen grundlegend ändern wird, wird er bestimmt heute, aber spätestens morgen Abend fertig sein. Dann werde ich das Ensemble mal komplett an der Frau präsentieren.
Ja, und da noch nicht Fernsehzeit ist und mir schon eine ganze Weile so ein genialer Zopf im Hirn herumspukt, den ich unbedingt mal probieren wollte, habe ich das heute getan. Puhh, das dicke Garn, knapp ein Kilo ein ich weiß nicht wievielfaches gefachtes ebay-Designer-Garn, das ich damals unbedingt haben musste, ist zu dick für einen Pullover und für eine Jacke – das leidige Problem – reicht es nicht, jedenfalls will ich mir nicht den Stress antun, das auszuprobieren…. Und da kam dann die Idee mit dem Zopf, dieser wird nun die Blenden bilden und den „Rest“ werde ich dann mit einem einfarbigen Garn zusammen sicher längsgestreift oder in verkürzten Reihen ran stricken. Man sieht, ich habe zwar wieder eine Idee, aber keinen Plan, dieser wächst erst mit der Begeisterung für das Stück, die sich noch in Grenzen hält, denn der Zopf hat es in sich. Mit 6-er Nadeln in jeder Hinreihe zopfen, da hat man erstmal das Gefühl, sich die Finger abzubrechen. Inzwischen aber gefällt er mir so toll, dass die Finger eher zweitrangig geworden sind *grins*.
Ja, und mit dem Garn fange ich auch langsam an mich anzufreunden, denn es hat schon mehrere enttäuschende Probestrickereien hinter sich und steckt auch voller Schlingen, aber wenn man will, da kriegt man das hin und ich will jetzt!