Wieder mal hat der Wetterbericht leider nicht gelogen, es ist ar…kalt hier, heute Nacht hatten wir 12 Grad Miese und über 9 Grad ist das Thermometer den ganzen dunklen Tag lang nicht hinausgekommen. Dazu ein eisiger Wind, der ungebremst direkt aus Sibirien hier um die Häuser fegt – keinen Hund sollte man jetzt auf die Straße jagen! Katze Lieschen hat nur mal ganz kurz die Nase in den Wind gehalten und kam unter Protestgeschrei wie eine Kanonenkugel zurück ins Haus gefegt. So etwa das Gleiche hat Frau Wollfrosch gewagt – den mutigen Sprint zum Briefkasten -, um sich dann mit der Häkelnadel in den Strick- neee, jetzt  Häkelsessel an der Heizung zu fläzen. Dabei herausgekommen ist dieses lustige Teilchen:

Nein, das ist KEINE Mütze!

Nein, das ist auch KEIN Blumentopfuntersetzer!
Denn erstmal ist das nämlich nichts weiter als ein Häkeldingsbums. Dieses darf nachher mit in die Waschmaschine (Himmel, ich darf die beiden Tennisbälle nicht vergessen und vor allem nicht, die Schleuder herunterzufahren, sonst wird das nicht weder – noch sondern gar nix) und je nachdem, was dabei dann rauskommt, wird mir schon eine Verwendung dafür einfallen *grins*.
Auf alle Fälle weiß ich wieder, weshalb Häkeln absolut nicht zu meinen Handarbeitsfavoriten gehört – mir tut dermaßen die rechte Hand weh – nee, ich hab das tapfer fertig gemacht, aber DAS IST NICHT MEIN DING!!! Wer weiß, ob ich nachher noch stricken kann…
Ach ja, stricken. Da war ich doch so euphorisiert von meiner einigermaßen gelungenen Windsbraut, dass ich gleich das nächste Schal/Tuch-Werk angefangen habe. Gestern. Dieses wurde auch noch am endlos langen unteren Rand angefangen, aber das Lochmuster sah mir halbwegs einfach, heißt, selbst für mich, logisch aus.
Also ran an die Bouletten, Zeit war ja, männerfreier Dienstag. Und so habe ich gestrickt und gestrickt und gestrickt. Meine Dusseligkeit war, dass ich mir das Muster nicht richtig angeguckt hatte, denn da erschien dann auf einmal im Rapport so ein komisches „N“. Hmmm. Nachgeguckt, hieß: Nöppchen. Aha, Nöppchen. Das wiederum hieß, 7 Maschen aus einer und in der Rückreihe aus den 7 wieder eine. Nach gefühlten 1000 Nöppchen hatte ich mir Hände und Finger schmerzhaft verrenkt, die Nadel hat’s zum Glück ausgehalten, und ich beschloss, in der dritten Nöppchenreihe dieselben einfach wegzulassen. So getan. Dann war der Musterrapport fertig und sollte bewundert werden, also ein bissel gezogen und gezuppelt, und siehe da, bei den Nöppchen war kaum eine dabei, wo ich rückseitig alle sieben Maschies erwischt hatte. Die sahen nun eher aus wie die kleinen Schlingen-Igelchen – jedes für sich ganz lustig aber im Gesamtbild verheerend. Arrghhh.
Inzwischen hatte ich aber auch festgestellt, dass mir das Garn weder im Griff noch in der Farbe (gelb-beige-helllila-pink) gefiel. Und so ging ein Ruck durch den Wollfrosch und das Ding war in Windeseile wieder ein Knäuel. Dieses wiederum sucht jetzt bei ebay eine neue Strickmutti. So.
Geschieht mir aber recht, denn eigentlich wollte ich ja die Ärmel für den lila-bunten Unisono-Pulli stricken. Das wird also nachher dann mein Tun sein und das hoffentlich etwas erfolgreicher, was noch nicht so sicher ist, denn die sollen ja längs gestrickt werden, damit sie mittig einen Ralley-Streifen aus der restlichen Unioso bekommen können. Man darf also wieder gespannt sein.
Soweit die heutigen wollfröschigen Neuigkeiten, aber wer weiß, was da nachher in der Waschmaschine auf mich lauert… Ich werde es Euch wissen lassen – egal, wie es aussieht!