Auch wenn man sie „nur“ sich selbst gegeben hat?  Naja, ich hab es jedenfalls wieder mal nicht geschafft. Nachdem ich ja gestern noch felsenfest überzeugt war, meine Pulli-Weste-UfO-Kombi nun ratzfatz fertig zu stricken, was ich ja auch ein bisschen gemacht habe, bin ich doch wieder wortbrüchig geworden…

Das ist ein Westenviertel…
… und das fast eine Westenhälfte.

Meine Digi mag das Teil nicht, sie weigert sich standhaft, das erkennbar wiederzugeben. Komisch. Und Herr Wollfrosch meinte letzt nach einem kritischen Blick auf das Werk, dieses wäre doch für meine (Farb)Verhältnisse zumindest recht ungewöhnlich, ist auch ein wenig die Luft raus und ich muss erst entscheiden, ob mir das wirklich gefällt. Aber dazu muss es fertig sein und den Spiegeltest bestehen – oder auch nicht.
Naja, und um dem Meinungsbildungsprozess noch etwas Zeit zu geben, habe ich gestern diesem Kribbeln in den Fingern nicht mehr widerstehen können, das mich zu meinem Wollberg führte und dort hörte ich ein Stimmchen rufen: „Los, strick mich endlich!!!“ Und einer solchen Aufforderung kann doch ein echter Wollfrosch nichts entgegensetzen, nicht mal eine hungrige Katze!
Also kurzes Grübeln, war eher nicht nötig, denn es stand ja schon länger fest, was aus der lila Unisono von Zitron werden solllte

Nämlich DAS hier – naja, das ist erstmal der Anfang:

Ich weiß nicht, fototechnisch ist heute der Wurm drin, das sieht alles ganz anders aus als das Original, vielleicht sollte ich doch lieber warten, bis es hier mal wieder ein wenig Tageslicht gibt, das dieser Kamera hilft, mit den Farben klarzukommen. Aber bis zur Vollendung des Werkes vergeht noch allerhand Zeit, ich stricke das mit 3er Nadeln, da gibt es vielleicht doch noch die Möglichkeit einer farblich passenden Ablichtung. So, und jetzt muss ich wieder an die Nadeln!

Ach ja, kleiner Tipp für Unisono-Stricker: Diese Wolle ist einfach nur ein Gedicht und saust fast von alleine über die Nadeln. Dank der Aloe-Vera-Veredlung kratzt und beißt da nichts und das Gestrick hat einen irre weichen und kuscheligen Griff. ABER man hüte sich, die ab und an selbst hier vorhandenen Knoten so wie sie sind (und wie ich es aus Faulheit meist mache) einfach mitzustricken! Ich tat es und sah dann fassungslos zu, wie sich dieser Knoten (grinsend???) einfach auflöste, als ich die dritte Reihe darüber strickte. Das Gefuddele, dieses Malheur zu beheben, hat eine halbe Stunde und allerhand Nerven gekostet – man sollte es sich also besser ersparen!