…bei Frau Wollfrosch. Erstmals in meiner langen Strick-Karriere habe ich bei Garn total daneben gehauen und bin stocksauer. Am schlimmsten ist es mit diesem hier, das dazu auch noch farblich für mich total daneben und grausigst kratzig ist, auch nach Waschen:

 Da ich fast alle Neuerwerbungen „stapelbar“ umwickle, blieben mir auch solche Sachen nicht lange verborgen:

Der Ärger ist groß, zumal das ein superschicker Patchwork-Pulii werden sollte. Kann ich nun vergessen. Schmollen hilft aber auch nix, und da Frau Wollfrosch gerade mal wieder in der männerlosen Experimentalphase ist, entstand mal eben diese Idee. Hmmm – noch eine Diagonaljacke? Die erste schreitet der Vollendung mit Riesenschritten entgegen und verspricht ein Super-Werk zu werden…

Aber um das zu entscheiden, muss ich erst noch ein Stück weiterstricken und dann eine Nacht drüber schlafen….
Nicht ganz so desaströs, wenn auch längst nicht begeisternd, war der zweite Kauf beim gleichen Händler – ein Merinogarn mit 30% Alpaka. Angenehm im Griff ist es ja, aber es steckt leider voller Knoten und schlecht versponnener dicker Stellen im Garn.

Aber es ist angenehm weich und die Farben sind okay. Was auf dem Verkäuferfoto nicht zu sehen bzw. eher anders zu vermuten war, ist, dass die Farbverläufe sehr kurz sind und die Sache nun kunterbunt wird. Für Patchwork nicht unbedingt schlecht, aber es ergeben sich keinerlei abgrenzende Kontraste, so dass es schade um die Mühe wäre. Also muss auch ein passendes Kontrastgarn gefunden werden. Der erste Versuch war schon mal nicht ganz schlecht, aber ein Kontrast ist es nicht wirklich:

Der nächste Versuch soll mit Grau starten. Mal sehen. Neee, watt’ne Aufregung aber auch! Ich glaub, ich sollte meinem Blutdruck mal wieder was Gutes tun und einen Stino-Schal stricken! Aber gut, dass ich mir das hier alles mal so von der Seele wettern kann! Ich könnte das auch Herrn Wollfrosch erzählen, der würde mich allerdings nur mit großen Stauneaugen angucken und sprechen, meine wirklich gravierenden Sorgen würde er auch ganz gerne mal haben. Also lass ich es und stricke ihm schnell mal zwischendurch ein Paar Socken. Ja wirklich, ich stricke nun wohl doch Socken. Kann es selbst kaum glauben, aber nachdem mir ein Paar total alberne aber fantastisch wärmende Puschen richtig gut gelungen sind, soll er doch auch die Möglichkeit für warme Füße im Winter haben…. 
Also, man sieht, dass ich nicht untätig war, auch wenn ich lange verstummt war. Vielleicht schaffe ich mich ja zu bessern. Vorerst aber bewundere ich tagtäglich die „Kollegin“ Marion, die emsig wie eine Biene ist und deren Tag demzufolge noch mehr als 36 Stunden haben muss, dass sie das alles bewerkstelligen und dann auch noch täglich blogmäßig Rechenschaft ablegen kann. Ich freue mich sehr, Dich hier auf meiner bescheidenen Seite als Leserin begrüßen zu können, liebe Marion!
Als nächstes kann man dann hier meine geniale Diagonaljacke bewundern… Ach ja, und mein „Circular Shrug“ ist inzwischen auch fertig geworden – menno, was bin ich doch ein Bienchen!!!
Das Bild ist recht mies, aber ich muss doch das Werk der Welt zeigen, richtig vollenden und vernünftig fotografieren kann ich es ja immer noch….