Die Lebensgeister erwachen wieder…

Obwohl ich total hibbelig auf das Susurrate-Tuch bin, habe ich mich aufgrund akuter Hitze-Hirnausfälle doch lieber noch zurückgehalten, denn die Konzentration, die man dafür mit Sicherheit braucht, hätte ich nicht aufbringen können. Außerdem ist es ja auch noch eine ganze Weile hin bis zum Winter. Jetzt genieße ich die überaus angenehmen Temperaturen und wünsche mir, der Sommer bliebe bis hin zum Herbst in diesem wohltuenden Bereich. Den Gefallen wird er mir sicher nicht tun, aber wünschen darf man ja mal…

Dieser Aufschub heißt aber nicht, dass zwischendurch nichts neues auf die Nadeln gekommen wäre, doch, ist. Und zwar die Neuauflage des letztes Jahr schon gestrickten Pimenton-Pullis von Claudia Eisenkolb (Himawari), der mich so begeistert hatte, dass ich inzwischen einige Farbkombinationen dafür auf Lager genommen habe. Die temperaturtechnisch geeignetste, farblich aber kaum abweichende, durfte jetzt auf die Nadel, das wunderbare „Allino“ von BC Garn, das mit 50% Baumwolle und 50% Leinen die ideale Sommermischung bietet. Pim2-02 Es ist mit 3,5er Nadeln flott zu verstricken, kommt aber einigermaßen ruppig daher. Die Erfahrung sagt aber, das glättet sich nach dem Baden, wenn nicht, ist es auch egal. Der aktuelle Stand ist schon recht beachtlich und zeigt reale Aussichten auf eine baldige Vollendung.  Pim2-01Unsicher bin ich mir noch bei den Ärmelchen, eigentlich ist der Abschluss ja mit dem unteren dunklen Streifen vorgesehen, aber aufgrund der altersgerechten Bingoflügelchen an den Oberarmen (Stricken ist zwar auch sportlich, aber an Bodybuilding kommt es nun mal leider nicht annähernd heran…) hab ich es doch gern ein wenig länger. Sieht aber irgendwie komisch aus. Darüber weiter zu sinnieren hat es ja noch genug Zeit…

Großes in der Planung

Nein, nein, wir ziehen nicht um, es geht hier ausschließlich ums Stricken. Da habe ich ja kurz hintereinander zwei Tücher fertig bekommen, das „Good Vibrations“ war just for fun, der Evanescence Shawl dagegen war sozusagen zum Warmlaufen im Zweifarbigen Patent. Dass da Großes folgen sollte, war mir sofort klar, als ich genau in der Phase der ernsthaften Suche nach einem Projekt (eigentlich war ja „Under Dutch Skies“ von Nancy Marchant schon lange geplant…) auf den gerade in dem Moment veröffentlichten Susurrate Shawl stieß. Wooow, der sollte es sein! Einen Einführungsrabatt gab es auch, also ran an die Bouletten. Hier wollte ich nun alles wohlüberlegt gestalten und nicht wieder drauflos stricken, um dann über die Farben zu sinnieren…

Eine Idee war schnell gefunden, die Hälfte des Materials lag von einem leider sehr misslungenen Teststrick in Form von 250 g giftgrün Knäuel-gefärbter Drops Flora schon herum. florafc3a4rben-02.jpgDas Gegenstück habe ich gestern gebuntet, hässlich dunkelgraue geribbelte Drops Baby-Merino kam in den Farbtopf und in einem perfekten dunklen Violett und glatt wie neu aus diesem wieder heraus.

Bingo! Nicht nur, dass die Farben passen, auch das Farbgewicht stimmt absolut genial, denn für den optimalen Farbeffekt beim Zweifarb-Patent muss soviel wie möglich Hell (leicht)-Dunkel (schwer)-Kontrast zwischen den Farben bestehen. Das kann man bestens testen, indem man ein Graustufen-Bild der beiden Garne erzeugt. Bei mir sieht das jetzt so aus und ich bin maximal zufrieden.

Dass sich sogar relativ dunkle Industriegarne wunderbar umfärben lassen, hatte ich vor einiger Zeit zufällig festgestellt und fand das wunderbar, als sich ein grauer Abbindefaden dann in einem sehr angenehmen Grün präsentierte. Seit längerem schon habe ich eine Menge Drops-Garne in Farben herumzuliegen, bei denen ich mich frage, was ich wohl geraucht haben mag, als ich die bestellt hatte (die Frage ist rein hypothetisch, ich rauche seit fast 15 Jahren nicht mehr, aber irgendwas muss bei der Kaufentscheidung ja passiert sein ;-)). Egal, für diese „Schmuddelkinder“ eröffnen sich nun tolle neue Möglichkeiten, denn die jeweiligen Garne sind ja abgesehen von der Farbe durchaus brauchbar.

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Der „Faden der Erkenntnis“

Good Vibrations vollendet

Die Anfänge dieses handlichen kleinen Tuchs hatte ich ja im vorigen Post schon gezeigt. Jetzt habe ich es vollendet und bin sehr zufrieden; passiert ja auch nicht immer 😉 Good_Vi-06

Ich habe es etwas größer als angegeben gestrickt mit 14 statt 10 Rand-Dreiecken, da mir so ganz kleine Tücher nicht gefallen. Es bringt insgesamt 195 g auf die waage, 150 davon sind das „Hauptgarn“. Gestrickt habe ich mit Nadeln 3,0 und dafür ging das wirklich sehr schnell über die Bühne.

Hitzestrick und Wolle-Test

Hier in Fernost glimmt und glüht die Luft nach wie vor und macht – außer Milliarden von Mücken – Mensch und Tier eher döselig und träge als unternehmungslustig oder gar froh. Solche wie mich mit überbordender Schweißproduktion schon mal gar nicht. Daher bin ich in solchen Zeiten immer heilfroh, dass ich vom Grundtyp her Stubenhocker bin und mein Strickzimmer auf der meist kühlen Nordseite liegt. So murkse ich mehr oder weniger munter an verschiedenen Ufos, aber das wird irgendwann langweilig und dann muss das nächste werdende UfO auf die Nadeln.

Sowas hatten wir dann gestern abend. Eigentlich wollte ich ja nur mal sehen, wie diese in Leipzig erbeutete Wolle in glattrechts so aussieht, da sie für mich ja eher untypisch dunkel daher kommt. cosiMir war aber klar, dass ich bei den hirnerweichenden Temperaturen bei einem solchen Vorhaben sofort einschlafen würde und dabei die Gefahr besteht, mir im Niedersinken die Nadeln in die Augen zu bohren. Muss man ja nicht haben, zumal hier für Krankheiten und ähnliches der Gatte zuständig ist.

Also durch die Planung und die Anleitungsbibliothek gesurft und schnell war ein passendes kleines einfaches Projekt gefunden, „Good Vibrations“ heißt es und ist ein schneller Spaßstrick, aus dem in Windeseile ein nettes Tuch wird. Good_Vi-01

Nach wenigen Reihen hat man es drauf und es geht locker voran, während des Anfangs ist der Kopf sogar noch in der Lage, ganz fix einen Plan für das Ganze auszuarbeiten. Meiner heißt, zur farblichen Auflockerung jeweils einige Meter von den unzähligen gelb-bunten SoWo-Resten zu verwursten – sieht nett aus und gibt dem Stash-Gewissen so einen netten „Ich-arbeite-daran“-touch 😉 Jetzt bin ich gespannt (aber optimistisch), ob es mir gelingt, komplett unterschiedliche Restchen zu finden oder ob Wiederholungen nötig werden könnten. Ist letztlich wurscht, es macht einfach Spaß und damit mache ich jetzt weiter 😉 – auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie das nun in Glattrechts aussieht….Good_Vi-02

Evanescence fertig

Heute mal kein empörtes Gemecker, sondern die Freude über ein fertig gewordenes Strickstück. Der Patent-Tuch-Schal „Evanescence“ ist fertig und was soll ich sagen, das hat richtig, richtig Spaß gemacht! Nach anfänglicher Unsicherheit bei der Farbkombi habe ich dann die Rot-Variante gewählt und los ging das. Evane_09Da meine letzte Patentstrickerei schon eine ganze Weile her ist, ich bei einem neuen Versuch vor einiger Zeit jämmerlich gescheitert bin, war es eine Herausforderung, aber genau hierfür war diese Anleitung goldrichtig. Es ist eine einfache aber abwechslungsreiche und nie langweilende Strickerei, die auch in einer guten Zeit von den Nadeln sein kann.

Gestrickt habe ich mit Sockenwolle (400 m/100g) und habe von der Dunkelroten ca. ein Gramm übrigbehalten, die Helle war mit 72 Gramm dabei; gestrickt habe ich mit 3,25er Nadeln, was wohl keine ganz schlechte Wahl war, bei einem weiteren Versuch würde ich allerdings 3,0 mm bevorzugen. Evane_10

Und hier auch noch die Rückseite, die alle Fehler und auch die Abnahmestellen prächtig markiert 😉 : Evane_08

Ich und meine Krankenkasse

– Aus der (neuen) Reihe Geschichten, die das Leben besser nicht schreiben sollte…

Es gibt so Dinge, die einem den Tag oder auch gleich mehrere vermiesen können, die aber nicht notwendig wären, wenn jeder willens und in der Lage wäre, den Job, für den er bezahlt wird, einfach zu machen.

So ein Ding ist das mit meiner Krankenkasse und dem Umgang des zuständigen Bearbeiters mit dem Zwangsbeitrag aus meiner winzig kleinen Betriebsrente. Knapp 20% davon werden verlangt, das sind etwas über 30 Euro, und da ich nicht bereit bin, das von meinem Konto einziehen zu lassen, herrscht das blanke Chaos.

Dieses äußert sich vor allem in unmotivierten Mahnungen mit beigefügten mindestens dreiseitigen Belehrungen und Drohungen mit Verweis auf zahllose Gesetze. Fein, immer wieder erheiternd. Dann geht ein Theater los, in dessen Verlauf ich mehrfach beweisende Belege für meine sehr wohl erfolgten Zahlungen zur Verfügung stelle. Der Kassencomputer sieht das offenbar anders und der Kassenmitarbeiter ist willenloser Sklave seines Computers. Soweit die Vorgeschichte, wie sie sich mir darstellt.

Nun das aktuelle Drama, das mir das Blut in Wallung bringt. Da bekomme ich Anfang Februar (!) eine Nachricht der Kasse, dass meine Beitragspflicht zu diesem Rentchen zum Ende November des Vorjahres beendet sei.  Woow, dachte ich mir, vielleicht auch mal ein nettes Zeichen für die eingeborenen Alten? Super! Den für Dezember bereits gezahlten Beitrag schrieb ich ab, da ich keine Lust auf das endlose ergebnislose Gezerre darum hatte.

Und dann kam dieser Tage ein dicker Brief der Kasse: Beitragsmahnung ab Dezember 2018 ohne irgendeine Erklärung – nix. Ich wollte das als schlechten Scherz abbuchen, aber die Erfahrung sagt ja, die machen keine Scherze. Also mal wieder den netten aber strikt ahnungslosen Herrn A. angerufen. Jahhhaaaa, meinte der fröhlich, die betriebsrentenzahlende Kasse hätte mich zum Dezember abgemeldet und nun aber mitgeteilt, dass ich die Rente ja doch weiter beziehen würde (laut Vertrag lebenslang). Da muss ich dann natürlich auch die Beiträge (nach)zahlen! Und da sich inzwischen die krankenkasseninterne Beitragshöhe nach oben verändert hat, seien die jetzt sogar höher als vorher! Hahaha…

Ich konnte nicht mitlachen und ob ich rückwirkend die Fehlleistung der Rentenkasse auszubaden habe, das kläre ich anderweitig, jedoch schien es mir an der Zeit, über den Dezember-Beitrag zu reden, der ja auch gemahnt war.“Achja“, sprach der nette Herr A. nach allerlei Tastengeklimpere, „richtig, am 7. Januar wurde der ja gebucht!“  Na wunderbar, ich war begeistert und erleichtert! Das weitere Geplänkel erspare ich euch und mir, wir einigten uns im Verlauf einer guten halben Stunde, dass ich einen neuen Bescheid bekäme, in dem auch die Nachzahlung (ein bisschen ärgern wollte ich den Kassencomputer, geb ich ja zu) etwas gesplittet wird, denn alte Leute haben das Geld nicht immer in Haufen unter der Matratze liegen.  Schon am nächsten Tag, also gestern, kam der neue Bescheid. Man ahnt es wohl schon, aber ich sag es dennoch – er sah auf’s Haar aus wie der vorige, nur die Beiträge waren höher und damit auch die Gesamtsumme, die ich unverzüglich zu begleichen hätte. Also wieder ans Rohr, der Herr A. hatte aber schon seinen wohlverdienten Feierabend, seine Kollegin war dran. Also alles wieder von vorne ausgebreitet, dann – klimper, klimper, klimper – kam diese dann zu der weisen und absolut überraschenden Einschätzung, ich könne mal froh sein, dass nur der Dezember gemahnt wurde, denn es fehlten ja auch die Beiträge März/April 2018. Ich habe nur kurz und schrill gelacht und erklärt, das werde ich morgen, so wie heute, dann mit Herrn A. klären. Habe ich versucht, er lässt sich verleugnen. Was denn nun?

Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikations ist alles nichts – oder so

Heute war der Tag des Austausches unserer reklamierten Veranda-Möbel. Dazu gab es zwei Telefonate, die Terminvereinbarung und gestern die Lieferzeit-Nachfrage. Beide Male wurde mir freundlich Datum bzw. Lieferzeitraum genannt, beide Male fragte ich nach, was zu beachten wäre. „Nichts. alles, wie es auf der Karte steht“, war die freundliche Antwort. Auf der Karte stand, Möbel zum Austausch bereitstellen. Also räumten wir gestern alles aus, dazu die Veranda leer für gut Platz bei der Umtauschaktion. Pünktlich zu der vereinbarten Zeit schlug das Lieferauto auf, zwei sehr freundliche Polen, die des Deutschen gut mächtig waren, balancierten zwei kleine Pakete rein. Vor unseren Augen standen riiiiesige Fragezeichen, nachdem die entsprechende Frage mit „ja, das ist alles!“ beantwortet worden war.

Großes PowWow. Dann wurden die Pakete einfach aufgeschlitzt, das Rätsel klärte sich sofort, es handelte sich um die Fronten der Schubladen und die Türen. Alles war klar, denn das waren ja die betroffenen Teile.

Aaaaaber – ein Wort aus dem Service-Zentrum hätte uns all die Rennerei und Schlepperei bei der Hitze gestern erspart und wir hätten das längst auch aus der Filiale abholen können.  Aber jetzt ist alles gut, der Gatte montiert im Schweiße seines Angesichts bei locker 30° die neuen Fronten und ich hoffe nichts mehr, als dass nun auch alles passt 😉

Der kleine grüne Kaktus

Der Gatte ist verliebt in viele Pflanzen; in solche, die man essen kann, in solche, die wunderbar blühen und in solche, die echte Herausforderungen für das gärtnerische Geschick darstellen und unter Umständen dann auch wunderbar blühen. Letztere verbringen ihre Winter im Obergeschoss in der „Bibliothek“ am Südfenster. Bevor sie dann im fortschreitenden Frühjahr dem Tod durch Verbrennen ausgesetzt sind, wandern sie ins Sommerquartier in den Wintergarten. Hier werden alle mehr oder weniger gnadenlos zu Wasserpflanzen umorientiert. Auch die Kakteen. Im Foto unten kann man das gut erkennen. Im genau richtigen Maß werden sie hier auch vom Wein vor dem Fenster beschattet.Kaktus-03 Was man nicht auf Anhieb erkennen kann, ist, dass sie es hier offensichtlich genießen, denn in Windeseile fangen sie an Blüten zu schieben. Das sieht in der fortgeschrittenen Phase dann so aus (hinter dem Ansatz des Rüssels sieht man schon die zweite Knospe): Kaktus-02 Und vollkommen indiskret ins Innere geguckt, staunt man dann über die ganze Pracht und Herrlichkeit, die so ein pieksiger Knirps ganz locker zustande bringt.Kaktus-01

Jushi am Start und Brioche-Zweifel

So lange schon habe ich diese Anleitung oder besser das, was sie am Ende werden soll, angehimmelt und nie den richtigen Anfang gefunden. Kennt man ja, irgendwas ist immer (wichtiger oder so). Aber jetzt war es so weit – das tolle Merino-Garn aus der Leipziger Wollfest-Beute schien mir genau das Passende zu sein. 2 x 200 Gramm habe ich davon, also wird es dezent zweifarbig, aber Ton-in-Ton. Jushi-02

Das Foto ist mittlerweile schon wieder „veraltet“, bin ein Stück weiter und bei der dann hoffentlich gelungenen Farbmischung. Wie bei der Designerin Claudia Eisenkolb (Himawari) so üblich, wird nahtlos von oben nach unten gestrickt.  Ein wenig irritiert mich ja noch dieses zum Ausschnitt hin hochgezogene Gestrick, aber ich habe großes Vertrauen, dass am Ende alles schick sein wird, ansonsten fülle ich das einfach mit verkürzten Reihen auf 😉 Es ist eine Menge Linksgestrick, nicht so ganz meine Idealvariante, aber ich kämpfe mich tapfer durch. Nebenbei läuft ein Monster-Hörbuch mit über 33 Stunden, mal sehen, wer eher fertig ist 😉

Und immer, wenn das Rundherum langsam in einen tiefen Schlaf abzugleiten droht, muss Abwechslung her. Ebenfalls schon lange angehimmelt, sollte nun dieser Schal/dieses Tuch endlich auf die Nadeln. Bei der Garnwahl war ich mir so sicher wie man nur sein kann und strickte munter drauf los. Erstmal musste ich mich wieder einigermaßen in das Brioche einfummeln und klebte daher mit den Augen nur an der Anleitung. Als ich dann mal bei Tageslicht so richtig drauf geguckt habe, kamen die Zweifel an den Farben. Das dunkle Lila wirkt fast schwarz und das helle Speckled-Garn wirkt grau uns langweilig – finde ich. Also vielleicht doch nicht so eine gelungene Kombi?

Und dann fiel mir ein, es sollte ja schon längst mal „was mit Rot“ sein. Für einen Test schien mir das Projekt durchaus geeignet. Langes Wühlen in den Vorräten brachte dann ein selbstgefärbtes schönes Dunkelrot zutage und dazu dann das etwas freundlichere Speckle von Kathinchen. Wollefest-12 Ja, es ging ganz fix mit dem neuen Anfang und nun habe ich die Qual der Wahl… Eva-01

Die Farben sind hier bei beiden Varianten nicht berauschend getroffen, aber das macht das Problem auch nicht kleiner. Also stricke ich jetzt erstmal Jushi weiter und sinniere, während hier der Herrentags-Wahnsinn tobt. Die Hauptstädter sind in hellen Scharen aus ihrer individualverkehrsfeindlichen Heimatstadt mit ihren laut blubbernden (das ist ja noch gut auszuhalten), meist aber monsterhornissenmäßig vollgas-knatternden Zweirädern ausgerechnet über das Oderbruch hergefallen. Sehr schön, da kommt dann die Idee im Garten weiterzustricken gar nicht erst auf. Also wählen wir die ungesunde aber leckere Variante und fahren erstmal ins Hauptdorf Eis schlecken. Dabei kann ich ja auch nachdenken.