Endlich ein neuer Pullover!

vorgestellt hatte ich ihn ja hier schon, aber dann kam so einiges dazwischen. Nun ist er fertig. Passt, wärmt und gefällt mir – was will man mehr. 0zimt-01 Die extremen Zunahme-Wellen im Oberteil haben sich im Bade gefällig geglättet. Die Farbdifferenzen der uruguayischen Handfärberei nehme ich gelassen als gegeben hin, sie stören mich nicht. Viel wichtiger ist, dass die Wolle (70% Merino, 30% Seide) absolut kratzfrei ist und meiner empfindlichen Haut schmeichelt, demzufolge wird das auch kein Schrankhüter. 0zimt-03

Vestrickt habe ich überwiegend mit Nadeln 4,0 nur 483 g der Manos Silk Blend, also in der Größe ein absolutes Leichtgewicht. Einiges vom Rest steckt im „Potzblitz“-Tuch, falls es ganz kalt werden sollte, hab ich da so ganz ungeplant und nebenbei ein wollig-warmes Team fabriziert.

So, und nun habe ich mit einem Schlag keine UfOs mehr, was für ein geradezu unheimlicher Zustand! Aber ich stricke ja noch am zweiten Mosaik-Pullover, was noch eine Weile dauern wird, also habe ich ausreichend Zeit und Gelegenheit, mir über die nächsten Projekte Gedanken zu machen.

Potzblitz!

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Der Neustart von Potzblitz! ist gelungen, ein großes, weiches, warmes, herrlich farbenfrohes Tuch ist fertig. Und es gefällt mir richtig gut. Minna mag es auch:PoBli-06

An die Vorlage habe ich mich nur am Anfang gehalten und dann der Streifen-Fantasie freien Lauf gelassen. Da sich schnell herausstellte, dass das gekaufte und nachgekaufte Garn nicht reichen würde, habe ich es mit dem Rest der Manos Silk Blend vom „Zimtnoppen“-Pullover (demnächst hier, der ist auch so gut wie fertig) ergänzt – eine weise Entscheidung! PoBli-08

Das stattliche Tuch bringt rund 480 g auf die Waage, es stecken von der Drops Merino Extrafine 100 g lilarosa, 100 g senf, 100 g dunkel erika und 133 g lila, der Rest ist die Manos. Gestrickt habe ich mit 4er Nadeln und damit ist das Werk täglich beachtlich gewachsen.

Im Ganzen sieht es so aus, wobei hier auf dem Foto die Farben ziemlich jämmerlich daher kommen, ich zeig‘ es trotzdem – für den Gesamteindruck  😉 Der Start ist am linken Zipfel und von dort wird es zackig zum rechten Zipfel gestrickt.PoBli-05

Jetzt habe ich auch keine Lust mehr auf den ersten Versuch, werde ihn also ribbeln und vergessen 😉

 

 

Ägypten tanzt

Es ist soweit: Mein buntes Tuch mit den tanzenden Männchen ist fertig, auch gewaschen und gespannt. Ich bin sehr zufrieden und bekämpfe schon ganz tapfer wirre Pläne für eine Zweitauflage  😉

Und wer jetzt vielleicht ungeduldig mit den Füßen scharrt, weil die Nadeln schon in Erwartung dieses Werkes zittern, dem sei gesagt, die Anleitung ist online!aegypt-06

Ute ( bei der man auch erfährt, was das Ganze mit Ägypten zu tun hat) hat sich damit sehr viel Mühe gegeben – wie bei all ihren Anleitungen – und Ihr habt die Wahl, ob Ihr es eher Reihe für Reihe aufgeschrieben bevorzugt oder doch lieber nach den Charts stricken möchtet. Ich durfte teststricken und kann nur sagen: Alles easy, vielleicht sollte man sich vorher schon ein wenig mit der Mosaik-Strickerei vertraut gemacht haben, muss aber nicht zwingend, denn auch die eher simple Technik ist hier gut erklärt.

Mein Tuch, in dem 260 g Wolle überwiegend in Sockenwollstärke stecken, hat es auf die nahezu gigantischen Maße von 2,50 x 0,62 m nach dem Spannen gebracht. Die auf den Fotos eher verschwurbelt daherkommenden ungemusterten Abschnitte sehen wirklich so aus, was mir nicht so ganz gefällt, denn von der Ferner-Lace hätte ich mehr erwartet. Aber alles in allem begeistert mich das Tuch, das Strickspaß vom allerfeinsten war. aegypt-07

 

Kunterbunt verliebt…

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…in diese neckischen Männlein war ich vom ersten Blick an. Und nach gefühlt viel zu langem sehnsüchtigen Warten darauf, durfte ich sie dann in einem ihnen angemessenen Umfeld teststricken. Die Nadeln haben nur so geglüht, die Stunden verflogen und ich hatte maximalen Strickspaß mit meiner momentan geradezu überirdisch geliebten Mosaik-Strickerei. Den kompletten Blick auf das Werk gibt es jedoch erst, wenn es gebadet und in Form gebracht ist. Aber ein bissel Musterspielerei zeig ich mal eben und verrate auch, dass es sich um ein Tuch handelt, für das man auch noch tief in die Restekiste greifen kann:

Oderbrüchliches

Der Preuße als solcher ist ja bekannt und berüchtigt für seine Pampigkeit (Berlin beispielsweise gehört ja auch zu Preußen). Die Landleute hier im Oderbruch, bekannt als brubbelige Berlin-Verächter, setzen da auch gerne noch einen drauf. Gelernt haben wir (Nichtberliner!), dass die Zuzügler, sofern sie nicht direkt aus dem nächsten oder übernächsten Nachbardorf kommen, grundsätzlich Berliner sind, da kann man sich den Mund fusselig reden, hilft nix, man ist als „Boulette“ eingeordnet und bleibt das auch. In die entferntere Nachbarschaft kann man sich aber einschleichen, indem man den örtlichen Slang, der sehr eng mit dem Berlinerischen verwandt ist, spricht und diesen mit einer ganz speziellen oderbrüchlerischen Besonderheit aufpeppt. Hier wurde nämlich irgendwann in einer geheimen lokalen Sprachreform das „dass“ abgeschafft und wird nun grundsätzlich und immer durch „damit“ ersetzt. Jawohl, immer. Musste ich jetzt sagen, ist so. Beispielsweise heißt es nicht „Klar ist, dass die Sonne jeden Morgen aufgeht…“ – damit outet man sich sofort als ungeliebte Boulette, denn es muss heißen: „Klar ist, damit die Sonne jeden Morgen aufgeht…“ Muss man halt mit klarkommen.

Aber auch in anderen Situationen punktet der Einheimische gerne mit höchst feinsinnigem Humor. So war der Gatte gestern im eigentlich gut sortierten E*de*ka-Markt im Hauptdorf auf der Jagd nach Rotweinessig für Tannis lecker Limburger Sauerbraten-Goulasch. Mein Einwand, das werde wohl nix werden, tat er als ewig pessimistisches Genörgel ab. Ich sollte recht behalten und der junge Mann, den er beim Regale einräumen mit dieser Frage belästigte, richtete sich empört auf und blaffte nicht etwa beleidgt das übliche „hamm wa nich“ sondern stellte süffisant klar: „Det braucht hier keena!“.

Mir fiel sofort ein Kracher aus dem herrlichen Brandenburg-Roman von Dieter Moor ein. Er beschreibt dort so herrlich treffend seinen neuen brandenburgischen Lebensmittelpunkt. Über dem dort noch in Nachfolge existierenden ehemaligen Dorfkonsum war noch immer die verblichene Aufschrift zu erkennen „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“. Muss was dran sein…

Mal eben so nebenbei…

…entsteht gerade ein völlig ungeplanter und unvorhergesehener Pullover. Einfach so, weil die erste Hälfte des neuen Mosaik-Pullis einfach nicht trocknen wollte, ich ohne Stricknadeln in den Fingern nicht leben kann und auch mal wieder ein UfO anfangen musste 😉 Aber sicher wird das keins, denn es macht einfach nur Spaß und saust nur so über die Nadeln. Das Werk von drei Tagen: manos-01

Die Ausschnitt- und Raglangestaltung ist angelehnt an die „Lotta“ von Regina Mößmer. Und endlich konnte ich mal dieses niedliche kleine Strukturmuster zum Zuge kommen lassen: manos-04 Ins Gefecht gerollt habe ich hier die Manos del Uruguay Silk Blend, 70% Merino und 30% Seide mit 137 m auf 50 g, die schon lange hier rumdümpelt. manos-03Ein schönes Dochtgarn, das mit 4er Nadel schnell zu verstricken ist. Allerdings strotzt es nur so vor Knoten, was die Sache nicht ganz so lustig macht. Aber es ist kuschelweich auf der Haut und das ist am Ende wichtig für mich. Da kann ich dann auch über die total ungleichmäßige Färbung hinwegsehen, die in den Strukturmustern auch etwas untergeht. In glatt rechts würde ich darin sicher aussehen wie ein gescheckter Esel.

Jetzt wird dem Teil aber erstmal das Schicksal aller halben Pullis zuteil und es muss in die Wanne, um die Wellen im Oberteil zu glätten. Ich hoffe, das gelingt zufriedenstellend…

Wir werden jetzt hier die Zelte abbrechen und irgendwo hinfahren, wo es warm ist, denn passenderweise wird uns gleich für mehrere Stunden wiedermal der Strom abgestellt.

Potzblitz!

Vor längerer Zeit schon habe ich mir die Anleitung für dieses wirklich originelle Tuch geleistet. Dieses ist lange im derzeitigen Mosaikfieber untergegangen, nun aber als Kontrastprogramm doch auf die Nadel gekommen. Da ich derzeit mit dem Vorhaben liebäugele, Wolle aus dem üppigen Bestand zu verstricken, in der angegebenen Garnstärke aber leider gar nichts am Lager habe, gab es einen Kompromiss. Das „Übungstuch“ wird aus (viel zu) dünner vorhandener Wolle gestrickt und dann kommt ein Nachfolger mit stärkerem Faden. Also ging es los mit Flora von Drops und dazu selbstgefärbte Merino-Seiden-Mischung. Der Anfang kommt ja immer eher krumpelig daher und die gelbe Flora ist nicht wirklich das Gelb, das sie sein sollte. Egal. Erstmal.Potzblitz-01-01Dann rollte ich weitere Farben ins Gefecht: Potzblitz-01-02

So richtig weiß ich immer noch nicht, ob mir das wirklich gefällt, aber ich mache einfach weiter 😉 Es macht Spaß, denn wenn man es einmal verinnerlicht hat, ist es mindless – vor allem, wenn die Reihen länger und länger werden. Es sieht nun auch nicht mehr ganz so störrisch aus, wobei ich da ja auch noch große Hoffnungen auf Baden und Spannen setze. Und ja, groß soll es werden, das ist eine Frage von Geduld und Ausdauer.

Aber was wäre fadenkramsche Schöpfungswut, wenn nicht andauernd Haare in die Suppe fallen würden! Längst hatte ich mich entschieden, dass ein „richtiges“ Geschwister folgen sollte und habe lange nach passendem Garn gesucht (nee, nicht bei mir, online ;-)). Als ich meinte, solches bei Schmeichelgarne in passener Farbkombi gefunden zu haben, schluckte ich zwei-, drei Mal heftig und schlug dann zu. Die Ernüchterung kam heute mit der Post. Die vorgegebene Lauflänge stimmt ja exakt, die Farben sind genau wie gewünscht, aber ich hatte nicht bedacht, dass eine 50/50-Woll-Baumwollmischung einen viel dünneren Faden als Wolle mit dieser Lauflänge hat. Dieser ist nun keine Spur dicker als der gerade verstrickte.  Selba-2Man sieht es und ich bin ratlos… Wahrscheinlich werde ich es zurück schicken. So blöd – was nun? Wahrscheinlich stricke ich Tuch 1 fertig und warte mit dem Nachfolger bis zum nächsten Winter – oder so…

Strickerei

stolz kann ich vermelden, dass mein erster Mosaikpulli endlich fertig ist. Und dass er passt, richtig gut passt, sofern ich noch ein wenig reinschrumpfe, indem ich noch ein wenig Festtagsspeck abbaue. Dieses Unternehmen läuft ja gerade recht erfolgreich  😉

Zickzack-final-04(hier sind die Ärmel leider noch nicht gedämpft…). Da der Pulli für mich sehr ungewohnt in Teilen gestrickt ist, mussten diese ja am Ende zusammengefügt werden. Dafür habe ich mich für die Drei-Nadel-Zusammenstrick-Variante entschieden. Das war gut so, das passt für mich viel besser als die Nähnadel, mit der ich – aus welchen Gründen auch immer – auf Kriegsfuß stehe.  Zickzack-final-02Die Ärmel habe ich mit einem längslaufenden Mustersatz in Kraus rechts gestrickt und hoffe, das war eine gute Entscheidung…. Zickzack-final-01Und um immer schnell zu wissen, wo vorne und hinten ist, habe ich dieses einmalige Kunststück vollbracht, dessen Tage/Stunden aber leider gezählt sind ;-)) Zickzack-final-03

Da mich dieses Erstlingswerk in all seinen Phasen wirklich begeistert hat, ebenso das Ergebnis, ist das zweite bereits auf der Nadel. Mosaik-02-02Man sieht, ich habe keine Mühe gescheut, um dann mit traumwandlerischer Sicherheit die Variante zu bevorzugen, bei der ich nach dem Ende des ersten dunklen Knäuels bemerkt habe, dass ich von dieser Farbe – nicht wie gedacht – sechs Knäule, sondern nur drei habe. Mosaik-02-01Genial Frau Fadenkram, muss also Wolle nachbestellt werden. Aber drei Knäulchen alleine fürchten sich im Karton, also müssen unbedingt ein par Mitreisende gefunden werden… Nach denen suche ich dann mal gleich ;-))