Altersstarrsinn?

Nach zwei missglückten Versuchen hatte ich ja verkündet, für immer Abschied von dem Projekt „Susurrate“-Tuch genommen zu haben. Inzwischen bin ich aber wortbrüchig geworden, habe einfach einige Knäule Drops Nord hergenommen und habe den dritten Start hingelegt. Da ich ja aufgrund ausgiebiger Beschäftigung mit dem patenten Thema nun in Begriffen und Abkürzungen sowie den teils recht abenteuerlichen Fingerübungen bei bestimmten Abnahmeprozeduren sattelfest geworden bin, habe ich mir dann doch gute Chancen ausgerechnet und munter drauf los gestrickt. Hilfreich ist sicher auch, dass Wolle reichlich vorhanden ist und ich nicht den Anspruch hatte, teure Diven zu verarbeiten. Und es lief gut. Noch immer überlege ich, ob die Farben (Rost und Ozean) so wirklich meine sind. Aber wenn das Projekt gelingt, sollte das dann hinten an stehen.

Als erstes habe ich dann die Anleitung „umgestrickt“; heißt, ich habe sie in wesentlich größerer Schrift in eine Textdatei übernommen, hier in „logische Zeilen“ gewandelt sowie farbliche Markierungen zum besseren Verständnis und Erkennen gesetzt. Das ist ein Work in Progress, mit einem Zeitaufwand, in dem man locker einen nicht so ganz  komplizierten Schal stricken könnte….  Aber egal, der Ehrgeiz verlangt es nun mal.

Nach Sektion 2 (die Blätter) geht es dann mit dem Muster voll zur Sache, es wird dann in beiden Farben der Hinreihen gemustert, was nicht mehr so amüsant ist und höchste Konzentration erfordert. Lief aber so leidlich. Sektion 4 war dann ein Klacks (ach ja???) und bei Sektion 5 wurde es dann chaotisch. Ich beglückwünschte mich dann irgendwann zu dem Entschluss, nach Sektion 3 eine „lifeline“ gezogen zu haben und ribbelte bis dahin zurück… Suse-01-1

Ich weiß nicht warum, denn am Ende jeder Reihe hatte ja „alles gestimmt“, aber es stimmte halt nix. Suse-02

Nun bin ich mit allermaximalster Konzentration bei der Neuauflage und bis jetzt, kurz nach Sektion 5, wo es also anfängt chaotisch zu werden, stimmt erstmal wirklich alles, eine weitere Sicherheitsleine ist dazugekommen, besser ist das….

Abschied von einer teuren Ungeliebten

nadel

Es gibt so Dinge, die widersprechen jeder Vernunft. Dazu gehörte bei mir auch die Anschaffung dieser abartig teuren Signature-Nadel – wohl in der irrwitzigen Hoffnung, da ein Werkzeug zu bekommen, das alleine stricken kann, oder was mag mich da getrieben haben? Egal jetzt.

Fakt ist, ich mochte sie ab dem ersten Probeanstrick überhaupt nicht. Das Seil war zu labberig und kringelte sich, die Gewinde für die Seilbefestigung sind zu kurz, so dass sich die Schraubverbindung des öfteren beim Stricken löste. Da kommt Freude auf, vor allem bei Mustern (irgendwann wurde das Problem mit einem Tröpfchen Sekundenkleber endgelöst). Und irgendwie lag sie komisch in der Hand, es war einfach anstrengend mit ihr zu stricken.

Das alles ist nun vorbei. Denn obwohl sie nur in Notfällen, heißt, wenn partout keine andere Nadel dieser Stärke mehr frei war, zum Einsatz kam, hat sie nun mit dem perfekten Seilbruch ihr Leben beendet. Mitten in einem Zweifarb-Brioche-Gestrick, wohlgemerkt.

Für die, die vielleicht auch hier aufpassen: Das ist wirklich KEINE Werbung!

Ende November mit miserabler Maschenstatistik…

Und wieder ist ein Monat rum, der wohl am wenigsten geliebte eines jeden Jahres und besonders nervend durch das permanente Fehlen von Tageslicht. Der erste Dezembertag präsentiert sich allerdings auch nicht besser; kann aber noch werden.

Stricktechnisch habe ich nichts geschafft, war aber dennoch ständig an den Nadeln. Habe probiert, experimentiert, ein bisschen an UfOs herumgenadelt, neue gestartet, man kennt das ja. Der Hype „Brioche/Patent“ ist dabei ungebrochen, der Spaß daran erst recht. Im Hirn kreist mir die Idee einer Jacke in dieser Strickart, aber das muss noch reifen. Vorerst versetzt mich noch der reine Musterstrick in Euphorie 😉 Also fangen wir doch gleich damit an – die Muster stammen aus „Knitting fresh Brioche“ von Nancy Marchant:

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Veda’s Peacock
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Und noch einmal „Bart & Francis“, aus einer Wolle, die seit Jahren nicht weiß, was sie endlich mal werden möchte; das hier eher auch nicht…

Alle anderen Versuche sind bereits geribbelt. Dann hat es Frau Behm doch tatsächlich mal geschafft, ein Projekt auf meine Nadeln zu bekommen, dieses spannende „Puerto Montt“ nämlich. Da fand sich ein ebenso uralter Zauberball, Puerto-02 was mir aber auch kaum besser gefällt, als dieser absolut untaugliche Versuch aus oben schon gezeigter Wolle: Puerto-01 denn diese kunterbunten Kraus-Rippchen sind mit dann doch zu chaotisch, auch mit einfarbigen Zwischenrunden aufgepeppt wird das nichts. Ist auch längst geribbelt.

Dann kommen wir zu einem frisch gestarteten Langzeit-UfO. Wer öfter hier vorbei kommt, der weiß, dass es kaum ein Design von Svetlana Gordon gibt, das nicht auf meine Nadeln muss; ganz selten kann ich widerstehen und irgendwann werden die meisten auch fertig. Gegenwärtig habe ich diese Garne am Start Mountain-02für dieses grandiose Werk, das zwar zu nichts in meiner Garderobe passt, aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn der Schal fertig ist 😉 Mountain-01 Das Gestrick besteht aus gefühlten tausenden verkürzten Reihen und nicht wesentlich weniger Fäden an der Seite, die sich nicht einweben lassen, da sie dann auf der Vorderseite laufen würden. Aber ich denke, wenn man dieses Teil (jeder Wellenstreifen dauert so ca. 20 bis 25 Minuten) bis auf runde zwei Meter Länge gebracht hat, ist das Vernähen dann ein Klacks.

Ein weiteres UfO entstand aus einem Anfall von Langeweile und Unlust, halt „einfach mal so“; da wie so oft die Grundfarbe nicht reichen würde, sollten kontrastfarbene Mosaikstreifen dazu kommen, das mit dem Kontrast ist jedenfalls schon mal gelungen, auch wenn das Foto als solches grottig ist:Pulli-Mustermix

Ja, da geht sie hin, die Zeit, außer den gezeigten Sachen habe ich gerade noch eine Hose auf den Nadeln, einen Pulli und ein Tuch, über die ich aber noch nicht weiter berichten möchte; auf alle Fälle habe ich gut zu tun 😉

Euch allen einen friedlichen und gemütlichen 1. Advent, der Gatte hat lecker Plätzchen gebacken und  ich werde versuchen den allgegenwärtigen Irrsinn (nicht nur) in diesem unserem Lande für ein paar Stunden auszublenden, auch wenn es schwer ist. Sollte vielleicht die Sonne mal vorbei kommen, dann kann man hier jetzt solche herrlichen Bilder genießen Oderhimmel

 

„Willow“ vollendet

Derzeit geht hier nicht wirklich viel voran, ich probiere, experimentiere, sinniere so vor mich hin. Stricke mal an dem einen, mal an dem anderen Ufo ein paar Reihen, ribbele zwischendurch das eine oder andere Stück, das nie das Glück des Getragenwerdens erfahren hat und erfahren wird, auf dass das Garn beim nächsten Versuch mehr Glück hat – eventuell. Und über solchen Dingen vergeht die Zeit, man ist beschäftigt und schafft nichts. Aber ganz so deprimierend sieht die Bilanz dann doch nicht aus, zumal ja erst Monats-Halbzeit ist. Mein Willow-Schal ist gestern fertig geworden und ich betrachte ihn als ein neues Highlight bei den Halswärmern. willow-9Die Anleitung stammt wieder aus dem wunderbaren Buch „Knitting fresh Brioche“ von Nancy Marchant. Ich habe für 13 Mustersätze je 100 g der umgefärbten Drops Flora bzw. Baby Meriono mit Nadeln 3,75 verstrickt und einen Schal von 175 cm Länge und 33 cm Breite nach dem Waschen und Spannen erhalten. Frisch von den Nadeln waren es nur 135 x 23 cm, ich hatte Glück, er ist gewachsen wie erwartet. willow-9-1Das Muster sieht komplizierter aus als es ist, das Stricken geht locker voran und macht Spaß. Eigentlich war dieser Schal ja als Vorübung für einen weiteren edleren „Willow“ gedacht, aber ich weiß nicht, ob ich den jetzt unbedingt nochmal stricken möchte, es gibt so viele andere schöne Patentmuster, die ich gerade anschmachte.

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Die Rückseite in dunklem Lila hat auch ihren Reiz, was aber gerade nicht so gut rüberzubringen ist….

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Gegen drohende Blogvereinsamung

Um hier mal wieder etwas Leben in die Bude zu bringen, möchte ich doch endlich mal die Gepflogenheit von Ute aufgreifen, zum Monatsende Bilanz und Ausblick aufzuschreiben. Heißt jetzt konkret, den verstrickten Oktober Revue passieren lassen.

Da war zuerst das Tuch „Nightshift“ von Andrea Mowry. Ich habe mir erlaubt, es größen- und auch mustertechnisch etwas abzuwandeln, da ich die Farbigkeit der verwendeten Wolle, die Edition 3 von Schoppel, zum Ende hin etwas zu unruhig für das kleine Muster fand. Ja und ein bisschen größer als das Original ist es auch geworden, vielleicht, weil mein Hals etwas dicker ist ;-). Es ist ein weiches warmes Tüchlein entstanden, mit dem ich sehr zufrieden bin und das bei den herrschenden Temperaturen sicher bald zum Einsatz kommen wird. Nachtschicht-06

Dann war da noch die Zweitauflage des wunderbaren Schaltuches „Evanescence“, das mir beudetend besser gelungen ist als der erste Versuch, den ich einem Zustand absoluter Brioche-Unbedarftheit gestartet hatte und der dann auch mit vielen Fehlern gesegnet war. Bei dem neuen stimmt für mich alles, die Farben (auch wenn sie nicht wirklich zu irgendeinem Stück meiner aktuellen Garderobe passen) finde ich genial, es ist weich und kuschelig zu Haut und trägt nicht so auf wie ein großes Tuch, man kann es also gut unter Jacke oder Mantel tragen. Fazit: Volltreffer! Eva-02
Um dann brioche-mäßig weiter erfolgreich in Schwung zu kommen, habe ich den piepeleichten „Foxtail Shawl“ von Herrn West fabriziert, gefolgt von einem Schal nur aus dem Mittelmuster des Tuches, genial! Und, ist ja auch nicht ganz unwichtig, der passt super zu meiner langweilig dunkelbraunen Winterjacke! Grafik1

Diese beiden Erfolge haben mir dann Mut gemacht, nun endlich mit dem schon lange hibbelig umkreisten Tuch „Under Dutch Skies“ von Nancy Marchant durchzustarten. Inzwischen hatte ich alle wichtigen „Geheimnisse“ des Brioche-Strickens soweit durchdrungen, dass ich die Zu- und Abnahmetechniken inkl. ihrer putzigen Abkürzungen auswendig kann, was äußerst hilfreich ist für Verständnis und Strickgeschwindigkeit. Auch dieses Tuch war mir rasant über die Nadeln geglitten; es war aber auch ein reines Suchtgestrick, ich konnte mich einfach nicht bremsen! IMG_2880

So, und wer es bis hierher geschafft hat, wird auch noch mit dem Ausblick auf den November bzw. die aktuellen Frickeleien belohnt. ich wiederhole mich, wenn ich verkünde, der Brioche-Virus hat mich fest im Griff, ist gerade nicht zu ändern…

Das nächste Projekt soll der wunderbare Schal „Willow“, ebenfalls von Nancy Marchant, werden. Dafür ist das ebenfalls wunderbare Garn „Tahiti“ von Fiberpassion vorgesehen, von dem ich zwei Stränge in herrlichem Rot aus Leipzig mitgebracht hatte. Leider tourt die Fiberpassion derzeit unablässig über die vielen, vielen Wollmärkte, so dass der Shop gerade nicht so gut bestückt ist und die nun ausgesuchte Zweitfarbe hellschwarz gerade nicht greifbar ist. Macht ja nix, da übe ich halt mit dem Muster etwas rum. Ja, klasse, ein halber Schal in grün/lilla ist da auch schon wieder entstanden. Willow-03

Um das zu unterbrechen, habe ich das nächste Muster, „Bart & Francis“ mal eben angeschlagen und finde es zum Niederknien schön. Ja, ich weiß, aber ein bisschen Macke ist ja auch nicht so verkehrt, oder? Bart-und-francis-01

(Anm.: Alle technischen Angaben zu den Werken finden sich in den verlinkten Beiträgen, die Designs von Nancy Marchant stammen alle aus ihrem Buch „Knitting Fresh Brioche“. Und wer das hier für „Werbung“ hält, der kann das gerne tun, diese ist jedoch nicht beuaftragt und alles ist selbst bezahlt…)

Mein Erdbeermond

fast ist es mir schon ein bisschen peinlich zu vermelden, dass das nächste Tuch fertig ist…  Dieses war ein fast rauschhaftes Gestricke, bei dem es immer eine Überwindung war, es mal zur Seite zu legen, etwas zu essen oder ein wenig zu schlafen. IMG_2880

Es war Spaß pur, die Anleitung (Under Dutch Skies von Nancy Marchand) perfekt, das Muster klar, eindeutig und einfach zu stricken – genial! IMG_2882

Verstrickt habe ich 99,99 g hellrotes handgesponnenes BFL-Garn, das vorher in einem Doodler steckte, dazu 125 g dunkelrot überfärbte ehemals graue Drops Baby-Merino mit Nadeln 3,75 mm. Zum Ende hin war das ganz schön Stress, aber das Garn hat mir dann doch noch knapp zwei Meter Rest beschert.

Die Anleitung ist für ein eher kleines Tuch mit sieben Wiederholungen des Mustersatzes, was man mögen kann oder auch nicht. Ich wollte es etwas größer und konnte einen weiteren Mustersatz schaffen, für mich dann das Minimum an Tuchgröße, aber ausreichend. Und ich liebe es schon jetzt, außerdem ist es mein erstes und einziges Stück in Rot. Wieso eigentlich? Es sollten weitere folgen! IMG_2881

Der Winter kann kommen!

Der Fuchsschwanz-Schal ist fertig. Er ist ein einziger fluffig-weicher Traum, der fast von allein über die Nadeln gesaust ist. Das Muster ist leicht und eingängig, hatte ja beim Tuch schon gut üben können.

Es ist ein eher kurzer Schal mit 180 x 28 cm, der auch gerade mal 180 Gramm auf die Waage bringt. Verstrickt habe ich mit Nadeln 4,0 nur 74 g des wunderbaren „Urlaubsgarns„, die Rückseite ist selbstgefärbtes doppeltes Merino-Lace in so einem recht unanständigen Braunton 😉 – passt hier perfekt. Für das Muster habe ich den Mittelteil des West-Tuches „Flying Foxtail“ verwendet. 073B1E8C-E078-4B92-8B02-71AFB630D949

Nun weiß ich ja nicht, ob es schon an Besessenheit grenzt, aber das nächste Patent-Tuch ist schon auf den Nadeln. Endlich, endlich habe ich mich an Nancy Marchands „Under Dutch Skies“ herangewagt und es hat sich herausgestellt, dass es ein wirklich einfaches Muster mit recht kurzen Rapporten ist, das sich locker wegstrickt. Das habe ich gestern, als es von früh bis spät nur regnete, geschafft: IMG_2805

Zuvor allerdings hatte ich mich heldenhaft von einem Projekt getrennt (dieses auch sofort geribbelt), das mich total überfordert hatte; nämlich dem Susurrate-Shawl. Nachdem ich die Erstversion geribbelt und farbvertauscht neu gestartet hatte, war irgendwann die Luft raus, heißt, die Konzentration flöten. Also habe ich erstmal mit einfacheren Brioche-Projekten erfolgreich „geübt“ und wollte nun mit dem Werk des Wahnsinns weitermachen. Dabei war mein Unterbewusstsein irgendwie weitaus cleverer als ich je gedacht hatte, schon nach zwei Reihen, die ich mühsam über die Nadel gequält hatte, reagierte es mit Herzrasen und Augenflimmern. Ich war klug genug (ja, manchmal klappt das!) das Signal zu verstehen, zog die Nadel und ribbelte das Teil. Erledigt, für jetzt und immer.

Der Fuchs ist los!

Wie bereits mehrfach erklärt, ich stecke tief im Patentrausch. Um das wirklich glaubhaft zu machen, möchte ich nun endlich wieder mal ein fertiges Werk zeigen, ein Tuch des großen Meisters, der „fliegende Fuchsschwanz“. Was dieser Name mit dem Tuch zu tun haben könnte, weiß ich nicht, wohl aber weiß ich, wie schwer die Namensgebung von Strickobjekten ist, daher – sei’s drum. Hier das fertige Werk von der Vorder- und daneben der Rückseite. So sehr unterscheiden die sich gar nicht, oder? Das kommt aber erst nach der Wäsche, wenn das Gestrick sich enorm gereckt und gestreckt und seine wahre Größe offenbart hat. Auf das Spannen habe ich daher gut verzichten können.Fuchs_vuh

Verwendet habe ich Stash- und Ribbelgarn, also sehr nachhaltig gearbeitet 😉

Aus dem Stash kam Ice Yarns Air Baby Alpaca, 34% Merino, 33% Alpaka, 20% Viskose, 13% Nylon mit 225 m / 50 g – wunderweich und herrlich leicht, aus der Ribbelkiste kam Drops Delight, ein ruppiges Dochtgarn (400 m/100g), das schon mal ein Tuch gewesen war und am ribbeln sehr gelitten hatte. Die Kombination der beiden, 279 g insgesamt, verstrickt mit Nadel 3,75, finde ich gelungen, die Größe des Tuches von knapp 2,00 m Spannweite und 80 cm Tiefe finde ich sehr bequem und gemütlich, es wird mir wohl in erster Linie ein häuslicher Schulterwärmer sein, den man fast gar nicht spürt.              Hier noch mal in aller Pracht und Herrlichkeit ;-):Fuchs-04

und ganz unspektakulär von vorne:Fuchs-03

Da das Muster mich begeisterte, hab ich gleich noch einen Schal passend zu einer langweilig braunen Jacke gestartet, der inzwischen fast fertig ist, hier ein kleiner Blick auf den Anfang: Fuchs-06

 

 

Abgefressen und angefressen

eigentlich bin ich ja sehr tierlieb und stoße damit nur sehr, sehr selten an meine Grenzen. Aber gerade jetzt ist sehr sehr selten, leider.

Den  ganzen Sommer über haben wir unsere zwei Weinstöcke gehätschelt. Zum Urlaub hin wurden die Trauben reif, nach dem Urlaub waren sie überwiegend reif, ungewöhnlich groß (wir hatten nie vergessen, sie ordentlich zu gießen) und sehr, sehr lecker. Da ich aber am Montag zu meinem vierteljählichen Zuckertest muss, haben wir beschlossen, sie unmittelbar danach zu ernten, so dass ich auch in den knackfrischen Genuss kommen kann. Vorgestern hatten wir sie nochmal bewundert und uns drauf gefreut. (Das Foto ist vom Sommer, nicht ganz aktuell)Wein-01

Gestern dann bot sich aber leider ein Bild des Grauens, der Wein war systematisch und lückenlos end-geerntet! Ich wollte meinen Augen nicht trauen, da hingen nur noch kleine, labberige welke Beeren für uns, den Rest hatte sich Familie Waschbär geholt, die dazu in einem beispiellosen nächtlichen Gelage geschwelgt haben muss. wein-02

Was nicht allererste Wahl war, blieb hängen oder landete auf dem Boden.wein-01

Viele Triebe sind abgeknickt. Das macht nichts, der wird eh wieder  kurz geschnitten, aber sie waren halt gründlich am Werke und wir sind pottsauer und ja – angefressen… wein-04

Einzig einige Gläser Weingelee hatten wir schon gekocht, das war’s dann auch für dieses Jahr. Dabei hätten wir ja wachsam sein müssen, denn ein Bekannter im Nachbardorf hatte genau so eine Geschichte berichtet. In der Nacht vor der geplanten Ernte nahm Familie Waschbär ihm komplett die Arbeit ab. Und dass wir hier mit Waschbären reich gesegnet sind, wissen wir, seit diese gefräßigen Pelzlinge unseren schwächlichen Herbst-Igeln das Futter weggefressen hatten.

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Also – wer seinen Wein noch hat, der passe gut darauf auf !

Das Ganze bitte nochmal von vorne!

es hat sich ja schon herumgesprochen, dass ich derzeit im Patentrausch stecke. Einige mehr oder weniger vorangeschrittene Projekte schwirren hier herum, etliche Musterläppchen, diverse Anleitungen, Musterbücher und -hefte ebenfalls und ich falle von einer Must-have-Ohnmacht in die nächste. Schlimm, aber wer von uns Strickverrückten kennt das nicht?

Um da wieder so richtig in Schwung zu kommen und die „Fachbegriffe“ und vor allem ihre Bedeutung zu verinnerlichen, habe ich das äußerst anspruchsvolle Sursurrate-Tuch beiseite gelegt und den vor einiger Zeit gestrickten Evanescence-Schal nochmal auf die Nadeln genommen, da mir die Erstversion dann doch nicht mehr so gefallen hatte, auch weil da einfach zu viele Fehler drin steckten. Über der Material- oder besser Farbfrage habe ich lange gebrütet. Dann kam die zündende Idee, ich habe den nie getragenen und ganz weit hinten im Schrank vor sich hin gammelnden „Doodler“ geribbelt

und so eine alte Ponderosa-Färbung auf herrlich weicher Merino zurückbekommen, die ich mit der umgefärbten Drops-Flora trefflich kombinieren konnte. Und jetzt bin ich sehr zufrieden!Eva-02

Material: Drops Flora: 110 g                 Merino handgefärbt: 80 g           Nadeln: 3,5 mm  Eva-03  Eva-01