Endlich geklärt!

Eine meiner drängendsten Fragen seit der Kindheit schon war, weshalb Feuerwehrmänner nie im Nachthemd beim Löschen sind! Endlich weiß ich es:

Hemd

Sie könnten abbrennen! Und das will ja keiner. Lagerfeuer im Bett mache ich vorläufig auch nicht mehr.

Kommt gut in die neue Woche 🙂

Ein bisschen Frühling

Nach zähem Nebel in den Vormittagsstunden gab es dann doch noch den ersehnten Wochenend-Sonnenschein, den wir zum An-Eisbechern und einem netten Spaziergang am großen Fluss genutzt haben. Nichts geht für uns über Deichspaziergänge, umso besser, wenn es auch noch das eine oder andere zu sehen gibt. Heute war das Örtchen Kienitz unser Ziel, den historischen Panzer in der Ortsmitte ließen wir links liegen, stellten das Auto an der Radwegekirche ab und schlenderten den Deich entlang zur Kienitzer Hafenmühle. Das Café liegt noch im wohlverdienten Winterschlaf, aber die diversen Kunstobjekte sind ja immer zu bewundern. Heute hatte es uns diese Schönheit angetan, die wohl im ersten Leben zum großen Teil ein Moped gewesen sein musste. Kienitz-02

Bitte kein Wind mehr…

…denn das Zitronenbäumchen muss raus zu den Bienen!

Vor drei Jahren haben wir aus lauter Mitleid ein erbarmungswürdiges Zitronenbäumchen für unpassend viel Geld vor dem totalen Kollaps beim Möbelschweden gerettet. Wir hofften auf seine Dankbarkeit und es hat uns nicht enttäuscht. Diesen Winter durfte es aufgrund seines hohen Dekowertes voll behangen mit kleinen grünen Zitronen in der Veranda auf der eigens dafür angeschafften Blumensäule verbringen. Belohnt hat es uns für den exquisiten Standort mit inzwischen herrlich gelben (Bio!!!) Zitronen – 21 an der Zahl. IMG_1566

Dazwischen tummeln sich jetzt zahllose neue Knospen, alle kurz vor dem Aufbrechen. Also muss das Bäumchen raus zu den Bienen, die sich bestimmt über eine Abwechslung zu Krokus, Narzisse und Hasel freuen würde.

Nur eben der Wind müsste mal Pause machen…

Sumu II fertig

(Enthält Werbung – unbeabsichtigt)

Nachdem der erste Sumu so unerwartet schnell fertig geworden war, mir über die Maßen gefällt und noch die gleiche Wolle in anderer Farbe vorhanden war, war es eigentlich logisch, sofort die Neuauflage zu starten 😉 Außerdem wollte ich wissen, woher beim ersten diese eigenartige Längendifferenz gekommen war – das weiß ich jetzt: Von mir, einzig und allein von mir. Der Künstler und sein Werk sozusagen ;-).

Hier nun Sumu II (die technischen Daten finden sich beim ersten, ich schreibe sie nicht noch einmal auf); links vor dem Bade, rechts danach:

Man sieht, es hat allerhand Längenzuwachs gegeben, und genau das war beabsichtigt.

Sehr angenehm ist mir auch die sehr bequeme leichte Fledermausform der Ärmel, an die ich jetzt vor dem Zusammenstricken ein Bündchen angefügt hatte, eine weise Entscheidung, denn so flatterige Ärmel sind nicht mein Ding. Sumu2-03

Der Ausschnitt ist sehr schön angelegt, nicht zu tief, aber man schön noch ein Pulli oder eine Bluse drunter ziehen. Sumu2-05

Alles in allem, ich bin sehr zufrieden, zumal ich mich mit den Farben nun auch arrangiert habe, auch wenn es eine eigenartige Färbung für Industriegarn ist, keine Farbfolge ist gleich und die Farben selbst sind in den einzelnen Knäulen sehr unterschiedlich. Ich denke, ich habe daraus das bestmögliche gemacht…

Da ist noch viel Luft – nach unten

Eigentlich will ich ja diesen Blog frei von allem halten, was nach Politik riecht oder solche sein könnte. Auch wenn es in der gegenwärtig anscheinend massiv von Realitätsverweigerung geprägten fast schon hysterischen grünbunten Ver- und Gebotswelt durchaus ein paar Dinge gibt, die für mich akzeptabel sind, sofern sie im Rahmen der Vernunft bleiben. Dazu gehört das große weite Thema Verpackung und Verpackungswahn. Ja, ich gehe schon lange mit selbstgenähten Stoffbeuteln und/oder Filztasche einkaufen, stecke meine Bananen und Kohlköpfe nicht in Plastiktüten und trenne akribisch den anfallenden Abfall.

Leider kann man auf dem Sektor (noch) nicht allzuviel beeinflussen, ein tolles Beispiel gab es heute. Nachdem ich jahrelang unbemerkt fernöstlich giftgepanschte Blutdruckpillen geschluckt hatte, gibt es nun ein neues entsprechendes Medikament. Ich war tief beeindruckt! Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um die Jahrespackung, sondern um die Dreimonatsration von 98 Pillchen!

Und die kommt jetzt so daher:

Irbe1-1

 

Innen ist noch reichlich Luft – sowohl in der Schachtel als auch in den Blistern:

Und am Ende drückt man dann mühsam dieses Pillchen, das sich gerne in den Ecken versteckt, heraus:

Irbe3

Absolut irre, oder?

Getucked

(enthält unbeauftragte unbezahlte Werbung, mea culpa)

Nicht immer klappt es ja mit Begehrlichkeiten und der Realität danach. Aber mein neues Tuck-Buch ist jeden Cent wert, wobei ja Nancy Marchant als Autorin eigentlich ein Garant für Qualität und Gebrauchstauglichkeit ist – man denke nur an die fantastischen Brioche-Bücher!

An dem stürmischen Regenwochenende, an dem wir wirklich nicht mehr Outdoor als zwei Spaziergänge zwischen jeweils zwei großen Regentiefs geschafft haben, war ja jede Menge Strickzeit. Die habe ich genutzt, um allerhand Muster aus dem Buch in unterschiedlichen Garnarten zu testen. Das hat irre Spaß gemacht und es ist spannend zu sehen, wie sich die Muster in verschiedenen Garnstärken so entfalten und das auf Vorder- und Rückseite.

Die Muster haben sehr kurze Rapporte, sind logisch und einfach zu stricken, man braucht allerdings gute Konzentration. Mir will es einfach nicht gelingen, die Folgen von vier bis acht Musterreihen auf der schädelinternen Festplatte zu speichern. Für mich auch kurios ist die Tatsache, hier lieber den ausgeschriebenen Anweisungen zu folgen statt den Charts. Aber das liegt sicher an den vielen ungewohnten Symbolen, das wird sich geben 😉

Als erstes wäre da der Versuch mit zwei Restchen Malabrigo Mechita – (die Fotos zeigen jeweils links die Vorderseite, rechts die Rückseite – sicher wäre es ratsam gewesen, die Läppchen erstmal zu baden….):

Tuck-Muster-01

Dann mit dickem Garn (Drops Fine Merino) als Test für das angepeilte erste Projekt:

Tuck-Muster-03

Und zum Schluss dann die Suche für eine Muster-Alternative für diese total verkorkste „Spinat mit Ei“ – Jacke. Die wird nix, es sei denn, ich ruiniere mir total die Hände mit dem Muster, bei dem jede zweite Masche in jeder Reihe gehoben wird und die dadurch so quälend langsam nur wächst. Dafür wellen sich die vorderen Blenden dermaßen, dass man da auch irgendwie dran rumpfuschen müsste. Aber hier hat mich noch nichts so richtig überzeugt und der zweite Neustart sollte dann doch zum erhofften Ziel führen…

Tuck-Muster-02

Allerdings steht auch hier das Problem der ordentlichen Randmaschen/Blenden, da viele Reihen zurückgeschoben und doppelt gestrickt werden, das aber nicht unbedingt in regelmäßig abwechselndem Rhythmus. Aber irgendwas wird sich finden, noch sind sehr viele Muster zu probieren.

Wer will denn schon Planwirtschaft?

Immer, wenn der Mensch denkt, kommt irgendwas daher, das lenkt. Selten stimmen Denker und Lenker überein. Bei mir schon gar nicht. Daher sollte ich mal überlegen, ob es nicht besser wäre, Gewesenes zu  posten als Geplantes, denn das geht ja meist in die Hose. Wie der Plan „ich lerne jetzt Tuck Stitch“.

Denkste. Denn irgendeine höhere oder niedere Macht hat mich ganz fies und hinterlistig mal wieder zu Svetlana Gordons Shop gelenkt – „nur mal gucken“, nääch 😉 Und siehe da, was eine Überraschung, brandneu und taufrisch prangte da ihr neuer Schal „Lavender“ mit einem dermaßen aufregenden Muster, dass ich die Anleitung sofort haben musste. Bei Svetlana heißt „haben müssen“ auch zwangsläufig „probestricken müssen“.  Das tat ich – statt Tuck Stitch lernen, aber das rennt mir ja auch nicht weg ;-). Und hier die Ergebnisse:

Erster Kandidat war die Grün-Kombi aus Amitola und Pittura, beide von Louisa Harding. Und obwohl mir diese Farbigkeit weit besser gefällt als der zweite Versuch, musste das sterben, auch wenn genug Garn dagewesen wäre. Beide Garne sind struppig und splissig, so dass sich dieses teils fingerbrecherische Muster damit nicht mit akzeptablem Aufwand stricken lässt. Sehr schade. Der schwarz-lila Test zeigt dann auch, dass glatte gut gezwirnte Garne doch besser zur Geltung kommen und sich vor allem wesentlich besser verstricken lassen. Heißt, ich brauche Wolle! Und bei jedem Projekt der Designerin verstehe ich mehr, weshalb sie fast ausnahmslos Malabrigo-Garne, speziell Socks oder Mechita, verstrickt. Das werde ich dann am Ende auch tun. Und bis da nun Farben gewählt, bestellt und gelandet sind, kann ich dann doch noch das Tucken lernen 😉


Enthält unbezahlte und unbestellte Werbung durch Produktnennung

Sitze dann mal in der Ecke…

Endlich ist das heißersehnte (relativ) neue Buch von Nancy Marchant, der Brioche-Queen, bei mir gelandet (Amazon D verkauft es, aber es kommt direkt vom Verlag in den Staaten und das dauert halt…).  Tuck-02

Nach dem ersten Durchblättern würde ich mal so ganz laienhaft sagen, der „Tuck Stitch“ kommt zum großen Teil daher wie eine Kombination aus Patent und Mosaik-Strick. Viele nette Müsterchen, deren Nachstrickerei mir wirklich spannend und erstmal eher schleierhaft erscheint. Daher nehme ich jetzt das Buch, hänge das „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür, zwinge die grauen Zellen zu Höchstleistung und hoffe, im Laufe des Abends hinter die Geheimnisse der „Tuckerei“ zu kommen.

Neben den vielen Mustern gibt es für all die auf dem Titel gezeigten Röllchen die kompletten Anleitungen. Ich denke, ich weiß auch schon, mit welcher ich starten werde!

Tuck-01

Wer wissen möchte, wie eines der Werke daher kommen könnte, der gucke hier und hier bei Ute. Und ich bin dann mal am Studieren….