Mein Erdbeermond

fast ist es mir schon ein bisschen peinlich zu vermelden, dass das nächste Tuch fertig ist…  Dieses war ein fast rauschhaftes Gestricke, bei dem es immer eine Überwindung war, es mal zur Seite zu legen, etwas zu essen oder ein wenig zu schlafen. IMG_2880

Es war Spaß pur, die Anleitung (Under Dutch Skies von Nancy Marchand) perfekt, das Muster klar, eindeutig und einfach zu stricken – genial! IMG_2882

Verstrickt habe ich 99,99 g hellrotes handgesponnenes BFL-Garn, das vorher in einem Doodler steckte, dazu 125 g dunkelrot überfärbte ehemals graue Drops Baby-Merino mit Nadeln 3,75 mm. Zum Ende hin war das ganz schön Stress, aber das Garn hat mir dann doch noch knapp zwei Meter Rest beschert.

Die Anleitung ist für ein eher kleines Tuch mit sieben Wiederholungen des Mustersatzes, was man mögen kann oder auch nicht. Ich wollte es etwas größer und konnte einen weiteren Mustersatz schaffen, für mich dann das Minimum an Tuchgröße, aber ausreichend. Und ich liebe es schon jetzt, außerdem ist es mein erstes und einziges Stück in Rot. Wieso eigentlich? Es sollten weitere folgen! IMG_2881

Der Winter kann kommen!

Der Fuchsschwanz-Schal ist fertig. Er ist ein einziger fluffig-weicher Traum, der fast von allein über die Nadeln gesaust ist. Das Muster ist leicht und eingängig, hatte ja beim Tuch schon gut üben können.

Es ist ein eher kurzer Schal mit 180 x 28 cm, der auch gerade mal 180 Gramm auf die Waage bringt. Verstrickt habe ich mit Nadeln 4,0 nur 74 g des wunderbaren „Urlaubsgarns„, die Rückseite ist selbstgefärbtes doppeltes Merino-Lace in so einem recht unanständigen Braunton 😉 – passt hier perfekt. Für das Muster habe ich den Mittelteil des West-Tuches „Flying Foxtail“ verwendet. 073B1E8C-E078-4B92-8B02-71AFB630D949

Nun weiß ich ja nicht, ob es schon an Besessenheit grenzt, aber das nächste Patent-Tuch ist schon auf den Nadeln. Endlich, endlich habe ich mich an Nancy Marchands „Under Dutch Skies“ herangewagt und es hat sich herausgestellt, dass es ein wirklich einfaches Muster mit recht kurzen Rapporten ist, das sich locker wegstrickt. Das habe ich gestern, als es von früh bis spät nur regnete, geschafft: IMG_2805

Zuvor allerdings hatte ich mich heldenhaft von einem Projekt getrennt (dieses auch sofort geribbelt), das mich total überfordert hatte; nämlich dem Susurrate-Shawl. Nachdem ich die Erstversion geribbelt und farbvertauscht neu gestartet hatte, war irgendwann die Luft raus, heißt, die Konzentration flöten. Also habe ich erstmal mit einfacheren Brioche-Projekten erfolgreich „geübt“ und wollte nun mit dem Werk des Wahnsinns weitermachen. Dabei war mein Unterbewusstsein irgendwie weitaus cleverer als ich je gedacht hatte, schon nach zwei Reihen, die ich mühsam über die Nadel gequält hatte, reagierte es mit Herzrasen und Augenflimmern. Ich war klug genug (ja, manchmal klappt das!) das Signal zu verstehen, zog die Nadel und ribbelte das Teil. Erledigt, für jetzt und immer.

Der Fuchs ist los!

Wie bereits mehrfach erklärt, ich stecke tief im Patentrausch. Um das wirklich glaubhaft zu machen, möchte ich nun endlich wieder mal ein fertiges Werk zeigen, ein Tuch des großen Meisters, der „fliegende Fuchsschwanz“. Was dieser Name mit dem Tuch zu tun haben könnte, weiß ich nicht, wohl aber weiß ich, wie schwer die Namensgebung von Strickobjekten ist, daher – sei’s drum. Hier das fertige Werk von der Vorder- und daneben der Rückseite. So sehr unterscheiden die sich gar nicht, oder? Das kommt aber erst nach der Wäsche, wenn das Gestrick sich enorm gereckt und gestreckt und seine wahre Größe offenbart hat. Auf das Spannen habe ich daher gut verzichten können.Fuchs_vuh

Verwendet habe ich Stash- und Ribbelgarn, also sehr nachhaltig gearbeitet 😉

Aus dem Stash kam Ice Yarns Air Baby Alpaca, 34% Merino, 33% Alpaka, 20% Viskose, 13% Nylon mit 225 m / 50 g – wunderweich und herrlich leicht, aus der Ribbelkiste kam Drops Delight, ein ruppiges Dochtgarn (400 m/100g), das schon mal ein Tuch gewesen war und am ribbeln sehr gelitten hatte. Die Kombination der beiden, 279 g insgesamt, verstrickt mit Nadel 3,75, finde ich gelungen, die Größe des Tuches von knapp 2,00 m Spannweite und 80 cm Tiefe finde ich sehr bequem und gemütlich, es wird mir wohl in erster Linie ein häuslicher Schulterwärmer sein, den man fast gar nicht spürt.              Hier noch mal in aller Pracht und Herrlichkeit ;-):Fuchs-04

und ganz unspektakulär von vorne:Fuchs-03

Da das Muster mich begeisterte, hab ich gleich noch einen Schal passend zu einer langweilig braunen Jacke gestartet, der inzwischen fast fertig ist, hier ein kleiner Blick auf den Anfang: Fuchs-06

 

 

Abgefressen und angefressen

eigentlich bin ich ja sehr tierlieb und stoße damit nur sehr, sehr selten an meine Grenzen. Aber gerade jetzt ist sehr sehr selten, leider.

Den  ganzen Sommer über haben wir unsere zwei Weinstöcke gehätschelt. Zum Urlaub hin wurden die Trauben reif, nach dem Urlaub waren sie überwiegend reif, ungewöhnlich groß (wir hatten nie vergessen, sie ordentlich zu gießen) und sehr, sehr lecker. Da ich aber am Montag zu meinem vierteljählichen Zuckertest muss, haben wir beschlossen, sie unmittelbar danach zu ernten, so dass ich auch in den knackfrischen Genuss kommen kann. Vorgestern hatten wir sie nochmal bewundert und uns drauf gefreut. (Das Foto ist vom Sommer, nicht ganz aktuell)Wein-01

Gestern dann bot sich aber leider ein Bild des Grauens, der Wein war systematisch und lückenlos end-geerntet! Ich wollte meinen Augen nicht trauen, da hingen nur noch kleine, labberige welke Beeren für uns, den Rest hatte sich Familie Waschbär geholt, die dazu in einem beispiellosen nächtlichen Gelage geschwelgt haben muss. wein-02

Was nicht allererste Wahl war, blieb hängen oder landete auf dem Boden.wein-01

Viele Triebe sind abgeknickt. Das macht nichts, der wird eh wieder  kurz geschnitten, aber sie waren halt gründlich am Werke und wir sind pottsauer und ja – angefressen… wein-04

Einzig einige Gläser Weingelee hatten wir schon gekocht, das war’s dann auch für dieses Jahr. Dabei hätten wir ja wachsam sein müssen, denn ein Bekannter im Nachbardorf hatte genau so eine Geschichte berichtet. In der Nacht vor der geplanten Ernte nahm Familie Waschbär ihm komplett die Arbeit ab. Und dass wir hier mit Waschbären reich gesegnet sind, wissen wir, seit diese gefräßigen Pelzlinge unseren schwächlichen Herbst-Igeln das Futter weggefressen hatten.

nightlife-04

nightlife-01Nightlife-06

Also – wer seinen Wein noch hat, der passe gut darauf auf !

Das Ganze bitte nochmal von vorne!

es hat sich ja schon herumgesprochen, dass ich derzeit im Patentrausch stecke. Einige mehr oder weniger vorangeschrittene Projekte schwirren hier herum, etliche Musterläppchen, diverse Anleitungen, Musterbücher und -hefte ebenfalls und ich falle von einer Must-have-Ohnmacht in die nächste. Schlimm, aber wer von uns Strickverrückten kennt das nicht?

Um da wieder so richtig in Schwung zu kommen und die „Fachbegriffe“ und vor allem ihre Bedeutung zu verinnerlichen, habe ich das äußerst anspruchsvolle Sursurrate-Tuch beiseite gelegt und den vor einiger Zeit gestrickten Evanescence-Schal nochmal auf die Nadeln genommen, da mir die Erstversion dann doch nicht mehr so gefallen hatte, auch weil da einfach zu viele Fehler drin steckten. Über der Material- oder besser Farbfrage habe ich lange gebrütet. Dann kam die zündende Idee, ich habe den nie getragenen und ganz weit hinten im Schrank vor sich hin gammelnden „Doodler“ geribbelt

und so eine alte Ponderosa-Färbung auf herrlich weicher Merino zurückbekommen, die ich mit der umgefärbten Drops-Flora trefflich kombinieren konnte. Und jetzt bin ich sehr zufrieden!Eva-02

Material: Drops Flora: 110 g                 Merino handgefärbt: 80 g           Nadeln: 3,5 mm  Eva-03  Eva-01

Urlaubsstrick „Nachtschicht“

nach einer eher mäßig schönen Urlaubswoche ist mir heute eingefallen, dass es doch auch noch diesen Blog gibt 😉 Und da ich ja auch ein wenig zu erzählen hätte, mach ich das doch gleich mal.

Also Urlaub – wie meist eine Woche im Harz. Das Wetter war entgegen aller Prognosen durchaus passabel, leider aber hat es den Gatten mal wieder übel erwischt, so dass wir wirklich nur das touristische Minimalprogramm absolvieren konnten. Aber als hätte ich schon so eine Ahnung gehabt, hatte ich reichlich Fadenkram dabei, sodass ich mich durchaus nicht gelangweilt habe.

Als erstes wäre da das Tuch „Nightshift“ von Andrea Mowry zu nennen, für das ich ja bereits jede Menge bunte Zauberbälle gebunkert hatte. Und die flitzten dann nur so über die Nadeln, ein paar Reihen dann noch hier zuhause und fertig war das gute Stück; obwohl, eigentlich bin ich noch unschlüssig, ob ich nicht noch ein paar Reihen dran stricken sollte, denn obwohl es bedeutend mehr Maschen am Ende hat als in der Anleitung angegeben (191 sollten es sein, 231 sind es bei mir bei etwas dünnerer Wolle, von der noch allerhand übrig ist).

Derzeit bringt es 260 Gramm auf die Waage bei einem Maß von 1,60 x 1,15 m,        gestrickt mit Nadeln 4,0.  Nachtschicht-06Das Tuch muss noch gespannt werden, aber auch so geben die mitgestrickten I-Cord-Ränder guten Halt und nichts rollt sich. Zum Ende des Tuchs hin wurde mir das Muster dann doch zu chaotisch und so habe ich die 1/1-Maschen-Mosaikabschnitte zugunsten der 2/2-Maschen-Einteilung beendet. Und dafür hatte ich dann auch ein nicht ganz so kunterbuntes Knäuel erwischt. Nachtschicht-04Diese Zauberbälle der „Edition 3“ sind wunderbar weich, bestehen aus reiner Merinowolle aber haben sehr unterschiedlich lange bzw. kurze Farbabschnitte, was sich bei den länger werdenden Reihen dann doch manchmal als etwas unharmonisch darstellt. Im ganzen jedoch viel Strickspaß mit einem leichten eingängigem Muster, was sich flott fast nebenbei wegstrickt zu einem schönen warmen Kuscheltuch. Nachtschicht-05

Demnächst dann meine Zweitauflage des Evanescence-Schals, der mir jetzt bedeutend besser gefällt…

Richtig bunt muss es sein!

Klar, ich bin leicht zu begeistern, aber dann doch nicht mit allem und jedem. Aber als ich das so schöne bunte Tuch „Nightshift“ von Andrea Mowry gesehen habe, da war es sofort passiert, das muss zum Herbst auf die Nadeln. Und da mir noch ein passendes Urlaubsgestrick fehlte, das auch nicht langweilig wird, wenn uns einige Regentage überraschen sollten, war nur noch die Materialfrage zu klären. Dann fiel mir Utes Begeisterung für die schoppelschen Zauberbälle ein und ich wusste, wo ich suchen muss. Fündig wurde ich bei „Zauberball Edition 3“, einem herrlich weichen und nicht gar so dünnen Merinogarn mit 150 Metern LL auf 50 Gramm. Was ein Farbfeuerwerk! Also schlug ich zu und wurde nicht enttäuscht. Die helleren Farbmischungen:Schoppel-edition_3-04

Und die dunklere Seite der Wolle:Schoppel-edition_3-03

Gerade habe ich die eine mögliche Zusammenstellung der Farben ausbaldowert und muss ganz schwer an mich halten, nicht sofort zu starten. Würde gut passen, da ich eh gerade in einem UfO-Produktionsrausch stecke. Leider zum Glück ziehen diese Anfälle ja immer eine aktute Nadelknappheit nach sich, so dass der Haufen der Unfertigen dann doch letztlich irgendwie überschaubar bleibt 😉

Mein Rechner lebt auch wieder, dank des wertvollen Expertenrats (s. Kommentar von Anonym unter meinem Jammerpost) konnte ich den Blechknecht ohne teure Eingriffe von außen retten und wurde in meinem Verdacht bestätigt, dass dieses Malheur tatsächlich und ausschließlich eine Folge des zuvor installierten Windows-Sicherheits-Updates war. Nochmals also mein Dank an die Typen bei Microsoft! Danke Jungs, irgendwie muss ja mein alter Blutdruck immer mal in Schwung gebracht werden!

Und Danke H.E. für die so geniale Hilfestellung!

Es gibt sie doch …

…die totale Datensicherheit! Microsoft hat sie mir gerade beschert! Ich habe dafür nichts weiter getan, als wie alle halbe  Jahre mal ein „dringend empfohlenes“ Sicherheitsupdate zu installieren. Das Ergebnis sah dann so aus:1FDA0266-EFE2-4E18-BD3C-46EB0EF04862

Ich bin restlos begeistert und möchte mich bei Herrn Gates herzlich bedanken! Supér Bill, ich zahle auch gerne für das Wiederherstellen, sofern ich jemanden finde, der das schafft.

Da man ja alles irgendwie positiv sehen soll, sag ich mal, dieses Desaster hat mich dazu gebracht, mal am Tablet zu posten und es sieht ganz danach aus, dass es klappen könnte 👍😁👍

Habt ein entspanntes Wochenende!

Mal wieder begeistert

bin ich vom allgegenwärtigen Bürokratiewahn. Jetzt gerade in Gestalt der von der EU ausgeheckten neuen Sicherheitsvorgaben „PSD2“ für das Online-Banking. Online-Banking mache ich, seit es das gibt und hatte nie Probleme. Heute habe ich nun den kompletten Vormittag damit zugebracht, auf dem aktuellen Konto alles umzufummeln und ein neues Konto, das zwar auch keinen Service bietet, dafür aber kostenlos ist, frei zu schalten und sicher zu machen, inklusive zweier Kontensperrungen zwischendurch.

Was mir nicht passt: „meine“ Postbank hat beschlossen, dass Landeier lange Wege gewohnt sind und von jetzt auf gleich die kleine Filiale bei Edeka im Hauptdorf dichtgemacht. Alternativen für ein bisschen Bargeld: 25 km in die Kreisstadt, 45 km in die ehemalige Kreisstadt, denn ich bin ja noch so ein Bargeld-Dino. Dafür plus Kreditkarte zahle ich satte 100 Glocken im Jahr, rechne ich das um in Wolle, leuchten mir die Augen. Also neues Konto, kostenlos mit kostenlosem Zugriff auf alle Sparkassen- und Raiffeisen-Automaten, die hat es hier ja – noch.

Also frisch voran, neues Sicherheitsverfahren einrichten. Klasse Ding, man wird damit quasi zum Smartphone genötigt, Verweigerung dieser Dinger ist ja eh kaum noch möglich. Ich habe diese Verweigerung inzwischen auch aufgegeben und war also wenigstens technisch gerüstet. App laden und einrichten ging einigermaßen problemlos, wenn man mal von der altersgerechten Phobie vor all diesem Kram absieht.  Erfolgsgestärkt wollte ich dann  das neue Konto aktivieren inkl. Ingangsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen. Dazu habe ich von der Bank einen dicken Packen bedrucktes Papier bekommen, was die Furcht nicht gerade verringerte. Ich tat also, was ich sonst kaum tue, ich habe alles fein durchgelesen und habe das meiste verstanden. Und dann – ran ans Werk! Apps laden – problemlos. Passwörter vergeben, sofern verlangt, problemlos, hatte ich mir ja schon ausgedacht. Fingerabdruck-Identifizierung eingerichtet, prima, diesen entsprechenden Finger habe nur ich, kann nix passieren.  Dann tiiiiiief durchgeatmet, Kontozugang schaffen. Da ging das Theater dann los. Ich erspare mir die ausführliche Beschreibung, habe aber zwei Kontensperrungen geschafft und konnte so gleich mal den Telefonservice der Bank testen – ja, geht so, gibt viel schlimmere Warteschleifen. Zwischendurch habe ich dann verzweifelt versehentlich ein neues Konto beantragt, was mir aber erst klar wurde, als ich den Antrag abgeschickt hatte ;-)). Ja, am Ende läuft jetzt alles, habe ein paar Euros auf das neue Konto überwiesen, wenn die da angekommen sind, bin ich für heute restlos glücklich, das „neue Konto“ hat man inzwischen auch unbürokratisch storniert.

Fazit: Am Bürokratenwahn (mit irgendwas müssen die sich ja in Brüssel die Zeit vertreiben) kommt man nicht vorbei, also abgehakt nach dem Motto, ehe ich mich aufrege, ist es mir lieber egal. Nun warte ich mal ab, was dann demnächst das Online-Einkaufen für Überraschungen bereit hält. Vor allem die Händler werden sich freuen, wieder eine neue Verkomplizierung übergeholfen zu bekommen.

Aber – an die Adresse der Banken – warum zum Teufel seid ihr einfach nicht in der Lage, wichtige Begriffe, die in etlichen Schreiben zu diesen ganzen Freischaltprozessen mitgeteilt werden, namens-identisch mit denen hinzukriegen, die dann in der Anmeldung abgefragt werden???  Es würde viel Kummer, Selbstzweifel und Verbitterung verhindern und das Callcenter könnte um mindestens drei Mitarbeiter entlastet werden. Oder geht es gar um die Sicherung/Schaffung von Arbeitsplätzen, wenn man möglichst viele Kunden erstmal gegen die Wand knallen lässt?

So ganz nebenbei

ist mal wieder ein UfO aus seiner Kiste in den Schrank gehüpft – fertig. Das Garn hatte ich mal einfach so mitbestellt, damit sich das Porto lohnt, kennt man ja ;-). Aber was ich mir bei 350 Gramm gedacht hatte, ist unklar. Jedenfalls startete ich irgendwann – offenbar in einer Phase akuter Strick-Unlust (dann kommen mir sollche „Einfälle“) – einen RVO, ohne Muster, ohne Plan, einfach glatt rechts, die Struktur des Garns eignete sich dafür ja perfekt. Und es kam, wie es kommen musste, ich verlor die Lust, das Teil flog in die UfO-Kiste, wo es wenigstens nicht einsam war. Nachdem ich dann vor kurzem meine Begeisterung für kriminelle Prime-Serien entdeckt hatte, kam endlich Bewegung in die UfO-Kiste, auch dieses Teil wollte ich zum Leben erwecken. Immer rundherum geht selbst beim spannendsten Krimi. Leider kam es wie es kommen musste, das Garn reichte nicht. Voller Freude stellte ich fest, dass es in dem Shop noch vorrätig war, dachte ich jedenfalls, bis die Nachbestellung ankam. Ging gar nicht.Nebenbei-01

Aber so schnell gibt man ja nicht auf, schon gar nicht, wenn so viel Fadenkram vorhanden ist, so fand sich schnell eine akzeptable Ergänzung für das Saumbündchen (hätte ich ja eher auch schon drauf kommen können…); alle anderen Bündchen und die Halsblende hatte ich schon fertig und vorbildlich die Fäden vernäht, also blieben die wie sie waren. Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe jetzt einen bequemen, super leichten, ausreichend langen, dreiviertelärmeligen neuen Lieblingspulli. Nebenbei-03Am V-Ausschnitt hatte ich aus den drei Randmaschen eine Verzopfung gebastelt, um dem dort gerne entstehenden Loch vorzubeugen, ob es eine so gute Idee war, weiß ich nicht, aber ein Loch ist da nicht mehr.  Nebenbei-04